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Leidig

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Leidig

Bd. 2, Sp. 2010
Leidig, adj. et adv. welches in einem doppelten Verstande gefunden wird. 1. Im thätigen Verstande, Unlust erweckend. 1) Für beschwerlich, lästig. Ihr seyd allzumahl leidige Tröster, Hiob 16, 2; beschwerliche Tröster, Michael. O, Laura, du bist eine leidige Trösterinn! Weiße. 2) * Leid, d. i. Kummer, Unglück, Sorgen, Schaden bringend; eine veraltete Bedeutung. Der leide tag, Heinrich von Franenberg. Wie lange wollen bey dir bleiben die leidigen Lehren? Jer. 4, 16; die schädlichen. Im gemeinen Leben sagt man noch zuweilen, das leidige Geld. 2. Im leidendlichen Verstande. 1) Häßlich, abscheulich, nur noch im gemeinen Leben einiger Gegenden. Ein leidiges Gesicht. Franz. laid, S. das Nebenwort Leid. Im Hochdeutschen sagt man nur noch der leidige Teufel, der leidige Geitz u. s. f. wenn es anders hier nicht zu der vorigen Bedeutung gehöret.[] 2) * Arglistig, boßhaft; im Niederdeutschen und einigen Oberdeutschen Gegenden, wo es aber auch zu einem andern Stamme gehören kann. 3) * Traurig, betrübt, Leid tragend; eine im Hochdeutschen gleichfalls veraltete Bedeutung, in welcher man so wohl im Ober- als Niederdeutschen sagt, leidig seyn, betrübt, die Leidigen, die Leidtragenden. Bey dem Notker ist leideg gleichfalls traurig, und im Nieders. bedeutet leidigen über etwas traurig seyn. Er sprach, ich bring euch leidig mer (Mähr,) Theuerd. Gedenkt, wie leidig er darumb war, ebend.
1386 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    leidîg

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    leidîg s. leidag.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    leidig

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    leidic , leidig- s. leidec, leideg-.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leidig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Leidig , adj. et adv. welches in einem doppelten Verstande gefunden wird. 1. Im thätigen Verstande, Unlust erweckend. 1)…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    leidig

    Goethe-Wörterbuch

    leidig a ärgerlich, beschwerlich, lästig, unangenehm; vereinzelt adv; auch ‘l-e Pfuscherei, Politik, Selbstquälerei’, ‘l…

  5. modern
    Dialekt
    leidig

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    leidig [laitik Geberschw. ; laiti Str. ; læiti Geud. ; laitìχ Lützelstn. Lohr ] Adj. 1. überdrüssig, zuwider (prädik.): …

  6. Sprichwörter
    Leidig

    Wander (Sprichwörter)

    Leidig 1. De gar to leidig 1 is, hett ên bedragen off will en bedregen. ( Ostfries. ) – Hauskalender, I. 1 ) Glatt und s…

  7. Spezial
    leidig

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    leidig неприятный, мучительный, злополучный, многострадальный перен. , разг. das ~e Thema anschneiden - заговорить на не…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leidig

29 Bildungen · 13 Erstglied · 6 Zweitglied · 10 Ableitungen

Ableitung von leidig

leid + -ig

leidig leitet sich vom Lemma leid ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von leidig 2 Komponenten

lei+dig

leidig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

leidig‑ als Erstglied (13 von 13)

leidigen

DWB

leid·igen

leidigen , verb. einen leidig machen, kränken, schädigen, ahd. leidagôn, mhd. leidegen; das einfache wort ist ( auszerhalb mundartlichen geb…

leidigen

FWB

1. ›jn. physisch oder psychisch verletzen, jn. schädigen, kränken, beleidigen, jm. Schmach antun; mit jm. schimpfen; etw. beschädigen, e. S.…

leidiger

DWB

leidi·ger

leidiger , m. molestator, laidiger voc. inc. theut. l 8 b .

leidiglich

DWB

leidi·glich

leidiglich , adv. in leid: die erd, dem winter gleich, will dasz wir leben frewdîglich, nicht liederlich noch leidiglich mit jhren gütern re…

leidiglieb

DWB

leidig·lieb

leidiglieb , adj. : o du loses leidigliebes mädchen, sag mir an, womit hab ichs verschuldet, dasz du mich auf diese folter spannest? Göthe 2…

leidigung

DWB

leidig·ung

leidigung , f. schädigung: laidigung lesio, videlicet in corpore aut in rebus, molestatio. voc. inc. theut. l 8 b ; die mir für die leidigun…

leidigung

FWB

1. ›körperliche Verletzung, Verwundung, Bedrängnis, Not; Ehrverletzung, Beleidigung, Schmach, Lästerung (als Handlung und als deren Ergebnis…

leidigunge

MWB

leidi·gunge

leidigunge stF. ‘Schädigung’ (an Körper, Seele, Gut, Ansehen o.ä., vgl. leidigen ; z.B. Verletzung, Vergewaltigung, Beleidigung u.ä.): von i…

leidigære

MWB

leidigære stM. ‘jmd., der anderen Leid antut’ di leidegere balt, / dy den guten tun uberlast / und sy betruben um eyn bast / an alle barmher…

leidigōn

KöblerAhd

leidigōn , sw. V. (2) nhd. „beleidigen“, betrüben, Leid zufügen, jemandem Leid zufügen, jemanden betrüben, verwirren, jemanden verwirren ne.…

leidig als Zweitglied (6 von 6)

mitleidig

DWB

mit·leidig

mitleidig , adj. und adv. mitleiden habend. 1 1) zunächst nach mitleiden 1, ein wirkliches theilen des leidens eines andern bezeichnend: com…

unleidig

DWB

unleidig , adj. adv. , gth. v. leidig 2 . mhd. unlîdec, -lîdic, mnd. unlidich, mnl. onlidich, nl. onlijdig, afries. onledig (unlethoch). unl…

wehleidig

DWB

wehle·idig

wehleidig , adj. übertrieben empfindlich gegen schmerz. 1 1) von haus aus ein wort der obd. mundarten, von Steiermark bis Appenzell heimisch…

Ableitungen von leidig (10 von 10)

beleidigen

DWB

beleidigen , dasselbe. ahd. leidagôn ( Graff 2, 175 ): wo du meine töchter beleidigest oder andere weiber dazu nimpst uber meine töchter. 1 …

beleidigung

DWB

beleidigung , f. injuria, offensio: viel beleidigung und übermut erlitten. Kirchhof wendunm. 77 a ; ich sehe, das die schiffart wil mit bele…

entleidigen

RhWB

ent-leidigen: əntlE:dĭχ Part. verleidet, überdrüssig; de Man as mir su e., dat eich et Kozen u mich kregen, wenn eich hen nemmen sehn; ebbes…

erleidigen

DWB

erleidigen , was erleiden = mhd. erleiden, invisum reddere: die vom adel erleidigen den fürsten das studieren. Luthers tischr. 394 b . auch …

geleidig

PfWB

ge-leidig Adj. : ' überdrüssig ', vgl. das häufigere leidig. Ich bin's geleidich [SOPf], geläärich [PfId. 51]. Lothr. 193 .

geleidigen

Lexer

ge-leidigen swv. betrüben, verletzen Mgb. 200,15. 261,2.

missleidig

RhWB

miss-leidig maslEdĭχ Saargeb. Adj.: überdrüssig.

unleidig

DWB

unleidig , adj. adv. , gth. v. leidig 2 . mhd. unlîdec, -lîdic, mnd. unlidich, mnl. onlidich, nl. onlijdig, afries. onledig (unlethoch). unl…

verleidig

Idiotikon

verleidig Band 3, Spalte 1085 verleidig 3,1085

verleidigen

DWB

verleidigen , verb. verhaszt, leidig machen: verladigen und verunglimpfen. Kessler sabbata 142 Götzinger.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „leidig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/leidig/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „leidig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/leidig/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „leidig". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/leidig/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_leidig_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„leidig"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-09},
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