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habe

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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23 in 18 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

habe f.

Bd. 10, Sp. 42
habe, f. ahd. haba Graff 4, 737, mhd. habe, fries. hava Richth. 798; seinem verbum haben entsprechend, in mehreren bedeutungen, die sich um die begriffe halten und besitzen, zu eigen haben, gruppieren. 11) halt, anhalt, stütze, festigkeit: schaw das der held nyndert kein hab moeg gefinden. Theuerdank 47, 48; er gieng durch ain sonderen gang von dem hohen gepyrg herab, das pyrg was faul und het kein hab. 69, 73; der tachstul sänkt sich sehr, hat durchaus fast kein hab. Rompler 98; laszt ihr die glieder nehmen ab, so hat der leib kein stärk noch hab. Opel und Cohn 368, 10. 22) das was etwas hält oder woran etwas gehalten wird, heft, griff, henkel: ein trinkgeschirr mit zueen haben, carthesium Diefenb. 100a; kesselhab 86b ist die eisenstange über dem herde, die den kessel hält; bair. die axthab stiel an der axt. Schm. 2, 136; nimm kelche, von des meisters hand gemacht, und kränze beide haben und den rand. Stolberg 13, 236. habe etiam significat manubrium et ansam rei alicujus. Stieler 723. vergl. handhabe. 33) ort zum halten, zum bergen; jeder platz an dem etwas aufbewahrt oder geborgen wird: so mhd. diu habe der speicher Ben. 1, 602a; der kerker der hölle: des wart vil manic tôte behalten in der helle habe. MSH. 2, 368b. ein geschützter platz im walde: du solt (die hirsche) suochen uf den rechten haben in den waelden, da vindt man sie och gern. von den zeichen des hirsches (ed. Karajan) 58; auch geschützter platz der fische im wasser: haben oder backen seind löcher unter der erde, wohin die fische sich zu verschliefen pflegen: zuweilen finden sich dergleichen haben auch unter den steinen, felsen, baumwurzlen oder unter denen mühlen, gemeiniglich aber und meistentheils zwischen zwei wässern. jagds-ergötzungen 5 p. 6. am häufigsten wird, wie schon mhd., unter habe noch im 16. jahrh. der halteplatz der schiffe darunter verstanden, bis im 17. jahrh. hafen (s. d.) sich dafür verbreitet: haben, schifflendinen portus, insel die komliche haben oder schifflendinen hat, ratibus clemens insula. Maaler 204b; das schiff sich nach dem himel gab als zu einer glückselgen hab. B. Waldis das päpstl. reich 3, 15; fand on gefehr ein kleinen nachen: derselb thet in freundtlich anlachen. den dacht er zführen in sein haben; ein gute fracht thet im geloben. Esopus 4, 89, 17. Ungewöhnlicher aber geht habe dann in den begriff hülle überhaupt über: als der Ruggiero nun mit armen sie umgabe, da fiel der mantel ab, sie blieb in zarter habe. Dietr. v. d. Werder Ariost 7, 28, 6; come Ruggiero abbracciò lei, gli cesse il manto, e restò il vel sottile e rado. 44) besitztum jeder art im allgemeinsten sinne: eigne hab, gewunnen guot mit arbeit, peculium Dasyp.; umb hab und guot kommen, naufragium facere rerum suarum ibid.; hab und guot, reichthuomb, substantia, opes, divitiae, facultates, pecuniae Maaler 202c; eines yetlichen haab und gut census, farende hab res mobiles, grosz haab und guot, schatz und reychthumb gaza, kleine und schlächte hab brevis census, eim sein haab und gut nemmen depeculiari ibid.; es leret disz sprichwort, dasz sich ein jeglicher an seiner hab soll lassen benügen (an dem was er hat). Agric. spr. (1650) 110a; also nam Abram sein weib Sarai und Lot seines bruders son, mit aller irer habe die sie gewonnen hatten. 1 Mos. 12, 5; da namen sie alle habe zu Sodom und Gomorra und alle speise und zogen davon. 14, 11; füret weg alle sein vieh und alle seine habe, die er zu Mesopotamia erworben hatte. 31, 18, ähnl. 46, 6; und alle ire habe, alle kinder und weiber namen sie gefangen, und plünderten alles was in den heusern war. 34, 29; denn die heuser in stedten der Leviten sind ihre habe unter den kindern Israel. 3 Mos. 25, 33; sol wider komen zu seinem geschlecht und zu seiner veter habe. 25, 41; und sie verlieszen ire vorstedte und habe, und kamen zu Juda gen Jerusalem. 2 chron. 11, 14; die zugenge seiner habe werden schmal werden. Hiob 18, 7; hunger wird seine habe sein und unglück wird im bereit sein und anhangen. 18, 12; viel andere die inen handreichung thaten von irer habe. Luc. 8, 3; das ir bei euch selbs eine bessere und bleibende habe im himel habt. Ebr. 10, 34; ire güter und habe verkauften sie. apost. gesch. 2, 45; ob ein beschädigter sein haab, die im unzweifelich zustünde, .. von dem thäter wider zu wegen brächt. Carolina art. 214; ein übelthäter mit gestohlener oder geraubter haabe. art. 218; ein staat ist nicht, wie der boden, auf dem er seinen sitz hat, eine habe (patrimonium). Kant 5, 415; das grosze vorrecht, nach seinem tode noch über seine habe zu disponiren. Göthe 17, 288; euch geb ich allen preisz für meine ganze habe, für leben, glück und stand, euch brech ich palmen abe. Fleming 200; und ehre, glück und habe verläszt mich doch im grabe. Gellert 2, 208; einen blick nach dem grabe seiner habe sendet noch der mensch zurück. Schiller 78b; guter fliehender menschen, die nun, mit geretteter habe leider das überrheinische land, das schöne, verlassend ... Göthe 40, 233; die manichfaltige habe, die ein haus nur verbirgt, das wohlversehne. 40, 239; denn es verläszt der mensch so ungern das letzte der habe. ibid. in verächtlichem sinne von einer person gesagt: die frau war auch eine leichte habe. Agricola spr. (1560) 146b; wir sagen jetzt leichtes gut, gewöhnlicher aber eine leichte waare. Häufig entwickelt auch habe eine prägnantere bedeutung: man meint damit das wertvolle eines besitztums, kostbarkeiten, schätze, und bestimmt es oft näher durch ein entsprechendes adjectiv: und hiesz ausz rufen grose hab wer im der sucht mecht helfen ab. fastnachtssp. 1146; sie sprach alle hab ich ganz fermischt (verachte) und ere neur (nur) den der ob uns ist. ibid. 1147; nu haben wir (o süsse haab!) des lebens süsse frucht empfangen. Weckherlin 311; mit tugent (spricht er) und mit haab thu mich, o Jupiter, begaben. ibid. 452; in der wogenleeren höhlung wühlten sie empor die erde, senkten tief hinein den leichnam mit der rüstung auf dem pferde, deckten dann mit erde wieder ihn und seine stolze habe. Platen 33a; gieb acht, gieb acht, o lieber knabe, dasz du nicht dastehst trauernd einst und um die beste, schönste habe des menschenlebens bitter weinst! Lenau vermischte gedichte: 'einem knaben'. habe von den gütern des geistes und herzens: mit lieb umfaszts (das herz) die gegenwart und dünkt sich reich an habe. die habe, die es selbst sich schafft, mag ihm kein schicksal rauben ... A. W. Schlegel poet. werke 1, 13. Formelhaft wird mit habe verbunden fahrt (vergl. 3, 1265) und gut; das erstere selten, bei Klinger: sich mit hab und fahrt, mit herz und seele hingeben. 1, 421; hab und fahrt verprassen. 3, 94; vor einiger zeit brannten häuser mit habe, fahrt und der eingeführten ernte ab. 8, 44; das letztere ungemein häufig, wobei es ungewöhnlicher ist, dasz habe die zweite stelle einnimmt: bald leut und land man im eingab, das er gnug hett an gut und hab. B. Waldis 4, 90, 218; was sollt ihm gut und haabe? Musäus kinderkl. 108; die bürger schauten zum fenster heraus, sie saszen eben in saus und braus auf gut und habe. Göthe 3, 191. vgl. ire güter und habe (καὶ τὰ κτήματα καὶ τὰς ὑπάρξεις). apost. gesch. 2, 45; gemeiniglich wird gesagt hab und gut Dasyp., Maaler 202c, eine jener tautologischen formeln, 'in der der gedanke des ersten wortes durch den gleichen oder verwanten eines zweiten wiederholt wird, wodurch der ganze satz erhöhten, belebtern sinn und mehr stärke und festigkeit gewinnt' (RA. s. 14): er bringt sich um hab und gut. Lenz 1, 90; wie geschwister, deren die meisten zu guter wirthschaft geneigt wären, eins aber, leicht gesinnt, hab und gut der ganzen familie sich zuzueignen und zu verzehren lust hätte. Göthe 22, 170; die bauern standen auf, als sei der feind da und bewehrten sich, um hab und gut zu schützen. Riehl culturgesch. nov. 349; ich bin ümm hab und gut, und allen vorrath kommen. Fleming 116. Bemerkenswert ist, dasz in dieser verbindung ein vorgesetztes, auf beide begriffe bezügliches adjectiv, pronomen oder der artikel gewöhnlich im neutro steht, worin vielleicht eine freie anwendung der regel zu suchen sein möchte, dasz zu zwei subjecten verschiedenen geschlechtes adjectiva oder pronomina im neutro treten (gramm. 3, 315. 4, 283); es wird gesagt das hab und gut jemandes; mein hab und gut, mein ganzes hab und gut; hab ich mein hab und gut verthan. Schwarzenberg 144, 1; ist alles kummers frei, dasz nicht sein hab und gut im meer ertrunken sei. Opitz 1, 154; nachdem in dieses land des papstes liga kam und unser hab und gut eins nach dem andern nahm. Opitz u. Cohn 284, 2; euer hab und gut sind nur wie darlehn zu betrachten. Holtei Chr. Lammfell 152; mit allem mobilen hab und gut. Göthe 30, 52. doch gibt es ausnahmen von dieser fügung: und hat dafern es glückt, von aller haab und guth den beutel in dem maul. Rachel sat. (1700) s. 50. Man hat wol die bedeutung der formel hab und gut dahin gefaszt, dasz nabe das bewegliche, gut das unbewegliche, liegende eigentum ausdrücken solle; allein dieser unterschied, der erst zu ende des vorigen jahrhunderts ausgespürt worden zu sein scheint (Eberhard synon. handwörterb. 419), ist willkürlich und pedantisch. zwar bezeichnet fahrende habe, ahd. faranti scaz, nd. auch rorende have (Kindlinger hörigk. 382) res mobiles und gieng ursprünglich wol auf den viehbestand (vergl. 3, 1258. 1259), allein wie sich findet liegende oder farende haab statuten der stadt Weiszenfels v. 1619 4, 7, liegende und fahrende habe Wieland 8, 142, so wird auch umgekehrt schon mhd. gewährt varende guot Walther 8, 14. 60, 35. Parz. 267, 10; ir varend guot Altdorfer weisthum von 1439, weisth. 1, 13; und ebenso unfarende habe: was in, von sulchen teilen, von unfarender hab geburd, es sein hofe, huser, acker und ander unfarender hab. Haltaus 767. Der fahrenden habe setzt man liegende gründe gegenüber: er setzte eine dreijährige schatzunge auf erbe, liegende gründe und farende habe. Schütz Preuszen 88. 55) wenn mehrmals habe auch in der bedeutung schaar, haufen steht, so knüpft sich diese bedeutung ungezwungen an die unter voriger nummer erörterte an, indem der begriff des besitzes, der wie wir sahen, auch zu dem der schätze, kostbarkeiten empor steigt, andrerseits zu dem begriffe fülle, menge überhaupt, schaar sich wenden kann: si zugend über ein heid hinab, der Schwaben was ein grosze hab, sie hand sich nit wol ghalten. Uhland volksl. 441, 7, während es in einer andern fassung desselben liedes heiszt: si zugend an dem grünen wald har, der Osterrichern was eine grosze schar, si hand sich unerlich gehalten. Liliencron volksl. 2, 401, 12; weist du nit, dasz in aller hab guot und bös man finden mag. ring 18b, 24; pox velten! was kömpt dort für ein schwarzes her! ... es ist eine seltsame gesante hab. ich mein dasz der teufel mit seiner mutter her drab. Schade pasqu. 1, 58, 136; Jupiter sah von oben herab, wie wunderlich und seltzam hab sich auf der erden thun bewegen, die thier sich durch einander regen. B. Waldis Esopus 1, 81. 66) völlig von dem bisher erörterten liegt ab: die haab, ein gemächt von hopfen, darmit die pfister (bäcker) das weisz brot auftrybend. Maaler 202c, es ist dasselbe was das nhd. fem. hefe, mhd. masc. hefe, ahd. hefo, und gehört nebst seinem diminutiv hebel (s. d.) zunächst zu dem starken verbum heben, wegen seiner emportreibenden eigenschaft. über die verwantschaft der verben heben und haben wird unter letzterm worte gesprochen.
11473 Zeichen · 192 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    HABEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    HABE ( ahd. habêm ) swv. habe, halte. Graff 4,711. Gr. 1,966. Hahn mhd. gr. 1,75. — Dieses verbum erleidet in der ersten…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Habe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Habe , plur. inus. von dem Zeitworte haben. 1) * So fern es halten bedeutet, wird es im Oberdeutschen, nicht aber im…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Habe

    Goethe-Wörterbuch

    Habe vereinzelt -aa-, öfter apokopiert; neben der formelhaften Vbdg ‘Hab und Gut’ auch ‘Gut und Hab(e)’ 1 materieller Be…

  4. modern
    Dialekt
    Hab(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Hab(e) [Hâpə Lutterb. ; Hâp Su. Ruf. , vor Vok. auch Hâw U. ] f. 1. Habe. Haw e ( und ) Guet das ganze bewegliche und un…

  5. Sprichwörter
    Habe

    Wander (Sprichwörter)

    Habe 1. Die hab ist wie der haber (Besitzer). – Franck, II, 135 a ; Egenolff, 145 b ; Eyering, I, 692 u. 810; Petri, II,…

  6. Latein
    habe

    Mittellateinisches Wb.

    habe v. ave. adde ad vol. I. p. 1201,56sqq. : Alboin. incont. 4 p. 19,20 habe. Weber

  7. Spezial
    Habe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ha|be f. (-) (Vermögen) bëgns m.pl. , avëi (-s) m. , (Besitz) posses (-esc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit habe

510 Bildungen · 442 Erstglied · 62 Zweitglied · 6 Ableitungen

habe‑ als Erstglied (30 von 442)

Habe I

SHW

Habe I Band 3, Spalte 15-16

Habe II

SHW

Habe II Band 3, Spalte 15-16

Habeich

SHW

Habe-ich Band 3, Spalte 15-16

Haberecht

SHW

Habe-recht Band 3, Spalte 19-20

Habeas-Corpus-Acte

Herder

Habeas-Corpus-Acte , von der lat. Eingangsformel: habeas corpus so genannt, in der engl. Gerichtssprache eigentlich ein Befehl, einen Gefang…

Habĕaskorpusakte

Meyers

Habĕaskorpusakte , engl. Staatsgrundgesetz von 1679 zum Schutz der persönlichen Freiheit (vgl. Großbritannien, S. 400). Habeas corpus (lat.,…

Habĕas tibi

Meyers

Habĕas tibi (lat.), »habe, behalte es für dich«, d. h. es sei dir gegönnt, ich verzichte; auch soviel wie: schreibe es dir selbst zu!

Habĕat sĭbi

Meyers

Habĕat sĭbi (lat), »er habe seinen Willen! meinetwegen!« (als Ausdruck des Unwillens), Zitat aus Terenz' » Andria « (IV, 1), bei Luther in w…

habebald

DWB

habe·bald

habebald , m. der bald hat oder erhält, wie die folgenden eine imperativische bildung; Göthe hat einen der im 2 . theile des Faust auftreten…

habech

Lexer

hab·ech

habech , habich stm. BMZ habicht. habech Er. 1862. Trist. 2204. Bit. 6986. Mai 31,5. Loh. 2840. 3389. Msf. 20,10. Otte 125. Ga. 1. 47,243. 4…

habeche

AWB

habeche mhd. sw. m. ; vgl. zu schwachen Formen auch DWb. IV,2,91 s.v. habicht. habke: nom. sg. Gl 3,20,5 ( Stuttgarter Bl., 14. Jh. ). Habic…

habechelîn

MWB

habechelîn stN. ‘kleiner (d.h. männlicher) Habicht’ (Suolahti, Vogelnamen, S. 361f.) daz hebehelin / mit bloser hant mag nieman van JvKonsta…

habechelīn

KöblerMhd

habeche·līn

habechelīn , st. N. nhd. „Habichtlein“, kleiner Habicht Q.: JvKonstanz (1. Viertel 14. Jh.) E.: s. habech, *līn? (2) W.: nhd. (ält.) Habicht…

habechesswum

AWB

habechesswum Gl 3,485,20 s. habuhhessuuam.

habechmûʒære

MWB

habechmûʒære stM. s.a. mûʒerhabech . ‘Habicht, der sich gemausert hat’ der eine truoc ûf sîner hant / einen habechmûzære Bit 6973 MWB 2 1067…

habechmūzære

KöblerMhd

habechmūzære , st. M. nhd. sich gemausert habender Habicht Q.: Bit (um 1350) E.: s. habech, mūzære L.: MWB 2, 1067 (habechmûzære), LexerHW 1…

habechschelle

Lexer

habech·schelle

habech-schelle swf. schelle des habichts Apoll. 6462. vgl. swelh habech wilder wære, der sol von reht zwô schellen tragen Ls. 3. 561,23.

habechspil

Lexer

habech·spil

habech-spil stn. zur jagd abgerichteter habicht Roth denkm. 63,72. vgl. vëderspil.

habedanc

Lexer

habe·danc

habe-danc stm. BMZ dank mit worten, eigentl. imper. mit acc.: habe (den) danc Walth. Ms. Bit. (2259, im cit. lies niene st. nu. 3008). nu is…

habedank

DWB

habe·dank

habedank , auch habdank , m. dank, eigentlich die formel habe dank ( s. dank 7 th. 2, 730), mhd. habedanc Ben. 1, 357 : er opferte sich für …

habede

MWB

habede stF. → hebede MWB 2 1067,58;

habedenschaden

Lexer

habede·n·schaden

habe-den-schaden imper. mit acc. swer ie sô dienst mit lône galt, des acker vruht was habdenschaden Türl. Wh. cod. pal. 295, § 19 ( Wack. ).

Habe (Dialekt)

Wander

habe·dialekt

Habe (Dialekt) Habe (Dialekt). Me muss d'r Habe 'n Stiel mach'. ( Henneberg. ) Dem Kinde einen Namen geben.

habeen

AWB

habeen Gl 5,99,18 s. abuh.

Habe, fahrende

Herder

Habe, fahrende (Fahrniß, gereides Gut), alle beweglichen Sachen sammt Forderungen und Schulden ohne Hypothek; liegende (Erbe, ungereides Gut…

Habegehabt

Wander

Habegehabt Habegehabt ist ein armer Mann. – Körte, 2514.

Habegeist

Campe

habe·geist

Habegeist ) , des — es , d. Mz . ungew. der Geist oder die herrschende Gesinnung dessen, der nur immer haben will, die Habsucht. »Dieser Hab…

Habegenug

Wander

habe·genug

Habegenug Der Habegenug ist ein reicher Mann. Böhm. : Snáze jest nemíti nemĕvšímu, neż pozbyvšímu. ( Čelakovsky, 58. ) Poln. : Lżéj niemieć …

habe als Zweitglied (30 von 62)

enthabe

KöblerMhd

*enthabe , sw. M. Vw.: s. ūf- E.: s. enthaben

Gehabe

RDWB1

Gehabe n (kein Bezug zu "иметь") манера поведения, стиль поведения, манера держаться, ухватки, повадки

Handhabe

RDWB1

Handhabe f (kein Bezug zu "рука" oder "иметь, имущество") повод, возможность, предпосылки das wird mir als ~ dienen für ... - для меня это п…

Paschagehabe

RDWB1

Paschagehabe n барские ухватки, барство, самодурство, домашняя тирания

abeschabe

KöblerMhd

abe·schabe

abeschabe , sw. F. nhd. „Abschabe“, Abschabeabfall, Abfall beim Schaben Q.: Myns (um 1440) E.: s. abeschaben W.: nhd. Abschabe, F., Abschabe…

abschabe

Lexer

ab-schabe swf. was beim schaben abfällt, die abschaben von helfenpain Myns. 31.

anehabe

KöblerMhd

ane·habe

anehabe , st. F. nhd. „Anhab“, Antrieb, Anlass, Angriff Q.: PassIII (Ende 13. Jh.) E.: s. anehaben W.: nhd. (ält.) Anhab, F., Anhab, Antrieb…

anhabe

Lexer

an-habe stf. anfang, beginn Pass. K. 68,9 ; angriff 641,36; vgl. anehap.

bachabe

Lexer

bach·abe

bach-abe adv. bachabwärts ich gienc lang b. und sweig Weim. hs. p. 69.

Bäckerschabe

Adelung

baecker·schabe

Die Bäckerschabe , plur. die -n, ein schwarzer, breiter Mehlwurm, der bey den Bäckern am häufigsten angetroffen wird, und wegen seiner Schwä…

bancschabe

Lexer

banc·schabe

banc-schabe f. asperula, asperona, traba, traha Voc. 1482 ; werkzeug zum abschaben, reinigen der fleischbänke Fasn. 3,1216.

barhabe

KöblerMhd

bar·habe

barhabe , st. F. nhd. Barschaft Q.: Chr (14./15. Jh.) E.: s. bar, habe W.: nhd. DW- L.: Lexer 9c (barhabe), LexerN 3, 43 (barhabe), DRW

behabe

Lexer

be-habe stf. BMZ beh. tuon = behaben Oberl. ;

erdschabe

DWB

erd·schabe

erdschabe , f. scolopendra terrestris. Stieler 1700 . stinkschabe.

Fahrhabe

Wander

fahr·habe

Fahrhabe Fahrhabe achte nicht für Eigen. – Graf, 110, 250. Der Begriff des Eigenthums im engern Sinne des Worts war in den deutschen Rechten…

gasthabe

KöblerMhd

gast·habe

gasthabe , sw. M. nhd. Gastgeber, Gastwirt Q.: LexerN (1456) E.: s. gast, habe (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 174 (gasthabe), DRW

Gehabe

Pfeifer_etym

geh·abe

gehaben Vb. reflexiv ‘sich benehmen, verhalten’, ahd. gihabēn ‘(be)halten, ein-, zurückhalten, enthalten, sich verhalten, befinden’ (um 800)…

geschabe

DWB

geschabe , n. das schaben, zuweilen auch das was abgeschabt wird, abschabsel Adelung.

gêrhabe

MWB

gêrhabe swM. ‘Vormund, Pfleger’ sol unser swager unserr chinde gerhab und fürmunt sein DRW 4,295 (ZFerd.1; a. 1324); von gerhaben vnd procur…

gērhabe

KöblerMhd

gēr·habe

gērhabe , sw. M. nhd. „Gerhabe“, Vormund, Pfleger ÜG.: lat. legatarius Gl Q.: Cp, DRW (1319), Gl, MH, StatTrient, StRMünch, Urk E.: s. gēr, …

handhabe

DWB

hand·habe

handhabe , f. mhd. hanthabe, 1 1) ( nach habe 2 sp. 42) griff, heft, henkel an einem gegenstande, womit es an der hand gehalten werden kann:…

hanthabe

Lexer

hant·habe

hant-habe stf. BMZ handhabe, griff, heft, henkel an einem gegenstande, capulus Hpt. 3,470 b . ansa Dfg. 36 c , griff an einer tür Fasn. 101,…

hausschabe

DWB

haus·schabe

hausschabe , f. blatta; auch tenebrio mortisagus, todtenkäfer. Nemnich.

himelhabe

Lexer

himel·habe

himel-habe swm. BMZ inhaber des himmels. daʒ ist diser himelhabe, der durch uns wart ein krippenknabe Msh. 2,177 a .

huobenhabe

KöblerMhd

huoben·habe

huobenhabe , st. F. nhd. Hufenbesitz Q.: Ren (nach 1243) (FB huobenhabe) E.: s. huobe, habe W.: nhd. DW-

huofschabe

KöblerMhd

huof·schabe

huofschabe , sw. F. nhd. Hufschabe? ÜG.: lat. scaber Gl Q.: Gl (15. Jh.?) E.: s. huof, schabe (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 252 (huofschabe…

hūshabe

KöblerMhd

hūs·habe

hūshabe , sw. M. nhd. „Haushaber“, Hausbesitzer Q.: WeistGr E.: s. hūs (1), habe, haben W.: nhd. (ält.) Haushabe, M., Hausbesitzer, DW 10, 6…

Ableitungen von habe (6 von 6)

behabe

Lexer

be-habe stf. BMZ beh. tuon = behaben Oberl. ;

enthabe

BMZ

enthabe swv. halte aufrecht oder zurück. 1. mit transitiv. accusativ. deme gewalte dienent di trône, er enthabet in schône Diemer 3,20. ob i…

erhabe

BMZ

erhabe swv. erhalte aufrecht. ob in rehaben mohte disiu kleine stat Barl. leseb. 593,24, wo sonst enthaben.

Gehabe

Pfeifer_etym

gehaben Vb. reflexiv ‘sich benehmen, verhalten’, ahd. gihabēn ‘(be)halten, ein-, zurückhalten, enthalten, sich verhalten, befinden’ (um 800)…

unhab(e)

DWB

unhab(e) , f. habe 1 entsprechend ' haltlosigkeit ': disz übel (die glychsnery) hat die ganzen christenheit zu unhab (' verderben ' der hera…

verhabe

BMZ

verhabe swv. halte zu, verhalte. ê daʒ der wirt verhabe die tür MS. 2,251. b. das wort wird besonders von dem falken gebraucht: der dem grim…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „habe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/habe/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „habe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/habe/dwb. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „habe". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/habe/dwb.
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