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Sieden

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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23 in 20 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Sieden

Bd. 18, Sp. 439
Sieden (Kochen), das Aufwallen einer Flüssigkeit, wobei sich nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im Innern der Flüssigkeit Dampf bildet. Im Innern einer Flüssigkeit aber können Dampfblasen nur dann bestehen, wenn die Spannkraft des in ihnen enthaltenen Dampfes dem auf der Flüssigkeit lasten den Druck das Gleichgewicht hält. Eine Flüssigkeit siedet, wenn sie diejenige Temperatur erreicht hat, bei der die Spannkraft ihres gesättigten Dampfes dem äußern Druck gleich ist. Diese Temperatur, der Siedepunkt, liegt mithin um so tiefer, je geringer dieser Druck ist. Der normale Siedepunkt des Wassers, den man auf der Thermometerskala mit 100° bezeichnet, ist diejenige Temperatur, bei welcher der gesättigte Wasserdampf einer Quecksilbersäule von 760 mm Höhe (Normalbarometerstand an der Meeresoberfläche) das Gleichgewicht hält. Auf dem Gipfel des Montblanc, in einer Höhe von 4775 m ü. M., wo der Barometerstand nur noch 417 mm beträgt, siedet das Wasser bei 84°, d. h. bei derjenigen Temperatur, bei der die Spannkraft des Wasserdampfes ebenfalls 417 mm beträgt. Man kann daher aus dem Siedepunkt des in einem offenen Gefäß kochenden Wassers die Höhe des Beobachtungsortes über der Meeresoberfläche berechnen. Für diese Höhenmessungen benutzt man ein Hypsothermometer (Siedethermometer, Thermobarometer), dessen in sehr kleine Unterabteilungen geteilte Skala nur wenige Grade unterhalb des normalen Siedepunktes umfaßt. Mit Hilfe einer Luftpumpe kann man das Wasser bei jeder beliebigen niedrigen Temperatur zum S. bringen. Läßt man Wasser in einem etwa zur Hälfte gefüllten Glaskolben sieden, bis alle Luft durch die Dämpfe ausgetrieben ist, und verschließt dann die Mündung durch einen luftdicht schließenden Kork, so befindet sich über dem erkaltenden Wasser nur noch Wasserdampf, der einen seiner Temperatur entsprechenden Druck auf die Flüssigkeit ausübt. Gießt man nun kaltes Wasser auf den Glaskolben, so beginnt das Wasser im Kolben wieder lebhaft zu sieden, weil der auf der Flüssigkeit lastende Druck des Dampfes durch die Abkühlung plötzlich vermindert wird. Hat man aus einer ⊓-förmigen, an beiden Enden kugelförmig erweiterten und zum Teil mit Weingeist gefüllten Glasröhre durch Kochen alle Luft vertrieben und dieselbe alsdann durch Zuschmelzen geschlossen, so reicht die Wärme der Hand hin, den Weingeist zum S. zu bringen (Pulshammer, Franklinsche Röhre). Eine mit Wasser gefüllte und auf diese Weise luftleer gemachte Röhre nennt man Wasserhammer (Kryophor), weil beim Schütteln das Wasser, von Luft nicht mehr gehindert, mit lautem Schall gegen die Glaswand schlägt. In einem offenen Gefäß kann man eine Flüssigkeit nicht (oder nur wenig) über den Siedepunkt erhitzen, der dem jeweils herrschenden Luftdruck entspricht, weil, sobald das S. begonnen hat, alle zuströmende Wärme zur Überführung der Flüssigkeit in den gasförmigen Zustand verbraucht wird. In einem geschlossenen Gefäß dagegen steigert sich bei fortgesetztem Erhitzen, da der Dampf nicht entweichen kann, die Dampfspannung immer mehr und mit ihr der Siedepunkt; unter einem Drucke von 2 Atmosphären z. B. siedet Wasser bei 121°, unter 3 Atmosphären bei 134° u. s. s. Hierauf beruht der Dampfkochtopf (s. Digestor). Siedepunkte einiger Flüssigkeiten beim normalen Druck von 760 mm: 400@@break Absoluter Siedepunkt heißt nach Mendelejew jene kritische Temperatur (s. Gase. S. 363), oberhalb der ein Körper unter allen Umständen im gasförmigen Zustand sich befindet und durch keinen auch noch so hohen Druck verflüssigt werden kann. Diese Temperatur ist z. B. für Schwefelkohlenstoff 276°, für Äther 196°, für Kohlensäure 31°. Mendelejew entdeckte eine Beziehung zwischen dem absoluten Siedepunkt und der Kapillarität der Flüssigkeiten. Die Erhöhung der Temperatur wirkt der Kohäsion entgegen und vermindert sonach die Oberflächenspannung; endlich wird die Oberflächenspannung gleich Null, und die zugehörige Temperatur ist der absolute Siedepunkt. Das S. einer Flüssigkeit beginnt nicht immer bei der Temperatur ihres Siedepunktes, sondern häufig wird, besonders in glattwandigen Gefäßen, eine Verzögerung des Siedens, ein Siedeverzug, beobachtet; die Temperatur steigt allmählich ein wenig über den Siedepunkt, und das S. tritt dann stoßweise oder sogar explosionsartig ein, indem die Temperatur wieder auf den normalen Siedepunkt herabsinkt, um nachher wiederum anzusteigen. Durch den Siedeverzug (Überhitzung) und die darauf folgende stürmische Dampfentwickelung hat man Dampfkesselexplosionen zu erklären versucht (s. Dampfkesselexplosion, S. 452). Der Siedeverzug wird verhindert, wenn man eckige, rauhe und insbes. poröse Körper, z. B. Platindrähte, Sand, Kohlenstückchen, Holzspäne, in die Flüssigkeit bringt, welche, indem sie die ihnen adhärierende Luft abgeben, die Dampfbildung einleiten. Noch wirksamer wird der Siedeverzug durch Einleiten eines Luftstroms verhindert. Vgl. Kahlbaum, Siedetemperatur und Druck in ihren Wechselbeziehungen (Leipz. 1885); Nernst und Hesse, Siede- und Schmelzpunkt, ihre Theorie und praktische Verwertung (Braunschw. 1893); O. Lehmann, Flüssige Kristalle (Leipz. 1904).
5117 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SIEDEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    SIEDEN s. ich SIUDE .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    siedenn.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    sîdenwerk (sieden-) , n. , Seidengewebe, -stoff, s. snîden; seidenes Zubehör zur Kleidung . S. auch sîtwerk.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sieden

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Sieden , verb. irregul. ich siede, du siedest, (Oberd. seudest) er siedet, (Oberd. seudet); Imperf. ich sott; Mittelw. g…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    sieden

    Goethe-Wörterbuch

    sieden Großschr 15 2 ,34 Var ; im Vers ‘g'sotne’ DjG 3 2,53,8 , häufig PartPrät, auch PartPräs; subst PartPrät s Gesotte…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sieden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sieden ( Kochen ), das Aufwallen einer Flüssigkeit, wobei sich nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im Innern der F…

  6. modern
    Dialekt
    sieden

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    siede n [siètə Co. ; sìata Dü. ; sìatə Bf. K. ; sìètə Z. ; sîtə Str. ; sítə Betschd. Ndrröd. ; sétə W. ] sieden, nur geb…

  7. Sprichwörter
    Sieden

    Wander (Sprichwörter)

    Sieden 1. Auch im Sieden der Eier ist Vernunft. Als Boswell einst den Redner Burke fragte, wie er wol den Menschen defin…

  8. Spezial
    sieden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    sie|den I vb.intr. 1 (kochen) bolí (bol), cöje (cöj, cöt) 2 (wallen) flocoré (-ra) II vb.tr. (kochen) cöje t’ega. ▬ Blas…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sieden

55 Bildungen · 23 Erstglied · 27 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von sieden 2 Komponenten

sie+den

sieden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sieden‑ als Erstglied (23 von 23)

Siedenburg

Meyers

sieden·burg

Siedenburg , Flecken im Range der Städte im preuß. Regbez. Hannover, Kreis Sulingen, hat (1905) 555 evang. Einwohner.

siedendwarm

SHW

siedend-warm Band 5, Spalte 1025-1026

siedendheisz

DWB

siedendheisz , adj. , vgl. sieden III, 2, siedheisz und siedigheisz: siedend-heisz, sied-heisz, siedicht-heisz, idem ( wie siedend) Kramer d…

siedendwarm

DWB

siedend·warm

siedendwarm , adj. , erst in neuerer sprache nach siedendheisz gebildet, weniger genau, und wol nur übertragen: Razmann. ... wo führt dich d…

siedenig

DWB

siedenig , adj. für siedend, ist veraltet, fervens. Frisch 2, 275 a , danach Campe. bildung mit auffälligem suffix, wie es scheint, gleichbe…

sieden II

RhWB

sieden II das Wort kommt nur in bestimmten Wend. u. Verb. vor (s. u. die Verbr.) st.: 1. in der Verb.: Dem lo es net ze helfe un net ze rode…

Siedensbestand

DRW

sieden·s·bestand

Siedensbestand, m. jährl. kollektive (Neu-)Verleihung der Siederechte (Sieden I) durch den Lehensrat an die Sieder (I) Sachhinweis: Weber,Si…

Siedensbrief

DRW

sieden·s·brief

Siedensbrief, m. Urkunde über eine Siedegerechtigkeit zween siedens brief über ein halb aigenthumb sieden 1628 Weber,Siedenserbleihen II 178

Siedensbuch

DRW

sieden·s·buch

Siedensbuch, n. an einer Saline geführtes Register über alle Anteile und Rechte sowie diesbezügliche Streitigkeiten und Veränderungen [Übsch…

Siedensgerechtigkeit

DRW

sieden·s·gerechtigkeit

Siedensgerechtigkeit, f. wie Siedegerechtigkeit daß das quaestionirte 1/6tel wagnerischer siedensgerechtigkeit in praejudicium liberorum ...…

Siedensgerechtsame

DRW

sieden·s·gerechtsame

Siedensgerechtsame, f. wie Siedegerechtigkeit [S.] verkauft ihren geschwistrigten ihr angebührende siedens gerechtsame am halben und ainem h…

Siedensjahr

DRW

sieden·s·jahr

Siedensjahr, n. jährl. Siededauer in einer Saline; auch: die für diese Zeit bestehende Berechtigung ein Sieden (I) zu nutzen vgl. Sieden (II…

Siedensrechnung

DRW

sieden·s·rechnung

Siedensrechnung, f. von einem Sieder (I) an den Eigentümer des Siedens (I) zu leistende jährliche Abgabe; meton. ein gegen solche Abgabe (er…

Siedensscheiden

DRW

sieden·s·scheiden

Siedensscheiden, n. förmliche Übergabe eines auf Zeit vergebenen Siedens (I) an den nachfolgenden Siedeberechtigten Sachhinweis: Weber,Siede…

Siedensstamm

DRW

sieden·s·stamm

Siedensstamm, m. Gesamtheit der Berechtigten aus einem erblichen Sieden (I) vgl. Erbsieden die aufkuͤndigung der siedens-jahr ... soll einem…

Siedensvergleich

DRW

sieden·s·vergleich

Siedensvergleich, m. (Urkunde über eine) gütliche Einigung ein Sieden (I) betreffend M., P. und D., gebrüdere, siedens verglich, sowohl von …

Siedensverkauf

DRW

sieden·s·verkauf

Siedensverkauf, m. entgeltliche Veräußerung eines Siedens (I) daß zu ingemeldtem siedensverkauf auch der 16. teil von einer ganzen hofstatt …

Siedensvertrag

DRW

sieden·s·vertrag

Siedensvertrag, m. wie Siedensvergleich [Übschr.:] siedensvertrag zwischen B. vorm. etc. und C.D. 1700 Weber,Siedenserbleihen II 71

sieden als Zweitglied (27 von 27)

abe sieden

MWB

abe sieden stV. ‘etw. durch Kochen von etw. entfernen; etw. abkochen’ wart daz âz ab dem gebein gesoten Loheng 6062; abgesotene gerste SalAr…

abesieden

KöblerMhd

abe·sieden

abesieden , st. V. nhd. absieden Q.: Loheng, SalArz (Anfang 13. Jh.) E.: s. abe, sieden (1) W.: nhd. absieden, V., absieden, DW 1, 120, DW2 …

absieden

DWB

absieden , decoquere: milch, eier, fische, hechte absieden; seide, ein stück zeuges absieden.

ansieden

DWB

ansieden , coquere incipere: das fleisch nur wenig ansieden; und wann es wol angesotten ist, so nimbs heraus. Thurneisser magn. alch. 1, 136…

aufsieden

DWB

auf·sieden

aufsieden , in doppeltem sinn, 1 1) intransitiv, effervere: gelinde aufsieden; das wasser hat schon aufgesotten. 2 2) transitiv, fervefacere…

aussieden

DWB

aus·sieden

aussieden , excoquere, coquendo purgare, nnl. uitzieden garn, fett, münzen, kräuter aussieden; auch ein kraut, meus ohr genannt, mit wasser …

durchsieden

DWB

durch·sieden

durchsieden , wie durchkochen Stieler 2015 . mhd. durchsieden Roland 212, 19. Strickers Karl 19 a . Litanei 641.

einsieden

DWB

ein·sieden

einsieden , 1 1) incoquere, einkochen: obst, kirschen einsieden; brühe, suppe einsieden, dicker kochen; süsze sachen einsieden. Megerles Jud…

entsieden

DWB

ent·sieden

entsieden , fervendo erumpere: dunstendes schwefelgesumpf, das geborstenem boden entsiedet. Voss.

ersieden

DWB

ersieden , ahd. arsiodan, ags. âseoðan. 1 1) excoquere, ahd. arsotan gold, obrizum, arsiudit in cheʒila, coquit in cacabo; nhd. desgleichen …

g(e)sieden

Idiotikon

g(e)sieden Band 7, Spalte 315 g(e)sieden 7,315

gesieden

DWB

gesieden , verstärktes sieden ( s. d. ), mhd. gesieden: der nam in seinem alter ain junge, gaile grefin, aber das ochsen- und kalbflaisch mo…

salpetersieden

DWB

salpeter·sieden

salpetersieden , n. : oder der coler nimpt des zu seinem salpetter siden im marstall. Tucher baumeisterb. 244, 20 ; item so hat der koler zu…

Salpeterversieden

DRW

salpeter·versieden

Salpeterversieden, n. Teil des Produktionsvorgangs bei der Salpeterherstellung bdv.: Salpetersieden nachdem ... vns ... das salpetergraben v…

salzsieden

DWB

salz·sieden

salzsieden , n. das kochen der salzsole, um daraus salz zu erhalten: den mennern von Soden sagen, mit dem saltzsieden lassen ein cziit anste…

Seifensieden

DRW

seifen·sieden

Seifensieden, n. Herstellung von Seife (I) deßgleichen haben wir das saiffensieden auf der gewerkhen begern im taal abgeschaffen, dardurch s…

Tränksieden

DRW

Tränksieden, n. Zubereitung eines Tranks (II) woͤllen wir menniglich verwarnet haben, sich solcher vnd anderer traͤncksiedens zu enthalten v…

übersieden

DWB

ueber·sieden

übersieden , v. 1 1) in untrennb. verbindung. 1@a a) etwas ( oberflächlich oder rasch ) aufkochen lassen: far' bollire leggiermente, dar'un …

versieden

DWB

ver·sieden

versieden , verb. , ahd. firsiudan, discoquere. Graff ahd. sprachschatz 6, 165 ; mhd. versieden mhd. wb. 2, 2, 361 b . Lexer mhd. handwb. 3,…

vollensieden

KöblerMhd

vollen·sieden

vollensieden , st. V. nhd. „voll kochen“, vollständig kochen Q.: Apk (vor 1312) (FB vollensieden) E.: s. volle, sieden (1) W.: nhd. DW- L.: …

Weißsieden

Adelung

weiss·sieden

Das Weißsieden , des -s, oder der Weißsud, des -es, plur. car. die Handlung der Metallarbeiter, da sie das verarbeitete Silber oder Messing …

zersieden

DWB

zer·sieden

zersieden , verb. , durch sieden zum zerfall bringen: die henn ist fein zersotten Fischart Garg. 383 ndr. ; den ( antimon ) zerseud in ein m…

în sieden

MWB

în sieden stV. ‘durch Kochen weniger werden, einkochen’ stoz si [die Kräuter] zu saffe. vnde sut si mit buttern in einer pfannen biz daz dri…

īngesieden

KöblerMhd

īngesieden , st. V. nhd. einsieden Q.: Barth, SalMor (2. Hälfte 12. Jh.), SchwPr E.: s. īn, ge, sieden (1) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1424 …

īnsieden

KöblerMhd

īnsieden , sw. V. nhd. einsieden, einkochen, durch Kochen weniger werden Hw.: vgl. mnl. insieden, mnd. insēden Q.: Barth (12./13. Jh.), SalA…

ūfsieden

KöblerMhd

ūfsieden , sw. V. nhd. „aufsieden“, aufwallen Hw.: vgl. mnl. opsieden, mnd. upsēden E.: s. ūf, sieden W.: nhd. aufsieden, V., aufsieden, DW …

ūzsieden

KöblerMhd

ūzsieden , sw. V. nhd. „aussieden“ ÜG.: lat. ebulire Gl, effervere Gl, elixare Gl Q.: SHort (nach 1298) (FB ūzsieden), Gl E.: s. ūz, sieden …

Ableitungen von sieden (5 von 5)

entsieden

DWB

entsieden , fervendo erumpere: dunstendes schwefelgesumpf, das geborstenem boden entsiedet. Voss.

ersieden

DWB

ersieden , ahd. arsiodan, ags. âseoðan. 1 1) excoquere, ahd. arsotan gold, obrizum, arsiudit in cheʒila, coquit in cacabo; nhd. desgleichen …

gesieden

DWB

gesieden , verstärktes sieden ( s. d. ), mhd. gesieden: der nam in seinem alter ain junge, gaile grefin, aber das ochsen- und kalbflaisch mo…

versieden

DWB

versieden , verb. , ahd. firsiudan, discoquere. Graff ahd. sprachschatz 6, 165 ; mhd. versieden mhd. wb. 2, 2, 361 b . Lexer mhd. handwb. 3,…

zersieden

DWB

zersieden , verb. , durch sieden zum zerfall bringen: die henn ist fein zersotten Fischart Garg. 383 ndr. ; den ( antimon ) zerseud in ein m…