mischen 1
zusammenbringen, zusammenfügen a
(zwei od mehrere Komponenten) verbinden, vermengen α
bestimmte Ingredienzien (Flüssigkeiten, chem Substanzen, Farbpigmente etc) zu einer mehr od weniger homogenen Masse, Lösung, Emulsion uä verarbeiten; auch: verquirlen, verrühren, legieren, synthetisieren uä; je einmal bildh iSv verbinden u ‘mechanisches M.’ Das
M., Sudlen und Manschen ist dem Menschen angeboren GWBN3,XXII,11 FlH Urzeit Ich habe vom süßen Wein genommen, und ihn mit Schlaftrunk gemischt GWB17,50,12 TriumphEmpfindsamk V so wie man die Theile des Zinnes und des Kupfers nicht unterscheiden kann, wenn beide Metalle gemischt sind GWBN3,37,28 FlH I Theophr als die ganz verhaßte Sonne|Meine Fenster traf und meine Wände,|Sprang ich auf und eilte nach dem Garten,|Meinen heißen sehnsuchtsvollen Athem|Mit der kühlen Morgenluft zu
m. GWB2,100 Morgenklagen 56 N3,314,26 FlH V Boyle 20,50,9 Wv I 4
uö β
speziell mBez auf die vielfältige Zusammenwirkung von (farbigen) Lichtstrahlen (insbes in der ‘Farbenlehre’ u naturwiss Schriften) iSv einander durchdringen lassen, ineinander fließen lassen [
mBez auf Newtons Ansicht] daß alle Farben der Körper eigentlich nur integrirende Theile des Lichts seien, welche auf mancherlei Weise aus dem Licht heraus gezwängt, geängstigt, geschieden und..wieder gemischt worden GWBN2,264,16 FlP 595 manche von..einfachen Urfarben [
des Lichts] gerade so aussahen wie andere, die man durch Mischung hervorbringen konnte. Wie nun aber das Gemischte dem Ursprünglichen, und das Ursprüngliche dem Gemischten ähnlich, ja gleich sein könne, dieß wäre freilich in einem naturgemäßen Vortrag schwer genug darzustellen gewesen..wir wollen..unsere Leser aufmerksam machen, worauf
[] es denn eigentlich mit diesem
M. und Wiedermischen am Ende hinausgeht GWBN2,222,23u24 u 223,7 FlP 490 N2,228,22 FlP 508
uö(häufig) γ
(Heterogenes) kombinieren, vermischen, zusammengeben; bes Abstraktes der Sinn des Gesangs, in welchem der Dichter|Fabel und Wahrheit gemischt, damit ihr das Böse vom Guten|Sondern möget, und schätzen die Weisheit GWB50,186 ReinF XII 376 Alles mischt die Natur so einzig und innig, doch hat sie|Edel- und Schalksinn hier, ach! nur zu innig vermischt GWB5
1,208 Xen 21(310) Die sichtbaren Gegenstände der Verehrung, die ich Heiligthümer nannte, sind in einen besondern Bezirk eingeschlossen, werden mit nichts gemischt, durch nichts gestört GWB24,238,24 Wj II 1 Märkische Rübchen schmecken gut, am besten gemischt mit Kastanien. Und diese beiden edlen Früchte wachsen weit auseinander GWB48,209,9 MuR(1094) 6,15 Div Elemente 22 B26,155,7 Schopenhauer 16.11.15
uö iSv durcheinanderbringen, zusammenzwingen Gelehrte..und Dichter..mit den Mahlern in gleichem Irrthum, zu gleicher Vorliebe für das Alte sich verbündet, Sache der Religion mit der Sache der Mahlerei gemischt und in Folge dieses Vermischens jene alten..mangelhaften Werke als die besten..Muster für echte Geschmacksbildung empfohlen GWB49
1,37,23 Neudt relig-patriotKunst [Meyer/G]
‘gemischter König’: Figur im ‘Märchen’, aus drei Metallen (Gold, Silber u Erz) zusammengesetzt Der gemischte König wollte eben zu reden anfangen, als der goldne zu den Irrlichtern, die ihm zu nahe gekommen waren, sprach: Hebet euch weg von mir, mein Gold ist nicht für euren Gaum GWB18,263,6 Märchen 18,263,19 Märchen b
hinzufügen, dazutun, beigeben; ‘etw in/unter/zu etw m.’; vereinzelt ‘etw einer Sache m.’ α
in eine (meist flüssige) Grundmasse eine (kleinere) Komponente, Zutat untermengen, hineingeben, unterrühren, unterarbeiten; auch bildh daß er [
Baumeister] sich schon bey seinen Gewölben auf die packende Kraft des Gipses, den er unter den Kalk mischt, sehr verläßt GWBB12,21,12 Meyer 19.1.97 Man bilde aus den reinsten drey Pigmenten, Gelb, Blau und Roth, eine kleine Portion Schwarz, und mische diese in eine große Wanne Wasser GWBB26,156,22 Schopenhauer 16.11.15 [Beilage] Wenn ein verständiger Koch ein artig Gastmal bereitet,|Mischt er unter die Kost vieles und vieles zugleich GWB53,11 Vs 68 VenEpigrNachtr 15 Und nun soll mir Saft der edlen Traube,|Mit dem Saft der Bienen bei dem Feuer|Meines Herds vereinigt, Lindrung schaffen.|Ach, was will das helfen, mischt die Liebe|Nicht ein Tröpfchen ihres Balsams drunter? GWB2,92 Liebebedürfnis 16 unser Arzt schlug vor, man sollte ihr [
Sperata] nach und nach unter ihre übrigen [
ans Ufer gespülten] Gebeine die Knochen eines Kinderskelets
m., um dadurch ihre Hoffnung [
auf das Wiederfinden der Knochen ihres toten Kindes] zu vermehren GWB23,278,28 Lj VIII 9 A2,381,7 Münzgutachten [vor 23.11.93] K 43,375,23 Cell II 13
uö β
einfügen, einflechten, einstreuen, einfließen lassen; meist mBez auf verbale Äußerungen u (abstrakte) Faktoren der Graf..redete einen jeden [
Schauspieler] bei seinem Namen an, und mischte einige Scherze in die Unterredung, daß alle über einen so gnädigen Herrn ganz entzückt waren GWB21,261,1 Lj III 4 Verwechslung ausländischer Worte. Aus der Zeit da man so viel französche Worte in die deutsche Sprache mischte welche von denen nachgesprochen wurden die kein Französch kannten. Macarone, Macedone, Amazone GWBT3,361,22 v 16.7.08 Ich hatte..in meinen Vortrag [
vor dem Papst] den Theil von Philosophie gemischt, der zu dieser Kunst [
der Edelsteinfassung] nöthig ist, und hatte so beinahe eine Stunde gesprochen GWB43,270,5 Cell II 7 Es ist der Mühe werth lange zu leben und die mancherlei Pein zu ertragen, die ein unerforschlich waltendes Geschick in unsere Tage mischt, wenn wir zuletzt über uns selbst durch andere aufgeklärt werden GWBB32,81,23 Wachler 24.10.19 [
mBez auf die ‘Horen’] Nach der gewöhnlichen Erscheinung der Widersprüche, die der Zufall so oft in den Gang des Lebens mischt, erscheinen jetzt grade am Ende noch voluminose Beyträge GWBB13,51,23 Schiller 3.2.98 50,299 Pand 5 2,33 Idylle Regiebem vor 29 44,245,6 Cell IV 8
uö c
(eine Substanz, Masse, Menge uä) in sich homogenisieren, durchrühren Der Einfahrer Schreiber, läßt die bisherigen Schliche auf das sorgfältigste
m. und daraus eine Probe ziehen, ingleichen zeigt er an welche Schlichkasten und wie hoch sie voll sind, und berechnet den Inhalt derselben GWBA(FfA I 26,676,28) Aktenvermerk [vor 29.12.95] Wind ist der Welle|Lieblicher Buhler;|Wind mischt vom Grund aus|Schäumende Wogen GWB2,57 Gesang dGeister 30
wiederholt ‘Karten m.’ uä: Spielkarten absichtlich in eine zufällige Abfolge bringen; auch übertr u in vergl Zshg [
Rugantino:] Geht und mischet eure Karten;|Wer gewinnt, der hat zu thun GWB11,227 Claud
2 599 Wir wollen sehen, ob es nicht besser wird, versetzte die Alte [
eine Kartenschlägerin], indem sie die Karten mischte und zum zweiten Mal auflegte; allein es war vor unser aller Augen nur noch schlimmer geworden GWB27,285,25 DuW 9 dass ihr, weil euch das Glück die Karten gemischt hat, mit der Spadille stecht, mir ein höhnisch Gesicht zieht, und euch zu eurem Weibe legt find ich unartig, ihr sollt euch darüber bey Lotten verklagen und sie mag entscheiden GWBB2,80,12 Kestner [15.4.73 Korr DjG
33,31] 41
2,365,15 Üb:Livre des Cent-et-un 29,185,25 DuW 20 41
1,248,5 Üb:Byron,DonJuan
uö d
zusammenführen, -bringen (mBez auf Personen) Zu seinem Herrn erhebt der Knecht|Ein offnes frohes Aug', und der Beleidigte|Begegnet sanft des Widersachers Blick,|Und läd't ihn ein zur milden Reue,|Zum offnen weichen Mitgenuß des Glücks.|So mischt der Freud' unschuld'ge Kinderhand|Die will'gen Herzen, schafft ein Fest,|Ein ungekünsteltes, den goldnen Tagen gleich GWB11,42 Elp
2 935 [G/Riemer]
‘M. und Wiedermischen eines geselligen Zustandes’ für die wechselhafte personale Zusammensetzung sowie die innere Dynamik innerhalb eines (größeren) geselligen Kreises Mein Verhältniß zu ihr [
Lili] war von Person zu Person, zu einer schönen, liebenswürdigen, gebildeten Tochter..An die Äußerlichkeiten jedoch, an das
M. und Wiedermischen eines geselligen Zustandes hatte ich nicht gedacht..aber in den Umgebungen und bei den Einwirkungen einzelner Glieder ihres Kreises, was ergaben sich da oft für Mißtage und Fehlstunden GWB29,38,16 DuW 17 2
bereiten, durch Vermengen von Ingredienzien herstellen, mixen; mehrf ‘etw aus etw m.’; mBez auf Farbeffekte auch iSv abtönen, eine Variante hervorbringen [
Söller zu Sophie:] Zu zaubern, Gift zu
m.,|Ist nicht so schlimm! GWB9,66 Mitsch
3 408 Der Zaubertrank, durch den die Zeit verwandelt, ist aus
[] der Quelle Lethes sanft gemischt GWB16,447,3 PantomimBallett I [
Grau entsteht] wenn man aus Gelb und Blau ein Smaragdgrün mischt und alsdann so viel reines Roth hinzubringt, bis sich alle drei gleichsam neutralisiert haben GWBN1,224,19 FlD 557 noch zum Schlusse des Lasirens zu erwähnen. Dieses geschieht, wenn man eine schon aufgetragene Farbe als hellen Grund betrachtet. Man kann eine Farbe dadurch für's Auge
m., sie steigern, ihr einen sogenannten Ton geben; man macht sie dabei aber immer dunkler GWBN1,355,3 FlD 910 15
1,35 Faust II 5382
uö 3
‘sich m.’: meist von zwei od mehreren Sachsubj; vereinzelt auch ‘sich einer Sache m.’ a
sich vermischen, vereinigen, (vorübergehend od dauerhaft) zu einer Einheit verbinden; eins werden u dabei eine einheitliche (neuartige) Masse, Menge uä bilden; einmal mit der Nuance: durcheinandergeraten; PartPrät auch iSv durchsetzt Körbe knarren, Eimer klappern, Tragebutten ächzen hin,|Alles nach der großen Kufe zu der Keltrer kräft'gem Tanz;|Und so wird die heilige Fülle reingeborner saftiger Beeren|Frech zertreten, schäumend, sprühend mischt sich's widerlich zerquetscht GWB15
1,243 Faust II 10029 anstatt durch ihr einfaches Zusammenneigen das Grün hervorzubringen, läßt er [
Newton]..die Farben hintereinander aufmarschiren, sich einander decken, sich
m., und will..durch diese Wort- und Zeichenmengerei das Weiß hervorgebracht haben GWBN2,266,10 FlP 598 Würdige Prachtgebäude stürzen,|Mauer fällt, Gewölbe bleiben,|Daß nach tausendjähr'gem Treiben|Thor und Pfeiler sich verkürzen.|Dann beginnt das Leben wieder,|Boden mischt sich neuen Saaten,|Rank' auf Ranke senkt sich nieder;|Der Natur ist's wohl gerathen GWB3,122 WTischbeins Idyllen 19 Gleichniß von ausgesonderten Ziegenheerden, die, verschiedenen Besitzern angehörig, auf den Gebirgsrücken sich gemischt GWB41
1,270,8 Ilias Ausz 2 Er [
der Felsen] bestehet aus einem Granit, der mit Hornstein innigst gemischt ist GWBN10,174,15 Bernhardfelsen N3,42,4 FlH I Theophr 49
2,177,5 Herstellg StraßbMünster
uö vereinzelt iSv entstehen, resultieren die Sonne sei bei objectiven prismatischen Experimenten nur als ein leuchtendes Bild zu betrachten..An der einen Seite erscheint..der gelbrothe Rand..an der andern der blaue Rand..Verbreitert man durch weitere Verrückung des Bildes diese Ränder und Säume dergestalt, daß Gelb und Blau einander ergreifen; so mischt sich das Grün GWBN2,139,1 FlP 242
uö iSv eine neue (mineralische) Zusammensetzung annehmen Am Engen Weg..fand sich die Scheidung zwischen Granit und Schiefer. Der Schiefer war breiter ausgewaschen wie das Thal bisher. Der Granit schloß sich
an..Unmittelbar am Granit wird das Gestein ganz quarzartig (k), (woran wirklich schon ein Stückchen Granit geblieben), darneben mischt er sich mehr (l) und wird gleich völlig Granit (m), hat vom Wasser die isabellgelbe Farbe wird gleich daran weißer GWBN9,167,19 Harzreise 1784
iSv ineinander übergehen, mBez auf optischen Eindruck wie der Schatten des Schlossbergs und Schlosses unten alles finster hält und drüben an den sachten Wänden sich noch anfasst wie die nackten Felsspizzen im Monde röthen..und das weite Thüringen hinterwärts im dämmer sich dem Himmel mischt GWBB3,176,3 ChStein 13.9.77 b
sich beimischen, zu einer Menge von Objekten/Elementen (als kleinere Komponente) hinzukommen, hinzutreten; wiederholt ‘sich unter/in etw m.’ uä; mehrf in vergleichendem Zshg Thon mischt sich unter den Sand GWBT2,193,27 v 16.11.97 Eine solche jugendliche..Neigung [
zu Friederike] ist der nächtlich geworfenen Bombe zu vergleichen, die in einer sanften glänzenden Linie aufsteigt, sich unter die Sterne mischt, ja einen Augenblick unter ihnen zu verweilen scheint, alsdann aber abwärts..Verderben hinbringt GWB28,80,18 DuW 11 Mischte sich in den Charakter des Gil Blas, des Tartuffe, des Menschenfeindes irgend etwas Wunderbares, so würde unser Geist durch diese Werke weniger getroffen, weniger verführt werden GWB40,214,2 Staël,Dichtgn Er [
Wilhelm], ohne daß die mindeste Zärtlichkeit sich in seine Empfindung gemischt hätte, befand sich zwischen beiden Weibern [
Madame de Retti u Frau Melina] sehr behaglich GWB51,226,9 ThS III 7 16,183 Geheimnisse 332 37,47 Annette Madrigal III 2 20,188,7 Wv I 18
uö 4
‘sich m.’, von Personen a
sich zu einer Menschenmenge, einem Geschehen uä hinzugesellen u dabei ein (möglichst unauffälliger) Teil werden [
Bildbeschreibung:] Auf Rasen gelagert sehen wir anmuthige Jungfrauen..Links..einen lieblichen Jüngling, die Flöte in der Hand..an der andern Seite hat sich ein Faun unter die Nymphen gemischt GWB49
1,314,19 TischbeinsIdyllen 5 Waren wir einmal im Römer, so mischten wir uns auch wohl in das Gedränge vor den burgemeisterlichen Audienzen GWB26,26,20 DuW 1 geht in die Landschenke, dort werdet ihr wahrhaft erzürnte Menschen sehen; mischt euch in die öffentlichen Auftritte, beobachtet auf den Straßen, in den Gärten, auf Märkten..und ihr werdet richtige Begriffe fassen über die wahre Bewegung der Lebenshandlungen GWB45,276,6 Diderot,Malerei 41
2,100,20 Die dreiParia 50,447,12 Achilleis Schema 26,149,11 DuW 3
uö mBez auf die göttliche Liebe, im Kontext der Kenosis-Lehre Seligkeit..die mir von der ewigen Liebe Gottes mitgetheilt wird, die sich in das Elend der Welt mischte GWB37,157,19 BriefPastors GWB
iSv eintauchen Diese wenigen Blicke, die ich in Shakespears Welt gethan, reizen mich..in der wirklichen Welt schnellere Fortschritte vorwärts zu thun, mich in die Fluth der Schicksale zu
m., die über sie verhängt sind, und..aus dem großen Meere der wahren Natur wenige Becher zu schöpfen, und sie von der Schaubühne dem lechzenden Publicum..auszuspenden GWB21,311,3 Lj III 11
bildh: in etw verschwinden, unsichtbar werden Dort das Wäldchen! Ach könntest du [
Wilhelm] dich in seine Schatten
m.! GWBAA30,20 Werth
1 I~Werth
2 b
zu einer Unternehmung dazukommen, an einer Aktivität (Spiel, Tanz, Gespräch etc) teilnehmen Die jüngere Gesellschaft mischte sich fröhlich in den Tanz des Volks, indeß die Ältern beobachteten GWB20,157,4 Wv I 15 Herr Schmidt..ein feiner, doch stiller Mensch, der sich nicht in unsere Gespräche
m. wollte, ob ihn gleich Lotte immer herein zog GWBAA34,23 Werth
1 I~Werth
2 [
Prinz zu Mercutio:] Capulet, Montague..Persönlich will ich mich in ihre Feste|Hinfortan
m.; wenn sie froh sind, wend' ich|Ein freundlich, ein versöhnend Wort an sie GWB9,184 RomJul 235 17,51,28 TriumphEmpfindsamk V Regiebem 10,55 Iph
2 1280
uö c
eine heterogene Gruppe bilden (mit Vertretern anderer sozialer Gruppen, des anderen Geschlechts etc); einmal iS einer alternierenden Abfolge Unter einander gemischt standen [
auf dem Markt] Bergbewohner,
[] die zwischen Felsen, Fichten und Föhren ihre stillen Wohnsitze hegten, Flachländer von Hügeln, Auen und Wiesen her, Gewerbsleute der kleinen Städte und was sich alles versammelt hatte GWB18,324,15 Nov Epimenides..Hier könnte die Stellung und Gruppirung der Schauspieler sich dergestalt verändern, daß Frauenzimmer und Mannspersonen sich mischten und eine Art von bunter Reihe machten GWB16,505,10 Epimen Progr
mit gänzlich Andersartigen Umgang haben (u eine Interessengemeinschaft bilden) [
Kranich:] In dem Klaren mag ich gern|Und auch im Trüben fischen;|Darum seht ihr den frommen Herrn|Sich auch mit Teufeln
m. GWB14,219 Faust I 4326 5
sich einmischen, auf etw Einfluß nehmen, einwirken; fast ausschließlich refl a
sich einschalten, verbal od tatkräftig eingreifen, hineinreden, bei etw mitreden, mitwirken (meist mit pers Subj); einmal im Vers ‘sich zum Streit m.’; auch (mit abstr u Sachsubj): auf den (aktuellen) Zustand einwirken, das Endergebnis, den Effekt usw beeinflussen Er [
Patron der Seiltänzertruppe] holte..eine Peitsche und schlug unbarmherzig auf das Kind [
Mignon] zu, es rührte sich nicht, verzog das Gesicht kaum, und es überfiel uns ein Mitleiden, daß wir herunter liefen und uns in die Sache mischten GWB51,211,3 ThS III 4 Durch eine bestehende Synode wurden [im
byzantinischen Kaisertum] Patriarchen und Erzbischöfe gewählt..Kein Gouverneur und Pascha durfte sich in geistliche Händel
m. noch sie vor seine Gerichtsstelle rufen GWB41
2,317,6 NationDichtk Litt grecque mod daß wir dem Chemiker nur im Allgemeinsten vorzuarbeiten gedenken, ohne uns in irgend ein Besondres, ohne uns in die zartern chemischen Aufgaben und Fragen
m. oder sie beantworten zu wollen GWBN1,202,19 FlD 493 [
Mephisto, mBez auf Teufel in alten Ritterrüstungen:] Hört wie sie sich voraus erbosen,|Blechklappernd aneinander stoßen!|Auch flattern Fahnenfetzen bei Standarten,|Die frischer Lüftchen ungeduldig harrten.|Bedenkt, hier ist ein altes Volk bereit|Und mischte gern sich auch zum neuen Streit GWB15
1,268 Faust II 10570 Der Verstand mischte sich..auch in die Sache, alles sollte auf klare Begriffe gebracht und in logischer Form dargelegt werden, damit jedes Vorurtheil beseitigt und aller Aberglaube zerstört werde GWB28,340,11 DuW 15 B27,347,16 Knebel 19.2.17 A(JbSKipp10,88) Votum 23.3.09 42
2,442,6 Epoche d forciertTalente Schema
uö mehrf in Vbdgn wie ‘sich (mit) ins Spiel m.’; vereinzelt nicht refl iSv einbringen, hinzuziehen Auch Herzensangelegenheiten
m. sich mit in's Spiel. Der Baron verfehlt nicht Carolinen die schmeichelhaftesten Sachen zu sagen, die sie zu ihren schönsten Gunsten auslegen kann GWB18,48,13 Aufgeregten III 1 [
Leonore] Wie sehnlich wünscht' ich jene Welt [
Vatikan] einmal| Recht nah zu sehn! [
Alphons:] Doch wohl um mit zu wirken?..Es wäre doch recht artig, meine Freundin,|Wenn in das große Spiel wir auch zuweilen|Die zarten Hände
m. könnten GWB10,131 Tasso 649 Überhaupt haben Sie Ihrer Sache [‘
Über das Organ der Seele’] keinen Vortheil gebracht, daß Sie die Philosophen mit ins Spiel gemischt haben GWBB11,177,11 Sömmerring 28.8.96 N2,271,8 FlP 607
uö b
als störender, irritierender Faktor auftauchen, entstellend, verzerrend wirken; wiederholt mBez auf Licht- u Farbeffekte sowie Gefühle, Gedanken, Einstellungen uä Bei optischen, besonders chromatischen Versuchen, wo man oft mit blendenden Lichtern..zu thun hat, muß man sich..vorsehen, daß nicht das zurückgebliebene Spectrum einer vorhergehenden Beobachtung sich mit in eine folgende Beobachtung mische und dieselbe verwirrt und unrein mache GWBN1,12,24 FlD 30 Meine Heiterkeit bewahre ich mir hauptsächlich für die biographischen Stunden, damit sich in die Reflexionen, die doch einmal angestellt werden sollen, nichts Trübes und Unreines mische GWBB23,200,25 Zelter 12.12.12 Nach Vorstellung des zweyten Stücks soll der Name des Verfassers publicirt werden..Ich habe es durchaus vortheilhaft gefunden, die ersten Stücke eines jungen Autors ohne seinen Namen zu geben, damit sich nichts persönliches in den Empfang mische GWBB23,20,20 CGKörner 14.5.12
uö gemischt a
verschieden, unterschiedlich, allerlei; einmal ‘g-e Gedichte’ Neapel..Sehr g-e Menschen, schöne Pferde und wunderliche Fische habe ich hier..gesehn GWB31,23,3 ItR Nach Tische Aussonderung g-er Papiere GWBT7,33,22 v 4.4.19 einen Zug von g-en Masken aufgeführt, unter welchen sich ein paar Irrlichter sehr zu ihrem Vortheil ausnahmen GWBB11,16,8 Schiller 30.1.96 Der Prolog zu Bahrdts neuesten Offenbarungen gilt für einen Beleg anderer Art; die kleinsten finden sich unter den g-en Gedichten, sehr viele sind zerstoben und verloren gegangen GWB28,236,21 DuW 13 T1,188,19 v 14.9.86
uö b
Verschiedenartiges enthaltend, heterogen, bunt in seiner Zusammensetzung; auch: reichhaltig (mit meliorativer Nuance) Auf dem Kupferstichcabinet, Kupfer nach Raphael. Sehr g-e Sammlung von Handzeichnungen GWBT5,36,11 v 22.4.13 Herr Oberbaudirector Coudray. Ein g-es Portefeuille meist lithographirter Blätter [
‘Faust’-Illustrationen von Delacroix] vorlegend GWBT10,274,9 v 27.11.26
uö c
von Vegetation, bes Ackerfrucht: aus verschiedenen Pflanzenarten bestehend; wiederholt ‘g-e Kultur’ Waldenbuch, artig, zwischen Hügeln gelegner Ort, sehr g-e Cultur, Wiesen, Feld, Weinberge, Wald GWBT2,127,14 v 7.9.97 Man kommt durch g-e Waldungen GWBT2,140,4 v 17.9.97 T2,127,23 v 7.9.97 [
Zit s v Kultur]
uö d
von Ackerboden, Gestein uä: unterschiedliche Bestandteile, Anteile uä aufweisend; bes ‘g-er Boden’ Auf der Höhe Fruchtbau, etwas magrer doch g-er Boden GWBT2,186,5 v 8.10.97 Die g-en Kieshügel dauern immer fort bis gegen Catania..und über dieselbe finden sich Lavaströme des Ätna GWB31,183,3 ItR 30,7,8 ItR B21,79,2 Voigt 25.9.09 T2,5,2u7 v März 90 31,180,13 ItR
uö e
‘g-e Gesellschaft’ uä: bunt, Personen verschiedener sozialer Schichten umfassend, auch leicht abwertend: zusammengewürfelt in Venedig..ich ging mit dem öffentlichen Schiffe und kann den Anstand, die Ordnung einer so g-en Gesellschafft des mittlern Standes nicht genug loben GWBT1,242,22 v 28.9.86 wie übel eine große g-e Gesellschaft sich befinde, die sich selbst überlassen zu den allgemeinsten und schalsten Zeitvertreiben greifen muß, damit ja eher die guten als die schlechten Subjecte Mangel der Unterhaltung fühlen GWB22,329,8 Lj VI SchöneSeele gewisses Haus..wohin ich nicht gerne ging. Die Gesellschaft war zu g., und es fanden sich dort oft Menschen wo nicht vom rohsten doch vom plattsten Schlage mit ein GWB22,273,4 Lj VI ebd 42
1,274 Üb:German Romance Plp
uö f
schwankend, von Gefühlen, Befindlichkeiten uä; auch: ambivalent, diffus Der Lieutenant..fragte [
die Schöne]: Was sagen Sie zu
[] meinem Vater? Lächelnd versetzte sie: Mich deucht, daß Sie ihn wohl zum Muster nehmen könnten..So fuhr sie fort den Vater auf Unkosten des Sohnes..zu loben, und eine sehr g-e Empfindung von Zufriedenheit und Eifersucht in dem Herzen des jungen Mannes hervorzubringen GWB24,288,12 Wj II 3 Auf die Baronin machte dieser Brief [
des Majors] einen sehr g-en Eindruck; denn wenn auch der Umstand, wodurch die Verbindung des Bruders mit Hilarien befördert und beschleunigt werden konnte, geeignet war sie ganz zufrieden zu stellen, so wollte ihr doch die schöne Witwe nicht recht gefallen GWB24,300,22 Wj II 4 Mit meinem Befinden geht es ganz leidlich. Ob ein wirkliches Übel, Furcht vor dem Übel oder die Lust einsam zu bleiben mich zu Hause gehalten hat, weiß ich selbst nicht recht. Ein solcher g-er Zustand ist wie Sie sehen, nicht der schlimmste GWBB20,20,7 JChFrommann 24.2.08 B1,228,17 Reich 20.02.70 23,12,6 Lj VII 1
uö g
terminologisch α
‘g-e Farben’: Mischfarben; auch typologisierend, iUz ‘reinen’, ‘einfachen’, ‘elementaren’, ‘Grund-/Hauptfarben’ Unter allen g-en Farben werden aber Grün und Rosenfarb die merkwürdigsten Phänomene darstellen indem sie..einander wechselsweise in dem Schatten hervorbringen GWBN5
1,114,24 FarbSchatt man sieht alle Farben unsres Schemas [
auf der Oberfläche einer Blase] durch einander ziehen, die reinen, gesteigerten, g-en GWBN1,193,5 FlD 466 T2,57,2 v 21.2.97 N1,247,6 FlD 617 N2,222,10 FlP 489
uö β
‘g-e Versuche’ mBez auf methodisch uneindeutige, lavierende Vorgehensweise Alle Versuche..lassen sich eintheilen in|objective|subjective|verbundene und|g-e Versuche.. ..G-e Versuche nenne ich zum Unterschied unreine, ohne Methode und Zweck vereinigte Versuche der objectiven und subjectiven Phänomene, welche..alsdann vorkommen werden, wenn wir im Stande sind die Bemühungen unserer Vorgänger kritisch zu beurtheilen GWBN5
1,184,20 u 185,21 FarbenerschRefraktion 3u8 γ
im Zshg mit der Tonlehre, mBez auf die Instrumentalmusik1) Das Musikalisch-Hörbare erscheint uns organisch (subjectiv), mechanisch (g.), mathematisch (objectiv) GWBN11,288,16 Tonlehre Schema [1810] N11,291,1 Tonlehre Schema [1810]
→ GWB
bei- drein- GWB
durcheinander- durch- GWB
ein- GWB
herein- GWB
hinein- GWB
hinzu- GWB
untereinander- GWB
unter- GWB
ver- GWB
wieder- GWB
zu- GWB
zusammen- GWB
gestaltenmischend grell-GWB
gemischt Syn zu 1 verbinden zusammenbringen zusammenfügen zu 1a amalgamieren durchmengen durchmischen kombinieren mengen verbinden vermengen vermischen zueinanderfügen zusammengeben zusammenwerfen zu 1aα manschen rühren untereinanderrühren vermanschen verpanschen zusammengießen zusammenquirlen zusammenrühren zusammenrütteln zu 1aα u β legieren zu 1aγ komponieren zu 1b beimischen einfügen einmengen einmischen hinzubringen hinzufügen hinzugeben hinzutun zu 1bα beigeben einrühren unterarbeiten untermengen zu 1bβ einflechten einschieben einstreuen zu 1c durchmischen durchrühren zu 1d zusammenführen zu 2 anrühren bereiten brauen herstellen hervorbringen verfertigen verschneiden zu 3 mengen(sich m.) zu 3a amalgamieren(sich a.) melieren(sich m.) vermengen(sich v.) vermischen(sich v.) zusammenfließen zusammenkommen zusammentreffen zusammentreten verschmelzen vereinigen(sich v.) zu 3b beimengen(sich b.) beimischen(sich b.) einmischen(sich e.) zu 4 anschließen(sich a.) zusammenkommen zu 4a und b anreihen(sich a.) dazuschlagen hinzugesellen(sich h.) hinzukommen hinzutreten zu 4c vermischen(sich v.) zu 5 einfließen einmischen(sich e.) einwirken zu 5a eingreifen interloquiren zu 5b einmengen(sich e.) einschieben(sich e.) zu ‘gemischt’ a allerhand allerlei divers unterschiedlich verschieden vielerlei zu b und e bunt zu b mannigfaltig reichhaltig zu f schwanken(sch-d) wechseln(w-d) zwiespältig 1) s HJMoser, Goethe u die Musik (1949),63 Stefaniya PtashnykS.P.