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kunst

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Kunst

Bd. 2, Sp. 1830
Die Kunst, plur. die Künste, Diminut. das Künstchen, Oberd. Künstlein, und zusammen gezogen Künstel. Es stammet vermittelst des Ableitungslautes st von können her, dessen Abstractum es eigentlich ist, und hat nach Maßgebung des verschiedenen Gebrauches dieses Zeitwortes, auch verschiedene Bedeutungen. 1. * Die physische oder körperliche Kraft eines Dinges, die Möglichkeit eine Bewegung oder Veränderung außer sich hervor zu bringen; eine veraltete Bedeutung, in welcher man nur noch zuweilen im gemeinen Leben sagt, seine Kunst an jemanden oder an einem Dinge beweisen, seine Stärke, Macht oder Kraft. In den Monseeischen Glossen ist Chunstiger mächtig.[] Auf eine ähnliche Art bedeutete Kraft ehedem so wohl im Schwed. als im Angels. figürlich auch die Kunst und Wissenschaft. Bruder Eberhard von Sax sagt in seinem Lobgedichte auf die Jungfrau Maria: Got in sines geistes bruinste An dir zeigte sine Kuinste; wo es eine ähnliche Bedeutung zu haben scheinet. 2. In engerer Bedeutung, menschliche Kraft, und was darin gegründet ist, im Gegensatze der Natur in der weitesten Bedeutung; ohne Plural. So sagt man von einem Graben auf dem Felde, von einem beschnittenen Baume, er sey ein Werk der Kunst und nicht der Natur, weil in der Erde und dem Baume nichts vorhanden ist, woraus diese Veränderung begreiflich würde. Ein herrlicher Garten, den die erfindsame Kunst für ihn ins Kleine gezogen, Zach. Wir sollten nicht so wohl die Spielwerke der Kunst, als die hohen Talente der kunstlosen Natur bewundern. 3. In noch engerer Bedeutung, die Fertigkeit etwas zur Wirklichkeit zu bringen. 1) Eigentlich und subjective, wo dieses Wort von allen Arten von Fertigkeiten gebraucht wird. Eine Kunst erfinden. Jemanden eine Kunst lehren. Viele Künste können oder wissen. Der Hund kann allerley Künste. Kartenkünste, Taschenkünste, brotlose Künste. Das ist keine Kunst, dazu gehöret keine Fertigkeit, das kann ein jeder. Dazu gehöret Kunst. Seine Kunst an jemanden sehen lassen. In engerer Bedeutung, die Fertigkeit, die Ausübungssätze einer Art gehörig anzuwenden. Die Regierungskunst, die Kunst zu predigen, die Gedächtnißkunst, die Sprachkunst, die Vernunftkunst u. s. f. Warum lernen doch die Menschen nicht die liebenswürdige Kunst, den Unglücklichen so zu beklagen, daß es ihm nichts kostet? Sokrates lernete die Kunst seines Dialogs von dem Epicharmes. Die Kunst des Schneiders, des Zimmermanns, des Schusters u. s. f. Die ihm unentbehrliche Fertigkeit zur Hervorbringung seiner Werke. Ingleichen im Gegensatze der Natur, oder dessen, was zu den Arten des Vermögens und der Fähigkeiten gehöret, ehe sie zur Fertigkeit werden; als ein Collectivum und ohne Plural. In ihrem ganzen Betragen ist nichts Kunst, alles ist Natur. 2) Objective, der Inbegriff der Ausübungssätze Einer Art, oder derjenigen Ausübungssätze, welche zur Erreichung einer Absicht erfordert werden, und zu ihrer Anwendung eine Fertigkeit erfordern; wo es wiederum so viele verschiedene Arten der Künste gibt, als Fertigkeiten möglich sind. Die mechanischen Künste, welche allein eine Fertigkeit der Hand erfordern, und daher am häufigsten Handwerke genannt werden. Die Schneiderkunst, Bäckerkunst, Schuhmacherkunst u. s. f. so fern sie eine Fertigkeit in Ausübung mechanischer praktischer Vorschriften erfordern. In einer andern Einschränkung sind die mechanischen Künste diejenigen, welche hauptsächlich eine Fertigkeit der Hand erfordern, ohne das Nachdenken und Fleiß bey deren Ausübung auszuschließen, besonders, wenn sie nicht bloß auf das Bedürfniß, sondern auch zugleich mit auf das Vergnügen der Menschen gerichtet sind. In diesem Verstande gibt es verschiedene Beschäftigungen, welche sich von den Handwerken unterscheiden, und für ihre Lebensart den Nahmen der Kunst hergebracht haben. Z. B. die Jägerkunst, die Buchdruckerkunst, die Barbierkunst, die Kunst des Instrumenten-Machers, des Uhrmachers, des Steinschneiders u. s. f. Ja selbst unter den eigentlich so genannten Handwerkern gibt es einige, welche bey Hervorbringung ihrer Arbeiten vorzüglich mit auf das Vergnügen der Menschen sehen, und daher[] in der Ausübung mehr Fleiß und Anwendung allgemeiner Wahrheiten gebrauchen, als andere. Diese pflegen alsdann das Wort Kunst- dem Nahmen ihrer Beschäftigung vorzusetzen; z. B. der Kunstdrechsler, Kunstgärtner, Kunstfärber, Kunstmahler u. s. f. Die freyen Künste, eine ehedem übliche Benennung derjenigen Künste, welche von freyen Personen ausgeübet wurden, zum Unterschiede von den bloß mechanischen oder unfreyen, welche in Griechenland und bey den Römern von Knechten getrieben wurden. Man zählete deren sieben; die Sprachkunst, Rechenkunst, Redekunst u. s. f. Bey unserer heutigen Verfassung sind an die Stelle der freyen Künste die schönen Künste getreten, unter welchem Nahmen man diejenigen begreift, welche allein oder doch vornehmlich das Vergnügen zum Gegenstande haben, und daher in ihrer Ausübung mehr Kenntniß und Anwendung allgemeiner Wahrheiten erfordern als die bloß mechanischen. Dahin gehören die Tonkunst, die Mahlerkunst mit ihrer Schwester der Kupferstecherkunst, die Baukunst, die Bildnerkunst, die Redekunst, die Dichtkunst, die Tanzkunst, die Schauspielkunst, und wenn man will noch andere mehr. Die Bildnerkunst, Mahlerkunst und Kupferstecherkunst werden unter der allgemeinen Benennung der bildenden Künste verstanden. In engerer Bedeutung pflegt man die schönen Künste zuweilen nur die Künste schlechthin zu nennen. Sein Geschmack, der durch die Künste feiner und sichrer geworden, wird es auch in der Lebensart, Gell. In noch engerer Bedeutung werden die bildenden Künste sehr häufig vorzugsweise die Künste, oder noch mehr im Singular die Kunst genannt. Unter den Griechen war die Kunst zur höchsten Vollkommenheit gestiegen. Alte Denkmähler der Kunst. Ein Liebhaber der Kunst. S. viele der folgenden Zusammensetzungen. Ja einzelne Künste werden zuweilen nur die Kunst schlechthin genannt, doch mit einem Beyworte. Die schwarze Kunst, eine Art in Kupfer zu graben, wo die Platte ganz mit Strichen über das Kreuz angefüllet, und hernach das verlangte Bild durch stärkere oder geringere Auslöschung dieser Striche hervor gebracht wird. Ein Kupferstich in schwarzer Kunst, der auf solche Art gearbeitet ist. In einem ganz andern Verstande ist die schwarze Kunst so viel als Hexerey, Zauberey; wo der Ausdruck eine übel gerathene buchstäbliche Übersetzung des mittlern Lat. Nigromantia ist, welches aus Necromantia verderbt worden. Aus allem erhellet, daß das Wort Kunst bloß die Fertigkeit in Anwendung der Ausübungssätze, und den Inbegriff dieser Vorschriften und Regeln ausdruckt, daß es also von allen denjenigen Disciplinen gebraucht werden kann, welche zu ihrer Ausübung eine solche Fertigkeit erfordern. Ja einerley Disciplin kann in verschiedener Betrachtung so wohl eine Kunde, als eine Kunst, als endlich auch eine Wissenschaft genannt werden. Die Arzeneykunde, ist die historische Kenntniß oder klare Vorstellung von allen zur Heilung des menschlichen Körpers nöthigen Dingen; die Arzeneykunst, die Fertigkeit in Ausübung der zur Heilung gehörigen Vorschriften, und die Arzeneywissenschaft endlich, die Einsicht der Gründe und die Fertigkeit diese Vorschriften aus unwidersprechlichen Gründen unumstößlich darzuthun. Eben so sind schöne Künste und schöne Wissenschaften unterschieden. 4. In noch engerer Bedeutung, Fertigkeit mit Mühe, Fleiß und Nachdenken verbunden; ohne Plural. Es ist viele Kunst an einem Gemählde. Der Ring ist mit vieler Kunst gearbeitet. Wo es oft im nachtheiligen Verstande von der sorgfältigen Anwendung willkührlicher Vorschriften gebraucht und alsdann[] der Natur entgegen gesetzet wird, besonders in den Werken der Kunst, d. i. der bildenden Künste. Das schmeckt nach der Kunst. 5. Ein Werk der Kunst, ein durch Hülfe der Kunst hervor gebrachtes Ding. In dieser Bedeutung wird besonders eine künstliche Maschine, das Wasser aus der Tiefe zu heben, die Wasserkunst, das Kunstgezeug, und im gemeinen Leben nur schlechthin die Kunst genannt. Schwed. gleichfalls Konst. S. viele der folgenden Zusammensetzungen. Bey den Bäckern einiger Gegenden, z. B. zu Leipzig, ist die Kunst ein Kasten mit einem Boden von Drahte, das Wasser von dem genetzten Weitzen wieder wegzuschaffen. An andern Orten wird er die Wasserseige genannt. 6. * Gelehrsamkeit, Wissenschaft; von können, so fern es ehedem auch wissen bedeutete. Eine jetzt veraltete Bedeutung, in welcher Kunst bey dem Ottfried und Chunst bey dem Notker vorkommen. Anm. Es stammet von können her, und sollte daher billig Kunnst geschrieben werden. Allein die Weglassung des einen n ist beynahe so alt als das Wort selbst, und hat auch die Beyspiele der Wörter Gunst, Brunst u. s. f. vor sich. Im Dän. und Niedersächs. lautet es gleichfalls Kunst, im Schwed. Konst, im Pohln. Kunszt. Kero gebraucht dafür noch Listi, S. List.
8821 Zeichen · 117 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    kunstst. F. (i)

    Köbler As. Wörterbuch

    kunst , st. F. (i) nhd. Weisheit ne. wisdom (N.) ÜG.: lat. (potestas) H Hw.: vgl. ahd. kunst (st. F. i) Q.: H (830) E.: …

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    kunstst. F. (i)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    kunst , st. F. (i) nhd. Kunst, Kenntnis ne. knowledge Hw.: vgl. as. kunst*, ahd. kunst Q.: W, Jur E.: germ. *kunsti-, *k…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kunst

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kunst O D 3,24,17 s. kumft.

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kunststf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    kunst ( gen. künste) stf. das wissen, wie in etwas gehörig zu werke zu gehen ist nebst der fertigkeit in der ausübung di…

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kunstF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    kunst , F. nhd. „Kunst“, Können, Vermögen, Fähigkeit, geistige Tätigkeit, Beschlagenheit, Wissen, Kenntnis, Gelehrsamkei…

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kunst

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    Die Kunst , plur. die Künste, Diminut. das Künstchen, Oberd. Künstlein, und zusammen gezogen Künstel. Es stammet vermitt…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kunst

    Goethe-Wörterbuch

    Kunst ca 3600 erfaßte Belege (bei teilw selektiver Exzerption, besonders in Br u Tgb). Die ältere Bed “Kenntnis, gelehrt…

  8. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kunst

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kunst , s. Herder Aesthetik . Man unterscheidet redende, tönende und bildende K.; vgl. die betr. Art.; freie Künste , s.…

  9. modern
    Dialekt
    Kunst

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    PfWB PfWB LothWB LothWB RhWB Kunst [ X ùnt Olti. Fisl. ; ‘ X òỳt Attenschw. ; Khùnt Su. Co. Dü. Str. Z. Han. Betschd.…

  10. Sprichwörter
    Kunst

    Wander (Sprichwörter)

    Kunst 1. A Konst at nian Bruat. ( Amrum. ) – Haupt, VIII, 369, 321. 2. Aller Kunst Anfang ist geringe. 3. Als beste Kuns…

  11. Spezial
    Kunstf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Kunst , f искусство , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kunst

1.782 Bildungen · 986 Erstglied · 793 Zweitglied · 3 Ableitungen

kunst‑ als Erstglied (30 von 986)

Kunstdung

SHW

Kunst-dung Band 4, Spalte 43-44

Kunsteis

SHW

Kunst-eis Band 4, Spalte 43-44

Kunstherd

SHW

Kunst-herd Band 4, Spalte 45-46

Kunstmist

SHW

Kunst-mist Band 4, Spalte 45-46

Kunstwabe

SHW

Kunst-wabe Band 4, Spalte 45-46

kunstabelengelt

KöblerMnd

kunstabel·engelt

kunstabelengelt , N. nhd. Zuschuss der Stadtkasse für die Feste der Patrizierbrüderschaft E.: s. kunstabel, gelt L.: MndHwb 2, 708 (kunstabe…

kunstabelēren

KöblerMnd

kunst·abelēren

kunstabelēren , sw. V. nhd. an den Festen der Patrizierbrüderschaft teilnehmen E.: s. kunstabel L.: MndHwb 2, 708 (kunstavelêren) Son.: örtl…

kunstabelīe

KöblerMnd

kunstabelīe , F. nhd. Festveranstaltung der Patrizierbrüderschaft E.: s. kunstabel L.: MndHwb 2, 708 (kunstavelîe) Son.: örtlich beschränkt

Kunstabler

MeckWBN

kun·stabler

Wossidia Kunstabler m. Konstabler, Polizist, Schutzmann Müll. Reut. 76 b .

Kunstabsicht

GWB

kunst·absicht

Kunstabsicht Pl für jds (eines Malers) künstlerische Bestrebungen Tischbeins Talente, so wie seine Vorsätze und K-en lerne ich nun immermehr…

Kunstadel

Campe

kunst·adel

○ Der Kunstadel , des — s , o. Mz . der Adel, der höhere Rang, der Vorzug, welchen die schönen Künste geben; oder auch der Adel, die höhere …

kunstadept

DWB

kunst·adept

kunstadept , m. eingeweihter der kunst, spöttisch für kritiker. Gotter 3, lxix.

kunstähnlich

DWB

kunst·aehnlich

kunstähnlich , der kunst nahekommend: das handwerk zu einer gewissen kunstähnlichkeit erheben. Göthe 44, 282 .

Kunstähnlichkeit

GWB

kunstaehnlich·keit

Kunstähnlichkeit für eine weithin technische, kunsthandwerkliche Angleichung an die Kunst [ über den Dilettanten auf dem Gebiet der Zeichnun…

Kunstäußerung

GWB

kunst·aeusserung

Kunstäußerung iSv künstlerische Ausdrucks-, Gestaltungsweise Von Claude Lorrain, der nun ganz ins Freie, Ferne, Heitere, Ländliche .. sich e…

kunstakademie

DWB

kunst·akademie

kunstakademie , f. akademie für kunst, s. Krünitz 55, 125 ff., in Berlin schon 1699 ( das. 140), anfangs lieber pluralisch ( s. DWB kunst 5,…

Kunstakademien

Meyers

Kunstakademien , Kunstschulen höherer Art, auf denen alles, was zum technischen und praktischen Unterricht des bildenden Künstlers notwendig…

kunstanfang

DWB

kunst·anfang

kunstanfang , m. die ältesten kunstanfänge. Beckers weltg. 2, 32 , eine der zusammensetzungen, die man für unnötig und unnütz erklären musz,…

Kunstanfrage

GWB

kunst·anfrage

Kunstanfrage Bitte um nähere Information über ein best Kunstwerk [&spiklzu;Kunstfrage] B33,385 Noehden 22.9.20 K Syn GWB Kunstfrage Horst Fl…

Kunstangelegenheit

GWB

kunst·angelegenheit

Kunstangelegenheit Pl mit Ausnahme von GWB T12,152,5 , zweimal Bindestrichschr pauschal, summarisch für Dinge u Verhältnisse im Bereich der …

kunst als Zweitglied (30 von 793)

Ätzkunst

Campe

Die Ätzkunst , d. Mz. ungew. die Kunst, Umrisse und Zeichnungen in Kupfer zu ätzen (Radir kunst).

Ɉägerkunst

Campe

Die Ɉägerkunst , Mz. die — künste . 1) Die Kunst des Jägers; ohne Mehrzahl und gewöhnlicher die Jägerei . 2) Kunststücke, welche Abergläubig…

Kleinkunst

RDWB1

Kleinkunst f (Lakune) малые художественные формы: собирательное обозначение таких видов искусства, как шансон, акробатика, кабаре, карикатур…

Redekunst

RDWB1

Redekunst f ораторское искусство, красноречие, велеречивость устар. feine Redekunst - цветы красноречия идиом.

Überredungskunst

Campe

Die Überredungskunst , Mz. — künste . 1) Die Kunst zu überreden; ohne Mehrzahl. 2) Ein künstliches Mittel, dessen man sich beim Überreden be…

Übersétzungskunst

Campe

UEbersetzung·s·kunst

Die Übersétzungskunst , besser, die Übersétzkunst , o. Mz . die Kunst zu übersetzen, aus einer Sprache in die andere überzutragen. »Die Über…

Übungskunst

Campe

◎ Die Übungskunst , besser Übekunst, Mz. — künste , die Kunst allerlei Übungen, besonders des Körpers zu veranstalten und vornehmen zu lasse…

Ableitungskunst

Campe

ableitung·s·kunst

○ Die Ableitungskunst , ohne Mz. die Kunst oder Wissenschaft, abgeleitete Wörter auf ihren Ursprung, zu ihrer Quelle zurückzuführen, und dem…

Abwägungskunst

Campe

abwaegung·s·kunst

Die Abwägungskunst , o. Mz. die Wissenschaft, welche lehrt durch die Wasserwage das Verhältniß der verschiedenen Lagen der Örter, in Ansehun…

ackerkunst

KöblerMhd

acker·kunst

ackerkunst , st. F. nhd. „Ackerkunst“, Feldbau E.: s. acker, kunst W.: nhd. DW2- L.: Lexer 361b (ackerkunst), LexerN 3, 12 (ackerkunst)

Aderlaßkunst

Campe

aderlass·kunst

Die Aderlaßkunst , o. Mz. die Kunst, die Ader zu öffnen, und auch wieder zuzuheilen. Poetevin. R.

ADVOKATENKUNST

DWB2

advokaten·kunst

DWB2 ADVOKATENKUNST f. DWB2 DWB2 DWB2 1 im plur., advokatenkniffe: 1855 aber ich bin nicht gekommen, um mir eine indigestion an advocatenkün…

Ätzkunst

Adelung

atz·kunst

Die Ätzkunst , plur. inusit. die Kunst, Figuren mit Scheidewasser in eine kupferne Platte zu ätzen; die Radier-Kunst.

Affratzkunst

MeckWB

Wossidia Affratzkunst f. Scherzbildung für die Kunst des Scherenschnitts, neuerdings für die Photographie: dat wiren lütte, unanseihnliche D…

Afterkunst

Campe

after·kunst

○ Die Afterkunst , Mz. die — künste, eine unechte Kunst, die von der wahren Kunst abweicht. »Die Afterkunst gebar einst die Manier (das erkü…

AGITPROPKUNST

DWB2

agitprop·kunst

DWB2 AGITPROPKUNST f. : DWB2 DWB2 ⟨v1956⟩ die sogenannte agitpropkunst, über die nicht die besten nasen gerümpft werden, war eine fundgrube …

AKROBATENKUNST

DWB2

akrobaten·kunst

DWB2 AKROBATENKUNST f. DWB2 im plur., kunststücke des akrobaten, auch übertr.: DWB2 1885 der fluch, der auf den rein verstandesmäßigen abric…

Allschreibekunst

Campe

all·schreibekunst

○ Die Allschreibekunst , d. Mz. ungew. die Kunst, mit gewissen Schriftzeichen auf eine für alle Völker verständliche Weise zu schreiben (Pas…

Anrichtkunst

Campe

Die Anrichtkunst , o. Mz. die Kunst, das Wissen eine Tafel gehörig zu decken, zu besetzen und überhaupt zu beschicken.

APOTHEKERKUNST

DWB2

apotheker·kunst

DWB2 APOTHEKERKUNST f. DWB2 zur tätigkeit, zum beruf des apothekers gehörige, erforderliche sachkenntnis, fertigkeit: DWB2 1523 mit gutem re…

Arzeneikunst

Campe

arzenei·kunst

Die Arzeneikunst , o. Mz. die Kunst, die Arzeneien gehörig zu bereiten (Pharmacïe). Dann die Wissenschaft, innerliche Krankheiten durch zwec…

Arzeneiverschreibekunst

Campe

○ Die Arzeneiverschreibekunst , o. Mz. die Kunst, Wissenschaft, zweckmäßige Arzeneivorschriften gehörig abzufassen (Receptir kunst).

ARZNEIKUNST

DWB2

arznei·kunst

DWB2 ARZNEIKUNST f. DWB2 älter auch arzeneikunst. heilkunst, tätigkeit d. arztes, das fach medizin, zu arznei 2: DWB2 1569 (kompositum?) zau…

aukunst

KöblerMhd

aukunst , st. F. Vw.: s. ākust (1)

Auslegungskunst

Campe

auslegung·s·kunst

Die Auslegungskunst , o. Mz. die Kunst, eines Andern Reden oder Schriften richtig auszulegen. Die biblische Auslegungskunst, die Kunst, Wiss…

Ableitungen von kunst (3 von 3)

unkunst

DWB

unkunst , f. : mangel an kunst und deren gth.; ohne plur.; mhd. mnd. unkunst, mnl. onconste, nl. onkunst. vgl. after-, gaukel-, halb-, misz-…

urkunst

DWB

urkunst , f. , ursprüngliche kunst. kunst II 4 mit ur- C 4 c: es darf wohl als allgemein verständlich angenommen werden, dasz ... das hervor…

verkunsten

Lexer

ver-kunsten swv. nu ist dîn kunst verkunstet Msh. 3,56 b .