hängen,
verb. ,
praet. hängte,
part. gehängt.
es ist oben (
sp. 441)
bemerkt, dasz sich dieses verbum sowol in einzelnen formen, als auch in der bedeutung mit starkem hangen
gemischt hat, und dasz in der 2.
und 3.
sg. praes. nicht erkannt werden kann, ob die formen dorthin oder hierher fallen. hängen
steht II.
transitiv. I@11)
an den galgen aufknüpfen, wofür mhd. immer, und auch nhd. vielfach, meist bei oberdeutschen schriftstellern henken
gilt: lies den könig zu Ai an einen baum hengen.
Jos. 8, 29; wird also getödt, das man in an ein holz henget.
5 Mos. 21, 23; gott wird seines gebots nicht vergessen und inen auch lohnen wie sie gedienet haben, und hengen nicht an einen grünen, sondern dürren galgen. Luther 4, 403
a; kleine diebe hängt man, grosze läszt man laufen; die kleinen diebe henget man an galgen, aber die groszen diebe gehen in mardern schauben herein. Luther 4, 527
b; einen an den galgen hängen,
suspendere aliquem in patibulum. Steinbach 1, 695;
S. er fragt an, ob er sie auch wie die andern soll hängen lassen?
E. ich bin des hängens müde. Göthe 8, 210; o wohl! so hängt mir sie, nur ohne viel geschwätze! 13, 27;
sprichwörter: bistu geborn zum stehlen, so bistu geboren zum hengen. Schottel 1118
b; wer nicht alt will werden, lasse sich jung hängen; wenn ihr nicht alt werden wolltet, so hättet ihr euch in der jugend sollen hängen lassen. Göthe 25, 259.
betheuernd: giebts noch einen solchen heuchler, so will ich mich hängen lassen. Klinger 1, 169. —
Reflexiv sich hängen,
sich durch erhängen tödten: er hat sich gehängt,
suspendio voluntario vitam finivit. Steinbach 1, 695. I@22)
allgemeiner etwas aufhängen, in hangende lage befestigen: da wir nu die mauren gebawet hatten, henget ich die thür.
Neh. 7, 1; wiewol ich die thüre zu der zeit noch nicht gehenget hatte in den thoren. 6, 1;
im bergwesen das rad hängen,
an seinen gehörigen ort bringen. miner. lex. 437
b; —
mit der ortsbestimmung wohin: da henget ich ein spangen an ire stirn. 1
Mos. 24, 47; solt in (
den vorhang) hengen an vier seulen. 2
Mos. 26, 32; macht man auch einen nagel draus, daran man etwas möge hengen?
Hes. 15, 3; durch den schmuck so ich an dich gehengt hatte. 16, 14; henget den kopf (
des Holofernes) uber die mauren hinaus.
Jud. 14, 2; die kette henge man ihm an den hals. Zinkgref
apophth. 2 (1631)
s. 34; ihr hängt um meine schläfe zackige korallen, und perlen in mein haar? Ramler 2, 15; hängte das schwert um die schulter.
Odyssee 2, 3; da hängt Helen in traurigkeit, wohl als sie war alleine, an ihren arm den kranz. Uhland
ged. 235;
von gegenständen, die klebend haften: den staub, der sich an uns gehenget hat von ewer stad.
Luc. 10, 11; kletten hängen sich an die kleider;
übertragen: fürs bleiben hat sie keinen begriff, und ihren fluch hat sie ans stillestehen gehängt. Göthe 50, 4. —
Auch sonst freier: er verschonte sie zwar mit der entdeckung seiner geburt und seiner ewigen trennung, um in ihr zerrissenes herz nicht neue ziehende qualen zu hängen. J. Paul
Hesp. 4, 86; der grad des zusammenhanges, welcher die theilchen an einander hängt. Kant 8, 307; die natur hängt durch zwischenglieder die entfernten eigenschaften mit den nahen zusammen.
s. 282; er hängt die worte fein an einander,
praeclare verba verbis coagmentat. Steinbach 1, 695.
reflexiv: welch eine wolke, die kein sonnenstrahl durchblinkt, hängt sich um jedes aug? Hölty 44
Halm; es hängt gewicht sich an gewicht, und ihre masse zieht mich schwer hinab. Schiller
Wallenst. tod 3, 23.
sprichwörtliches: geld an jemand hängen; was soll ich lange erzählen, wie ich mich ihrer angenommen, was ich für sie gethan, was ich an sie gehängt, wie ich auch in der abwesenheit für sie gesorgt habe. Göthe 18, 179; einem etwas an den hals hängen,
s. sp. 245; etwas an den nagel hängen, in den rauch hängen; und hengt dieweil in den rauch dis ernste gestrenge gebot gottes. Luther 4, 441
a; etwas an die grosze glocke hängen,
aufhebens machen; den mantel nach dem wind hängen,
quomodocunque in mari ventus sit, exinde velum vertere. Serz 95
b; einem den brodkorb höher hängen; lassen wir uns aus einander sprengen, werden sie uns den brotkorb höher hängen. Schiller
Wallenst. lager, 11.
auftr. I@33) hängen
von körpertheilen, die man herabhangen läszt; man hängt den kopf
zum zeichen der traurigkeit, das maul
zum zeichen der unzufriedenheit: wie heulen sie, wie schendlich hengen sie die köpfe.
Jerem. 48, 39; die jungfrawen von Jerusalem hengen ire heubter zur erden.
klagel. 2, 10; derselbe schalk kan den kopf hengen und ernst sehen.
Sir. 19, 23; beginnet er (
der hirsch) den kopf zu hängen.
Lokmans fab. 2; drumb sol das frauenzimmer nicht alsbald das maul hängen, wann sie von den ihrigen eine abschlägige antwort bekommen. Schuppius 16; man fängt dem kind die drossel ein, im käfig sitzt sie dort, doch singen will sie nicht und hängt ihr köpfchen immerfort. Uhland
ged. s. 241; die flügel hängen,
bildlich von einem mutlosen. Klinger 12, 75; dasz Lieszchen musz die flügel hengen, die sonst so munter hat gethan. was gehts mich an? Picander
ernstscherzh. ged. 3, 450;
vgl. hangflüglicht.
auch der demütige, weltentsagende und frömmelnde hängt den kopf,
vgl.kopfhänger 5, 1774; solt das ein fasten sein, das ich erwelen sol, das ein mensch seinem leibe ubel thut, oder seinen kopf henge wie ein schilf, oder auf eim sack und in der asschen liege?
Jes. 58, 5; nur halte von hängenden köpfen dich fern. Göthe 1, 138.
anders ist die redensart den mund, die nase in etwas hängen,
etwas prüfen und bekritteln: kaum sitzt der herr bei seinen patienten, gleich sind seine spürhund da, die selbstheiligen pharisäer, hängen ihren rüssel drein, geben vor, er sei ein suchen-trunk. Otho 1379; henge die nase in deinen eigenen busen. Schottel 1117
a. I@44) hängen
mit persönlichem object einen an sich fesseln, als anhang erwerben: Manes machte im auch jünger, und hengte viel volks an sich. Luther 3, 126
a; das dieser rasender mensch aus lauter ehrgeiz die alten ketzereien .. von neuen erregt, den gemeinen pöfel an sich hengt. 1, 279
b;
daher sich an einen hängen,
ihm folgen, auf der spur gehen: also ereilet sie aber Massinissa mit dem reisigen zeug aus Numidia, der henget sich an sie, und rant sie an, jetz bei den letzten, jetzo beiseits.
Livius von Corbach 148
a; —
aber auch dessen anhang bilden: henge dich nicht an den pöbel.
Sir. 7, 7; die sich an huren hengen. 19, 3; henget sich an einen bürger desselbigen landes.
Luc. 15, 15; wenn manche faule magd der haber sticht und sie die guten tage, welche sie bei herrn und frauen hat, nicht länger ertragen kan, so hänget sie sich an einen tügenichts. Schuppius 341; ob auch ein unterthan, wann er von seiner obrigkeit gar zu hart beschweret wird, deswegen ihr solt untreu werden, sich an eine andere herrschaft hängen, und wider geleistete eid und pflicht handeln? 385; dasz er sich hinter mein wissen an ein leichtfertig weibsstück gehängt. Chr. Weise
kl. leute 159; dasz du dich an solche menscher hängst. Lenz 1, 283; ich bedaure den mann, der sich an ein mädchen hängt. Göthe 10, 167; und mach, und richts nach meinem sinn, häng dich an ihre nachbarin. 12, 146;
auch von mehreren sich an einander hängen: weil der gottlose übermut treibet, mus der elende leiden, sie hengen sich an einander, und erdenken böse tück.
ps. 10, 2. I@55)
dies persönliche sich an einen hängen
kann auch sinnlich in der bedeutung sich anklammern, festhalten stehen: die kinder hängen sich an den vater
bei der begrüszung; und keine kinder mehr .. sich ihm (
dem vater) entgegendrängen, und sich um seinen kuss beneidend an ihn hängen. Gotter 1, 135; wenn mit gewalt an deinen hals sich allerliebste mädchen hängen. Göthe 12, 15; hengen wir uns nun daran (
an gottes rechte hand) mit festem glauben. Luther 5, 60
a; wer sich an menschen arm henget und tröstet sich der fürsten hand.
das.; sich selbs verleugnen, und an die rechte hand gottes sich hengen. 61
a. I@66)
daher in bezug auf neigung, meinung, grund, ansicht: warumb ruckt er solch hundert tausent gülden dem nicht auf, der noch lebt, und auch wol darumb weis, und im freilich wol antwort gnug geben würde? das lesset er wol, er fürcht er möcht ram fahen, darumb henget er sich an den unschüldigen verstorben man. Luther 6, 31
b; darumb mus man sich hie, wider alle vernunft und sinne, allein an das wort hengen, vom himel offenbart. 67
a; da hängt er sich an jeden muthwillen, der vorbei ist, erinnert an jede unruhe, die gestillt ist. Göthe 8, 229; ich kann mich nicht an den ruhm, das luftige unding, hängen. Klinger 2, 119.
Für die reflexive eine andere fügung: fellet euch reichthum zu, so henget das herz nicht dran.
ps. 62, 11; an etwas musz der mensch seine gedanken hängen. Immermann
Münchh. 3, 192; nicht an die güter hänge dein herz, die das leben vergänglich zieren! Schiller 510. I@77) hängen,
hinzufügen als anhang: ich habe einen einigen bogen trucken lassen de adornando memoriali biblico, und habe daran gehänget den hundert ein und fufzigsten psalm. Schuppius 627; das treiben .. jetziger zeit und politik .. samt deren daran gehängten menschen. J. Paul
leben Fibels, vorr. s. 2; mama sagte mir das alles treulich wieder, hängte aber die wohlmeinende erinnerung daran, auf so etwas .. dürfe man so sehr nicht achten. Göthe 19, 283; man nennt uns säufer, hängt an unsre namen ein schmutzig beiwort.
Shakesp. Hamlet 1, 4; they clepe us drunkards, and with swinish phrase soil our addition. I@88)
das mhd. hengen,
hangen lassen, besonders verstanden von dem zügel und leitseil des rosses und hundes, dann bildlich nachgeben, geschehen lassen, ist auch später nicht ausgestorben: bair. einen hund nach einem wild hengen. Schm. 2, 212;
interjectionell heng, heng,
mitte, laxa, remitte prompt. v. 1618
das.; den zügel hengen,
dare habenas Dasyp.; dazumal vergasz Amadis seiner gewöhnlichen bescheidenheit, und .. hengt seinen gelüsten den zaum also ferr, dasz, was bitt und schwachen widerstand doch Oriana thet, die sich dennocht nicht freien möcht.
Amadis 362.
ein nachklang dieser bedeutung ist Hippels sich zur schwärmerei hängen.
br. 14, 74.
Hiervon noch im bergwesen hängen
niederlassen: hengen ist holz oder sonsten was in die gruben niederlassen. Nehring
hist.-polit. lex. (1736)
anh. 48
a,
auch ablassen: henge, rufen die anschläger in der gruben, wenn berg und erz gezogen und ihnen das seil entzogen wird, ehe der kübel angemacht wird. 48
b. IIII.
intransitiv = hangen. II@11)
an den galgen kommen, gehängt werden: in England ist das hängen nicht so schimpflich wie bei uns. Hebel
schatzkästlein (1859)
s. 191;
E. was gibts denn?
M. u hu hu, ich soll heut abend hängen! Göthe 13, 32;
auch am galgen aufgeknüpft sein: die diebe hängen schon; Hebel
braucht so hängen
und setzt ihm das transitive henken
entgegen: wenn ihr wollt gehenkt sein, will er euch henken lassen; es hängen zwar schon zwei am galgen, aber bekanntlich ist er dreischläferig.
schatzkästl. (1859)
s. 262. II@22)
allgemeiner pendēre (
wie hangen
sp. 443),
in strengerer und freierer anwendung: das ir die threnen auf ihr gülden ketten fielen und wie die perlen dran hengen blieben. Mathes.
Sar. 49
a; die frauenzimmer aber hatten schon heute früh .. sich erinnert, dasz eine schöne pekesche eines vettern im schrank hänge. Göthe 25, 363; joujou, dieses hängende siegel eines thoren. J. Paul
Hesp. 2, 145; bei nachtigallen darf kein dummer gimpel hängen. Amaranthes 42; die siegeswaffen hängen im saal. Uhland
ged. 7; indesz die harfe hänget unter bäumen.
s. 137; schau, die sterne hängen wie blüten aus der ewigkeit in unsere erde herein. 3, 235; der voll gewitter hängende märznebel.
biogr. bel. 184; wickelte sie daher in die hängenden aufgedunsenen priesterkleider ein.
aus des teufels pap. 1, 23; an den abendhügeln hängen rufende schaafe neben liegenden lämmern.
Tit. 2, 51; bienen .. hängen glänzend daran wie thau. E. v. Kleist 2, 38; und die braut, mit jugendlust hängend an des treuen brust. Uhland
ged. 7; unter sich hängen: die blumen werden welk und hengen unter sich. Fleming 17;
ähnlich: die blumen, die am abend frisch geblüht, sie hängen hingewelket dort vom stengel. Uhland
ged. s. 131;
von herabhangenden körpertheilen: du komest mir mit hengeden und müszigen henden zuo hausz, wan du arbeiten söltest. Steinhöwel 416, 7; mit langsamen schritt und trostlos hängendem haupt kam er herbeigeritten. Wieland 4, 120;
sprichwörtlich wer lang hat läszt lang hängen; wer lang hat läszt lang hange, hat der teufel gsagt, wie ihm der schwanz unte raus guckt hat. Höfer
wie das volk spricht (1866)
s. 139.
von einem dessen kleider schlottern, wird gesagt er hängt in den kleidern: Wehmeier aber im geräumigen saftgrünen flause hängend. J. Paul
Tit. 1, 104. —
Sprichwörtlich: ich will dir meinen advocaten schicken, der weisz, wo die zäume hängen. Rabener
sat. 3 (1757)
s. 243. II@33)
dann auch haerere, haften, kleben: denen knechten und mägden wünsche ich hände, daran kein pech ist, also dasz sie an ihres herrn haab und gut nicht hängen bleiben. Schuppius 668; ihr musz ich diesen Karl aus dem herzen reiszen, wenn auch ihr halbes leben dran hängen bleiben sollte. Schiller
räuber 1, 1.
in der jägersprache: hängen nennt man es, wenn hunde, wölfe, füchse bei der begattung an einander hängen. v. Thüngen
waidm. pract. 299. —
In freierer anwendung: alle verschworene hängen gerührt an ihren waffen. Schiller
Fiesko 5, 13; Karlos nimmt das papier, und hängt voll ungeduld an ihrer erzählung, ohne sich zeit zu nehmen, es zu lesen.
Don Karlos 2, 8; blieb viel zu lange an einer idee, ja man möchte sagen an einer sentenz hängen. Göthe 19, 142; soll meine seele nicht mehr hängen an dem was liebenswerth und gut ist?
bei Kästner s. 71. II@44)
von seelischen und parteineigungen: ich bin nicht unrein, ich henge nicht an Baalim.
Jer. 2, 23; so muszte wohl Cesara am heitern duldenden lehrer .. recht innig hängen. J. Paul
Titan 1, 9; mit dem geld sei es doch nicht gemacht. und es sei eine gräuliche sache, wie er daran hänge. J. Gotthelf
schuldenb. 12.
in anderer wendung: jeder künstler, wie jeder mensch ist nur ein einzelnes wesen, und wird immer nur auf eine seite hängen. Göthe 38, 28. II@55)
dem transitiven hängen
in der bedeutung 8 (
sp. 451)
zur seite steht ein hängen nach etwas,
zunächst ross oder hund auf eine spur lassen, daher nachjagen: so sall er ryden tzu dem Haine in eines forstmeisters husz, da sall er finden eynen wiszen bracken mit gedreiften oren off einer syden koldern an einem syden seile, und sall dem wilde nachhengen.
weisth. 1, 502; aber nit dester minder hengten der graff Henne und sein ritter Gryffon .. des herzogen Beue diener nach.
Aimon bog. c;
in freierer anwendung streben: wa die sinnlichait hin wil, da henget die vernunft und der frei wil hinnach. Keisersberg
granatapfel (
geistl. spinn.) M 6
d; und hielten den Iovem für hochweisz, dasz er der Europa, so und andern seinen bulschaften also nach gehengt.
Amadis 363; heng du gleichwol stehts nach dem sig. Weckherlin 459.
mundartlich auch unpersönlich und in etwas anderer fügung: so, da hängts hinaus (
da wollen deine bedenken hin)!
fliegende bl., bd. 51
s. 74
b. II@66)
die bedeutung kann übergehen in die den zügel schieszen lassen, nachgeben (
vgl.nachhängen): du hast aber deinem zorn soviel gehengt, und lässt dein rach gehen über gut und bö
s. Livius von Corbach 37
a; die hetten wol in ehren und gut mit iren mannen mögen leben, wo sie sich ihres geschlechts nit zu vil überhebt und der hoffart nit zu vil gehengt hetten. 128
b; wem kumpt grosz kummer für di thür, ob er hi zeitlich lieb verlür, söll hengen (
soll dem kummer nachgeben), kainer wollust spür. Schwarzenberg 151
b;
wie mhd.: pei der vliegen verstêt man den teufel, der hanget dem menschen tag und naht an den ôrn seins muotes und seinr gedenk, und versaumt sich der mensch icht ze lang, daʒ er in niht absleht, alsô daʒ er im henget mit gedänken unz in den willen und in den glust, wærleich sô peiʒt im der teufel ain wunden. Megenberg 298, 18. II@77) hängen,
von gerichtsstreitigkeiten die anhängig sind und nicht entschieden werden, stocken: nu ist der aufzug (
verzögerung) die länge fährlich, dasz der satan durch bose zungen die sach auf beiden seiten bitter und ärger mach, weil es also hänget. Luther
br. 2, 380; dennoch liesz ich es auch hängen. Schweinichen 1, 96; wenn Leander — ich will nicht sagen sich mit ihnen vergliche, denn von vergleichen wollen sie nichts hören — sondern .. den process hängen liesz. Lessing 1, 366; ohne dieses den process aber so schlechthin hängen zu lassen, dazu rathe ich nicht. 12, 172.
freier: ich liesz die sache indessen hängen, von der zeit irgend eine vermittelung erwartend. Göthe 30, 217. —
Hierher auch die redensart mit hängen und würgen
von einer sache die gar nicht vorwärts will: mit hängen und würgen habe ich es durchgesetzt.