lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gift

ae. bis spez. · 30 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
Anchors
40 in 30 Wb.
Sprachstufen
10 von 16
Verweise rein
224
Verweise raus
196

Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gift

Bd. 4, Sp. 223
1 Giftneutr, 1/7 der etwa 115 Belege erkennbar mask (dies vereinzelt in vorital Zeit, später bevorzugt mit historisierender Stilneigung: ‘Cellini’- u ‘Mahomet’-Übs, Faust I Vor dem Tor); in Frühschriften gelegentl -ff-. Mehrfach wird G-s Bindung an eine lange, von antiken med Anschauungen geprägte Tradition deutlich: an die Auffassung, daß negative Wirkung od Heilkraft des Giftes von der Dosierung abhängen, sowie an die Theorie von den Gegengiften. Neben dem dominanten Aspekt von Schädigung, Lebensbedrohung schließt ‘G.’ auch gewöhnl iZshg mit Krisis die Vorstellung des Heilbringenden, Wohltuenden ein. Bei den übertr Verwendungen finden sich insbes da, wo ‘G.’ auf Liebe bezogen wird (3c), ebenfalls Ambivalenzen.  1 für einen (menschl) Organismus, Körper schädliche, gefährliche, manchmal auch heilsame Substanz   a vorwiegend sachbezogen: im Hinblick auf Erscheinungsformen (‘Arsenik’, ‘Schwefel’, Schlangengift ua), auf best Wirkungsweisen, Wirkungen (‘ätzend’, auflösend, auch reinigend); wiederholt iZshg mit natwiss Interessen  in Angst vor G. brachte man mir dergleichen Laibe, dießmal in ihren innern Hohlungen hoch pomeranzenfarbig anzusehen, auf Arsenik und Schwefel hindeutend, wie jenes [Brot] vor Verdun auf Grünspan GWB33,92,24 Camp  [‘Charakteristiker’:] Treten Sie vor den Laokoon, und sehen Sie die Natur in voller Empörung und Verzweiflung, den letzten erstickenden Schmerz, krampfartige Spannung, wüthende Zuckung, die Wirkung eines ätzenden G-s1) GWB47,161,22 Samml 5  Antiquarische Anfrage an den Chemiker. Es steht geschrieben [in einem Epigr von Ausonius], ein Weib habe ihrem Manne G. gegeben .. er .. sey ihr aber nicht geschwind genug gestorben; darauf habe sie ihm Quecksilber beygebracht und er sei auf einmal frisch und gesund geworden. Was mag das für ein G. gewesen seyn?2) GWBB23,158,7u11 Döbereiner 19.11.12  [für: veleno] GWB44,286,17 Cell IV 10 GWBN13,467,24 Plp  [für: poison] GWB44,287,7 Cell IV 11 KapÜbers in allg Erörterung (auch Bed 2a umgreifend), bei wohl direkter Anknüpfung an Paracelsus (Dosiskriterium)3)  [G zu Wielands Feststellung, daß Tee schwäche:] Da irrst Du .. Tee stärkt .. Stärkt und schwächt .. Wie jedes Corroborans, zu häufig genommen .. W.[ieland]: Aber das Gift darin? G.[oethe]: Es gibt kein G. .. Alles kommt auf die Dosis an Gespr(He1,656) Falk Dez 96   b speziell als Tötungsmittel; (gemäß schon antiken Vorstellungen) meist von Frauen od weibl Dämonen gekannt u verabreicht; einmal vom Zeitalter als Subjekt; idVbdgn ‘G. mischen, bereiten, beibringen’, auch ‘mit G. vergeben’  [Adelh, nach Weislingens Vergiftung:] schon trägt das fliessende Wasser auch seine Lebenskräffte der Verwesung entgegen. Schwarze Mutter [Zigeunerin], wenn du mich betrogen hättest, wenn deine Sympatien leeres Gauckelspiel wären. Gifft! Gifft! GWB39,168,16 Götz1 V  [Tisiphone:] G. und Dolch statt böser Zungen | Misch’ ich, schärf’ ich dem Verräther; | Liebst du andre, früher, später | Hat Verderben dich durchdrungen GWBFaust II 5381  Das Zeitalter war’s, das den Sokrates durch G. hinrichtete, das Zeitalter, das Hussen verbrannte GWB422,151,20 MuR(313)  [für: poison] GWB9,333 Mahomet 1272  [für: being poisoned by] GWB44,266,11 Cell IV 10 KapÜbers GWB11,115,6 Clav IV im Gleichnis der Rattenvergiftung (bezügl der negativen Wirkungen erotischen Verführungsspiels); ‘G. stellen, streuen’  [Brander, auf den unglücklich verliebten Siebel anspielend:] Es war eine Ratt’ im Kellernest, | .. Die Köchin hatt’ ihr G. gestellt; | .... [Siebel:] Es ist mir eine rechte Kunst, | Den armen Ratten G. zu streuen! GWBFaust I 2130u2152~Fragm 609u631 GWBB2,292,23 Gfin Stolbg 17.9.75 zur Selbsttötung verwandt (auch nur in Gedankenspiel, Vorsatz); Vbdgn ‘G. nehmen, trinken’, ‘heilsames G.’  Brackenburg bringt die Nachricht von Vorbereitung zu Egmonts Hinrichtung. Klärchen nimmt G. GWB40,93,16 Üb dtTheat  Aber ich liebe sie [Käthchen]. Ich glaube ich träncke G. von ihrer Hand .. Ich schreibe warlich im Fieber GWBB1,139,15 Behrisch 10.[11.]67 GWB8,201,26 Egm I bei vorgetäuschter Vergiftung; einmal ‘G. haben’ (iSv vergiftet sein), im kontextuellen Bezug mit ‘Theriak’, ‘Mithridat’ als ‘Gegengiften’ GWB12,151 ScherzLR 687 GWB12,172 ScherzLR 1142 uö(ebd) iZshg von angenommener, imaginierter Bedrohung; auch in bildhaft-exemplarischen Aufzählungen (bes mit ‘Dolch’)  [Faust:] Die Sorge .. | Sie mag als Haus und Hof, als Weib und Kind erscheinen, | Als Feuer, Wasser, Dolch und G. GWBFaust I 649 Tasso 2928 GWB33,47,9 Camp (iron-) distanzierend in Hinsicht auf den effektorientierten Gebrauch in der Dramatik; mit ‘Dolch’  [Wilh:] Ich sah, daß alle meine Vorgänger sich die künstlichste Mühe gegeben hatten, mit Dolch und G. und andern schädlichen Werkzeugen auf das mannichfaltigste zu hantiren GWB51,140,14 ThS II 4 GWB17,12,10 TriumphEmpfindsamk I   c als Arznei od wie eine Arznei wirkend; in problemat, krisenhaften Verläufen; einmal als ausschließl psychologisch wirksames Mittel (Gift hier zugl ‘Gegengift’); auch abwertend, sarkastisch für (alchimist erzeugte) schädl od fragwürdige Medizin  Verkältung .. Geh. Hofrath Starke wirkte sogleich durch Spanische Fliege und G., wodurch .. das Übel schnell genug vertrieben wurde, aber das Cerebral-System empfindet von der Cur noch einige Hinderniß GWBB28,190,1 Meyer 21.7.17  der G. [veleno], indem er nicht so stark gewesen, mich umzubringen, mir als ein gewaltiges Mittel gedient habe den Magen und die Gedärme von einer tödlichen Verschleimung zu reinigen GWB44,291,3 Cell IV 11  [Harfenspieler:] habe ich, seitdem ich den Talisman [tödl Opium] besitze, mich durch die Nähe des Todes wieder in das Leben zurückgedrängt .. [Arzt:] er führt nun .. dieses G. als das sonderbarste Gegengift bei sich GWB23,289,27 Lj VIII 10  [Faust:] Mein Vater .. | Sich in die schwarze Küche schloß, | .. Hier war die Arzenei, die Patienten starben, | .. So haben wir mit höllischen Latwergen | .. Weit schlimmer als die Pest getobt. | Ich habe selbst den G. an Tausende gegeben GWBFaust I 1053 GWB16,18 JahrmPlund2202~DjG33,139 JahrmPlund1 124   d iZshg mit (abergläubisch-)volkstüml od frühwissenschaftl Vorstellungen (vor allem heilkundl Art)  [Reineke:] Die Tugend des Steines [Karfunkel] | Nimmt dem G-e [Reinke de Vos: Vorgyft] die Wirkung und allen schädlichen Säften GWBReinF X 40  [Mahomet:] Das Laster zieht das Unglück an sich, wie die Kröte den Gifft GWB39,190,10 MahometFragm  [in originalnaher Wiedergabe aus Paracelsus’Tractatus de Pestilitate’] wisset dass die Spinnen alle aus dem M.M. [Menstruo Mulierum] welches ist ein feurig lüfftig Gifft, von den Teufeln in dem Lufft ausgebrütet werden GWB37,86,18 Ephem GWB23,301,10 Lj VIII 10   e idVbdgn ‘wirken wie G.’, ‘zuwider sein wie G. und Schlange’ zum Ausdruck starken Mißempfindens bzw entschiedener Abneigung  Die meisten beschwerlichen Dinge | Duld’ ich mit ruhigem Muth .. | Wenige sind mir jedoch wie G. und Schlange zuwider; | Viere: Rauch des Tabaks, Wanzen und Knoblauch und | [Christ Var(hs)] GWB1,323 Vs 309 VenEpigr 66 Gespr Eckerm 7.10.27 Gespr KanzlMüller 1.5.26   2 im weiteren Sinne für stimulierende u infektiöse Stoffe   a für (übermäßig eingenommene) Stärkungs-, Rauschmittel  wurde dieser Lieblingstrank [Kaffee] .. bald unentbehrlich. Dieser leidige und allgemein verbreitete G. des Körpers und des Beutels wirkte bei ihm [Wilh] auf das gefährlichste GWB51,101,27 ThS II 1  Auch Champagner kann G. sein Gespr(He1,656) Falk Dez 96 [vgl unter 1a]   b für krankheitserregende u -übertragende Materien (mit Bezug zur alten Theorie von Krankheits- u Ansteckungsgiften, den Kontagien u Miasmen); in den lyrischen Zeugnissen jedoch deutlicher metaphor (im Übergang zu 3), anlehnend an die Vorstellung vom venerischen Gift4)  Niederungen von Siena .. Der G. [veleno] jener bösen Ausdünstungen ergriff den Cardinal [Giovanni de’ Medici] .. er verfiel in ein pestilenzialisches Fieber GWB44,296,1 Cell IV 11  ganz abscheulich ist’s, auf dem Wege der Liebe | Schlangen zu fürchten, und G. unter den Rosen der Lust GWB1,257 Vs 374 RömEleg XVIII  der Wurm .. | Heimlich krümmet er sich im Busche, besudelt die Quellen, | Geifert, wandelt in G. Amors belebenden Thau GWB53,5 Vs 48 RömElegNachtr GWBB50,23,23 Mannlich 26.4.05 einmal für drückende atmosphär Schwüle  [Pater profundus:] Der Blitz, der flammend niederschlug, | Die Atmosphäre zu verbessern | Die G. und Dunst im Busen trug GWBFaust II 11881   3 bildhaft u metaphor; mehrf den schleichenden, zehrenden, infektiösen u epidemischen Charakter akzentuierend   a von negativen Affekten, Gemütszuständen, Einstellungen; Vbdgn wie ‘G. und Galle’, ‘G. sprühen’  [bei Bendels mißratenem Theaterauftritt] Das Pochen, Pfeifen, Zischen, Klatschen und Bravorufen ward allgemein. G. und Galle, die in ihm kochten, brachen aus GWB52,27,19 ThS IV 5  [Circe:] Wie grausam schleicht ein G. | Durch meinen Busen, | Zerstört mir alle Freuden. | Mächtige Circe, | Ihr Götter! Warum bist du nicht glücklich? GWB53,123 Circe [1794] 99  Ach, wer heilet die Schmerzen | Deß, dem Balsam zu G. ward? | Der sich Menschenhaß | Aus der Fülle der Liebe trank? GWB2,62 Harzreise iWinter 36 GWB37,36 Annette Ode anZachariä 11   b von schädigendem, unheilvollem, als widrig empfundenem Verhalten, Einwirken; ‘G. einflößen, verbreiten, ausschwitzen, speien’, ‘G. aus etw ziehen’, iVbdg mit ‘Galle’  [Tasso:] Allein, wie tückisch seine [Antonios] Zunge | Mit wohlgewählten Worten mich verletzt, | Wie scharf und schnell sein Zahn das feine G. | Mir in das Blut geflößt Tasso 1470  [Orest:] Dieß ist das Schwerste von meinem Schicksal, daß ich wie ein verpesteter Flüchtling geheimen zehrenden Gifft [geheimen Tod und Schmerzen GWB39,346,20 Iph1 II 1] um mich verbreite GWB39,474 Var(3.Phase)  [für: venenum sudare] GWB7,12 DivNot Araber GWB38,493 Späne GWBB25,409 Gerning 8.5.15 K im gleichnishaften Zshg; ‘jdm G. sein’ iSv ein Übel sein, als Übel gelten  [mBez auf Behrisch, der von seiner Leipziger Hofmeistertätigkeit an den Dessauer Hof wechselte] Verpflanze den schönen Baum, | Gärtner, er jammert mich. | .. Sieh, wie er im Frühling | Lichtgrüne Blätter schlägt, | Ihr Orangenduft | Ist dem Geschmeiße G. GWB4,183 1.OdeBehrisch 12   c für die gefährdende, krankmachende, (zugl) aber auch die wohltuende, beglückende Macht der Liebe; mit den traditionellen Bildvorstellungen von Giftbecher, Liebestrank, giftiger Blume, auch bezogen auf Kuß, Blick (‘G. und Gegengift zugleich’) sowie die Idee vom inneren Feuer (hier iZshg mit dem Vorgang der Selbsterneuerung); wiederholt das Motiv des süßen Giftes  Sie [Lotte] sieht nicht, sie fühlt nicht, daß sie einen G. bereitet, der mich und sie zu Grunde richten wird. Und ich mit voller Wollust schlurfe den Becher aus AA106,8 Werth1 II~Werth2  ich habe meine Jetty [Käthchen] .. unterhalten .. O Behrisch es ist G. in denen Küssen! Warum müssen sie so süse seyn! GWBB1,132,9 Behrisch 7.11.67  Kennst du das herrliche [den herrlichen Var] G. der unbefriedigten Liebe? | Es versengt und erquickt, zehret am Mark und erneut’s GWB1,349 Vs 59 Vier Jahresz 30 GWB23,303,19 Lj VIII 10 GWB1,276 Der neuePausias 62 GWB32,130,20 ItR verbunden mit dem Topos von Amors Giftpfeilen (einmal zugl die Vorstellung vom Gesang werdenden Gift der Liebe)  Vielfach wirken die Pfeile des Amor: einige ritzen, | Und vom schleichenden G. kranket auf Jahre das Herz GWB1,236 Vs 46 RömEleg III  Dich [Philomele] hat Amor gewiß, o Sängerin, fütternd erzogen; | Kindisch reichte der Gott dir mit dem Pfeile die Kost. | So, durchdrungen von G. [Gifft GWBB5,334,15 Ch Stein 26.5.82] die harmlosathmende Kehle, | Trifft mit der Liebe Gewalt nun Philomele das Herz GWB2,128 Dich hat Amor gewiß 3 GWB37,25,29 Annette Kunst Spröden zu fangen II   d für schädliche, verderbliche Einflüsse, Wirkungen im geistig-ideolog u (öffentl-)sozialen Bereich; meist in (rollenspr) Aussagen, Urteilen; einmal ‘fallendes G.’5)  [Meph üb die Theologie:] Es liegt in ihr so viel verborgnes G., | Und von der Arzenei ist’s kaum zu unterscheiden GWBFaust I 1986~Fragm 465  [Phanor, Mahomets Lehre meinend:] Selbst in diesen Mauern schleicht | Der G. des Wahnes [poisons de l’erreur]. Ein verirrtes Volk .. gibt | Gewicht den falschen Wundern GWB9,278 Mahomet 23  das schlechte, größtentheils negative ästhetisierende und kritisirende Zeitungswesen .. dem hervorbringenden Talent ist es ein böser Nebel, ein fallendes G., das den Baum seiner Schöpfungskraft zerstört Gespr Eckerm 2.1.24 GWB26,162,5 DuW 3 Gespr Eckerm 4.1.24 auch für die Verführung zu hohen Ausgaben; ‘G. des Beutels’ GWB51,101,27 ThS II 1 [Zit unter 2a]   GWBFliegen- GWB1Gegen- GWBRatten- GWBSchlangen- GWBVerräter- GWBZauber- GWBvergiften GWBVergift GWBVergifterin GWBVergiftung °Entgiftungsfall °Entgiftungsgeschichte GWBVergiftungsfall GWBVergiftungsgeschichteSyn zu 2b Kontagium Kontagion Krankheitsstoff 1) vgl Laokoon, Horen, 10. Stück, 1797,9 (ALHirt): “das äzende Gift von dem Bisse der Schlange” 2) Publikation des G/Döbereiner-Briefwechsels hierüber in Schweiggers ‘Journal für Chemie u Physik’, 6, 1812,360ff; dargelegt auch in KFHMarx, Die Lehre von den Giften, Bd 1, 1827,66ff. Zeitgenöss Darstellung zur Lehre von den Giften u Gegengiften in JFranks ‘Handbuch der Toxicologie’, 1803 3) Defensiones, dritte Vertheidigung; in: Paracelsus, Sämtl Werke, 1, 1926,477 4) vgl Zedler, Artikel Venerische Kranckheiten, Venus-Gifft, Venus-Seuche 5) zur alten Vorstellung vom Himmel fallenden Giftes s Hwb des dt Aberglaubens, Artikel Gift, Sp847; s auch Th Heinsius, Volksthüml Wb der Dt Spr, 1818—1822, s v Gift Michael SchilarM.S.
13353 Zeichen · 167 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    giftst. F. (i), st. N. (i?)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    gift , st. F. (i), st. N. (i?) nhd. Gabe, Belohnung, Geschenk, Anteil, Brautgabe, Mitgift, Hochzeit, Heirat Vw.: s. feoh…

  2. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    giftst. F. (i)

    Köbler An. Wörterbuch

    gift , st. F. (i) Hw.: s. gipt

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    giftst. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gift st. f. , mhd. gift, nhd. gift n. m., älter f. ; mnd. gift, gifte, mnl. gifte, gift; afries. ieft, iefte, iefta f.n.…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    giftstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    gift ( Gr. 2,197. Graff 4,124 ) stf. 1. gabe. wider gift sal man gâbe warten Wernh. v. Elmend. 496,2. das gift. daʒ diu …

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    giftst. F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    gift , st. F. nhd. Gabe, Geschenk, Morgengabe, Mitgift, Vermächtnis, Vergabung, Vergebung, Besetzung einer Kirchenstelle…

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Gift

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Die Gift , plur. die -e, eine jede Sache, welche man einem andern gibt, eine Gabe, und in engerer Bedeutung, ein Gesc…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gift

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Gift neutr, 1/7 der etwa 115 Belege erkennbar mask (dies vereinzelt in vorital Zeit, später bevorzugt mit historisiere…

  8. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gift

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gift , nennt man alle sowohl organ. als unorgan. Stoffe, welche schon in verhältnißmäßig geringer Quantität eine schnell…

  9. modern
    Dialekt
    Gift

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Gift [Kìft, Keft allg. ] 1. n. ( Hf. Wh. ) Gift. Bildl. eim G. gë be n, rede n verletzend sprechen; G. bekumme n zornig …

  10. Spezial
    Gift

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gift n. (-[e]s,-e) 1 tosser (-i) m. 2 ‹ant› aunëi (-s) m. ▬ Gift und Galle speien ‹fig› (sehr wütend sein) spodé fe y to…

Verweisungsnetz

333 Knoten, 335 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 16 Hub 5 Wurzel 2 Kognat 7 Kompositum 284 Sackgasse 19

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gift

850 Bildungen · 738 Erstglied · 96 Zweitglied · 16 Ableitungen

gift‑ als Erstglied (30 von 738)

gift(e)leⁿ

Idiotikon

gift(e)leⁿ Band 2, Spalte 136 gift(e)leⁿ 2,136

Giftapfel

SHW

Gift-apfel Band 2, Spalte 1357-1358

Giftblase

SHW

Gift-blase Band 2, Spalte 1357-1358

Giftblatt

SHW

Gift-blatt Band 2, Spalte 1357-1358

Giftblume

SHW

Gift-blume Band 2, Spalte 1357-1358

Giftbrühe

SHW

Gift-brühe Band 2, Spalte 1357-1358

giftgrün

SHW

gift-grün Band 2, Spalte 1359-1360

Gifthafen

SHW

Gift-hafen Band 2, Spalte 1359-1360

Giftheft

SHW

Gift-heft Band 2, Spalte 1359-1360

Gifthorn

SHW

Gift-horn Band 2, Spalte 1359-1360

Gifthütte

SHW

Gift-hütte Band 2, Spalte 1359-1360

Giftkorn

SHW

Gift-korn Band 2, Spalte 1359-1360

Giftkraut

SHW

Gift-kraut Band 2, Spalte 1359-1360

Giftkrott

SHW

Gift-krott Band 2, Spalte 1359-1360

Giftlattich

SHW

Gift-lattich Band 2, Spalte 1359-1360

Giftmaul

SHW

Gift-maul Band 2, Spalte 1359-1360

Giftmichel

SHW

Gift-michel Band 2, Spalte 1359-1360

Giftmischer

SHW

Gift-mischer Band 2, Spalte 1359-1360

Giftmücke

SHW

Gift-mücke Band 2, Spalte 1359-1360

Giftnickel

SHW

Gift-nickel Band 2, Spalte 1359-1360

Giftnudel

SHW

Gift-nudel Band 2, Spalte 1359-1360

Giftpiddel

SHW

Gift-piddel Band 2, Spalte 1359-1360

Giftpoche

SHW

Gift-poche Band 2, Spalte 1359-1360

Giftsack

SHW

Gift-sack Band 2, Spalte 1359-1360

giftsauer

SHW

gift-sauer Band 2, Spalte 1359-1360

gift als Zweitglied (30 von 96)

Mitgift

RDWB1

Mitgift f Braut ohne Mitgift - см. RDWB1 Braut

abgift

DWB

abgift , f. donum, exactio, verhält sich, der form nach, zu abgabe wie gift zu gabe, und gilt zumal bei gerichten: der staat duldete es nich…

adderengift

KöblerMnd

adder·en·gift

adderengift , F. nhd. Natterngift Hw.: s. adderenvörgift E.: s. adder (2), gift W.: s. nhd. Ottergift, Otterngift, F., Otterngift, Ottergift…

adderenvörgift

KöblerMnd

adderenvörgift , F. nhd. Natterngift Hw.: s. adderengift E.: s. adder (2), vörgift (2) L.: MndHwb 1, 12 (adder[e]nvorgift)

anagift

AWB

ana·gift

anagift st. f. — Graff IV, 125. ana-gifti: dat. sg. O 2,1,7. das Hervorbringen, Entstehenlassen, der Anbeginn: êr alleru a. theru druhtines …

angift

DWB

ang·ift

angift , f. arrha, was angabe, angeld. schon ahd. ein anagift, aber in allgemeinem sinn, wie es scheint, für principium ( Graff 4, 125 ).

antgift

MWB

ant·gift

antgift stF. ‘Gegenmittel’, mit dem man einen Zauber brechen kann: alle, die da gelauben an antgift, aniganch [...] und an ander ding Jeline…

aufgift

DWB

auf·gift

aufgift , f. traditio: über liegend gut aufgift und wehrschaft thun. Frankf. ref. II. 3, 6. 7. 12. 14. nach Haltaus 58 resignatio. vgl. aufg…

Ausgift

DRW

aus·gift

Ausgift nd. utgift; mnl. auch m. I Herausgabe umme de utgifft unde de betalinge des goldes 1427 OstfriesUB. I 317 Faksimile II Ausgabe, Unko…

begift

MWB

beg·ift

begift stF. ‘Gift, Verderben bringende Gabe’ pfi dich! waz din [der Welt] lon hie git / swær und hertzen laiden! / under dinen claiden / beg…

brūtgift

KöblerMhd

brūt·gift

brūtgift , st. F. nhd. „Brautgift“, Brautgabe, Mitgift Hw.: vgl. mnd. brūtgift E.: s. brūt, gift W.: nhd. DW- L.: Lexer 27c (brūtgift), DRW

Chor(n)gift

Idiotikon

Chor(n)gift Band 2, Spalte 135 Chor(n)gift 2,135

Chüegift

Idiotikon

Chüegift Band 2, Spalte 135 Chüegift 2,135

dīkgift

KöblerMnd

dīk·gift

dīkgift , F. nhd. Deichabgabe, Deichpflichtleistung E.: s. dīk, gift (1) L.: MndHwb 1, 426 (dîkgift)

eitergift

DWB

eiter·gift

eitergift , n. aconitum, giftkraut. Oberlin 299 . im voc. rerum ed. Wackernagel steht eitergift für virus.

erbgift

DWB

erb·gift

erbgift , f. was erbgabe. Frisch 1, 229 c . 349 b .

erfgift

MNWB

erf·gift

erfgift , f. , feste, dauernde, erbliche Schenkung.

ervegift

KöblerMnd

erve·gift

ervegift , F. nhd. „Erbgift“, erbliche dauernde Gabe, feste Schenkung, erbliche Schenkung E.: s. erve (1), gift W.: s. nhd. (ält.) Erbgift, …

feohgift

KöblerAe

feohgift , st. F. (i), st. N. (i?) nhd. Schenkung eines Schatzes, wertvolles Geschenk E.: s. feoh, gift L.: Hall/Meritt 115a, Lehnert 74a

firgift

AWB

fir·gift

fir- gift st. f. , mhd. vergift st. f. n. m., nhd. vergift f. n. ; mnd. vorgift, mnl. vergift; got. fragifts. — Graff IV, 125. fir-gift-: da…

frumagift

AWB

fruma·gift

frumagift st. f. ; vgl. ae. frumgifu; an. frumgjöf. — Graff IV, 126. frumi-kift: acc. sg. Gl 1,287,51 ( Jb-Rd ); frume- gifte: acc. pl. Np 1…

gegengift

DWB

gegen·gift

gegengift , n. m. antidotum, alexipharmacum Stieler 651 , arzenei die gegen genommenes gift wirkt. gern bildlich: die treflichen poeten, die…

Ableitungen von gift (16 von 16)

begift

MWB

begift stF. ‘Gift, Verderben bringende Gabe’ pfi dich! waz din [der Welt] lon hie git / swær und hertzen laiden! / under dinen claiden / beg…

begifte

BMZ

begifte swv. begabe. Haltaus 116.

begiften

DWB

begiften , dotare, donare, begaben, nnl. begiftigen: drumb hat gott ... disz herlich neuw edict reichlich begiftet und gespickt, mit brief u…

begiftung

DWB

begiftung , f. : auf das aber auf der churfürsten erlangete kaiserliche begiftunge an dem entfang der lande kein abbruch geschehe. Micrälius…

entgiften

DWB

entgiften , veneno privare, venenum adimere, nnl. ontgiftigen: der blitz, welcher die giftigen thiere entgiftet. Lohenst. Arm. 1, 620 ; die …

Entgiftung

LDWB2

Ent|gif|tung f. (-,-en) dejintossiamënt (-nc) m.

ergiften

DWB

ergiften , acerbissime irasci, in gift und galle gerathen: welcher sich sowol als der cantor dergestalt ergiftet hatte, dasz er kein glied s…

gifte

BMZ

gifte ( Gr. 2,196 ) stf. — die gifte venena N. Boeth. vgl. Graff 4, 125. — 1. gabe. daʒ was ein sælec gifte livl. 500. er sante ze Littowen …

ungift

DWB

ungift , n. , gth. von gift: das gifft von dem ungifft zu separiren Basilius Valentinus chymische schr. 1, 360 ( Lange 1677 ). unüblich. —

ungifte

KöblerMnd

ungifte , F. Vw.: s. ungicht*

urgift

DWB

urgift , f. , ahd. urgift reditus, restitutio Graff 4, 125 zu argeban (ur- A 1); mhd. urgift Lexer 2, 2004 . rechtssprachlich Haym 1288 . vi…

vergift

DWB

vergift , f. n. gift, mhd. vergift, ahd. firgift, goth. fragifts, zusammensetzung mit dem einfachen gift, hat einen diesem und dem zeitwort …

vergifte

Lexer

ver-gifte , ver-gift stf. vergiftung, toxicatio Dfg. 590 b . Schm. Fr. 1,876. daʒ sü an der vergift schuldig wêrent Chr. 8. 127,17 ;

vergiften

DWB

vergiften , verb. gift beibringen, mhd. vergiften, ahd. fargiftjan, zusammensetzung mit dem einfachen giften, welches schenken und vergiften…

vergiftlich

KöblerMhd

vergiftlich , Adj. nhd. vergiftet, giftig, vergiftend Hw.: vgl. mnd. vörgiftlīk Q.: Tauler (vor 1350) (FB vergiftlich) E.: s. vergiften W.: …

vergiftung

DWB

vergiftung , f. substantivbildung zu vergiften, dessen verschiedene bedeutungen es theilt, zunächst jene ältere ( die hingabe, abtretung ): …