lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gewissen

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
30 in 22 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
75
Verweise raus
140

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gewissen participiales adj.

Bd. 6, Sp. 6216
gewissen III, participiales adj. zu weisz, wissen, mit starker form im gegensatz zu den schwachen bildungen gewiss und gewuszt, mit denen unsere starke form die active bedeutung neben der passiven gemein hat. in beiden richtungen haben sich formelhafte verwendungen entwickelt, die der starken participialform eine begrenzte fortdauer auch in einer zeit noch sichern, die für das flexionssystem selbst schon die schwache form (gewuszt) durchgeführt hat. doch auch bei diesem spricht die buchung ich baiʒ, bir bissen ... ich han gebissen (voc. venet.-tedesc. von 1424 s. Schmeller 22, 1035) dafür, dasz in der zwanglosen sprachewenigstens bair.-österr. mundartdie starke form sich länger behauptete. 11) die active bedeutung: vgl. conscii, kiwiʒun. Steinmeyer-Sievers 4, 5; gewiʒener 4, 137; kawiʒʒun 2, 328; gnarus, gewiʒʒener. 2, 382; ähnlich 1, 368a; ignarus, ungewiʒʒener. 3, 243; vgl. auch 2, 173b; gewiszner, certus, concius idem, oder mitgewiszner oder ebenwiszner oder mitwisser, conscius. voc. theut. (1482) m 5a; ähnlich (wissenhafftig, gewissener) Melber vocab. praedic. F 3; desgl. vocab. variloquus s. Diefenbach 143c. 1@aa) als prädicat in der verbindung mit dem verbum substantivum u. a. erscheint das participium verhältnismäszig selten in das eigentliche verbalsystem einbezogen: fone dero irhugedo mînero sundon, dero ih conscius (kewiʒʒin) pin. Notker ps. 37, 4 Hattemer 2, 132a (Wiener handschr. dero ih gewiʒel pin. Heinzel u. Scherer s. 102); iʒ ist allen den forhtlich die gewiʒʒen sint der sunden ane sich. frau Ava jüngstes gericht bei Diemer dtsch. ged. 286, 18 (Görlitzer handschr.: di gwiʒʒen habent der sunde an sich. fundgr. 1, 199); do waru sumeliche engile da ze himile. die des nie gewiʒʒin wrdin. daʒ got mennische was rtin. von diu daʒ diu gotheit ienti mit samt in was. speculum ecclesiae 78 Kelle. sonst weisen die belege, wo sie das particip mit dem verbum subst. verbinden, die bedeutung eines vom verbalstamm isolierten adjectivs auf: manige zauberin lassen haben den teufel oft ain hohes ampt ... vil leut seind also gewissen das si vasten mit drein pissen und etleich unz si di steren sehen. Hans Vintler blumen d. tugend 8204; wann ainer umb ain sache wol waiszt, dʒ er spreche, ich bin gewissenn, item, der ist gewissen, item, wann die alten eeleüt den jungen gesellen nicht sagen, wie es in der ee zuo geet, so seind sie gewissen, schweigen stille, sagens niemand, und laszens die jungen gesellen selbs erfaren. Agricola sprichw. 1 (1529), 26b. in der mhd. dichtung ist das particip in solcher verwendung gern an bedeutungsverwandte adjectiva gebunden: er war gewiʒʒen unde guot, den tumben tump, den wisen fruot. Wirnt Wigalois 1409; ebenso 3772; 8266; 11542; desgl. meister Otte Eraklius 149; si sprach: 'gâ her, Paranîs, dû bist getriwe, gewiʒʒen, wîs ...' Ulr. v. Türheim forts. des Tristan (1990) 547, 10; ebenso (wârhaft, gewiʒʒen) Seifried Helbling 7, 1150; (gewiʒʒen unde stæte) Wirnt Wigalois 205; (bescheiden und gewissen) Konr. v. Würzburg Alexius 93; (diemüetic und gewiʒʒen) Ottokar österr. reimchron. 12437; (hofsch und gewiʒen) s. Grimm altdeutsche wälder 3, 235; minneclich und wol gestalt, gar gewiʒʒen unde schœne, so ist mîn trût, mîn künigîn. Konrad v. Landeck (9, 20) bei Bartsch Schweiz. minnes. 222. 1@bb) von hier aus entwickeln sich einzelne attributive verbindungen, die jedoch nur in wenig fällen zu festen formeln verwachsen, vgl.: Jacob unde sine sun gewiʒʒen bidirbe unde vrum die chomen in einer diche. Milstäter genesis 102, 28 Diemer; fumve iunchfroven guote, kiusche, gewiʒʒen und biderbe. Wernher Maria (fundgr. 2, 174, 14); daʒ wolt er gerne wiʒʒen. sô sprach der riter gewiʒʒen: daʒ sol ich iu sagen ... Heinr. v. d. Türlin krone 17568; ebenso (degen vil gewissen) Lohengrin 5300; (helde gar gewiʒʒen) Heinr. v. Freiberg Tristan 5946; gegen: eʒ stuont als ein gewiʒʒen man, der wol bedenken kan wie man dem wirte danken sol, der gemachlîche unde wol herbergete sînen gast. Konr. v. Fussesbrunnen kindheit Jesu 1477; ebenso Heinr. v. d. Türlin krone 19582; Reinmar der alte minnes. frühl. 170, 33; Konr. v. Haslau d. jüngling s. zeitschr. f. d. alt. 8, 586; ditz buoch ist gewiʒenen luten und wisen luten guot vor zelesenne, wan die kunnen eʒ versten und verkernt eʒ niht. unverstandenen luten und unwisen luten ist eʒ niht so gut, wan si verstent sich niht des an dem buoche stet. Schwabensp. lehnr. § 159 Laszberg; ob, wie Fischer schwäb. wb. 3, 634 annimmt, auch einzelne belege für gewisser bote hieher gehören, ist durch die bedeutung doch in frage gestellt, eher kann mit fehlern der schreibung gerechnet werden. vgl. sp. 6169. als unpersönliche verbindungen vgl.: und hüet sich aller bôsheit ungewiʒʒen ist im vil leit: mit gewiʒʒener ahte ist er in lobes trahte daʒ er iht des getuo dâ diu werlt haʒ habe zuo. die warnung 405 zeitschr. f. d. alt. 1, 450; jâ ist drîer slahte unreht; einʒ daʒ man ân sîn wiʒʒen tuot, daʒ ander mit gewiʒʒem muot, daʒ dritte daʒ man wert niht. Thomasin wälscher gast 13432; ebenso 9290 (var. gelerten); 1@cc) gelöst von solchen verbindungen ist das particip vereinzelt als apposition belegt: ir behaltet dise hochzit, beidiu man unde wip mit der selben ewe so ich iuch hiute lere, unde so iuch vragen iuriu chint 'waʒ meinen disiu dinch?' ir tuot si gewiʒʒen disses lambes eʒʒen. Milstäter exodus 154, 25 Diemer. 1@dd) ergiebiger ist die substantivierung, die, schon früh für die umfassende bedeutung des particips belegt, in einzelnen stilformen später der bedeutungsverengerung unterliegt. 1@d@aα) die septem liberales artes: daʒ eine ist der gewiʒʒen unte in den povchen der ander dar engegene der die warheit unte die lovge[ne] enzwischen den peiden mit gevovge chan pescheiden der dritte der mit chunste ein sanc wol chan gerihten. priester Arnold siebenzahl bei Diemer ged. 347, 11; diu edele und diu schœne, diu gewiʒʒen, diu unhœne, diu süeʒe, diu guote. Hartmann Iwein 7298 Lachmann; indesz, je aufmerksamer ich vergleiche und erwäge, je wahrscheinlicher wird es mir, dasz derjenige ein gewissener hiesz, der wuszte, was er andern in den mannigfaltigen verhältnissen des lebens schuldig ist, was recht und billig ist, oder sich ziemt. Benecke Wigalois s. 605. 1@d@bβ) der vorspreche der sal nimandes wort sprechen. wenne der recht hat. unde sagen im sine gewissen das her unrecht hat. her sal sin wort nicht sprechen. Kulmisches recht 5, 61 Leman; dorumme so sal nimant orteil vinden, is en sagen im denne sine gewissen das is recht sei. 5, 66; ebenso 5, 24. 53; wa gewissen vor dem rechten oder in sprüchen sagent, da ist des gerichts recht anders nicht, dann ain schlechter pan, si schwern oder nicht. weisth. v. Vilanders s. österr. weisth. 5, 253 (15. jahrh.); ebenso weisth. v. Wangen ebenda 5, 204; und ob volg und frag prächt, daʒ er ain gezeug weer oder ain gewiʒʒen, deʒ wolten si nicht entün, eʒ schaff dan mein herr oder seiner gewaltiger hauptman. weisth. v. Passeier s. österr. weisth. 5, 94; und desselben jars am freitag vor Jacobi hieng man den Michel Haider zu Bamberg an einen strank, wann er was ein gewissner, er was der von Nürmberg veint, wann sie musten in verderben, und am andern tag nam man in vom galgen. Nürnberger jahrbücher des 15. jahrh. s. dtsch. städtechron. 10, 295; Areopagus der ort da man halsgerichte helt. item, das westphälische gericht. (areopagitas Vuestphali vocant, die gewissen). Faber 77a; er ist gewissen. disz hat man geret von denen die in dʒ gericht gschworen haben, nichts da von zuo vermelden, dann also hat man sie genennet, die gewissenen, dʒ ist, die ain wissenschafft dises gerichts haben, und seind doch verschwigen ... wa die gewissend seind zuosamenkommen. Agricola sprichw. (no. 57) 1 (1529), 26a; vgl. auch Tappius adagia (1545) 54a; die gewissen, die geschwornen und gestrengen blutrichter, areopagita, ae. Henisch 1603; gewissener oder gewisser wisser, bei den ehmahligen vehmgerichten, gewisse leute, so das was sie gewisz wusten, anbrachten. des freien-gerichts wissende, delatores fide digni. Frisch 2, 454b; vgl. Westenrieder 7, 236; vgl. auch: um die gerügte person zu 'übersagen' genügte die eidliche erklärung von sieben anwesenden, dass sie ihnen als schädlicher mann 'kund und gewissen' sei (daher die gewiʒʒen, gewiʒʒende). R. Schroeder deutsche rechtsgesch.5 797. 22) in der passiven bedeutung gehört das particip fast ganz der verbalflexion an, die auch die formelhaften verwendungen umfaszt; den spärlichen attributiven verbindungen erwächst keinerlei bedeutungswandel. 2@aa) die ... duruh scurt sint kewiʒʒan (qui ... per tunsuram noscuntur). Benediktinerregel 1. Hattemer 1, 34; ir anegenge, ir endes zil diu sint uns gewiʒʒen wol: jâmer ist ir beider zol. Lamprecht v. Regensburg Franciscus 27; vgl. auch Hartmann Iwein 5486 u. 5489; hiet si hin durch gepiʒʒen, so were ir wol gewiʒʒen daʒ da waʒ ein suʒʒer kern. Melker handschr. (35, 18) Leitzmann s. 47a; ebenso jüngere Judith s. Diemer ged. 165, 8; kaiserchron. 13220; anegenge 17, 36 Hahn; 18, 26; Nibelungen 1399, 1; ebenso 1367, 4; Ottokar 12261; gesta Romanorum 100 Keller; 'nu sag uns, von Bernevil edel ritter guot, wie dir sî gewiʒʒenumb der küniginne muot.' Nibelungen 1667, 4; und vraget er einen sinen man, waʒ im dar umb gewiʒʒen si, und seit er bi sinen hulden, daʒ im niht dar umb gewiʒʒen si, so sol man in furbaʒ niht vragen. Schwabensp. lehnr. § 115 Laszberg; wie verre aber der purchfrid get und wa er wende, das ist dem lande und den leuten wol gewissen. was vreinusse auch daʒ dorf ... hab, das ist auch wol gewissen. urk. v. 1289 (spätere copie) s. österr. weisth. 6, 525; ebenso Münchener handschr. des 15. jahrh. bei Schmeller 22, 1035; so duncht mich auch, sam gwissen ist, die frawen sind nicht ane list. Heinr. Wittenweiler ring 19d, 39 Bechstein s. 82; und wer der were der dawider ræte oder tete haimlich oder offenlich daʒ gewiʒʒent were. Augsburger statut (1363) s. dtsch. städtechron. 4, 158; waʒ aber mit des manslek guet geschaft sei. ob die manslek chunt und gewiʒʒen ist. und er ir nicht gelangen mag. Heimburger handfeste (13. jahrh.) § 3 bei Senkenberg visiones diversae (1765) 270; und sind auch gezeuch diser sache die erbern leut die hernach geschriben sint ... und ander frumer leut genuech, den di sach chund und gewiʒʒen ist. urk. v. 1320 s. font. rer. Austr. II, 21 s. 150; das dem also sei, so dingte er sich des an den erberen Hannsen Graser .., der von ratswegen darzu gegeben worden were, das er der eltsten manne vier dorumb verhoren solt; die derselb Graser verhort het, den kunt und gewissen dorumb wer. E. Tucher baumeisterbuch v. Nürnberg 309; die sagten alle fünfzehen ainhelliklichen, daʒ in daʒ also wars chunt und gewissen wêr, daʒ daʒ mit alten rechten und gewanhaiten her komen wêr. weisth. v. Tries (1411) s. österr. weisth. 2, 293; und were eʒ aber dannoch so kuntlich und so gewissen und so offembar, daʒ er schuldic wer an dem totschlage. Nürnberger polizeiordn. 32 Baader. 2@bb) die attributiven verbindungen beschränken sich auf einige wenige formeln, die zumeist aus Notker belegt sind: omne quod scitur ... alliu ding kewiʒeniu. Notker Boeth. (3, 244a Hattemer); eventus praescitae rei ... daʒ fore gewiʒʒen ding. (3, 223b); ter sîne frêhte nîeht neahtôt after liumende. nube after gewiʒenero wârheite. (3, 115b; veritate conscientiae); impugnatio agnitate veritatis, gewiʒʒener warheit widerstreit. Münchener handschr. des 14. jahrh. s. Schmeller 22, 1035; machete er ime das selbe lant von des rOemschen kaisers hant ze lehen: eʒ was sin aigen niht, als diu gewiʒʒen warhait giht. Rud. v. Ems Willehalm v. Orlens 15396 Junk.
11650 Zeichen · 272 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gewissenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    ge-wissen swv. BMZ part. gewisset, gewist ( Jer. ): gewis machen Trist. Myst. dâ von er dicke schaden gewisset Jüngl. 10…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewissen

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    Das Gewissen , des -s, plur. inus. außer in Einem Falle die Gewissen, von dem Zeitworte wissen. 1. Überhaupt, das Bewußt…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gewissen

    Goethe-Wörterbuch

    Gewissen -ß- vereinzelt (eigenh) beim jg G A das (individuelle) sittl Bewußtsein, Empfinden 1 das Tun begleitend od zuvo…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gewissen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gewissen (lat. conscientia , Bewußtsein), das von Gott in jedes Menschenherz geschriebene Gesetz (Röm. 2, 12 bis 17), wo…

  5. modern
    Dialekt
    Gewissen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Gewisse n [Kwesə Dü. Betschd. ; Kəwesə Str. K. Z. Han. Lützelstn. Dehli. ] n. Gewissen. I ch gät m i r e G. drus mache n…

  6. Sprichwörter
    Gewissen

    Wander (Sprichwörter)

    Gewissen 1. Ae gut Gewissen schläft ruhig ufen Kissen. ( Waldeck. ) – Curtze, 363, 585. 2. An Gewêten üs an Schlaghterhü…

  7. Spezial
    Gewissenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    Gewissen , n совесть , ж

Verweisungsnetz

125 Knoten, 159 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 18 Hub 1 Kompositum 95 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewissen

191 Bildungen · 180 Erstglied · 9 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gewissen

ge- + wissen

gewissen leitet sich vom Lemma wissen ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gewissen 2 Komponenten

gewis+sen

gewissen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gewissen‑ als Erstglied (30 von 180)

Gewissen (Adj.)

Wander

Gewissen (Adj.) Gewissen (Adj.). Er ist gewissen. – Agricola I, 57. Von denen, die für ein Femgericht vereidet, später in irgendein Geheimni…

gewissener

DWB

gewiss·ener

gewissener , m. , mit zwei bedeutungsrichtungen, die auf getrennte ausgangspunkte zurückführen. 1 1) bei gewissend war eben auf die particip…

gewissenhaft

DWB

gewissen·haft

gewissenhaft , adj. u. adv. , ableitung zu gewissen IV ( s. d. ), die zu beginn des 17. jahrh. zuerst belegt ist, später als gewissenhaftig …

gewissenhaftig

DWB

gewissen·haftig

gewissenhaftig , adjectiv, ( vereinzelt ) adverb, ist früher als das einfache gewissenhaft beobachtet, stirbt aber, ohne grosze verbreitung …

gewissenhaftigkeit

DWB

gewissen·haftigkeit

gewissenhaftigkeit , f. , substantivableitung zum vorhergehenden adjectiv, mit dessen aussterben ihr erster gebrauch zusammenfällt. den erst…

gewissenheit

DWB

gewissen·heit

gewissenheit , f. , substantivbildung zu dem participialen adjectiv gewissen III ( s. sp. 6216 f. ), dessen active bedeutung es hauptsächlic…

gewissenhēit

KöblerMnd

gewissenhēit , F. Vw.: s. gewissenhēt

gewissenhēt

KöblerMnd

gewissenhēt , F. nhd. Gewissheit, Sicherheit, Festigkeit E.: s. ge, wissenhēt, hēt (1) L.: MndHwb 1/2, 108 (gewissenhê[i]t)

gewissenlich

DWB

gewiss·enlich

gewissenlich , gewissentlich , adj. und adv. 1 1) verstärkte form zu wissenlich, ( vgl. wiʒʒen, wiʒʒentlich Lexer 3, 962 ): von diu solt uns…

gewissenliebend

DWB

gewissenliebend , participiale zusammensetzung: zeige mir der herr Lilienfeld, was für fug ein redlicher und gewissen-liebender politicus ha…

gewissenlos

DWB

gewissen·los

gewissenlos , adj. und adv. 1 1) zuerst im ackermann aus Böhmen belegt und dann wieder bei Eberlin v. Günzburg beobachtet, wird es doch erst…

gewissenlosigkeit

DWB

gewissen·losigkeit

gewissenlosigkeit , f. , substantivbildung zum vorhergehenden, wie dieses einigemal auch mit dem compositions - s belegt: gewissenslosigkeit…

gewissenpressur

DWB

gewissen·pressur

gewissenpressur , f. : ... dasz wir unser glaubensverwandte aus den unziemlichen drangsalen und gewissenspressuren der papisten mit göttlich…

gewissenrührlich

DWB

gewissen·ruehrlich

gewissenrührlich , adjektiv zu der oben sp. 6283 aus älteren denkmälern belegten wortverbindung ( vgl. auch die form mit dem compositions s.…

gewissensängstig

DWB

gewissen·s·aengstig

gewissensängstig , adjectivableitung zum vorigen, nur in adverbialer stellung belegt: weil diese ... eine verschleierung der unterlassungssü…

gewissensanfechtung

DWB

gewissen·s·anfechtung

gewissensanfechtung f. , vgl.: richtet er sich in solcher seiner gewissens - anfechtung und gemüts-verwirrung ohnversehens im bett auf und s…

gewissensangst

DWB

gewissen·s·angst

gewissensangst , f. in der zusammensetzung früher bezeugt als in der loseren form der wortverbindung, vgl. den buchtitel: gewissensangst ein…

gewissensanlage

DWB

gewissen·s·anlage

gewissensanlage , f.; die einen (z. b. Alexander von Hales, der hl. Thomas) verstehen unter synteresis die von natur im menschen vorhandene …

gewissensarm

DWB

gewissen·s·arm

gewissensarm , adj. : gewissensarm. male sibi conscius Stieler 55 ( unter arm ).

Gewissensaufregung

GWB

gewissen·s·aufregung

Gewissensaufregung Sensibilisierung für eine best Pflicht, eine wahrzunehmende Verantwortung 41 1 ,110,24 DtSprache Rüdiger Welter R.W.

gewissensband

DWB

gewissen·s·band

gewissensband , n. 1 1) gott, der du der menschen hertz und sinn, allein trägst in der hand, du hast in uns gemacht von anbegin ein stark ge…

gewissensbedenken

DWB

gewissen·s·bedenken

gewissensbedenken , n. , neuere zusammensetzung, die sich in ihren verwendungen mit solchen des viel früher und häufiger belegten gewissenss…

gewissen als Zweitglied (9 von 9)

Advocatengewissen

Wander

advocat·en·gewissen

Advocatengewissen Durch ein Advocatengewissen kann man mit einem Fuder Heu fahren. ( Westf. ) Frz. : Tout avocat beau diseur ressemble a bes…

Mönchsgewissen

Wander

moench·s·gewissen

Mönchsgewissen Mönchsgewissen und Eselsrücken tragen alles, was man ihnen aufladet. (S. Ding 280.)

Pfaffengewissen

Wander

pfaffen·gewissen

Pfaffengewissen Pfaffengewissen hat den Teufel beschissen. »Ein Räuber wollte auf der Strasse einen Geistlichen berauben, der aber sehr bewe…

Teufelsgewissen

DRW

teufels·gewissen

Teufelsgewissen, n. Gewissenlosigkeit weiter sagt Baldus, daß in eynes richters gemüte zweyerley saltz sein solle: eyns der weißheyte, als d…

vergewissen

DWB

verge·wissen

vergewissen , verb. sicher machen, ein einfaches gewissen nicht nhd., wol aber mhd. nachgewiesen, beide zum adj. gewiss. im nd. findet sich …

vörgewissen

KöblerMnd

vörgewissen , sw. V. nhd. sicherstellen Hw.: s. vörwissen E.: s. vörwissen W.: s. nhd. (ält.) vergewissen, sw. V., sicher machen, DW 25, 429…

Wolfsgewissen

Wander

wolfs·gewissen

Wolfsgewissen Er hat ein Wolfsgewissen. Holl. : Hij heeft eene wolfs-conscientie. ( Harrebomée, II, 477 b . )

Ableitungen von gewissen (2 von 2)

ungewissen

DWB

ungewissen , part.-adj. adv. , gth. v. gewissen III. ahd. mhd. ungewiʒʒen. mnl. nl. ongeweten. Schmeller 2, 1035 . Unger-Khull 610 b . vgl. …

vergewissen

DWB

vergewissen , verb. sicher machen, ein einfaches gewissen nicht nhd., wol aber mhd. nachgewiesen, beide zum adj. gewiss. im nd. findet sich …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gewissen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gewissen/dwb?formid=G14743
MLA
Cotta, Marcel. „gewissen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gewissen/dwb?formid=G14743. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gewissen". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gewissen/dwb?formid=G14743.
BibTeX
@misc{lautwandel_gewissen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gewissen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/gewissen/dwb?formid=G14743},
  urldate      = {2026-05-20},
}