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Geburt

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
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22 in 22 Wb.
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Geburt

Bd. 3, Sp. 29
Geburt, ist der Akt der Lostrennung des Gezeugten vom mütterlichen Organismus, besonders bei dem Menschen. Eine nach einer regelmäßigen Schwangerschaft von 10 Mondsmonaten oder 40 Wochen eintretende G. durchläuft 5 Perioden: In der ersten bereitet sich der ganze mütterliche Organismus vor, der Muttermund des Uterus verstreicht sich, wird papierdünn, die Scheide sondert Schleim ab, eine gewisse Bangigkeit bemächtigt sich der Mutter, kleine zuckende Wehen erscheinen. In der 2. Periode kommen stärkere Wehen, welche die Eihäute bis zum Platzen anspannen, die Blase stellt sich zur G., heißt der techn. Ausdruck. In der 3. Periode platzt die Blase, die Wehen werden immer heftiger u. treiben den Kopf des Kindes so weit herab, daß der Muttermund denselben nur noch in seiner Peripherie umfaßt — der Kopf steht in der Krönung. — In der 4. Periode endlich wird das Kind unter den heftigsten Schüttelwehen geboren. In der 5. Periode wird die Nach-G. ausgetrieben. Man unterscheidet zwischen regelmäßiger u. regelwidriger G. Bei ersterer muß vor allem die Lage des Kindes eine regelmäßige sein, d.h. die Längenachse des Kindes muß mit der des mütterl. Beckens zusammenfallen, sodann muß die Größe des Kindes zu den Räumlichkeiten des Beckens in der Wehenthätigkeit des Uterus wie zum Kräftezustand der Mutter in einem Verhältniß stehen, daß die G. des Kindes ohne Hilfe möglich ist. Bezüglich der Lage des Kindes unterscheidet man: Kopf-G.en, der gewöhnlichere Fall, und Fuß- od. Steiß-G.en; bei ersteren kommt der Kopf des Kindes zuerst zur G., bei letzteren die Füße od. der Steiß. Außerdem unterscheidet man je nach der relativen Lage der Theile des Kindes zu denen der Mutter 1. Lage: der Rücken des Kindes ist im mütterl. Becken nach vorne und links, die Brust nach hinten und rechts gekehrt; sie ist die häufigste; 2. Lage: der Rücken ist im Becken nach hinten u. links, das Gesicht nach vorne und rechts gekehrt; 3. Lage: das Kind ist im Becken mit dem Gesicht und der Brust nach vornen und links, mit dem Rücken nach hinten und rechts gekehrt: 4. Lage: Gesicht nach hinten und links, Rücken nach vornen und rechts. Von den Kopf-G.en hat man den Fall noch besonders aufgefaßt, wo nicht, wie es gewöhnlich ist, das Hinterhaupt, sondern das Gesicht sich zur G. stellt. Diese Art G.en ist an sich nicht unregelmäßig, doch geht dieselbe immer schwerer vor sich u. bedarf nicht selten Hilfe. Stellt sich irgend ein anderer Theil als der Kopf oder die Füße und der Steiß zur G., so ist die G. eine regelwidrige. Die gewöhnl. Mittel eine G., abgesehen von innerlich gereichten Mitteln, zu beendigen, bestehen in folgendem: die Anwendung der G.szange oder des Hebels u. die Wendung des Kindes. Die Zerstücklung des Kindes, der Kaiserschnitt, der Schambogenschnitt und die künstliche Früh-G. gehören zu den seltenen Operationen. Um nach der G. des Kindes die etwa angewachsene Nach-G. zu entfernen, gehört noch zu den häufigen Operationen die Lösung der Nach-G. Unter den die G. befördernden innerlichen Mitteln stehen die krampfstillenden, insbesondere das Opium, oben an; rein wehentreibend das Mutterkorn (Secale cornutum). — Man unterscheidet auch noch zwischen gewöhnlichen G.en, Früh- und Spät-G.en. Ist das Kind lebensfähig — von der 28.—40. Woche der Schwangerschaft — und wird vor der 40. Woche geboren, so ist dieses eine Früh-G., nach der 40. Woche von der 40.—44. Woche, eine Spät-G. Das röm. Recht erklärt Früh-G.en von 6 Monaten oder 182 Tagen, und Spät-G.en innerhalb des 10. Sonnenmonats, der Code Napoléon erklärt Früh-G.en von 180 Tagen und Spät-G.en von 300 Tagen noch für rechtmäßig.
3603 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    geburtstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    geburt (-ürte oder -urt. Gr. 1, 676 ) stf. 1. das geboren werder besonders abstammung aus vornehmem geschlechte. daʒ er …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    geburtN., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    geburt , N., F. Vw.: s. gebōrt

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebūrt

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Gebūrt , plur. die -en, von dem Zeitworte gebären. 1. Der Zustand, da eine Person oder ein Thier weiblichen Geschlec…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geburt

    Goethe-Wörterbuch

    Geburt in Jugendschr vereinzelt -buhrt 1 das Gebären, Hervorbringen a der Geburtsvorgang, die Niederkunft, einmal ‘Schme…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geburt

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Geburt , ist der Akt der Lostrennung des Gezeugten vom mütterlichen Organismus, besonders bei dem Menschen. Eine nach ei…

  6. modern
    Dialekt
    Geburt

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Geburt Band 3, Spalte 3,813f.

  7. Sprichwörter
    Geburt

    Wander (Sprichwörter)

    Geburt 1. Bei jeder Geburt wird eine Leiche angesagt. – Simrock, 3121; Körte, 1816; Reinsberg II, 153; Braun, I, 649; Sa…

  8. Spezial
    Geburt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|burt f. (-,-en) 1 nasciüda (-des) f. 2 ‹med› (Entbindung) pert (-rc) m. , partorí m. , sté de pert m. 3 ‹fig› (Erzeug…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geburt

205 Bildungen · 164 Erstglied · 37 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von geburt

ge- + burt

geburt leitet sich vom Lemma burt ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von geburt 2 Komponenten

geb+urt

geburt setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geburt‑ als Erstglied (30 von 164)

Geburt(s)baum

Idiotikon

Geburt(s)baum Band 4, Spalte 1244 Geburt(s)baum 4,1244

Geburt(s)brief

Idiotikon

Geburt(s)brief Band 5, Spalte 473 Geburt(s)brief 5,473

Geburt(s)linnen

Idiotikon

Geburt(s)linnen Band 3, Spalte 1285 Geburt(s)linnen 3,1285

Geburt(s)stund

Idiotikon

Geburt(s)stund Band 11, Spalte 1071 Geburt(s)stund 11,1071

geburtbein

DWB

geburt·bein

geburtbein , n. os pubis, das geburt oder gemächt beine genennet. Uffenbach 1, 134 ; die ander maus ( der hüfte ) entspringt an dem geburtbe…

geburtec

Lexer

ge-burtec adj. BMZ zu folgern aus

Geburtenbuch

DERW

geburt·en·buch

Geburtenbuch, N., ›über die Geburten geführtes Personenstandsbuch‹, s. Geburt, Buch, vgl. Geburtsbuch Badisches Land- recht 1809, Allgemeine…

geburtesbrief

KöblerMhd

geburt·es·brief

geburtesbrief , st. M. nhd. „Geburtsbrief“, Taufschein Q.: DRW, StRFreiberg (um 1300), WeistGr W.: nhd. (ält.) Geburtsbrief, M., „Geburtsbri…

geburtheld

DWB

geburt·held

geburtheld , m. der held des geburtstages, geburtstagskind. als Viktor anlandete in der pfarre, hört' er den geburthelden des tages, den pfa…

geburtic

MWB

gebur·tic

geburtic Adj. ‘wohlgeboren’ daz daz also sej, han ich geben disen briue virsigilten mit meim insigel mit geburtig gezewgen UrkCorp (WMU) 254…

geburticlich

MWB

geburt·iclich

geburticlich Adj. ‘geburtlich, die Geburt betreffend’ daz Tristan daz kint wære / von der gebürteclîchen nôt / in sîner tôten muoter tôt Tr …

geburtjahr

DWB

geburt·jahr

geburtjahr , n. jahr der geburt, bei Rist öfter; vergl. geburtsjahr, geburtlied.

geburtlich

Lexer

geburt·lich

ge-burt-lich adj. ib. geb. tac geburtstag Tund. Flore 2250. Silv. 3103. Troj. 5473. an unser frowen gotes muoter geburtelîchem tag Don. 1295…

geburtlichheit

KöblerMhd

geburtlich·heit

geburtlichheit , st. F. nhd. Abstammung ÜG.: lat. generatio EvAlem Hw.: vgl. mnl. geboortelijcheit Q.: EvAlem (Mitte 14. Jh.) I.: Lüt. lat. …

geburtlicho

AWB

geburtlicho Gl 2,43,29 s. gi- bûrlîh.

geburtlied

DWB

geburt·lied

geburtlied , n. lied auf einen geburtstag: hochzeit- und geburtlieder, glückwünschungen nach ausgestandener krankheit. Opitz poet. 26 . dies…

geburtlîcheit

MWB

geburtlîcheit stF. ‘Abstammung’ generatio: gebuͥrtlicheit EvAlem 46(Mt 1,1) MWB 2 198,1; Bearbeiterin: Herbers

geburtlīcheit

KöblerMhd

geburtlīcheit , st. F. Vw.: s. geburtlichheit*

geburtname

DWB

geburt·name

geburtname , f. vorname, der bei der geburt beigelegt wird: geburt- und familien-name. Garve anm. zu Cic. de off. 2, 206 ; vgl. geburtsname …

geburtregister

DWB

geburt·register

geburtregister , n. geschlechtsregister ( s. geburt 4, a ): die selben suchten ire geburtregister und fanden keine. Luther Esra 2, 62 , auch…

Geburtrëchner

Idiotikon

Geburtrëchner Band 6, Spalte 127 Geburtrëchner 6,127

Geburtshaus

SHW

Geburts-haus Band 2, Spalte 1149-1150

Geburtsort

SHW

Geburts-ort Band 2, Spalte 1149-1150

geburt als Zweitglied (30 von 37)

Missgeburt

RDWB1

Missgeburt f уродец (ребёнок или детёныш животного, родившийся с заметными физическими отклонениями) eine ~ der Hölle idiom. - исчадие ада и…

anegeburt

KöblerMhd

ane·geburt

anegeburt , st. F. nhd. „Angeburt“, Abstammung Hw.: vgl. mnd. anegebōrt* Q.: MinnerI (um 1340) (FB angeburt) E.: s. ane, geburt W.: nhd. Ang…

angeburt

DWB

ange·burt

angeburt , f. natura, indoles, ahd. anapurt natura ( Graff 3, 161 ): toub und stumm, nit von natur oder angeburt. Keisersb. post. 3, 73 . vg…

ausgeburt

DWB

aus·geburt

ausgeburt , fetus, gern in üblem sinn: die laune, deren ausgeburt das werk selbst ist, hat ihm auch den namen geschöpft. Wieland 4, ix; o du…

erstgeburt

DWB

erst·geburt

erstgeburt , f. primogenitura: aber Jacob sprach, verkeufe mir heute deine erstgeburt. Esau antwortet, sihe ich musz doch sterben, was sol m…

frühgeburt

DWB

frueh·geburt

frühgeburt , f. eine zu früh d. h. vor der gehörigen zeit eintretende oder eingetretene geburt, abortus. aber auch ein zu früh gebornes kind…

halbgeburt

DWB

halb·geburt

halbgeburt , f. partus unilateralis, vgl. unter halb sp. 188. rechtssprichwort: halbgebuhrt tritt einen grad zuruck. Pistorius thes. paroem.…

hôchgeburt

MWB

hôchgeburt stF. hôchgebürte Nom.Sg. KvWPart 9546. ‘vornehme Abstammung, adliger Stand’ sîn [Alexanders] hôchgeburt [...] hiez in dô nâher si…

hōchgeburt

KöblerMhd

hōch·geburt

hōchgeburt , st. F. nhd. vornehme Geburt, edle Herkunft, vornehme Herkunft, vornehme Abstammung, adeliger Stand, Adel (M.) (1) Q.: RAlex (FB…

kristgeburt

KöblerMhd

krist·geburt

kristgeburt , F. nhd. „Christgeburt“, Geburt Christi E.: s. krist, geburt W.: nhd. DW- L.: WMU (Krist geburt)

Mannsgeburt

DRW

manns·geburt

Mannsgeburt, f. männliche Nachkommenschaft, männlicher Leibeserbe, Mannburt dat wi ... gegeuen hebben ... hoem ende der mansgeboert, die hi …

Misgeburt

Wander

mis·geburt

Misgeburt 1. Ist das eine Misgeburt, sagte Töffel, als er eine Perrüke auf dem Zaunpfahl sah. Holl. : Dat gelijkt wel eene misgeboorte, zei …

Mißgeburt

Pfeifer_etym

miss·geburt

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

nachgeburt

DWB

nach·geburt

nachgeburt , f. der mutterkuchen nebst demjenigen theile des nabelstranges, welcher nach der trennung des kindes am mutterkuchen bleibt, und…

nāterengeburt

KöblerMhd

nāter·en·geburt

nāterengeburt , st. N. nhd. Schlangenbrut Q.: EvA (vor 1350) (FB nāterngeburt) E.: s. nātere, geburt W.: nhd. DW-

ungeburt

DWB

ungeb·urt

ungeburt , f. mhd. ungeburt niedrige herkunft th. 4, 1, 1, 1905 δ . nl. ongeboorte, mnl. ongeboortelijc, -heit, ongeboortich. miszgeburt unp…

vüregeburt

KöblerMhd

vüregeburt , st. F. nhd. Erstgeburt Q.: Hans (um 1400) E.: s. vüre (1), geburt W.: nhd. DW- L.: Lexer 303a (vürgeburt), LexerHW 3, 598 (vürg…

vürgeburt

KöblerMhd

vürgeburt , st. F. Vw.: s. vüregeburt*

widergeburt

KöblerMhd

wider·geburt

widergeburt , st. F. nhd. Wiedergeburt Q.: EvSPaul (1300-1350), EvA, Seuse (widergeburt) E.: s. wider, geburt W.: nhd. Wiedergeburt, F., Wie…

wi(e)dergeburt

DWB

wieder·geburt

wi(e)dergeburt , f. , mnl. wedergeborte, -geboorte, -gebuerte, ndl. wedergeboorte; ' palingenesie, regeneratio, renaissance '. für das ahd. …

wundergeburt

DWB

wunder·geburt

wundergeburt , f. , älter auch als wunderburt, dies auch als n. ( oder m.? ): mit einem wunderpurt Seb. Franck chron. Germ. (1538) 253 ; ein…

zangengeburt

DWB

zangen·geburt

zangengeburt , f. , allg. d. bibl. 90, 420, auch bildl. u. sprichwörtl. von etwas, das unter groszen schwierigkeiten entstanden ist: Wander …

Ableitungen von geburt (4 von 4)

geburtę

AWB

geburtę Gl 4,80,51 s. gi- burti.

Mißgeburt

Pfeifer_etym

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

ungeburt

DWB

ungeburt , f. mhd. ungeburt niedrige herkunft th. 4, 1, 1, 1905 δ . nl. ongeboorte, mnl. ongeboortelijc, -heit, ongeboortich. miszgeburt unp…

urgeburt

DWB

urgeburt Baggesen 4, 194 . —