Garten In Tgb-Notizen auch Kleinschr u abgekürzt ‘Gart.’, einmal (altertümelnd u im Reim) ‘Gart’ GWBB3,32,3,
Pl auch ohne Umlaut, zB GWBB9,267,12
Mehr als 1600 Belege, überwiegend iSv A 1. G-s Beschäftigung mit gartenästhet Fragen fällt in eine Zeit grundlegender (von der engl Moralphilos, Rousseau ua beeinflußter) Umorientierung, der Abkehr vom frz Architekturgarten u der Hinwendung zu dem am Naturvorbild u der Landschaftsmalerei orientierten engl Garten. G begleitet diesen Umbruch prakt gestaltend u krit kommentierend, wobei die eigene Position durchaus Wandlungen unterliegt. Die Beschäftigung mit gartentheoret Themen reicht in die vorweimarische Zeit zurück. Lektürenachweis von Hirschfelds ‘Landleben’ bereits Apr 69 ( GWBB1,209,19
). Berührung mit frühen Adaptionen engl Gartenkunst im Darmstädter Kreis der Empfindsamen 71/72. Erste Ansätze prakt Gestaltung in dem im Apr 76 in Besitz genommenen Garten an der Ilm u im Schloßgarten von Belvedere. Jan 78 (mit Gestaltung der ‘Felsentreppe’) Initiierung der Parkanlagen an der Ilm, weitere Ausgestaltung ab Sommer 78 unter dem Eindruck des Wörlitzer Vorbildes. Vorher bereits (Herbst 77) iron-krit Auseinandersetzung mit dem exaltierten Gartenleben u den künstl Staffagespielereien des sentimentalen Gartengeschmacks in ‘TriumphEmpfindsamk’. Bedeutsamer Wandel der gartenästhet Vorstellungen in Ital. Neben einer insgesamt liberaleren Haltung gegenüb dem Konzept des regelmäßigen Architekturgartens verstärkte Aufmerksamkeit auf botan Phänomene. Zunehmende Distanzierung von der Kleinteiligkeit sentimentaler Gartenanlagen u Hinwendung zum großräumig konzipierten klass Landschaftsgarten in den folgenden Jahren. Resümierende Auseinandersetzung im (gemeinsam mit Schiller entworfenen) Dilettantismus-Schema üb die Gartenkunst ( GWB47,310f
). Unabhängig von ihrer stilist Prägung wird den großen Park- u Gartenanlagen immer wieder das sinnvoll genutzte Land od der ökonom Nutzgarten gegenübergestellt. Die gesamte Gartendiskussion der Zeit spiegelt sich in vielfältiger Weise im dichterischen Werk. Von (figurencharakterisierenden, milieubezeichnenden) Andeutungen bis zum handlungsbestimmenden, tragenden Thema in Wv klingen fast alle Facetten dieser über das rein Ästhetische weit hinausgehenden, den polit, natur- u sozialphilos Bereich mit umfassenden Umbruchsituation an1). A
umfriedetes (od bewußt zur Landschaft geöffnetes), bebautes od ästhet gestaltetes Areal 1
privater Nutz- od Ziergarten, meist am Haus, in od vor der Stadt; überwiegend bezogen auf G-s eigene Gärten in Weim, den Garten an der Ilm (später auch ‘unter(st)er, alter G.’ genannt) u den Hausgarten am Frauenplan (‘oberer G.’)2),
daneben Erwähnung zahlreicher Gärten in Jena, Frankf od im jeweiligen Lebensumfeld; auch im Rahmen landschaftl-topogr Beschreibung od als fiktiver Ort der Dichtung a
unter dem Aspekt gärtnerischer Pflege, Nutzung od Gestaltung; im Hinblick auf Blumenschmuck, Früchtereichtum, Wachstum, Gedeihen der Pflanzen; auch als Ziel eigener od professionell gärtnerischer Aktivitäten, mehrf als typisch weibl Domäne; wiederholt in Vbdgn wie ‘einen (den) G. bauen, anlegen, besorgen, versorgen, verschönern’ u mit Attr wie ‘wohlbepflanzt, sauber gehalten, wohl versehen und besorgt’ Wer müht sich wohl im G. dort | Und mustert jedes Beet? | Er pflanzt und gießt und spricht kein Wort | So schön auch alles steht. | Das er gepfropft und oculirt | Mit sichrer kluger Hand, | Das Bäumchen zart ist anspaliert | Nach Ordnung und Verstand GWB4,40 Zu Thaers Jubelfest 1 sie [
die Mutter] .. | Trat in den G., der weit bis an die Mauern des Städtchens | Reichte .. und freute sich jegliches Wachsthums, | Stellte die Stützen zurecht, auf denen beladen die Äste | Ruhten des Apfelbaums, wie des Birnbaums lastende Zweige, | Nahm gleich einige Raupen vom kräftig strotzenden Kohl weg GWBHermDor IV 10 Eine Schwester besorget den G., der schwerlich zur Wildniß, | Deine Wohnung romantisch und feucht zu umgeben, verdammt ist, | Sondern in zierliche Beete getheilt, als Vorhof der Küche, | Nützliche Kräuter ernährt und jugend-beglückende Früchte GWB1,303 Vs 146 Epist II Kunstgärtner Motz im G., den uralten ungarischen Weinstock nach Kechtischer Methode [
vgl A 3] zurecht zu schneiden GWBTgb 10.11.31 GWB23,42,19 Lj VII 5 GWBB5,132,9 ChStein 1.6.81 GWBB42,281,10 UPogwisch 27.7.27 GWBB48,308,3 Attestat 23.1.31 K
uö speziell im Hinblick auf die Anlage, die stilist-ästhet Gestaltung, versch baul Maßnahmen, Anordnung der Gebäude uä; mBez auf die Ausgestaltung des eigenen Gartens mit Elementen empfindsamer Gartenkunst (vgl A 2 a β) od in ironisierendem Bezug auf den Stilwandel von der bürgerl-barocken zur modernen (empfindsamen od klassizist) Gartenmode in meinem G. .. ich .. zeichne Rasenbäncke die ich will anlegen lassen, damit Ruhe über meine Seele komme, und ich wieder von vorne mög anfangen zu tragen und zu leiden GWBB3,65,24 Gfin Stolbg 18.5. [76] fing ich an dem G. das Pachtkleid auszuziehen. Die Verändrungen die ich nach und nach drinn gemacht habe liesen mich über die Verändrung meiner Sinnes art nachdencken GWBTgb 4.3.80 [
mBez auf Kotzebues Garten in Jena] Laßt mir den Phäaker schlafen! | Jenen alten, jenen fernen; | Freunde! kommt in meinen G., | Den gefühlten, den modernen GWB5
1,164 Des neuenAlcinous 1.Teil 3 [
der Apotheker:] So war mein G. auch in der ganzen Gegend berühmt, und | Jeder Reisende stand und sah durch die rothen Stacketen | Nach den Bettlern von Stein, und nach den farbigen Zwergen. | .. wer sähe das jetzt nur noch an! .. alles soll anders sein und geschmackvoll, | .. Alles ist einfach und glatt GWBHermDor III 87 GWBTgb 7.11.76 GWBB13,170,14 Meyer 8.6.98
uö in bildl u gleichnishaften Bezügen Ich grub’s [
das Blümchen] mit allen | Den Würzlein aus, | Zum G. trug ich’s [Und trugs zum G.
Var < Und pflückts im G.] | Am hübschen Haus. | Und pflanzt’ es wieder GWB1,25 Gefunden 15 Gott segne mir den Mann | In seinem G. dort! Wie zeitig fängt er an | Ein lockres Beet dem Samen zu bereiten! | .. da geht er ohne Säumen, | Die Seele voll von Ernteträumen, | Und sä’t und hofft GWB5
1,35 Ein zärtlich jugendlicher Kummer 21 Gib das tagwerck meiner Hände | Gutes Glück das ichs vollende | Sei ein Bild der G. hier | Pflanzt ich ahndungsvolle Träume | Jetzt noch Stangen diese Bäume | Geben einst noch Schatten mir GWB1,395 Schaff’ das Tagwerk Var GWB18,178,18 Unterhaltungen GWBB1,260,11 Salzmann [19.6.71? Korr DjG
32,21] GWB53,23 Baue, Jüngling, den Garten 1 GWBN11,249,14 MeteoreLiterarHimm GWBB6,295,7 ChStein 9.6.84
uö idWdg ‘etw wächst jdm in G.’: iSv etw widerfährt jdm unwillkürlich, jd macht die Erfahrung [
Gottfr zu Weisl:] Euch glaub ich kommt’s schon seltner dass ihr euch selbst oder eure Gäste bedient; uns armen Rittersleuten, wächst’s offt in G. GWB39,28,13 Götz
1 I b
als botan od allg natwiss Beobachtungs- od Versuchsfeld Bey meiner Nachhausekunft [
aus Ital] gleich wieder in selbigem Sinne [
des Metamorphosegedankens] die bekannten Pflanzen betrachtet. Wo ich nun in meinem G. fand was ich in der weiten Welt gesucht hatte GWBN13,43,8 BotanStudien Plp Dich verwirret, Geliebte, die tausendfältige Mischung | Dieses Blumengewühls über dem G. umher; | Viele Namen hörest du an, und immer verdränget | Mit barbarischem Klang einer den andern im Ohr. | Alle Gestalten sind ähnlich, und keine gleichet der andern; | Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz GWB3,85 MetamPfl Eleg 2 als ich zu später Abendzeit .. mit einem Freunde im G. auf- und abging, bemerkten wir sehr deutlich an den Blumen des orientalischen Mohns .. etwas Flammenähnliches .. ein physiologisches Farbenphänomen GWBN1,23,24 FlD 54 GWBB48,251,27 EHFMeyer 21.6.31
uö c
als Erlebnisraum, Stimmungsträger, Zufluchtsort, topischer Ort der Lyrik α
als kindl-jugendl Erlebnisraum, Sehnsuchtsort, ‘Paradies’ eine sehr angenehme Aussicht [
von der Hinterseite des Elternhauses in Frankf] über eine beinah unabsehbare Fläche von Nachbarsgärten .. große Gärten .. wir aber [
sahen] uns durch eine ziemlich hohe Mauer unseres Hofes von diesen so nah gelegenen Paradiesen ausgeschlossen GWB26,15,21 DuW 1 Da ich .. die Nachbarn in ihren Gärten wandeln und ihre Blumen besorgen, die Kinder spielen, die Gesellschaften sich ergetzen sah .. so erregte dieß frühzeitig in mir ein Gefühl der Einsamkeit und einer daraus entspringenden Sehnsucht GWB26,16,10 ebd Ich befand mich [
im Geiste] in meines Großvaters G., wo die reich mit Pfirsichen gesegneten Spaliere des Enkels Appetit gar lüstern ansprachen und nur die angedrohte Verweisung aus diesem Paradiese .. solche Begierde .. beschwichtigen konnte GWB33,159,23 Camp GWBB1,6,19 Cornelia 21.6.65 GWB26,55,12 DuW 1 GWB21,33,1 Lj I 7
uö in umfassender Symboldeutung des in seiner Funktion u Nutzung gewandelten großväterl Anwesens GWBB12,245,22 Schiller 16./17.8.97 β
als Ort intensiver Naturnähe, freien Naturerlebens, Stimmungsträger, Stimmungsvermittler Zum erstenmal im G. [
an der Ilm] geschlafen, und nun Erdkülin [
Korr Fränkel2,31] für ewig GWBB3,62,8 ChStein 19.5.[76] [
aus Frankf] Die Frühlingsluft, die so manchmal schon da über die Gärten herweht, arbeitet wieder an meinem Herzen, und ich hoffe es löst sich aus dem Gewürge wieder was ab GWBB2,237,14 Bürger 17.2.75 Die Wittrung von Frühlingslufft hat mich heut früh recht lebendig gemacht, ich bin im G. herumgesprungen, meine Bäume besehen, habe mich der Zeiten erinnert da ich sie pflanzte und wie nun die gewünschten und gehofften Zeiten da sind, wo sie gedeyen, gefühlt. Gebe uns der Himel den Genuss davon, und stäube allen Ackten und Hofstaub um uns weg GWBB4,10,12 ChStein 2.2.79 GWBTgb 26.7.77
uö γ
als Ort geselligen od familiären Lebens, Empfangsort für Gäste u Besucher, Ort festl Veranstaltungen, allg als Schauplatz best Ereignisse, auch als szenischer Ort der Handlung Mit der Stein, Schardt. Wieland und den Grasaffen im g. GWBTgb 25.4.76 [
Frau Bahrdt zu Professor Bahrdt:] So komm denn .. die Gesellschaft im G. | Wird gewiß auf uns mit dem Kaffee warten GWB16,107 ProlOffenbGottes 1 Abends war ein kleiner Ball in dem G. hinter dem Hause, wozu wir auch eingeladen wurden GWB32,40,4 ItR Erschien
d. F. v. Dessau früh mir im G. GWBTgb 3.6.77 Wilhelm eilte sogleich, die Kinder [
nach einem Brand] im G. zu suchen GWB22,216,10 Lj V 13 GWBTgb 13.4.97 GWBB9,112,9 Knebel [8.5.89] GWBHermDor V 184 GWB13
1,350,2 Götz
3 V Regiebem
uö bildl-gleichnishaft GWB4,152 Ich trat in meine Gartenthür 7 δ
als Ort des zurückgezogenen Lebens, der Selbstbesinnung, Ort konzentrierter, schöpferischer Arbeit, Zufluchtsort; auch in Gegenüberstellung zu weltoffenen, urbanen Lebensräumen; mit Attr wie ‘still, heimlich, klösterlich, frei’ ging ich nach meinen G. .. fühlt ich daß ich diese Wohnung des Friedens nicht entbehren könnte GWBB6,53,17 ChStein 8.[9.82] früh im G. auf und ab und nachgedacht was in diesem meinem zu Ende gehenden 31ten Jahr geschehen und nicht geschehen sey. Was ich zu Stande gebracht. Worinn ich zugenommen pp GWBTgb 26.8.80 dabey bleibt es nun einmal: daß ich ohne absolute Einsamkeit nicht das mindeste hervorbringen kann. Die Stille des G-s ist mir auch daher vorzüglich schätzbar GWBB14,146,24 Schiller 7.8.99 Seit dem mein G. mir ist was er soll, Zufluchtsort; so hat er für mich einen unausprechlichen Reitz GWBB5,347,12 Carl Aug 16.6.82 Ich bin in meinen G. am Park gezogen, und lebe da in continentaler, durch die schmächtige Ilm ruhig bewässerter, Wiesen- Wälder- und Buscheinsamkeit .. die Freunde in einer weiten Gegend [
Frankf] .. die bewegtesten und lebendigsten Räume der Welt GWBB46,24,12 Willemer 28.7.29 GWBB45,240,23 Ludw I vBayern [14.4.29] K GWBB42,183,2 HPogwisch 14.5.27 K
uö in personifizierender Sicht Wie freundlich mich Thal und G. empfangen hat, kan ich mit Worten nicht ausdrücken GWBB5,204,24 ChStein 15.10.81
uö ε
als umfriedeter Ort des Liebesglücks (zugl Ort dichterischer Inspiration), Ort der Liebeserwartung od (freizügigen) Liebesbegegnung Da zeigt sie [
die Muse] ihm hinter seinem Haus | Heimlich zur Hinterthür hinaus, | In dem eng umzäunten G., | Ein holdes Mägdlein sitzend warten | Am Bächlein, bei’m Hollunderstrauch GWB16,127 HSachsPoetSdg 145 Doch was im G. | Am reichsten blüht, | Das ist des Liebchens | Lieblich Gemüth. | Da glühen Blicke | Mir immerfort, | Erregend Liedchen, | Erheiternd Wort GWB3,38 Frühling übers Jahr 17 Alles kündet dich an! | Erscheinet die herrliche Sonne, | Folgst du, so hoff’ ich es, bald. | Trittst du im G. hervor, | So bist du die Rose der Rosen, | Lilie der Lilien zugleich GWB1,59 Gegenwart 4 [
Phileros:] Phileros, nur dahin zum bedufteten G.! | Da magst du die Fülle der Liebe dir erwarten GWBPand 71 Im G. war’s, sie kam heran, | Mir ihre Gunst zu zeigen; | Das fühl’ ich noch und denke dran, | Und bleib’ ihr ganz zu eigen GWB4,113 Vs 55 Chin-dt Jahres-uTagesz VII [
Marthe zu Meph:] Da hinter’m Haus in meinem G. | Wollen wir der Herrn heut Abend warten GWBFaust I 3023 GWB2,100 Morgenklagen 54u57 GWBB6,19,19 ChStein 28.7.82 GWBFaust I Regiebem vor 3073 GWB27,144,16 DuW 7
uö in Bezug gesetzt zu den Kantschen Kategorien von ‘Raum’ u ‘Zeit’ Immer war mir das Feld und der Wald, und der Fels und die Gärten | Nur ein Raum, und du machst sie, Geliebte, zum Ort
3) GWB1,348 VierJahresz 22(556)
im Traumgeschehen fiel mir schweer aufs herz ich habe Lotten noch nicht gesehn, eilte .. durch Kammern, Säle, Gärten, Einöden, Wälder GWBB2,54,8 Kestner [Jan 73] GWBB8,99,18 ChStein 20./23.12.86 GWBB50,154,7 An? undat
als Bildmotiv GWBB26,414 Gutachten 26.2.16 [
Beilage zu Br Meyer an Schadow v 5.3.] ζ
im Rahmen übergreifender Bildzusammenhänge, der Liebessymbolik von Pflanzen u Früchten, in umfassender Verjüngungs- od Erneuerungsmetaphorik, in naturphilos od kosmisch-myth Bezügen [
Erwin:] Ihr verblühet, süße Rosen, | Meine Liebe trug euch nicht. | .. Jener Tage denk’ ich traurend, | Als ich, Engel, an dir hing; | Auf das erste Knöspchen laurend, | Früh zu meinem G. ging, | Alle Blüthen, alle Früchte | Noch zu deinen Füßen trug GWB38,90,18 ErwElm
1 Ros’ und Lilie morgenthaulich | Blüht im G. meiner Nähe; | .. Und da duftet’s wie vor Alters, | Da wir noch von Liebe litten, | Und die Saiten meines Psalters | Mit dem Morgenstrahl sich stritten
4) GWB6,20 Div Im Gegenwärtigen Vergangnes 2 Seh’ ich Rosen, seh’ ich Lilien, | Aller Gärten Zier und Ehre, | So Cypressen, Myrten, Veilchen, | Aufgeregt zum Schmuck der Erde; | Und geschmückt ist sie ein Wunder, | .. Uns erquickend, heilend, segnend, | .. Da erblicktest du Suleika | Und gesundetest erkrankend GWB6,151 Div Kenne wohl der Männer Blicke 12 Dieses Baums Blatt, der von Osten | Meinem G. anvertraut, | Gibt geheimen Sinn zu kosten, | Wie’s den Wissenden erbaut. | Ist es Ein lebendig Wesen, | Das sich in sich selbst getrennt? | Sind es zwei, die sich erlesen, | Daß man sie als Eines kennt? GWB6,152 Div Gingo biloba 2 GWB1,268 Alexis u Dora 76
5) GWB1,23 Musensohn 8
uö in dem Hendiadyoin ‘Duft und G.’ für duftenden Garten [
Schenke:] Eule will ich deinetwegen | Kautzen hier auf der Terrasse, | Bis ich erst des Nordgestirnes | Zwillings-Wendung wohl erpasse. | .. [
Dichter:] Zwar in diesem Duft und G. | Tönet Bulbul ganze Nächte; | Doch du könntest lange warten | Bis die Nacht so viel vermöchte. | Denn in dieser Zeit der Flora, | .. Die Strohwitwe, die Aurora, | Ist in Hesperus entbrennet GWB6,221 Div Sommernacht 37 d
als Eigentum, Besitz, gepachtetes od zur Nutzung überlassenes Grundstück; auch in Vbdgn wie ‘einen G. (an- od ver-)kaufen, akquirieren, in Besitz nehmen, besitzen, weggeben, abtreten’; wiederholt im Rahmen amtl Tätigkeit den G. [
an der Ilm] in Besiz genommen GWBTgb 21.4.76 mir hat er [
CarlAug] gegeben, was Große selten gewähren, | Neigung, Muße, Vertraun, Felder und G. und Haus | .. Er war mir August und Mäcen GWB1,315 Vs 176 Ven Epigr 34b Mein Wohnhaus und meine Gärten mögen bis zur Volljährigkeit meiner Enkel von ihnen in Gemeinschaft besessen und unveräußert erhalten werden GWB53,331,17 Testam 6.1.31 [
Wilh:] Die Menschen, die einen großen Werth auf Gärten, Gebäude, Kleider, Schmuck oder irgend ein Besitzthum legen, sind weniger gesellig und gefällig GWB21,158,20 Lj II 4 für den G. an jenem Wohnhause zahlt er [
Döbereiner] 25 rh. Pacht B28 351,7 Voigt 25.12.17 GWBHermDor IV 187 GWB35,72,23 TuJ GWBB31,108,14 Lindenau 31.3.19 K
uö idVbdg ‘einen Stein in des Nachbars G. werfen’, ‘etw in des Nachbars G. stehlen’, zT in bildl Verwendung GWBB12,30,16 Schiller 4.2.97 Gespr(He2,599) Riemer 1808/10 e
als Bildgegenstand (auch Gegenstand eigener Zeichnungen) od empfohlenes Bildmotiv Sie erhalten .. die Ansicht meines Hauses und G-s, obgleich sehr prosaisch und unter der Wirklichkeit gerathen GWBB46,77,7 Adele Schopenhauer 5.9.29 [
sa Gartenansicht] Daß es ihm [
Kaaz] doch auch nur eingefallen wäre einen so unschätzbar classischen Platz, wie Schillers G., wo so treffliche Sachen wie seine Wallensteine .. zu Stande gekommen sind, zu zeichnen GWBB21,19,4 Meyer 1.8.09 GWB49
1,339,9 u 341,2u5 Handzeichngn [
s Corpus IVA Nr 281u283f]
uö f
(Pl) als Teil der (bebauten, kultivierten) Landschaft od eines von Gärten durchsetzten Stadtbildes (sa A 1 c α); neben anderen Landschaftselementen wie ‘Wiese, Feld, Acker, Weinberg, Wald’ od der entsprechenden Stadt- od Gartenarchitektur; mehrf als Teil ‘paradiesischer’, ‘arkadischer’, ‘elysischer’ Landschaften; auch in Bezug gesetzt zur Landschaftsmalerei Und jene Insel zur Linken .. Sie scheint ein kleiner Himmel, ein Elysium .. Alles ist grün, alles gebaut .. Büsche .. Wälder .. Gärten, Weinberge, Äcker und Ländereien GWB18,369,23 ReiseMegapr [
G-s Quartier in Rom] die hintere Seite .. hatte den Vortheil einer allerliebsten Aussicht über den Hausgarten und die Gärten der Nachbarschaft .. Hier sah man nun die verschiedensten Gärten regelmäßig durch Mauern getrennt, in unendlicher Mannichfaltigkeit gehalten und bepflanzt; dieses grünende und blühende Paradies zu verherrlichen trat überall die einfach edle Baukunst hervor GWB32,319,10u13 ItR [
das Pfaffental bei Luxemburg] dessen wenige Flächen, dessen sanft oder steil aufsteigende Höhen zu Gärten angelegt, in Terrassen abgestuft und mit Lusthäusern belebt sind .. Hier findet sich so viel Größe und Anmuth, so viel Ernst mit Lieblichkeit verbunden, daß wohl zu wünschen wäre, Poussin hätte sein herrliches Talent in solchen Räumen bethätigt GWB33,145,16 Camp GWBT2,143,14 v 17.9.97 GWB30,206,28 ItR GWB50,298,2 Pand Szenarium
uö 2
große, repräsentative, ästhet gestaltete (private od öffentl) Park- od Gartenanlage; mit Attr wie ‘herrschaftlich, gräflich, (groß)herzoglich’; häufig in namenhaften Vbdgn ‘Welscher G.’ (in Weim), ‘Apels, Apelischer G.’ (in Lpz), ‘G. Giusti’ (in Verona), ‘G. Boboli’ (in Florenz), ‘G. Borghese’, ‘G. Colonna’, ‘Aldobrandinischer, Farnesischer G.’ (in od bei Rom) ua; daneben häufig als (fiktiver) Ort der Dichtung, Ort od Ziel der Handlung a
im Hinblick auf die Anlage u ästhet Gestaltung α
für den in regelmäßigen Grundformen angelegten, formal-architekton gestalteten Barock- od Renaissancegarten; charakterisiert durch Einzelelemente wie feste Begrenzung (Wall, Graben, Mauer), große Alleen, gerade Wege, Baum- od Heckenwände, Bosketts, beschnittene Bäume, Prunkbeete, Statuenschmuck, Terrassen, Kanäle, Wasserkünste, Fasanerien, Orangerien uä; in unterschiedl Wertung: zunächst (mBez auf die großen Patriziergärten in Lpz) vorbehaltlos bewundernd, in ‘Götz’ u den frühen ästhet Schriften scharf krit gegenüb dem elitär-hermet Repräsentationscharakter des (absolutist) Herrschaftsgartens, später neben der Kritik an manierist Übersteigerungen durchaus Äußerungen mit positiv-affirmativer Tendenz; mit Attr wie ‘prächtig, königlich, anmutig, vortrefflich, steif, gezwungen, künstlich, einsiedlerisch’ Die Gärten [
in Lpz] sind so prächtig als ich in meinem leben etwas gesehen habe ich schicke dir vielleicht einmahl den Prospeckt von der Entree des Apelischen, der ist königlich. Ich glaubte das erste mahl ich käme in die Elysischen Felder
6) GWBB1,30,27 Cornelia 12.12.[65] [
Gottfr:] Vielleicht dass Gott denen grosen die Augen über ihre Glückseeligkeit auftuht. Ich hoffs, denn ihre Verblendung ist so unnatürlich .. Wenn ihr wohl gebautes Geseegnetes Land, ihnen ein Paradies gegen ihre steife gezwungne einsiedlerische Gärten scheint .. Dann wird keiner seine Gränzen zu erweitern suchen GWB39,116,19 Götz
1 III Das Gefühl ist die Harmonie und vice versa .. Auch dieser Zauber ist’s, der aus den Sälen der Großen und aus ihren Gärten flieht, die nur zum Durchstreifen, nur zum Schauplatz der an einander hinwischenden Eitelkeit ausstaffirt und beschnitten sind GWB37,318,4 Falconet Der Anblick des bischöflichen Schlosses [
in Zabern] erregte unsere Bewunderung .. Der Blick in den G. ist herrlich, und ein Canal drei Viertelstunden lang, schnurgerade auf die Mitte des Schlosses gerichtet, gibt einen hohen Begriff von dem Sinn und den Kräften der vorigen Besitzer GWB27,324,10 DuW 10 bey einem .. heitern Morgen auf das Schloss [
in Heidelbg]. Die Anlage des G-s ist einzig reizend, wie die Aussicht heiter und reich. Die Gräben, Terassen, Wälle so hübsch und reinlich angelegt, daß es mit den alten ruinirten Türnen Gebäuden und Epheumauren den gefälligsten Contrast macht GWBB25,47,22 Christiane 1.10.[14] [
Meph:] Dann baut’ ich, grandios, mir selbst bewußt, | Am lustigen Ort ein Schloß zur Lust. | Wald, Hügel, Flächen, Wiesen, Feld | Zum G. prächtig umbestellt. | Vor grünen Wänden Sammet-Matten, | Schnurwege, kunstgerechte Schatten, | Cascadensturz .. | Und Wasserstrahlen aller Art; | Ehrwürdig steigt es dort, doch an den Seiten | Da zischt’s und pißt’s, in tausend Kleinigkeiten. | Dann aber ließ’ ich allerschönsten Frauen | Vertraut-bequeme Häuslein bauen .. [
Faust:] Schlecht und modern! Sardanapal! GWBFaust II 10163 GWBT1,205,12 v 17.9.86 GWB23,6,10 Lj VII 1 GWB27,326,22 DuW 10 GWB40,331,17 Üb:Athenor GWBB44,180,10u14 Zelter 10.7.28
uö als Ziel der (partiellen) Umgestaltung iSv A 2 a β ich ritt um eilf nach dem Lustschloss Belvedere wo ich hinten im G. eine Einsiedeley anlege, allerley Pläzgen drinn für arme Krancke und bekümmerte Herzen GWBB3,65,6 Gfin Stolbg 18.5.[76] Die Mauer vom Welschen G. eingeworfen GWBTgb 23.7.77 Sereniss. Wilhelmsth. Anglisierung des G-s Wackerl 150 TuJ Materialien 1795
uö β
für den in Deutschland neu eingeführten engl Landschaftsgarten; überwiegend in seiner frühen Ausprägung als empfindsame Gartenanlage; auch für einen (wohl zu allgemeiner Anwendung gedachten) zeichnerischen Entwurf; charakterisiert durch Einzelelemente wie sentimentale Plätze, Grabmäler, Monumente, spezielle Staffagebauten, ‘krumme’ Wege, ‘reinliche Flächen’, ‘sanft aufsteigende’ Hügel, ‘(heitere) Aussichten’, speziellen Baumbestand (Pappeln, Tränenweiden), Wasserfälle, Felsenklüfte, Wildnisse ua7); sowohl verbunden mit der für den engl Landschaftsgarten programmat Forderung der Öffnung nach außen, des unmerklichen Übergangs in die freie Landschaft, wie mit dem konträren Konzept der Schaffung spezif (kultisch interpretierter) Gartenräume; mehrf idVbdg ‘englischer G.’ Es geht gegen eilf ich hab noch gesessen und einen englischen G. gezeichnet GWBB3,66,27 Gfin Stolbg 18.5.[76] In dem englischen G. [
auf Schloß Friedenstein in Gotha] ist es recht anmutig still und ruhig, das Monument das auf der Insel über dem Grabe der Prinzen steht recht hübsch und gut. Anstatt daß unser Herzog neuerdings alle Thüren und Brücken seiner Gärten und Anlagen eröffnet hat, so sind hier die Partien des G-s gegen einander selbst verschlossen, und stellen Vorhöfe, Tempel und Heiligstes vor. Der Unterschied ist recht karackteristisch GWBB6,171,9u13f ChStein [14.6.]83 Welch ein himmlischer G. entspringt aus Öd’ und aus Wüste, | Wird und lebet und glänzt herrlich im Lichte vor mir. | Wohl den Schöpfer ahmet ihr nach, ihr Götter der Erde! | Fels und See und Gebüsch, Vögel und Fisch und Gewild. | Nur daß euere Stätte sich ganz zum Eden vollende, | Fehlet ein Glücklicher hier, fehlt euch am Sabbat die Ruh GWB2,129 Der Park 1
8) Unter Wielands Büste im G. zu Tiefurth [Geweihter Platz GWB2,128 Titel] GWB2,327 Var Das .. weitläufige Schloß [
Hohenheim bei Stuttgart] und der mit unzähligen Ausgeburten einer unruhigen und kleinlichen Phantasie übersäete G. gewähren, selbst im einzelnen, wenig befriedigendes; nur hier und da findet man etwas, das besser behandelt eine gute Wirkung hervorgebracht haben würde GWBB12,288,4 CarlAug 11.9.97 ~ GWBT2,113,1u3 v 1.9.97 Über den Wechsel des Geschmacks in Porzellansachen, in Gärten .. Parkanlagen, einst - besonders durch Hirschfelds allgemein verbreitetes Buch [
‘Theorie der Gartenkunst’, Lpz 1779— 85] - in ganz Deutschland eifrigstes Bestreben, seien völlig aus der Mode; man höre und lese nirgends mehr, daß jemand noch einen krummen Weg anlege, eine Tränenweide pflanze; bald werde man die vorhandenen Prachtgärten wieder zu Kartoffelfeldern umreißen Gespr(He3
1,799) Varnhagen 8.7.25 GWBB4,141,20 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG16,89] GWB35,226,4 TuJ GWBB9,267,12 CarlAug [Mai 91]
uö für eine iS der empfindsamen Gartenkultur uminterpretierte, ihren Einzelelementen nach barocke Anlage rings [
um die Stadt] .. eine unaussprechliche Schönheit der Natur. Das bewog den verstorbenen Grafen von M .. einen G. auf einem der Hügel anzulegen .. Der G. ist einfach, und man fühlt gleich bey dem Eintritte, daß nicht ein wissenschaftlicher Gärtner, sondern ein fühlendes Herz den Plan bezeichnet, das sein selbst hier genießen wollte
9) AA4,27u30 Werth
1 I ~ Werth
2 [
vgl die genauere Beschreibung AA65f Werth]
uö in figurensprachl-motivischer Gegenüberstellung versch gartentheoret Konzepte, von freiem Landschaftsgarten u (fest begrenztem) Nutzgarten [
Charlotte:] Niemand glaubt sich in einem G.
10) behaglich, der nicht einem freien Lande ähnlich sieht; an Kunst, an Zwang soll nichts erinnern, wir wollen völlig frei und unbedingt Athem schöpfen .. [
der Gehilfe:] Menschen, die ihren Grund und Boden zu nutzen genöthigt sind, führen schon wieder Mauern um ihre Gärten auf, damit sie ihrer Erzeugnisse sicher seien .. Das Nützliche erhält wieder die Oberhand GWB20,296,6 Wv II 8 [
Albert:] Hat sie [
die Gräfin] nicht den großen G. und die Wasserfälle anlegen lassen, worüber ein paar Mühlen haben müssen weggekauft werden? GWB18,22,24 Aufgeregten I 7 GWB18,38,26 ebd II 4 γ
für spezielle Gartenpartien innerhalb einer (stilist abweichenden) Gesamtanlage; in Wv für das Terrain des alten, durch barocke Elemente (Terrasse, Allee uä) gekennzeichneten Schloßgartens, motivisch als Domäne Eduards (u Ottiliens) den von Charlotte im Stile des modernen Landschaftsgartens gestalteten ‘neuen Anlagen’ gegenübergestellt In der früheren Zeit der Tiefurtischen Anlagen befand sich hier ein G., mit einigen Gängen durchschnitten die Rabatten, wie gewöhnlich, mit Blumen und Staudengewächsen besetzt, die inneren Beete dem Küchengebrauch gewiedmet
11) A2,855,2 Promem 13.4. 14 K [
Eduard zu Charlotte:] Was ich im G. leiste, du im Park, soll das nur für Einsiedler gethan sein? GWB20,10,23 Wv I 1 GWB20,246,10 Wv II 5 GWB20,319,22 Wv II 10
uö als kalkulierte Landschaftsvedute man wollte oberwärts am Abhange .. ein Lustgebäude aufführen; dieses sollte einen Bezug auf’s Schloß haben, aus den Schloßfenstern sollte man es übersehen, von dorther Schloß und Gärten wieder bestreichen können GWB20,75,26 Wv I 6
‘geheimer G.’: für den ‘giardino segreto’12) der Vatikanischen Gärten GWB43,345,18u27 u 346,12 Cell II 12 Übs
uö δ
als Thema, Darstellungsgegenstand einschlägigen (gartentheoret, kunstgeschichtl, auch botan orientierten) Schrifttums wäre künftig bey einer Abhandlung über die Gärten überhaupt dieser [
der engl Garten in Hohenheim] in seiner Art als Beyspiel aufzustellen GWBT2,113,19 v 1.9.97 GWB38,379,33 u 381,92u96 FGA Sandrart [G/Merck]
im verkürzten Titelzit von CAMenzels ‘Neuem Ideenmagazin zur Verschönerung der Gärten’, Bln 1829 GWBTgb 5.12.30
in metonym Bezug auf NJJaquins ‘Plantarum rariorum horti caesarei Schoenbrunnensis descriptiones et icones’, Wien 1797ff Möge der eingeschachtelte G. gute Vorbedeutung seyn, wie alles von Höchstdenenselben Gepflanzte und Gesäete wachsen und blühen werde GWBB34,63,3 CarlAug 1.1.21 b
als Ort geselliger Begegnung, des galanten Abenteuers, Festraum, Schauplatz verschiedenartiger Begebenheiten, auch Ort eines Traumgeschehens [
Alphons:] So mag der Schwarm dann kommen, daß es lustig | In unsern Gärten werde, daß auch mir, | Wie billig, eine Schönheit in dem Kühlen, | .. gern begegnen mag Tasso 368 [
Oberst:] Da von Liebeshändeln die Rede ist, so werden sie dieses Plätzchen gewiß aussuchen. In dem übrigen G. sind die Alleen zu gerade, die Plätze zu licht; dieses Buschwerk, diese Lauben sind für die Schalkheiten der Liebe dicht genug zusammen gewachsen GWB17,227,17 GrCoph V 3 [
Prinzessin:] Mein erster Blick hinab in unsre Gärten | Sucht ihn [
Tasso] vergebens in dem Thau der Schatten Tasso 1861 als Wilhelm [
im Traum] mit der Amazone Hand in Hand durch den G. ging, und in der Entfernung seinen Vater und Marianen in einer Allee spazieren sah, die mit hohen Bäumen den ganzen G. zu umgeben schien GWB23,11,19u21 Lj VII 1 GWBB3,85,4 ChStein 5.7.76 GWB11,199u228 Claud
2 Regiebem vor 1u603 [
für: bosquet] GWB41
2,264,28 Üb:Duval,LeTasse
uö c
speziell als Stimmungsträger, Stimmungsvermittler; auch in Ironisierung od Parodie übersteigert empfindsamen Gartenlebens; mehrf in der Symbollandschaft des ‘Märchens’ [
Stella:] O wenn ich .. so in des Mondes Dämmerung, meinen G. auf und ab walle; dann mich’s auf einmal .. ergreifft dass ich allein bin DjG
35,82,24 Stella
1 II [
die schöne Lilie:] mein Liebling [
der Kanarienvogel] ist todt, und sein Grab wird nur das traurige Gebüsch meines G-s vermehren GWB18,247,5 Märchen [
Merkulo:] Schon vor Sonnenaufgang waren die Mädchen geschäftig, ein Déjeuné im G. zurecht zu machen; wir haben auch wirklich den Morgenstern mit Bratwürsten in der Hand und einem vortrefflichen Glas Cyperwein bewillkommt GWB17,33,16 TriumphEmpfindsamk III DjG
35, 69,29 Stella
1 I DjG
35, 101,2 ebd IV Regiebem
uö d
als Ort dichterischer od bildkünstlerischer Motivsuche od Inspiration, Ort natwiss (insbes botan) Beobachtung u Erkenntnis Heute früh ging ich mit dem festen ruhigen Vorsatz, meine dichterischen Träume [
Plan der ‘Nausikaa’] fortzusetzen, nach dem öffentlichen G. [
den 1777/78 angelegten Rokokogarten der Villa Giulia od Flora in Palermo], allein, eh’ ich mich’s versah, erhaschte mich ein anderes Gespenst .. Im Angesicht so vielerlei neuen und erneuten Gebildes fiel mir die alte Grille wieder ein: ob ich nicht unter dieser Schaar die Urpflanze entdecken könnte? .. Gestört war mein guter poetischer Vorsatz, der Garten des Alcinous war verschwunden, ein Weltgarten hatte sich aufgethan GWB31,147,15 ItR Wie man .. Kunstjüngern eine reiche vollbeerige Traube vorlegte, um ihnen daran die Geheimnisse der Composition .. zu versinnlichen, so standen zu Frascati, in dem Aldobrandinischen G., zu einer Einheit versammelt die verschiedenartigsten Bäume, ein Wanderziel allen Künstlern und Kunstfreunden GWB49
1,312,2 TischbeinsIdyllen 3 GWB27,102,16 DuW 7 Gespr Eckerm 10.4.29
uö e
in übergreifender (vorausdeutender) Blumen- u Fruchtsymbolik, als Vergänglichkeits- od Verjüngungssymbol, Symbol von Dauer u Wechsel so wurden noch Blumen und Fruchtgehänge [
bei der Ausmalung der Kapelle] beschlossen, welche Himmel und Erde gleichsam zusammenknüpfen sollten. Hier war nun Ottilie ganz in ihrem Felde. Die Gärten lieferten die schönsten Muster GWB20,219,20 Wv II 3 Die Bahre [
Ottilies], die Kirche, die Capelle zu schmücken, wurden alle Gärten ihres Schmucks beraubt GWB20,408,23 Wv II 18 Warum nur das Jahr manchmal so kurz, manchmal so lang ist, warum es so kurz scheint und so lang in der Erinnerung! Mir ist es mit dem vergangenen so, und nirgends auffallender als im G., wie Vergängliches und Dauerndes in einander greift GWB20,310,13 Wv II 9 OttiliensTgb GWB20,399,3 Wv II 17 GWB24,264,21 Wj II 3 Mann v50Jahren
uö ‘neuer G.’ als Sinnbild eines neuen Zeitalters (mBez auf Herders dramat Allegorie ‘Aeon u Aeonis’) GWB16,274 Maskenz 1818 Festz 399 f
als Teil der Landschaft Die Ufer [
der Brenta] sind mit Gärten und Lusthäusern geschmückt GWB30,98,19 ItR
uö 3
für den (nach modernen ökonom Prinzipien geführten) Nutzgarten od den gewerbl Handelsgarten [
Besitzungen des Oheims] Ein großer G., nur der Fruchtbarkeit, wie es schien, gewidmet, lag, obgleich mit Obstbäumen reichlich ausgestattet, offen vor ihren Augen, indem er regelmäßig, in mancherlei Abtheilungen, einen, zwar im ganzen abhängigen, doch aber mannichfaltig bald erhöhten, bald vertieften Boden bedeckte GWB24,62,25 Wj I 4 Sie .. glaubten nun sogleich im G. zu sein, als Wilhelm stutzte .. denn eine jähe Kluft am Fuße des Berges that sich vor ihnen auf, und zeigte gegenüber eine bisher verborgene hohe Mauer, schroff genug von außen, obgleich von innen durch das Erdreich völlig ausgefüllt. Ein tiefer Graben trennte sie also von dem G., in den sie unmittelbar hineinsahen
13) GWB24,63,11u18 ebd In Tonndorf [
Gärtner] Dreysings G. GWBTgb 21.5.14 GWB23,6,12 Lj VII 1
uö im verkürzten Titelzit von JSKechts ‘Versuch einer durch Erfahrung erprobten Methode, den Weinbau in Gärten und vorzüglich auf Weinbergen zu verbessern’, Bln 41827 GWBN7,134,2 Weinbau 4
best Einrichtungen, Institutionen zugeordnetes od wiss Zwecken dienendes Gartengelände a
Klostergarten [
Martin:] und doch kann ich nicht sagen dass alle Mönche müsig sind .. Da komm ich von St Veit .. der Prior führt mich in G., das ist nun ihr Bienen Korb. Fürtrefflichen Salat! GWB39,11,18 Götz
1 I GWB23,277,21 Lj VIII 9 GWB16,183 Geheimnisse 342 GWBN10,108,4 AusTeplitz
uö b
Krankenhaus-, Irrenhausgarten, Garten an päd Anstalten Seitdem Torgau zur Festung bestimmt ist, so hat man den Sonnenstein, ein weitläuftiges Schloß gleich über Pirna, zum Irren-, Kranken- und Besserungshaus mit großen Kosten eingerichtet, ansehnliche Gärten ummauert GWBB23,348,13 Christiane 21.5.13 Aluminit .. im G. des Pädagogiums zu Halle GWBB37,382 Mineralienverz GWBB32,253,6 Kräuter 21.4.20
uö c
botanischer Garten; überwiegend bezogen auf den 1794 auf dem Gelände des Fürstengartens angelegten, G-s amtl Aufsicht unterstellten botan Garten in Jena, zur Unterscheidung von dem ‘akademisch-botanischen’ auch als ‘fürstlich bzw großherzoglich botanischer’ Garten bezeichnet; im Hinblick auf das zugrundeliegende Anordnungs- u Bepflanzungssystem (Jussieu), als Ort der Lehre, als Aufenthalts- u zeitweiliger Wohnort G-s; daneben Beschreibung u Erwähnung einer Vielzahl in- u ausländischer botan Gärten (Belvedere bei Weim, Frankf, Dresden, Göttingen, Köln, Karlsruhe, Königsberg, Vicenza, Padua, Mantua, Rom, Palermo, Paris, Prag ua), zT (insbes Padua) als Ort grundlegender morphol Einsichten u Erkenntnisse (sa A 2 d) Der botanische G. [
in Padua] .. Es ist erfreuend und belehrend, unter einer Vegetation umherzugehen, die uns fremd ist .. Hier in dieser neu mir entgegen tretenden Mannichfaltigkeit wird jener Gedanke immer lebendiger: daß man sich alle Pflanzengestalten vielleicht aus Einer entwickeln könne GWB30,89,15 ItR befindet sich zu Jena ein botanischer G., vor etwa zehn Jahren angelegt, worin die Pflanzen nach ihren natürlichen Familien, soviel es sich thun läßt, geordnet sind GWBA(53,508,34) Berthier [Anf Nov 06] K Den botanischen G. [
in Jena] benutzt ebenfalls Hofrath Voigt bei seinen Vorlesungen, und außerdem wird jedem Studirenden, der sich zu persönlicher Benutzung des G-s meldet, ein Erlaubnißschein nicht versagt .. Einen dritten Lehrer jedoch mit seinen Schülern in den fürstlichen botanischen G. einzulassen, hat man von jeher standhaft verweigert .. Denn der akademisch-botanische G. ist erweitert und zu Lehrzwecken sehr brauchbar eingerichtet worden GWBA(53,303,3u5u13u16) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs] GWBT1,220, 17u20 v 21.9.86 GWBN6,166,15 MetamPfl Nachtr GWBA(53,290,12u19) Publicandum [22.3.94] GWBB42,68,13 JSckell 21.2.27 K
uö im Titelzit von EDarwins ‘The Botanic Garden’, 2 Bde, London 179114) GWBTgb 26.1.98 GWBB13,36,13 Schiller 26.1.98
uö d
‘wissenschaftlicher, ökonomischer G.’: bes mBez auf das in Tiefurt geplante landwirtschaftl Versuchsgelände (sa A 2 a γ); auch im bildl Vergl Tiefurt ist nemlich, von Ihres Herrn Vaters Hochfürstlicher Durchlaucht, zu einem ökonomischen Institute, und gedachter Platz zu einem wissenschaftlichen G. bestimmt, wozu er sich in mehreren Rücksichten qualificirt, und deshalb auch schon umgerissen worden A2,855,17 Promem 13.4.14 K A2,854,26 ebd GWBB16,219,1 Eybenbg 25.4.03
uö e
‘magnetischer G.’: für ein Gartengelände, auf dem erdmagnet Messungen durchgeführt werden15) GWBB19,299,23 AHumboldt 3.4.07 f
mBez auf einen Wirtsgarten bei Lpz GWB38,220 Kuchenbäcker Händel Var [
zit s v Elysium, Punkt c] 5
in zusammenfassenden (auf versch Gartentypen bezogenen) od verallgemeinernden Äußerungen; unter botan, speziell gärtnerischen od amtl Aspekten; auch metonym große Gärten, sowohl an der Stadt als an Lustschlössern .. Baum- und Gebüsch-Anlagen nicht ohne botanische Rücksicht .. alles zusammengenommen gab .. genugsame Förderniß zur Einsicht in die Pflanzenwelt GWBN6,110,12 BotanStudien [1831] Männern vom Fach wird es vielleicht gar zu naiv vorkommen, wenn ich erzähle, wie ich tagtäglich, in einem jeden G., auf Spaziergängen, kleinen Lustfahrten, mich der neben mir bemerkten Pflanzen bemächtigte GWBN6,122,18 ebd Betrachten wir zunächst die Gärtnerei .. Die Parkanlage ist eine der gelobtesten in Deutschland .. Von dem neuen botanischen Institut zu Jena läßt sich .. das Beste hoffen .. die seit mehrern Jahren stark getriebene Gemüsgärtnerei .. Gehen wir aus den Gärten in die Studirzimmer über GWB53,184,25 Üb verschZweige hiesigerTätigk [1795] GWBB21,19,21 Meyer 1.8.09
uö ‘Gärten labyrinthisieren’ in der dichterischen Phantasie GWB41
1,252,1 Üb:Hagen,OlfrLis [1821]
für eine Fata Morgana [
Faust zum Kaiser:] Da [
an Siziliens Küsten] schwanken Städte hin und wider, | Da steigen Gärten auf und nieder, | Wie Bild um Bild den Äther bricht
16) GWBFaust II 10591 6
mBez auf mythol, legendäre, hist od allegor Gärten a
im Rahmen antiker (griech-röm) Mythologie u Geschichte α
‘hesperische Gärten’: im bildl Vergl u metaphor (im Hinblick auf Üppigkeit u Pflanzenreichtum, auch unter botan Aspekten) [
fingierter Briefwechsel üb das Phänomen der Eisblumen] haben wir nie unsere durchsichtigen Eisflächen zum Range der Hesperischen Gärten erheben wollen GWBN13,430,25 Naturlehre GWBB37,179,27 Schultz 9./19.8.23 β
‘himmlische Gärten’, ‘Gärten droben’: als Wohnsitz der Götter (aus der Perspektive der Unterwelt) Die Erscheinung ihrer Lieblingsfrucht, ein Granatbaum, versetzt ihren Geist wieder in jene glücklichen Regionen der Oberwelt, die sie verlassen. Die freundliche Frucht ist ihr ein Vorbote himmlischer Gärten GWB40,108,7 ÜbProserp GWB17,46,12 Proserp γ
als Schutzdomäne des Fruchtbarkeitsgottes Priap, traditioneller Standort derb-drast Priapstatuen; auch idVbdg ‘Gott der Gärten’ Hinten im Winckel des G-s da stand ich der letzte der Götter | Rohgebildet, und schlimm hatte die Zeit mich verlezt. | Kürbisrancken schmiegten sich auf am veralteten Stamme, | Und schon krachte das Glied unter den Lasten der Frucht GWB53,6 Vs 91 RömEleg Nachtr IV GWB32,233,23 ItR RömKarn δ
mBez auf die Gärten des Alkinoos (Odyssee 7 u 8); als Schauplatz des geplanten Nausikaa-Dramas, in Übs von Odyssee 7 u metaphor In meines Vaters G. soll die Erde | Dich umgetriebnen vielgeplagten Mann | zum freundlichsten empfangen GWB10,418,1 Nausikaa Plp Ich wünschte dir, daß du die Blumen und Bäume sähest, und wärest mit uns überrascht worden, als wir nach einer beschwerlichen Überfahrt am Ufer des Meeres [
bei Palermo] die Gärten des Alcinous fanden GWBB8,211,16 FStein [17.]4.87 GWB10,417,8 Nausikaa Plp [
für: ὄρχατος, ὄρχος, κῆπος
Od 7,112u127u129] GWB4,327 u 328 Aus Odyssee 7 Vs 31u45u47 GWB31,148,10 ItR
uö ε
für den magischen Bereich der Circe (vgl Odyssee 10,133ff); als Schauplatz in G-s Bearb von Anfossis Oper ‘Circe’ u im bildl Vergl GWB53,119 Circe [1794] 18 GWB53,477,7 Circe Fragment Plp GWB21,286,25 Lj III 8 ζ
‘Gärten des Lukullus’ (auf dem südl Abhang des Pincio in Rom) GWBB8,184,24 ChStein 13.2.87 η
in freier Übs von Philostrats Bildbeschreibung ‘Ἔρωτες’: für einen in der Art antiker Gartengestaltung angelegten, mit einer Fülle von Liebes-, und Fruchtbarkeitssymbolen ausgestatteten, der Venus geweihten allegor Garten Abgetheilt ist der vorliegende G. [
mBez auf ‘κῆπος
’ im weiteren Kontext] in zierliche Beete, durchschnitten von zugänglichen Wegen .. Auf den hohen Ästen hangen goldne Äpfel .. ganze Schwärme der Liebesgötter an sich ziehend GWB49
1,86,19 Philostrat b
im Bereich christl Überlieferung α
für das bibl Paradies, den Garten Eden; auch im bildl Vergl ich versicherte .. es habe des Engels mit dem flammenden Schwerte gar nicht bedurft, um das sündige Ehepaar aus dem G. zu treiben; er [
der Vater Friederikes] müsse mir vielmehr erlauben, mir vorzustellen, daß dieß durch große Schnaken des Tigris und Euphrat geschehen sei GWB28,30,19 DuW 11 GWB22,350,2 Lj VI β
‘G. Gethsemane’ (Matth 26,36): mBez auf einen das Ölberggeschehen mit bunten Stein- u Holzfiguren darstellenden Andachtsort in der Nähe von Pograd GWBN9,108,8 Pograd GWBN9,117,15 NaturfeuerGlutspuren γ
‘G. heiliger Büßerinnen’: für den Symbolbereich der erlösenden himmlischen Liebe [
Die jüngeren Engel:] Jene Rosen aus dem G. [> den Händen GWBFaust II 11942] | Liebend-heiliger Büßerinnen, | Halfen uns den Sieg gewinnen GWB15
2,165 Var c
mBez auf oriental Gärten; einmal islam Paradiesvorstellungen implizierend So gefallen schöne Gärten, | Blum’ und Frucht und hübsche Kinder, | Die uns allen hier gefielen, | Auch verjüngtem Geist nicht minder
17) GWB6,264 Div Höheres uHöchstes 13 GWB7,193,19 u 195,12 DivNot dellaValle
uö für eine Bühnendekoration (von GFuentes) zu Salieris Oper ‘Palmira, Prinzessin v Persien’ GWBB12,235,8 CarlAug 15.8.97
‘hangender G.’: in iron Anspielung auf die terrassenförmig angelegten, ‘hängenden’ Gärten der Semiramis zwischen ein paar Dachgiebeln ein Altan .. Auch hier speculirte er [
Werner] auf neue Orangenkasten, bunte Scherben, fremde Gewächse, womit er seinen hangenden G. auszieren und sich zwischen den Schornsteinen ein kleines Paradies schaffen wollte GWB51,177,7 ThS II 8 d
‘G. der Liebe’ als (traditionelles) allegor Bildthema wäre die Anlage eines solchen Bildes [
von G gewünschtes Bild der Familie Rubens in einem Lustgarten der Zeit] als ideell zu betrachten, wie wir ja von Rubens eigner Hand das Beyspiel haben, des schönen Bildes in Dresden unter dem Namen der G. der Liebe bekannt
18) GWBB50,120,15 Schmeller undat K B
metaphor 1
für den visuellen Eindruck eines Gartens, insbes eine gartenähnl, blühende Gegend, kultiviertes, urbar gemachtes Land; im weiteren Sinne für ein prosperierendes Reich, die zivilisierte Welt überhaupt Von der Gegend kann man durch Worte keinen Begriff machen, es ist Ein G. eine Meile lang und breit .. der am Fuß der hohen Gebürge und Felsen ganz flach in der größten Reinlichkeit daliegt GWBT1,186,8 v 14.9.86 [
Philemon zum Wandrer:] Das euch grimmig mißgehandelt, | Wog’ auf Woge, schäumend wild, | Seht als G. ihr behandelt, | Seht ein paradiesisch Bild GWBFaust II 11085 [
Therese zu Wilh:] Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hie und da jemand zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten G. GWB23,40,23 Lj VII 5 [
für: jardin] GWB7,241,18 DivNot GWBFaust II 5113 [
Zit s v Gang]
uö in der altertümelnden Form ‘Gart’ für Weimar Ihr der ihr seyd in unserm Gart | Eben wie der Messias erwart GWBB3,32,3 Herder [vor 20.2.76?] 2
für einen geistigen Bereich, ein Beschäftigungs- od Interessengebiet, das eigene (poetische od wiss) Werk, ein darzustellendes Fachgebiet; im Rahmen umfassender Fruchtbarkeitsmetaphorik Im G. auch wo Dichterblumen sprossen, | Den äußern Sinn, den innern Sinn erquicken, | .. Da haben wir der Stunden viel genossen | An frisch belebter Vorwelt heitern Blicken GWB4,15 Herrn Staatsminister vVoigt 9 Hier ist mein G.
19) bestellt, hier wart ich die Blumen der Liebe, | Wie sie die Muse gewählt, weislich in Beete vertheilt. | Früchte bringenden Zweig, die goldenen Früchte des Lebens GWB53,6 Vs 81 RömElegNachtr III Da wir die Theilnehmenden durch einen labyrinthischen G. [
die Geschichte der Natwiss, speziell der Farbenlehre] zu führen haben, so müssen wir ihnen und uns das Vergnügen mancher überraschenden Aussicht vorbehalten GWBN3,148,10 FlH III GWBB2,51,16 Kestner [25.12.72] GWBN6,21,4 MorphH Inhalt GWBB10,260,21 Schiller 17.5.95
uö ‘
G. des Lebens’ iUz dem Bereich der anatom Wissenschaften GWBN8,125,24 ZwKnoch [1819] 3
als Metapher menschl Gefühle, Liebes- od Sexualsymbol a
idVbdgn ‘G. der Freundschaft, des Herzens, der Liebe’ seine [
des Philosophen] Theilnahme an dem gestrigen Gespräch hat auf einmal die Schalen unserer wechselseitigen Entfernung abgestoßen und ein paar hübsche Pflanzen im G. der Freundschaft zeigen sich GWB47,164,15 Samml 5 Denn der Körper verlangt und ist bequem zu ersätt’gen: | Fülle bringt ihm das Jahr an wiederkehrenden Früchten, | .. Auch es ist ihm vergönnt, sich in dem G. der Liebe | Reichlich zu weiden und freudenvertauschend [
Korr GWB5
2,240] sich schön zu erquicken. | Aber die Seele begehrt, und sie wird nimmer befriedigt GWB5
1,40 Auch die undankbare 8 [
für: jardin] GWB7,242,11 DivNot b
für den Körper der Frau, der Geliebten, das weibl Genital [
Die Schöne zu Faust:] Der Äpfelchen begehrt ihr sehr | Und schon vom Paradiese her. | Von Freuden fühl’ ich mich bewegt, | Daß auch mein G. solche trägt GWBFaust I 4135 GWB53,5 Vs 46 RömElegNachtr II GWB12, 250 UnglHausgenossen 561
uö c
in der Liebessymbolik des ‘Hohenliedes’; idVbdg ‘verschlossener G.’ (in Übs für ‘hortus conclusus’, ‘κῆπος κεκλεισμένος’) od in Bezug darauf Schwester, liebe Braut, ein verschlossner G. Bist du, eine verschlossne Quelle GWB37,305,16 Hohelied GWB37,305,25 ebd
uö Gertrude Harlass G. Ha.