gabel,
f. furca. II.
Formen, verwandtschaft. I@11)
Formen und verbreitung. I@1@aa)
ahd. gabala, kabala, kapala (
auch capula, gabila
u. a.),
stark und schwach, furca, furcilla, tridens, s. Graff 4, 127,
auch gabal Dief. 596
a;
vgl. Kapalpach
als ortsname Förstem. 2, 868 (
be Ilmenau ein Gabelbach).
mhd. gabele, gabel,
gleichfalls sowol stark als schwach, s. Lexer 1, 721;
vgl. nrh. gafele
unter b, gabele 15.
jh. Dief. 596
a.
Noch im 15.
jahrh. auch kappel
furca Mones
anz. 8, 251
b,
alem. (
vgl. das. chrukch
tractula, d. i. krücke), gappellen
pl. Haupt 5, 67,
und noch mundartlich, in Ungarn gâpel Schröer 52
b;
vgl.knabe und knappe, rippe
und riebe,
s. dazu 5, 1342. I@1@bb)
nd. und nl. gaffel f. (
vgl.gaffel an seiner stelle für sich),
mnd. gaffele
tridens Dief. 596
a,
bidens 73
b,
furca 252
c, gavel 253
a;
nrh. gafele
Fromm. 2, 434
b.
Auch md. spuren davon, in der Zips gaffel Schröer 52
b,
schon in ahd. zeit am Mittelrhein mistgaffela
tridens Germ. 9, 25.
Im nnd. auch gäffel,
auf der dreschtenne in gebrauch, s. Danneil 60
a (
untersch. von gâwl
tischgabel 62
a,
hd. entlehnung, s. II, 2), geffel
und giffel,
zweizinkige holzgabel Schamb. 64
a,
vielleicht ablaut, vgl. 3,
c, γ,
zu gäffel
vgl. hd. gebel
u. II, 2,
b, auch in nordital. sprachinseln gäbl Zingerle
lusern. wb. 31
b. I@1@cc)
ags. gafol
masc., gaflas
pl., furcae, patibulum Ettm. 408;
engl. dial. gaffle
mistgabel (
sonst fork, dung-fork) Halliw. 388
b.
altn. nicht vorhanden, aber schwed. gaffel,
masc., dän. gaffel;
isl. gaffall
m. furca, furcula Biörn 1, 264
b,
soll aber neu sein, entlehnt, nur von der tischgabel und nur in vornehmen häusern (
vgl. II, 2). I@22)
Auswärtige verwandtschaft. I@2@aa)
nur entlehnt im nordosten, lapp. gaffel,
finn. gaffeli, kaffeli,
aus dem hd. esthn. kahwel,
lett. gappeles
pl., während litt. kablys
m. zugleich heimischen anhalt hat (kabẽ
heft, haken, u. a.),
auch in der bed. etwas ausweicht, krumme gabel, misthaken (Diefenbach
goth. wb. 2, 402). I@2@bb)
wichtig aber ist keltischer anklang (
s. Diefenbach
a. a. o., auch Celt. 1, 137):
altcorn. gevel (
in gevelhoern,
d. i. eiserne zange, als lichtzange),
kymr. gebel, gefail
zange Zeusz
2 818. 1078,
ir. gabul
furca, gabhla
schere; gael. gabhal
gabel, gabelast, welsch gafl,
mit reicher einheimischer entwickelung und verwandtschaft (
s. Dief.
a. a. o.). I@2@cc)
endlich auch lat., wieder ohne lautverschiebung, gabalus
bei Varro, galgen, d. h. in gabelform (Y),
wie furca
gabel und galgen ist; mlat. gabalus; gabala
u. a. auch gabel. I@33)
In dem worte ist ein wichtiges stück von der vorgeschichte der europ. cultur geborgen; hier nur versuchsweise einige winke. I@3@aa)
sieht man auf die sache, so zeigt sich nahe beziehung zwischen gabel
und zange,
die letztere ist wie eine gabel deren zinken beweglich gemacht sind (
wie an der schere weiter schneidend statt nur greifend).
so begreift sich dasz kelt. beide mit éinem stamme benannt sind, und auch der anklang von lat. furca
gabel und forceps
zange (forfex
schere, vgl. forpex
zange)
wird darnach kein zufall sein, hieszen doch die scheren des krebses wie forcipes
auch furcae.
eigen dasz bei uns von diesem natürlichen verhältnisz sich sprachlich nichts zeigt, nur dasz ahd. furca (poenalis)
einmal mit zanga (wîʒlîch)
erklärt wird Graff 5, 679.
die gabel wiederum, die man sich urspr. nur zweizinkig zu denken hat, ist wie ein verdoppelter spiesz oder haken (
vgl. u. c, α),
wobei nicht zu übersehen, dasz noch an unserer heugabel und mistgabel wie an der schüttegabel (
s. II, 1,)
die zinken nicht gerade, sondern etwas gekrümmt sind. die urbed. des stammwortes scheint haken. I@3@bb)
ein in dieser entwickelung der nötigsten hauswerkzeuge einmal gewonnener fortschritt verpflanzt sich rasch und geht nicht wieder verloren. so legt die übereinstimmung unseres mit dem kelt. worte bei mangelnder lautverschiebung den gedanken nahe, dasz die Germanen die gabel von den Kelten, ihren verfahren im lande, übernahmen (
die zange
nicht, sie müszte also später entdeckt sein, hier und dort);
doch s. u. c. Merkwürdig ist dabei, dasz neben gabel
bei seinem hohen alter das lat. rom. wort sich bei uns stark geltend machte, s. forke 3, 1897,
bes. furke 4
1, 756 (
auch furkel),
von der Schweiz und Schwaben an das Rheinland breit genommen hinunter bis ins Niederland und Norddeutschland, und selbst nach Scandinavien, wie nach England (
schon ags.),
und zwar von der einfachsten wirtschaftsgabel, der heugabel, mistgabel. selbst östlich der Elbe, in der Altmark heiszen beide vielmehr fork Danneil 55
b,
während doch im östl. mitteldeutsch nur gabel
gilt; auch dän. fork
von jenen, gaffel
nur von der späteren tischgabel. und doch besteht eben in der Altmark auch noch gäffel,
gabel zum wenden der garben, aber noch von holz, wie ostfries. gaffel,
neben förke
mistgabel, heugabel von eisen Stürenb. 65
a. 59
a (
vgl. altrhein. mistgaffela
unter 1,
b, auch engl. gaffle
und fork
u. 1,
c);
s. auch aus Brockes
unter gaffel 1
am ende. Da bleibt denn eine einfluszreiche culturbewegung im einfachsten wirtschaftswesen von westen her zu finden, die hauptsache scheint der gebrauch des eisens zu jenen gabeln, der von dort gekommen sein wird. I@3@cc)
unser gabel
hat aber auch bedeutsamen heimischen anhalt. I@3@c@aα)
wichtig vor allem wäre, wenn echt und alt, mistgab
tridens Dief. 596
a, 15.
jh., denn -el
ist weiterbildende zuthat. wirklich gibt es engl. dial. gaff
an iron hoe or hook Hall. 388
b,
also karst (
zweizinkig)
oder haken, altengl. gaffe
ders.; auch franz. gaffe
f., stange mit zweizinkigem haken, bootshaken und fischergabel (
s. II, 1,
e),
und kelt. gaf
u. ä., haken, speer (
s. Dief.),
zum letztern vgl. ags. gafoluc
speer, altn. gaflak
u. s. w. (
s. Dief., Diez 1, 214)
und dazu II, 1,
e;
engl. auch gaffs
pl. sporen von kampfhähnen Hall.,
sonst gaffle; gaft
aalgabel ders.; auch die nd. gaffel
auf schiffen, segelbaum, heiszt engl. gaff.
also das einfache mutterwort zu gabel,
wieder mit dem kelt. stimmend, und zum theil noch mit der bed. einfacher haken (
s. a zuletzt). I@3@c@bβ)
merkw. ahd. gabulhrand, gabolrind
circinus Graff 2, 531,
vgl. Germ. 8, 388. 399, Schilter 3, 339
b (
ags.),
also zirkel (
der bauhandwerker u. ä.),
nach seiner gabelform bezeichnet; ags. aber gafolrand
pyxis nautica Ettm. 408,
während gafolrôd
radius auch auf den zirkel weist. I@3@c@gγ)
wichtig ist auch die nähe von giebel.
denn altn. ist gafl
n. selbst der giebel des hauses, dessen bildende balken ja gern in einer gabel ausgehn (
mit der zusammen sie einer aufgespannten zange gleichen),
und selbst bei uns findet sich gabel
für giebel,
s. II, 6,
vgl. umgekehrt nd. giffel
gabel vorhin 1,
b. auch lat. furca
hiesz der träger des giebels, furcas subiere columnae
Ov. met. 8, 700. IIII.
Gebrauch und bedeutung. II@11)
grosze gabel (
franz. fourche). II@1@aa)
bes. in der landwirtschaft mistgabel, heugabel, korngabel (
nd. aber forke,
wie dän. engl. fork,
auch b. Dasyp. furke): daʒ houwe er zesamene rechete ... und die gabeln darîn sluoc. Albertus
st. Ulrich 1518; nu giengen sî zestunde mit gabelen und mit rechen und begunden vürder brechen daʒ unkrût und den mist. Hartmann
Greg. 3557; so ich ein wenig (pferdemist) auf die gabel hauf.
fastn. sp. 563, 30; dan folgen andre nach, die es (
das heu) mit gablen krumb und mit der rechen stihl zuströwen. Weckherlin 765; schnell verwandelte sich des feldbaus friedliche rüstung nun in wehre, da troff von blute gabel und sense. Göthe 40, 293,
als bauernwaffe schon MSH. 3, 266
a (Haupts
Neidh. 228, 59),
das. 306
a gabel
und spieʒ
in éiner hand als eins; ein misthaufen mit der gabel geflochten ziert das ganze gut.
erzgebirg. sprichwort (Spiesz
s. 62). II@1@bb)
eine solche gabel als reitpferd der hexen (
vgl.gabelreuter, gabelhure): auf der gabel reiten,
furca vehi, per auras ferri. Schönsleder 51
b; schätz graben, fahren auf der gabel. H. Sachs 4, 3, 32
d; kumm her pfaff, mir die gabel schmir, dasz ich darauf könn in dich fahrn. Ayrer
fastn. 65
a (
besess. bäurin). II@1@cc)
auch ofengabel, feuergabel,
von eisen, dann eiserne fleischgabel 3, 1754 (
gleich kräuel,
in der küche), gablen
voc. inc. t. (Dief. 254
a),
in meiner ausg. goblen,
fustiuula (
l. fuscinula)
ut solent habere coci. h 1
a,
vgl. 2,
b. II@1@dd)
dagegen ganz von holz, also am alterthümlichsten, aber auch mit vorn gekrümmten zinken, die schüttegabel (
so sächs.),
beim dreschen, ebenso streugabel (
furcilla Dief. 253
a),
die auch nd. gaffel
heiszen (
vergl. Fromm. 6, 208),
während die mit eisernen zinken da den lat. namen tragen (
vgl.gaffel),
s. I, 3,
b. II@1@ee)
zum fischfange fischgabel,
bes. aalgabel oder tristachel,
eine dreizackige gabel
mit wiederhaken an einer stange .. zum stoszen (
anstechen)
der aale. Heppe
jagdl. 3, 334.
auch ottergabel
anz. d. germ. mus. 1868 223,
hier aber als waffe, in einem fürstl. inventar d. 16.
jh., vgl. gabel als bauernspiesz u. a und dazu gafoluc
speer u. I,
c, α,
auch ger (
spiesz)
als fischergabel. ähnlich vom '
dreizack'
Plutos: Plutos verderbende gabel. Fr. Müller 2, 289. II@1@ff)
während die ältesten gabeln zweizinkig zu denken sind, werden doch früh auch dreizinkige erwähnt: creagra,
nd. en gripe
vel en gaffele mit dren tacken,
hd. gabel mit drei zinken Dief. 155
c (
auch mistgabel
das., sonst fleischgabel); tridens, dreizenig gabel (
auch mistgabel). 596
a,
vgl. das sprichw. unter gabelstich.
schon ahd. tridens kabala, mistcapula,
für die letztere aber auch bidens Graff 4, 127,
wie bidens gabel Dief. 73
b.
im bergbau selbst mit sieben zinken, seifengabel,
s. Veith 441. II@22)
die tischgabel (
nd. nl. gleichfalls vielmehr forke, vork). II@2@aa)
sie ist erst nach dem mittelalter in gebrauch gekommen, bei uns erst im 16.
jh.: sein messer und gabel auflegen. Schweinichen 3, 116; zu solcher neuen haushaltung hatten wir beide keinen andern hausraht als eine axt, einen leffel, drei messer, eine piron (
ital., s. u. b) oder gabel und eine scheer.
Simpl. 2, 224
Kz. (6, 19); so wollte ihr auch messer, gabel und löffel niemal nach ihrem sinn recht liegen. 4, 63.
formelhaft messer und gabeln (Ludwig 682), messer und gabel,
nicht umgekehrt. das ital. wort gilt noch z. b. in Luserna in Tirol, pêrun
tischgabel (gabl
aber mistgabel) Zingerle 31
b,
wie '
cimbr.' pirûn
m., venet. pirone Schmeller 154
b. II@2@bb)
ausgegangen ist sie von der fleischgabel in der küche (1,
c),
die selbst schon klein waren in vergleich mit den alten gabeln
im hause: fuscinula, clein gebell, ut solent habere coci. Dief.
nov. gl. xviii, 15.
jh. (gebell
wol für gebelle, gäbellein); 'gäbelin .. damit man das fleisch aus dem kessel oder schüssel langet, fleischgäbelein ...
nos peron vocamus. Eob.' Henisch 1329, 62,
noch mit vermischung der küchen- und tischgabel. Letztere erscheint so anfangs als demin., wie sie noch franz. fourchette
heiszt im unterschied von fourche
heugabel u. dgl.: gäbelin zu tisch,
furcilla, (
it.) pirone, forcetta. Megiser
dict. quatuor lingu. Graz 1592 E 3
b.
vgl. gäbeleinschmid.
noch im öcon. lex. Lpz. 1731
erscheint die deutsche tischgabel der fleischgabel in der küche ähnlicher als unserer heutigen: diese gabeln sein entweder, wie am gewöhnlichsten, zweispitzig, grosz und stark, wie die zum tranchiren dienliche (
pl.), oder auf französische art zugerichtet, drei ja vierspitzig, derer man sich zum salat und den übrigen speisen insgemein bedienet (
nicht zum fleische blosz, wie jene).
sp. 748. II@2@cc)
bemerkenswert ist, dasz sie noch jetzt wol nicht überall durchgedrungen ist; noch Immermanns
westf. bauern (
Münchh. 5.
buch 7.
cap.)
essen ohne gabeln, auf Island sind sie noch eig. ungebräuchlich, wie mir Vigfússon sagte, Biörns gaffall (I,
c)
ist eig. dänisch, und diesz, wie schwed. gaffel
nicht nd., sondern hd. entlehnung. II@33)
von allerhand ähnlichen dingen. II@3@aa)
gewachsene gabel
von holz u. ä. II@3@a@aα)
gabelförmiger ast oder zweig, auch zwiesel (
von den zwei armen),
s. z. b. eichengabel,
noch am baume. auch botanisch, cirrus. ähnlich gablen
pl. an weinreben, s. Maaler, Rädlein
und gäbelein 2. II@3@a@bβ)
dann bes. ein solches gabelstück im gebrauch des lebens, als stütze (
lat. furca, cervus),
z. b. für die musketen alter zeit, für schwere fahnen (
s.gabelmann),
für jagdnetze (jegergabel Dief.
s. v. amis, netzgabel Henisch),
für geländer (
auch furkel),
in booten als unterlage und halt der ruder; auch zum heben (
vergl.hebegabel);
weidm. zum niederdrücken eines gefangnen wilden thiers am halse; beim vogelfange, ein birkenreis, finken aufs stechen zu fangen, mhd. vogelgabel
hamus. s. auch furkel. II@3@a@gγ)
dasz diesz nicht die ursprüngliche bed. ist, sondern erst nach der unter 1
entstanden, ist an sich notwendig, da man die dinge nur nach ihrem gebrauch nannte und zu nennen anlasz hatte. daher auch das fremdwort furkel,
das mit fremdem jagdgebrauch u. ä. ins land kam. II@3@bb)
die deichsel eines einspänners. auch sonst ähnliche einfassende werkzeuge und werkstücke in mancherlei gewerken. bei Henisch
kelterscheer, furca s. cornua praeli. II@3@cc)
das hirschgeweih, wenn die stange nur ein ende trägt, vgl. gabeler;
auch die beiden obersten enden des geweihs. vgl. forkel 1
und forkeln. II@3@dd)
gabelförmiger knochen, so beim geflügel an der brust. ähnlich wol am menschen: die lacerti (
muskeln), die das haupt bewegen, seind zweier hand. etlich bewegen daʒ haupt on die anderen und haben iren ursprung hinder den oren, bitz sie kummen zuo der gabelen. Gersdorf 3. II@3@ee)
gabelähnlicher winkel. so am pferdehufe der leere raum, den der strahl einnimmt. auf dächern die stelle wo das dach eines kappfensters mit dem übrigen dache zusammenstöszt. II@3@ff)
im bergbau, ein gang macht eine gabel
oder 'gabelt sich',
geht in zwei trümmer auseinander. II@3@gg)
im schachspiele, in die gabel ziehen Lessing
Nath. 2, 1,
wo königin oder läufer nach zwei richtungen wirkt. II@3@hh)
im volkshumor die zum schwur aufgereckten finger: einen auf die gabel nehmen,
gegen ihn schwören, vor gericht. Auerbach
dorfg. 1, 118 (1848);
vgl. linkgabel
unter falsch 5.
dazu bair. gabeln
schwören, beschwören. tir. Adamsgabel
von ausgestreckten zwei fingern überhaupt (
wie böhmischer kamm). Frommann 5, 340,
vgl. gäbelein 3.
volksmäszig auch die fünfzinkige gabel,
die ausgespreizten finger einer hand. II@3@ii)
tir. einschnitt auf dem schieszrohre zum zielen, daher auf die gabel nehmen,
aufs korn, scharf beobachten (
auch schweiz. Tobler 209
a).
daselbst im gebirge zweitheilige felsenspitze mit scharfem einschnitte, vgl. in den Algäuer alpen die Mädelergabel. II@44) Dasyp.
gibt auch gable,
galgen, creuz, crux, in vocc. des 15.
jahrh. gabula, gabel oder galg Dief. 255
a;
wie lat. furca, 'gabalus' (
s. I, 2,
c).
so war ags. gaflas
pl. auch patibulum. vgl. gabelträger. II@55)
schweiz. gabele
f., tragreff in form einer doppelten gabel, zur form s. I, 1,
a. II@66)
ortogonium, gabel.
gemma gemmarum Straszb. 1518
u. a. (Dief. 401
c),
wie in der Cölner gemma gaffel,
d. i. giebel; also oberrh.? mrh. gobel
bei Dief.
vgl. I
am ende. II@77)
eigen ohrgabel,
ohrwurm, s. gabellang. II@88)
bildlich 'zwo gabeln',
bei Luther: das er sich gebe in ire zwo gabeln und mordstiche (
s. Dietz 2, 2
b),
ein gefährliches dilemma in form einer vorgelegten frage, s. gabelicht 2.