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Bedênken

mhd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
35 in 24 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bedênken

Bd. 1, Sp. 779
Bedênken, verb. irreg. act. S. Denken. 1) Über etwas nachdenken. Ich habe die Sache hin und her bedacht. Ich gebe dir dieses zu bedenken. Sprichw. Vor gethan und nach bedacht, hat manchen in groß Leid gebracht. Ein bedachter Rath, Apostelg. 2. 23. Ingleichen als ein Reciprocum, sich bedenken, bey sich nachdenken. Ich bedenke mich noch, ob ich es thun will. Ungewöhnlich ist die Verbindung mit dem Genitiv der Sache: Ich habe mich zweyer Wege bedacht, diesen Wunsch desto eher zu erreichen, Less. für, ich habe darauf gedacht. 2) Seine Entschließung ändern, als ein Reciprocum. Er hat sich wieder anders bedacht. Ingleichen mit der zweyten Endung; sich eines Bessern bedenken, eine bessere Entschließung fassen. 3) Mit Vorsorge an etwas denken, für etwas sorgen. Seine Gesundheit bedenken, sie zu erhalten suchen. Bedenke dein Gewissen. In diesem Verstande wird auch das Particip. Pass. bedacht in thätiger Bedeutung mit dem Vorworte auf gebraucht. Auf etwas bedacht seyn, nachdenken, wie man es erhalten möge. Auf die Befriedigung seiner Begierden, auf die Ruhe seines Alters bedacht seyn u. s. f. 4) Diese Sorge thätig erweisen. Er hat sich dabey am besten bedacht, für seinen Nutzen gesorget. So wird er sie wohl gar noch in seinem Testamente bedenken? Gell. Anm. In dieser letzten Bedeutung kommt dieses Verbum schon bey dem Ottfried vor: Sus maht thih al bithenken, auf diese Art kannst du dich bedenken. Im Theuerdanke bedeutet es Kap. 90. auch so viel als erdenken: Er bedacht eine newe püberey. Und diese Bedeutung hat bedenken im Nieders. noch jetzt. Übrigens lautet dieses Wort bey dem Ulphilas bithagkjan, im Angels. bethencan, im Engl. bethink, im Schwed. betaenka, und im Dänischen betänke.
1714 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bedenkenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +7 Parallelbelege

    be-denken swv. BMZ prät. bedâhte, die gedanken auf etwas richten ( reiniu wîp bed. Troj. 4169 ), etw. bedenken, ausdenke…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bedenkensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    bedenken , sw. V. nhd. bedenken, erwägen, überlegen (V.), überdenken, nachdenken, sich entsinnen, aussinnen, erdenken, b…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bedênken

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Bedênken , verb. irreg. act. S. Adelung Denken . 1) Über etwas nachdenken. Ich habe die Sache hin und her bedacht. Ich g…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bedenken

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Bedenken mehrf -ck-; überwiegend in festen verbalen u präp Vbdgn a Zweifel, Unsicherheit, Skepsis; bes in (wiss) Verfahr…

  5. modern
    Dialekt
    bedenken

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    bedenken Band 3, Spalte 3,1546f.

  6. Sprichwörter
    Bedenken

    Wander (Sprichwörter)

    Bedenken 1. Ach ich habe viel zu bedenken, sagte der Schultheiss, da er im Bade sass und nit wusst, ob er gezwagt hatt'.…

  7. Spezial
    bedenken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    be|den|ken vb.tr. 1 (überlegen) conscidré (-ra), ponsé sura 2 (in Betracht ziehen) tó en conscidraziun, tigní cunt (de) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bedenken

19 Bildungen · 2 Erstglied · 17 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bedenken

be- + denken

bedenken leitet sich vom Lemma denken ab mit Präfix be-.

Zerlegung von bedenken 2 Komponenten

beden+ken

bedenken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bedenken‑ als Erstglied (2 von 2)

bedenkenlos

Pfeifer_etym

bedenken·los

bedenken Vb. ‘nachdenken, überlegen, erwägen’, ahd. bithenken (8. Jh.), mhd. bedenken ‘sein Denken worauf richten, überlegen, erwägen’, auch…

Bedenkenlosigkeit

Pfeifer_etym

bedenken·losigkeit

bedenken Vb. ‘nachdenken, überlegen, erwägen’, ahd. bithenken (8. Jh.), mhd. bedenken ‘sein Denken worauf richten, überlegen, erwägen’, auch…

bedenken als Zweitglied (17 von 17)

ümmebedenken?

KöblerMnd

*ümmebedenken? , sw. V. nhd. umdenken Hw.: s. ümmebedenken (2) E.: s. ümme (1), bedenken

anbedenken

MNWB

anbeden·ken

anbedenken , swv. , bedenken, in Betrachtung ziehen. Refl.: sik a. dasselbe.

anebedenken

KöblerMnd

anebeden·ken

anebedenken , sw. V. nhd. „anbedenken“, bedenken, in Betrachtung ziehen E.: s. ane (2), bedenken L.: MndHwb 1, 75 (anbedenken)

Nebenbedenken

DRW

neben·bedenken

Nebenbedenken, n. schriftl. Anmerkung zu einer Verordnung oder einem Gutachten folgen etliche nebenbedengken, wie es in andern sachen ... ge…

Originalbedenken

DRW

original·bedenken

Originalbedenken, n. zu Bedenken (IV) originales Gutachten zu einem rechtlichen Sachverhalt bestunde wolgemelter graf ... darauf, daß ihme a…

Rechtsbedenken

DRW

rechts·bedenken

Rechtsbedenken, n. Rechtsgutachten vgl. Rechtsbelehrung das angesucht rechtbedenckhen 1608 Leiser,Strafgerichtsb. 158 herrn dr. von C. E. er…

vȫrbedenken

MNWB

voerbeden·ken

vȫrbedenken , swv. , vorausbedenken, vorher überlegen, sünder v. ohne vorherige Überlegung , meist Part. prät. vȫrbedacht 1. vorher bedacht,…

volbedenken

DWB

vol·bedenken

volbedenken , reiflich und ganz bedenken Lexer 3, 434 ; ich wæne ieman künnevolbedenken daz minnes. frühl. 120, 15 . vollbeiszen: für uns an…

vorbedenken

DWB

vorbeden·ken

vorbedenken , verb. , mhd. vürbedenken Lexer 3, 590 ; vorbedenken Jelinek 882 ; avisare vorbedynken Diefenbach gloss. 61 a ; premeditari vur…

vorebedenken

KöblerMhd

vore·bedenken

vorebedenken , sw. V. nhd. „vorbedenken“, vorher erwähnen, vorausplanen, vorausbedenken, berücksichtigen Q.: ErzIII, Kreuzf, Apk (vor bedenk…

vürbedenken

KöblerMhd

vürbedenken , st. N. Vw.: s. vürebedenken*

vürebedenken

KöblerMhd

vürebedenken , st. N. nhd. Im-Voraus-Bedenken Q.: Reinfr (nach 1291) E.: s. vüre (1), be, denken W.: nhd. DW- L.: LexerHW 3, 590 (vürbedenke…

vȫrbedenken

KöblerMnd

vȫrbedenken , sw. V. nhd. vorausbedenken, vorher überlegen (V.) ÜG.: lat. praedestinare Hw.: s. vȫrbedacht (2) I.: Lüt. lat. praedestinare? …

zebedenken

KöblerMhd

zebedenken , V. Vw.: s. zuobedenken* (1)

zuobedenken

Lexer

zuo·bedenken

zuo-bedenken stn. swer bedenken wil güete oder wîsheit oder gewalt, der bedecket wesen unde bevinstert eʒ in dem gedanke. ein einic zuobeden…

ümmebedenken

KöblerMnd

ümmebedenken , N. nhd. Umdenken, Sinneswandel Q.: Oldecop 247 E.: s. ümme, bedenken (2) L.: MndHwb 3, 2, 17 (ümmebedenkent)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bedenken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bedenken/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „bedenken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bedenken/adelung. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „bedenken". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bedenken/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_bedenken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„bedenken"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-12},
}