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alles

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

alles adj., adj., ntr.

Bd. 1, Sp. 99a
alles, adj. dieses Wort ist durch Zuwachs der Endsilbe aus all entstanden; es wird als adj. mit Grundwörtern verbunden, hat aber vieles von der Natur der Fürwörter an sich, und wird wie folgt umgeendet. Einzahl.Mehrzahl. Erster Fall: Aller, alle, alles.Alle. Zweiter — Alles, aller, alles.Aller. Dritter — Allem, aller, allem.Allen. Vierter — Allen, alle, alles.Alle. Es bezeichnet überhaupt den Begriff der Allgemeinheit, oder doch überwiegender Mehrheit, für welche jene im gemeinen Leben oft gesetzt wird, und wird sowol in Verbindung mit einem Grund= oder Fürworte, als auch allein für sich gebraucht. 1) Der Zahl nach in Rücksicht auf die verschiedenen Einheiten einer gewissen Art, die man zusammengenommen als ein Ganzes vorstellen will, in welchem Falle es mit den damit verbundenen Grund= oder Fürwörtern in der Mehrzahl gesetzt wird. Alle Dinge sind der Veränderung unterworfen. Ordnung ist in allen Stücken nöthig. Wir alle, die wir leben. Uns allen hat er es gesagt. Gewöhnlich steht es unmittelbar vor dem Grundworte und hinter dem Fürworte. Bekömmt das Grundwort aber noch sein Deutewort, so tritt es hinter dasselbe. Die Menschen alle sind schwache sterbliche Wesen. Dies sind die Bücher noch nicht alle. Diese Stelle bekömmt es auch oft um eines besondern Nachdrucks willen, den man darauf legen will. »Die Stimme wird gelassener, die Glieder alle gerathen in einen Stand der Ruhe.« Lessing. Erst werden die Welten alle vergehen. Klopstock. O Freund der du die Sterne Des Himmels alle zählst. — Gleim. Diese Versetzung findet in der Fügung mit dem zweiten Falle nicht Statt, wo man nicht sagt: die Neugier dieser Menschen aller, sondern aller dieser Menschen wurde nicht befriedigt. Oft soll es keine Allgemeinheit besonders ausdrucken, sondern nur einen gewissen Nachdruck bezeichnen. Wer sind denn nun alle die Leute, die es gesagt[] haben sollen? »Ih sah den Kutscher mit allen vier Pferden ersaufen.« Gellert. Die Redensart auf oder für alle Tage, ist durch eine Auslassung, nämlich auf oder für alle gemeine Tage, in Gegensatz der Sonn= und Festtage zu erklären. Wenn aller, alle, alles allein für sich steht, so ist auch immer ein nicht genanntes Grundwort dabei zu verstehen. Alle (Menschen) sagen es. Er wird von allen (Menschen) geliebt. Es wurde allen und jedem bekannt gemacht. Derselbe Fall findet Statt, wenn es in der dritten Gattung oder als ntr. gesetzt wird, wo auf das dabei zu denkende Grundwort, nur weniger bestimmt, hingedeutet wird, welches sowol Menschen als Thiere und Sachen bezeichnen kann, da hingegen in jenem ersten Falle nur an Menschen gedacht wird. Alles ist wider mich, wobei man an Menschen, Begebenheiten, Umstände  denken kann. Wenn er nach Hause kömmt, springt ihm alles entgegen, Menschen und Thiere. Es geht ihm alles leicht von der Hand. Das kann ich um alles in der Welt nicht. Er verspricht Alles und hält nichts. Das hilft alles nichts. Er will Alles und Jedes haben. Es ist Alles zu gebrauchen. »Sie hatte Alles von ihm zu fürchten, und von dem Augenblicke an er Alles von ihr.« Lessing. Auf den Wellen, ist Alles Welle, Auf dem Meere ist kein Eigenthum. Schiller. I andern Redensarten will man durch alles zwar eine Allgemeinheit ausdrucken, allein nur in Bezug auf die Sache, und auf die Umstände der Personen, von welchen die Rede ist. Das ist noch lange nicht Alles, was ich Inen zu sagen habe. Alles, was ich thun kann, ist dieses. Das war Alles, was er antwortete. 2) Der Menge nach in Bezug auf das Ganze, welches durch die neben einander bestehenden Einheiten, oder durch die aufeinander folgenden Theile gebildet wird. I diesem Falle wird es mit dem damit verbundenen Grundworte in der Einzahl gebraucht und kann durch ganz erklärt werden. Er hat alles Land verpachtet. Alles Feld ist ver: hagelt. Alle Freude hat nun ein Ende. »Es ist mir lieb, daß sie noch nicht alle Hoffnung von mir verloren haben.« Gellert. Es wurde vor allem Volk bekannt gemacht. Die in Dunkelheit jenen so tief einhüllten vor allem Menschengeschlecht — — — Voß. Besonders häufig wird alle in dieser Bedeutung mit Welt zusammengesetzt, wo es bald jedermann, bald überall bedeutet. Alle Welt redet davon. Sie wünscht aller Welt Gutes. Dann können Sie alle Welt auslachen. Gehet hin in alle Welt. Zuweilen wird in aller Welt bloß gebraucht, um eine Verwunderung auszudrucken. Was in aller Welt soll das heißen? Nun das begreife ich in aller Welt nicht. I letzten Falle kann es auch mit durchaus erklärt werden. Allein für sich stehend, kann es auch mit ganz, in ganzen, vertauscht werden. Es waren in allem zehn Personen da. Es macht in allem zwanzig Thaler. Es dauerte in allem drei Stunden. I Singgedichten, Singspielen und Tonspielen bezeichnet Alle, daß alle Stimmen zugleich singen und spielen, oder gesungen und gespielt werden sollen (Tutti oder Chor); in Gegensatz von Einer (Solo). 3) Der innern Stärke und Vollkommenheit nach, in welcher Bedeutung es oft durch groß, viel, ersetzt werden kann. Ih kam noch zu allem Glücke dazu. Sie hat alle Ursache zu zürnen. Ih sagte es ihm mit aller Gelassenheit. I aller Angst fing sie an zu schreien. Er begegnet ihr mit aller Achtung. Man kann einander in allen Ehren lieben. Um das Gegentheil von alle in dieser Bedeutung auszudrucken, setzt man das Wort ohne davor. Ohne allen Zweifel. Ohne alles Bedenken. Ohne allen Grund. »Ih bin ja ohne alle Schuld.« Gellert. — Х Es ist erstaunlich, was er alles weiß, d. h. wie viel er weiß. Ach was wollte ich nicht alles für dich thun! Was fodern sie nicht alles von mir! Hieher gehört auch der Gebrauch des Wortes Alles, als Grundwort, für, das Höchste, Vorzüglichste, was den Werth alles Übrigen in sich begreift. Ja, du Hälfte meiner selbst, mein Leben, mein Alles. I ihr habe ich mein [] Alles verloren. Du raubtest mir meine Unschuld, mein Alles. Er ist sein Alles, sein Alles in Allem, er gilt ihm Alles (er ist das Factotum). 4) I Rücksicht auf jeden einzelnen Theil eines Ganzen insbesondere, in welchem Falle auch jeder dafür gesetzt werden kann. Der Satz, durch welchen alles Ding Bestand und Form empfangen. Schiller. Aller Anfang ist schwer. Aller Wein berauscht. Alle Augenblicke etwas Neues. »Eben deßwegen singt und betet sie alle Stunden, weil sie alle Stunden reicher werden will.« Gellert. »Sie ist eine Feindinn aller Eitelkeit.« Ders. »Aller Zwang tödtet an der Liebe.« Ewald. Auf allen Fall. Alle Tage muß man etwas Nützliches thun. Auf alle vier Jahre fällt ein Schaltjahr. Alle zehn Schritte blieb er stehen, bei jedem zehnten Schritte. Alle halbe Meilen steht ein Meilenstein. Steht alle in dieser Bedeutung bei Wörtern, die eine Zeit oder ein Flächenmaß bedeuten, so wird es in manchen Gegenden im zweiten Falle hinzugefügt. »Man sieht ja nicht aller zwei Meilen einen Galgen.« Lessing. »Ih richte mich so ein, daß ich meistentheils aller sechs Wochen eine neue Herrschaft habe.« Ders. So auch, aller Orten, an jedem Orte, überall. Waffen und Pulver fehlten aller Orten. Denn aller Orten läßt der Engelländer Sein sieghaft Banner fliegen. Schiller. I allgemeinen ist noch zu bemerken, daß, wenn hinter aller, alle, alles, noch andere Beilegungswörter folgen, diese bloß die unbestimmte Umendung erhalten. Alles äußere Ansehen fällt da weg. Aller große Reichthum schadet dem, der ihn nicht zu benützen weiß. Einem alles Liebe und Gute erweisen. Alle gute Männer verdienen gute Frauen. Alle gute Lehren schlägt er in den Wind. I O. D. wird bei aller, alle, alles, die letzte Silbe oft weggelassen, und man sagt bloß all. All mein Sinnen ist vergebens. All sein Reichthum hilft ihm nichts. Oder † man hängt bloß das e an. »Sie will alle ihr Vermögen daran setzen.« Gellert. Er richtet mit alle seiner Gewalt nichts aus. It dieser Gebrauch auch nicht anzuempfehlen, so kömmt er doch bei zu vielen guten Schriftstellern vor, um ihn geradezu als schlecht zu verwerfen. »All dies war auf den Spiegel geschnitten mit Bildern und Worten.« Göthe. Das Osterland that all mir seinen Brautschatz auf. Blumauer. Da durchströmmt es all mein Blut. Klopstock. — Umsonst ist alle sein Mühsal. Ders. Denk an all die bangen Tage. Kosegarten. All mein Lieben, all mein Leiden, Alles ruht in deinem Schooß. Ders. Sind all so fern von mir. Ders. Heil! verflogen sind um mich die Nächte, All gerettet, Tugend! deine Rechte. Heydenreich. All dein Reiz ist hin, Unsterblichkeit. Ders. Doch bald kam all des Mädchens Kummer wieder. Ders. All das zu schaun. — — Ders. Doch all sein Trotz und seine Riesenstärke Betrogen ihn bei diesem blut'gen Werke. Wieland. I O. D. wird ferner ≠ der erste Fall der Einzahl, nicht wie Ad. meint, der zweite Fall der Mehrzahl aller, wie das lateinische omnis für ganz gebraucht. Silenus, aller trunken. Opitz. »Er war so gar erschrocken, daß er aller zitterte.« Luther. »Ir Körper wird aller zu Ausdruck.« Bodmer. Ih bin aller krank. Er ist aller närrisch. Der neuere Sprachgebrauch hat diesen Gebrauch abgelegt. So wie mit all, werden auch mit alle und besonders mit aller, dem zweiten Falle der Mehrzahl, viele Wörter zusammengesetzt, von welchen die letzten meist nur im gemeinen Leben vorkommen. Am häufigsten dienen die Zusammensetzungen mit aller um den höchsten Grad anzuzeigen, oder vielmehr noch zu verstärken. Er ist[] der allergrößte. Er hat das Allermeiste. Er kam zu allerletzt. Er setzte den allerbesten Wein vor, den er hatte.
9310 Zeichen · 185 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    allesAdv.

    Köbler As. Wörterbuch

    alles , Adv. nhd. gänzlich ne. wholy (Adv.), quite (Adv.) Hw.: vgl. ahd. alles (1) Q.: H (830) E.: s. al (1) W.: mnd. al…

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    allesAdv.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    alles , Adv. nhd. ganz, gänzlich ne. wholly Hw.: vgl. ae. ealles, as. alles, ahd. alles (1) Q.: E, W E.: s. all W.: nfri…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    allesadv., gen. sg. n.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    alles adv., gen. sg. n. von al, mhd. alles; as. mnd. alles, mnl. als; afries. alles; ae. ealles; an. alls; got. allis. —…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    allesadverbialer genitiv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    alles adverbialer genitiv. ganz und gar ( Gr. 3,90 ). nie nehein man sulhen gewalt dâ gwan wen er allis eine Pilat. 413.…

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    allesAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    alles , Adv. nhd. gänzlich, durchaus Hw.: s. allest, āl (2); vgl. mhd. alles E.: as. alles 2, Adv., gänzlich; s. al R.: …

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    allesadj., adj., ntr.

    Campe (1807–1813) · +5 Parallelbelege

    alles , adj. dieses Wort ist durch Zuwachs der Endsilbe aus all entstanden; es wird als adj. mit Grundwörtern verbunden,…

  7. modern
    Dialekt
    alles

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    alles [àləs allg., auch âləs Dü. , àls, às Z. Wh. ; âs Ingenh. ] Alles. S is t a. dass ... nit es ist ein Wunder, dass n…

  8. Sprichwörter
    Alles

    Wander (Sprichwörter)

    Alles 1. All gôd mit, se(de) de Maid, dô krêg se 'n Snîder. 2. Alles gethan mit Bedacht, hat niemand ins Unglück gebrach…

  9. Latein
    alles

    Mittellateinisches Wb.

    alles v. MLW alleluia .

  10. Spezial
    alles

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    al|les pron. → LDWB2 all. ✒ wer alles haben will, bekommt (am Ende) nichts chël che ó avëi döt, romagn (inultima) cun ni…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit alles

162 Bildungen · 130 Erstglied · 32 Zweitglied · 0 Ableitungen

alles‑ als Erstglied (30 von 130)

alles was recht ist

DRW

alles was recht ist eme vor ... eren ordentliken ... richteren to donde allent wat recht is 1498 MittLübeck 10 (1901/02) 26

Allesmein

SHW

Alles-mein Band 1, Spalte 189-190

ALLESÄMTLICH

DWB2

allesamt·lich

DWB2 ALLESÄMTLICH , allsämtlich indef.pron. DWB2 im 15.jh. aufkommende verstärkende zusammenrückung der indefinitpronomina all ( s. d. ) und…

allesam

DWB

alle·sam

allesam , nicht das ahd. alsama ( Graff 6, 31 ), mhd. alsam, welche eine verstärkung von sama, sam enthaltend, sicut ausdrücken; sondern ver…

al(le)sāmen

MNWB

alles·amen

al(le)sāmen , alsāme(n)t alle, alles insgesamt , alsamtlĩk alles zusammen.

allesammen

DWB

alles·ammen

allesammen , in gleicher bedeutung, schreibt Frey garteng. 38 : ihr brauchet das tuch nicht allesammen = allesamt, allzusammen. s. DWB allsa…

allesammt

DWB

alle·sammt

allesammt , darumb trag wir dir allsemd hasz. fastn. sp. 196, 7; bei Luther geschrieben allesampt: die machen allesampt, mit sönen und töcht…

Allesamt

Campe

alle·samt

Allesamt , adv. sämmtlich, Alle. Wir grüßen euch allesamt. Wir irren allesamt, nur jeder irret anders. Haller.

allesand

DWB

alle·sand

allesand , durch wandlung des mt, mpt in nd; früher noch mit veränderlichem alle: nu gebt uns urlaub allen sanden. fastn. sp. 218, 24 ; stet…

allesbeherrschend

DWB2

allesbeherrschend : 1760 Wieland I 3,7 ak. 1954 Becher poet. konfession 183;

allesbezweifler

DWB2

allesbezweifler m. : 1792 in: Kant 2 11,368 ak. 1886 Gutzeit Livland, nachtr. 29 a ;

allesdeutschgeber

DWB2

allesdeutschgeber m. ‘sprachreiniger’ 1673 keine alles-teutsch-geber Grimmelshausen simpliciana 180 Sch. DWB2 3 verbalnomina. DWB2 a DWB2 su…

ALLESDINGS

DWB2

alles·dings

DWB2 ALLESDINGS adv. DWB2 in jeder hinsicht, gänzlich, durchaus, überhaupt zusr. aus dem adverbial gebrauchten gen. sing. ahd. alles thinges…

alles als Zweitglied (30 von 32)

desvalles

KöblerMnd

desvalles , Adv. Vw.: s. desvals L.: MndHwb 1, 420 (desvals)

Dralles

RhWB

dral·les

Dralles PfWB m.: 1. derbes Mädchen Saarbr-Sulzb ; schwerfälliger. unbeholfener Mensch May-Rieden . — 2. ungewöhnlich grosser Hornknopf Ottw-…

Freßalles

PfWB

fress·alles

Freß-alles m. : = PfWB Fresser 1 a α , Freßalles [ KL-Spesb KB-Harxh ]. RhWB Rhein. II 789 .

gelīkesvalles

KöblerMnd

gelīkesvalles , Adv. Vw.: s. gelīkesvals

hemerocalles

MLW

hemerocalles (be-) subst. n. (ἡμεροκαλλές) de lilio quodam fort. i. q. Lilium martagon (L.) – viell.: Türkenbund-Lilie (cf. André, Noms des …

Himmelsfalles

RhWB

Himmels-falles RhWBN -əl- Prüm n.: in der Wend.: Dat diht ech um H.falleswelt net; op de Gedanke wir ech fir H.welt net kum.

Jannalles

RhWB

jan·nalles

Jann-alles  Dür-Winden m.: verächtl. einer, der alles haben will.

Kannalles

ElsWB

kann·alles

Kannall e s m. einer, der sich rühmt, dass ihm nichts zu schwer sei Lutterb.

Knalles

RhWB

knal·les

Knalles -əs, Pl. -əsə(n) m.: 1. a. -a- dicker Haarwulst Koch-Lutzerath . — b. Sg. t. -a- u. -ę- dicker Tabaksqualm, starker Tabak Birkf , Si…

līkesvalles

KöblerMnd

līkesvalles , Adv. nhd. gleichfalls E.: s. līke, līkes, val, vals (2) W.: vgl. nhd. gleichsfalls, Adv., gleichfalls, DW 7, 8229? L.: MndHwb …

Máchalles

Campe

mach·alles

○ Х Der Máchalles , ohne Umendung und Mz . u. ein Mensch, der für einen andern oder der in einem Hause Alles macht, besorget, der, wie man a…

nealles

KöblerAe

nealles , Adv. nhd. durchaus nicht, keineswegs, gar nicht ÜG.: lat. ne Gl, non Gl Q.: Gl E.: s. ne, ealles L.: Hh 232, Hall/Meritt 247a, Leh…

Qualles

RhWB

qual·les

Qualles PfWB -aləs, Pl. -əsə n.: 1. fester, gesunder, dicker Mensch Ottw-Merchw . — 2. verächtl. dicker Kopf Siegld-Weidenau . — S. Quelles.

Rassballes

RhWB

Rass-balles rasəba·l.əs, Pl. -əsə Eusk-Zülp m.: verächtl. wilder, ausgelassener Mensch, gleich, ob jung oder alt.

Rillesralles

PfWB

Rilles-ralles f. : ' Graupensuppe ', Rillesralles [NPf ( Thielen 91)]. RhWB Rhein. VII 428 Rilles-raltes.

Roncesvalles

Herder

Roncesvalles , frz. Roncevaux (rongßwoh), span. Pyrenäenthal zwischen Pampelona und St. Jean-Pied-de-Port, nach der Sage der Schauplatz von …

Saufalles

RhWB

sauf·alles

Sauf-alles  Rip m.: verächtl. (u. so die meisten Zs.) einer, der Wein, Bier u. auch Schnaps trinkt.

Schwalles

RhWB

schwal·les

Schwalles -aləs, Pl. -əsə Dür-UMaub m.: verächtl. dicker Kopf. S. Schwelles.

Stalles

RhWB

stal·les

Stalles -aləs, Pl. -əsən (s. stalken, stalpen ) Mosfrk in Trier-Ld ö. Stdt , May-Stdt m.: verächtl. ungeschickter, unbeholfener Mensch. — Ne…

Stralles

RhWB

stral·les

Stralles -aləs, Pl. -əsə vereinz. Rhfrk, in Wend-Mauschb (s. Strollen ) m.: verächtl. kleiner, dicker Kerl .

Tralles

GWB

Tralles [bisher nicht publizierter Wortartikel]

Tualles

PfWB

Tu-alles m. : 1. 'wer die schweren und schmutzigen Arbeiten verrichten muß'; de Dualles (ˈdūaləs) mache [ LU-Limbghf ]; vgl. PfWB Tappes 1 b…

Verratalles

PfWB

verrat·alles

Verrat-alles m. : = PfWB Verräter , Schimpfw. Du Verootalles! [ LU-Böhl ]. — Der erste Wortteil zu PfWB verraten . -arsch m.: dass., -aaʳsch…