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achter

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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42 in 20 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

achter

Bd. 1, Sp. 39
achter Klevld achtər; SNfrk axtər, .ā-, -; ǫut-, Et-, ęit-; NBerg ęit-; Rip āxt-, āt-; Mosfrk xtər, ă- Daun, Wittl, Bernk Koch; ĭχtər, štər Trier, Bitb; ęχtər Prüm-Steffeln Reuth; ętər Prüm-Roth, Merz-Saarhölzb; rętər Malm-Hünning Ameln; hęχtər u. hętər Prüm-Ihren; tər Saarbg-Wehing; təš Saarbg-Winchering; ātər Saarl-Hüttersd; ādər Merz-Nunk.: I. Adv. Nur Nfrk n. der henger-achter-L. (w. Geilk-Niederbusch Birgden, Heinsb-Schierwaldenr Selsten Braunsr Lieck Kirchh Vinn Karken Steink; n. Erk-OKrüchten Merbek, Kemp-Leloh Fischeln Hehler Dohr Naphsn, MGladb-Beberich Helenabrunn Ummer Donk Hülsdonk Klörath Meersen, Kref-Willich Fischeln Oppum Bockum Verberg Traar, Mörs-Hohenbudbg; rrhein n. Ruhr-Angerhsn Wanh Duisb Saarn, Ess-Kettwig Holzterhsn Rodbg Mettm-Dilld) und zwar Klevld achtər; im SNfrk axt-Gebiet axtər; um Heinsb-Haaren Soperick Driesch xter; Kemp-Brüggen Born Bracht Hulst Kaldenk xter und ǫuxtər (also am WRande); sonst xtə, utə, ęitə (s. Acht), gegenüber -tər als Präp. = hinten 1. alleinstehend oder lose mit Verben verbunden. De Kuw es achter beigefalle wird bald melk Klev. Eite hat os Koh och ene Start als Antw. dem Prahler Kemp. Legg mech et ouchter ich tue es nicht Heinsb-Bocket. De Klock es tien Minute achter. Achter bliwe, wonne, sette u. dgl. (Klevld auch dabei achtərn in Gebrauch z. B. Rees-Brünen). — 2. In Verb. mit ‘vor’, meist durch ‘und, wie’ verbunden. Et vörsch eite häbbe verkehrt z. B. den Hut SNfrk. Se drogen et öm achtern on vören herüt bestehlen ihn an allen Ecken und Enden Mörs-Orsoy. Et es vör we ate so wie so Eup. Et es achter as vör de Kont Mörs-Xanten. Wenn de vör we ate wiər, dann wiər e we en Mestbär was er sagt, ist ihm nicht so gemeint Eup. De hät et bret vüər, he hei et nötter half ochter Selfk. Vüər Fleps on eite Jakob der ganze Kerl, die ganze Sippe taugt nicht Kemp. Vüəre bongk, eite Strongk hui-pfui Kemp-Hüls. He wett vör nit, of (dat) he achter left Klevld. — Im Rätsel: Vör frett et Stroh, in de Midde es et dot un achter frett et Brot (Pferd, Pflug, Bauer) Klevld. Vüəre stif on stärk, en de Medde e Roddelwerk, ochter ene Fitzbüəl dass. Heinsb-Kirchh. Vör en Schüttgawel (Hörner), medden en Biertonn (Bauch), achter en Klawatsch (Kuh) Meiderich. Vör en Kamm. in de M. en Lamm, achter en Sichel, nau roj es Michel (Hahn) ebd. — 3. in Verb. mit nachgestelltem Adv. Achter herüm Klevld; eiten öm; eiten wit SNfrk. Ate eröver abweisende Antw. Ate do bate da hinten Eup. — Mit vorangestelltem Adv. Ech glöf, de mott do eite nolopen er hat nicht viel zu sagen Kemp-SPeter. Do steckt niks eite, die make mar Wöngk ebd. Doə eiten oban in die Ferne, dort unten hin Kemp-Süchteln. Beliebt ist die Verb. darachter > doraxtər, dər-. draxter (-ən) bei vorhergehendem do, dor. Doə hät iəmes ongerschter dərochter geseəten Kemp-Waldniel, Allg. Dor sett mehr drachter as me ment Klevld. Dor komm ek noch drachter. Dor mott ömmer ene met de Pits (Schwöpp) dr. ston. Drachterher lope Klevld. (In allen diesen Fällen ist dr. das gewöhnliche; selter achter allein). — Gönt (gön, dorgön, günnen) achter da hinten in der Ferne Klevld. — 4. in Verb. mit vorangestellten Präp. Im Klevld steht dann neben achter: achtere(n). Deu kömmt van achtere hinterlistig. De kömmt öm van eite derbei betrügt ihn hinter seinem Rücken Kemp. Wen neks gelehrt hät, mott ömmer van achtere stohn. Dat geiht nich van vören, dat mott van achter gemakt werden ein Ding von einer andern Seite angreifen. Den es äwer neujschierig, den well et van benne en van bute, van bowe en van ondere. va vöre en van achtere wete Emmerich. Van achter frett et un van vör dritt et die Heckselmaschine Klev. Wenn die Au (Alte) van ate wiər wie va vör, da küəs se van ate Nöəss krache Eup. De Beie sönd spetz van aten Eup-Raeren. So völ vont vörsch wie vont eitersch wüəte keinen Bescheid wissen Kemp. — Ek mott no(r) achtere (eite) (gohn). Ek mott es no achter zum Hof. — Statt der alten Verb. mit ‘zu(to achteren) heute der adv. Gebrauch des Superl. Du häs den Hut et ächters vör op Mörs. He hät sinen H. et öüterschte vüren opgesotte Kemp-Waldniel. — Verbunden mit nachgestellter Präp. Den es achter in et Hüs, a. op de Sölder. — 5. verbunden mit Verben zu Komp. (s. die Zs.), heute nur noch n. der achter-henger-Linie. Komp. liegt jedoch nur vor, wenn der Ton auf dem Verb ruht; im andern Falle zwei selbständige Worte; z. B. Gej mott ömmer wat achter lote  zurücklassen, vergessen; dagegen: Hät den Mann neks achterlote  vör min? eine Bestellung, Nachricht hinterl. — II. Präp.; Form stets -tər. Dabei herrscht in SNfrk vielfach gegenüber dem Adv. -tə im Vokal ein Unterschied: im xtər-Gebiet dies nur um Heinsb-Haaren Soperick Driesch, sonst axtər, ǫxtər; im ǫutə-Gebiet ǫxtər; im āxtər-Geb. axtər; im ęitə-Geb. ęitər; doch ętər Kemp-Süchteln Vorst Hagenbr Dornbusch Kolsum Bistard Schirik, seltener um Viersen 1. örtlich a. hinter, nach; nur n. der achter-henger-Linie, mit Acc. Verstärkt: Decht, direk (trek), precis, grad, kreck, kört a. der Kerk. — Verbunden mit ‘bis’. Hej word rot bes a. de Ohren. Achter de Bräng stonə Selfk im Verborgenen stehn. Die sind noch wit eiter de Sonn (achter de Wellege) te Hus wo die Welt mit Brettern zugenagelt ist Kemp, Klev-Calcar. Achter den Back setten eine vorteilhafte Stellung haben Allg. Hej hält dormet a. den Berg. Ochter de Gang gleich nachher, sofort Heinsb. Mer mutt em mar ömmer eiter die Koərd sin zur Arbeit antreiben Kemp. Mer mott öm a. de Lappen (de Kont, de Rügg) setten Klevld. De wor em a. de Wei (Weide) hatte ihn beinahe erwischt Geld-Straelen. Den hät wat a. de Bocks auf dem Kerbholz Kemp, Mörs. Die setten dem a. de B. verfolgen ihn ebd. Onglöckig. dej in't flacke Feld sett, säj de Voss, duw satt hej a. en Schmehl Rees. Ochter au (alte) Böm (ene aue Stock) ös gut schure (schule) Allg. A. Modersch Muspott setten Klevld. De schlöp wie den Has eiter de Kuəhl (Kohl) Kemp. Hej sett wie en doj Mösch a. en Owe Geld. De sett a. de Tralje Gefängnis Allg. Wej lüstert a. de Wand, hört sin eigene Schand Klev. He sük et a. de Döhr Mörs. We den Dief a. de Heck sükt, hät selvs drachter geseten Allg. We selvs nit a. de Strük geseten hät, de sükt ok andere net dor Allg. He is a. de Heck hergekommen unehelich geboren Allg. De hät et a. de Ohren setten. Hej es noch nit drög a. de O. Hej hät Neten (Nisse) a. de O. Ek well öm net a. de Kont höbben. Den mott dor ok enen a. de K. h., en wenn e nor et Hüske geht. Den hät et a. de Ellenbog sette. Den hät wat a. den Dum reich. Ene a. de Röck kalle verleumden. He lött en Läppken a. den Desch fallen Klevld. Dat bruckste net ochter Stöhl on Bänk te steəke Selfk. Wat a. et Weske (Weste) schödde hinter die Binde giessen Klev. A. de Kant gohn fortgehen, sterben Mettm. Dat koje (könnt Ihr) a. et Hohl (de Döhrenposs) schriwe die Rechnung erhältst du nicht bezahlt Mörs-Xanten. Dat konn me a. enen hoəlen Tongk (Zahn) legen Kempld. — b. mit Acc. der Ortsbezeichnung, ohne nähere Beziehung auf die Richtung, sondern zur Andeutung, dass etwas überall im angegebenen Raume geschieht, verbreitet ist = über-hin, durch-hin, überall-hin; auseinander, zerstreut, hin- und wieder; heute nur noch WMosfrk (WEif, Mos (bis Bernk); auch in dem rip. Teile der WEif (Schleid, Malm). Belege aus der WEif: Hen woar oachter de ganz Welt überall in der W. Den Dreck leit o. de ganz Stuf in der Stube umher. Den Spektakel kunnt mer o. et ganz Haus hiren überall im H. En Scifer geht o. de Wiərtsheiser plan- und ziellos in alle Wirtschaften. Mer gohn o. de Stecker spazieren ohne eigentliches Ziel. Ater de Stross gohn, lofe über die Str. bummeln Schleid. Se hon dich gesucht a. et Haus im ganzen Hause herum. Huəl der oichter de Kupp nach beliebiger Auswahl aus dem Haufen. En as gezuən o. et Land im Land umher Bitb. Gangk mer ater de Weg belästige mich nicht Schleid-Kirchseifen. — Im ganzen betont diese Verb. das Plan- und Ziellose der Handelnden; auch steht sie, um die einfache Reihenfolge der Örtlichkeiten auszudrücken. Der Kollektant geht o. de Derfer ein D. nach dem andern ab. — c. im NBerg (Sol) a. mit Dat. in folgenden Wend.: Dat Water stonn ater dem Finster so hoch wie das Fenster, — a. dem Over glich. — 2. zeitlich a. mit Dat. = nach, seit; heute nur noch WMosfrk bis Merz reichend (auch Simm-Buch) u. in der rip. NEif (Aden, Ahr, Schleid, Malm) u. Wippf (im Rip und Nfrk nur noch in fester Verb., wie achterheute, –ehgestern, –under). Äter en half Stonn nach einer ½ St. Saar. Oachter haut kimmt Morgen Koch-Clotten. — Doch lebendiger ist die Bedeutung ‘seit’. Oachter 5 Uhr konnt ech net schlofen. Achter Sonneg seit Sonntag Neuw-Dattenf. A. de virig Woch seit voriger W. Koch. Ötesch acht Do; ö. en Dag er acht über 8 Tage Saarbg-Winchering. Ächter der Tit seit der Zeit Wippf; do ächter seitdem ebd. (s. da). — Besonders fest ist die Verb. von a. + allg. Zeitadv., wobei sich je nach dem Satzzusammenhange verschiedene Auffassungen ergeben: a. heit (haut, höck) α. nach dem heutigen Tage, von nun ab Mosfrk, Dür-Ellen, Geilk. — A. moər sen de Wingerten geschlosse Sinzig. Besonders in mosfrk. Bauernregeln: Ächter Simme-Jeide isst me de Äbbel on de Birre met de Heide (Häuten) Daun. — β. seit heute WMosfrk, NEif. A. nau von nun ab. A. heit on morge zwischen h. und m. Kobl. A. dis Woch Ende dieser W Neuw-Engers. Von do ochter seither, von da an Koch-Eller; herochter seither, hernach, in Zukunft Bitb, Koch, May. Im LRip (Dür, Bergh, Jül, Aach), Sol u. Nfrk herrscht die im Mosfrk nicht belegte Verbindung achterüvermorge überüberm., der 3. Tag von heute ab gerechnet. Achterowermärge (scherzh. auch -ölimärgen) es et Fettdag abweisende Antw. Mörs-Xanten; aterfürgester vorvorgestern Bergh. — γ. a heit ausser heute Mosfrk, NEif, Köln-Poulh. A. höck kunn ich nit mih Schleid. — b. mit Acc., über eine Zeit hin. Nur WMosfrk. Oichter den Dag zu verschiedenen Stunden des Tages, tagsüber. Der Genesende soll o. den D. ömmer ebbes Klans essen. — III. Adj. und Subst. a. Adj. als Superlat. Nur Klevld, NKempld ächterste (-a), –tersch, –tərse [der öchtelschte Heinsb-Lümb]. Den Ächtersten sin. De vörnste Oss mäk't Hecken los, de ächterste Kuh mäk't Hecken tu Ruhr-Hünxe. De Vörste duhn, wat de Achterste nit wellen Klevld. Et öutersch Vierdel Hinterviertel Geld-Leuth. Dann moj ow ävvel op de ächterse Ben sette Klev. De ätteschte Put Hinterfuss Eup. Et achterste End Tod. (Das Klevld bevorzugt diese Bildung statt der ndl. Komp.; ndl. Achterkammer: Klevld de ächterste K.) — Et ächterste vör verkehrt. Ächtersevör spreken das Letzte zuerst sagen. — Der Ächterste podex. — b. Subst. Den Oachter [Nochter Wittl-Cröv] After, Afterdarm. Dat Steck Veh hot den O. von sech gedriwen. Nur WMosfrk (Mos u. Daun, Wittl, Trier, Bitb).
10798 Zeichen · 306 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    achterpraep., adv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    achter praep. u. adv. s. after.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    achterM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +15 Parallelbelege

    achter , M. Vw.: s. achtære* (3)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Achter

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Der Achter , des -s, plur. ut nom sing. 1) Eine Zahl von achten, ein Ganzes, das aus acht bestimmten Theilen bestehet, a…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Achter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Achter , der plattdeutsche Ausdruck für hinter, z. B. Achtersteven, soviel wie Hintersteven.

  5. modern
    Dialekt
    Achter

    Bayerisches Wörterbuch · +12 Parallelbelege

    Achter Band 1, Spalte 1,78

  6. Spezial
    Achter

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ach|ter m. (-s,-) (Kartenspiel) ot (oc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit achter

800 Bildungen · 701 Erstglied · 94 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von achter

acht + -er

achter leitet sich vom Lemma acht ab mit Suffix -er.

Zerlegung von achter 2 Komponenten

ach+ter

achter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

achter‑ als Erstglied (30 von 701)

achternach

SHW

achter-nach Band 1, Spalte 131-132

achterab

RhWB

acht·erab

achter-ab axtəraf , nur vereinzelt im Klevld (ausdrücklich abgelehnt z. B. in Geld-Kevelaer Straelen , Klev-Frasselt Appeldorn , Rees-Emm…

Achteräddig

MeckWBN

Wossidia Achteräddig m. wie Achterkähl: de AchterAeddig (am Fischkorb; Ro Rostock@Dierhagen Dierh ) Dolb. Küste 134. Zu Ädick (N).

Achter-res

WWB

Achter-aeres. Ächteraes n. die Zeit zwischen Ar (um 8 Uhr) u. Mittag, 10 Uhr morgens ( WoeN ).

Achterǟrs

WWB

Achter-ǟrs m. Ächterēs Querkopf ( Lst Rü ).

Achter-mes

WWB

Achter-ames. Ächterames Nachmittag ( Alt Lü = WoeN ). —

achteran

MNWB

achte·ran

achteran , adv. , hinten an. a. schrîven nachtragen; a. setten hinzufügen; a. stân zurückstehen.

Achterânander

Wander

achter·anander

Achterânander Achterânander her de klen tander Gise. So sagt man in Hamburg von denen, die ohne Paar und Glied zu halten hintereinander herg…

Achterarm

WWB

achter·arm

Achter-arm ⟨ Achter- ( Klo Nm , Min Dü Mb , Sth Hb Hl Wö , Osn Hl , Hfd Eh , Mes Wh , Alt Va ), Ächter- ( Lüb Ar , Min Ei Hm Ko Vo , Sth Ni …

Achterasse

WWB

achte·rasse

Achter-asse Hinterachse (allg. verbr. im Wörterbuchgebiet, mit Ausnahme des Südostens; → achter ).

achteratems

RhWBN

achter-atems -ǫ:ms Mörs-Rumelen präd. Adj.: engbrüstig, kurzatmig.

achterauf

RhWB

achte·rauf

achter-auf Allg.: hintenauf, –drauf; mit Verben des Behinderns und Bewegens zum Ausdruck, dass etwas sich auf dem hintersten Teile eines Din…

achteraus

Pfeifer_etym

achte·raus

1achter Adj. ‘hinter’, die nd. Form für hd. after ‘hinter’ (s. After), mnd. mnl. nl. achter. Aus der Seemannssprache ins Hd. übernommen, bes…

achterbacks

RhWB

achter·backs

achter-backs Klev , Mörs , Rees , Dinsl , MülhRuhr , Duisb (doch nicht allg.) Adv.: hinterm Rücken, dass ein anderer den so gehaltenen Gegen…

achterbakes

MeckWBN

achter·bakes

Wossidia achterbakes a. Spr. hinter dem Rücken: 'se beyde wedder got und alle warheyt achterbakes dar vor geschulden' (1541) Ro. Zu Back 2 .

Achterbakke

WWB

Achter-bakke Arschbacke ( Osn Klön, Bch Wt , Dor Wl ). ... dann mochten sik dai beiden wier op iäre Ächterbacken setten un lehren ase de Sch…

Achterbakser

WWB

Achter-bakser. „ Achterbaksen “ tückisches Pferd ( Bor He).

achterbalges

WWB

achter-balges. achterbalges hinterrücks ( Hal Bh).

achter als Zweitglied (30 von 94)

beklachter

KöblerMnd

*beklachter , M. nhd. Beklagter Vw.: s. prīncipāl- Hw.: s. beklāgeder E.: s. beklachten

ambachter

MNWB

ambachter , amter , m. , der mit einem Amt betraut ist, ein Amt verwaltet, z. B. (richter, rêde unde ander ambachtere) Räte, Richter, der vo…

Aufachter

DRW

auf·achter

Aufachter Testamentsvollstrecker folfürer und aufachter diser ... gemächt 1335 UlmUB. II 1 S. 137

Auge(n)trachter

Idiotikon

Auge(n)trachter Band 14, Spalte 325 Auge(n)trachter 14,325

betrachter

DWB

bet·rachter

betrachter , m. circumspector, gaffer: tödte den unschuldigen betrachter (and kill the innocent gazer). A. W. Schlegel in Heinrich VI th. 2.…

Būdertrachter

Idiotikon

Būdertrachter Band 14, Spalte 326 Būdertrachter 14,326

Chaltschlachter

Idiotikon

Chaltschlachter Band 9, Spalte 38 Chaltschlachter 9,38

Chüecheltrachter

Idiotikon

Chüecheltrachter Band 14, Spalte 326 Chüecheltrachter 14,326

Chǟsachter

Idiotikon

Chǟsachter Band 1, Spalte 81 Chǟsachter 1,81

dumplachter

DWB

dump·lachter

dumplachter , f. im bergbau ein längenmasz von vier ellen, franz. toise des mineurs Beil 155 .

dārachter

KöblerMnd

dār·achter

dārachter , Adv. nhd. dahinter, wohinter, danach, wonach Hw.: s. dārachter Hw.: vgl. mnl. daerachter E.: s. dār (1), achter (4) W.: s. nhd. …

entachter

MNWB

ent·achter

entachter sîn , int- s. 4b achter im Rückstande sein, zurückbleiben (so mit Geldzahlungen) .

Êrbverpachter

Adelung

erb·verpachter

Der Êrbverpachter , des -s, plur. ut nom. sing. der einem andern etwas in Erbpacht gibt; der Erbpachtherr.

Fährpachter

Adelung

faehr·pachter

Der Fährpachter , des -s, plur. ut nom. sing. der eine Fähre in Pacht hat; im Oberd. ein Fährbeständner.

Fargetztrachter

Idiotikon

Fargetztrachter Band 14, Spalte 325 Fargetztrachter 14,325

frachter

DWB

frach·ter

frachter , m. absender der fracht, befrachter. verechter, frachtschiffer. Mones zeitschr. 9, 30. 31. 33. 427 .

Gottesverachter

Adelung

gottes·verachter

Der Gottesverachter , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Gottesverächterinn, plur. die -en, eine Person, welche Gott vorsetzlich veracht…

Gülleⁿtrachter

Idiotikon

Gülleⁿtrachter Band 14, Spalte 326 Gülleⁿtrachter 14,326

Hunn'slachter

MeckWBN

hun·n·slachter

Wossidia Hunn'slachter m. abwertend für einen Schlachter, der angeblich minderwertiges Vieh verarbeitet Sta Stargard@Wesenberg Wes .

hûsslachter

MNWB

huss·lachter

hûsslachter , m. , Hausschlachter, Metzger der privat in den Haushaltungen schlachtet (SL 6, 164). —

Ableitungen von achter (5 von 5)

⁴cachter(e)

MNWB

4c achter(e) (echter) , adj. , (Superlativ: achterste, echterste) hinter.

entachter

MNWB

entachter sîn , int- s. 4b achter im Rückstande sein, zurückbleiben (so mit Geldzahlungen) .

entachter(e)n

MNWB

entachter(e)n , swv. , zurückbleiben, verziehen; trans. zurücksetzen, hinten lassen, versäumen, beeinträchtigen.

erachter

RhWB

erachter ərātər AachLd (o. O.) Adv.: überall herum.

Verachter

Campe

Der Verachter , — s, Mz . gl; die — inn , eine Person, welche etwas verachtet. Ein Verachter und Übertreter der Gesetze. Ein Verachter des W…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „achter". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/achter/rhwb?formid=A00306
MLA
Cotta, Marcel. „achter". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/achter/rhwb?formid=A00306. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „achter". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/achter/rhwb?formid=A00306.
BibTeX
@misc{lautwandel_achter_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„achter"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-14},
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