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zwier

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zwier adv.

Bd. 32, Sp. 1159
zwier, adv. , zweimal; multiplikativadverb *dis (vgl. ai. dvih, ved. duvih, av. biš, gr. δίς, alat. duis, lat. bis), im av. und germ. durch -formans erweitert, vgl. avest. bižvat, anord. tysvar, tuisvar, ahd. zwiror und mit abgestoszenem r zwiro (in Ra beide formen, s. ahd. gl. 1, 56, 15 u. 102, 19 St.-S.). apokopiertes zwir seit dem 11./12. jh. belegt: coccum bistinctum ziuuirgizauuetiz ahd. gl. 1, 395, 43 St.-S.; zwir ist im mhd., zwier im nhd. die herrschende form. nebenformen sind zahlreich, vgl. md. zwer leben d. hl. Ludwig 73, 14 Rückert, weist. 6, 101; im alem. und schwäb. zwüre städtechron. 9, 976, zwure Gotthelf geld u. geist (1852) 317, vgl.tswüre Stucki Jaun 116, zwur (1261) bei Ch. Schmidt elsäss. 447a; erweiterungen durch (e)n sind alt und häufig: zwiron Tatian 118, 2; zwiren Schwabenspiegel 143, 8 (var.) Wackernagel; zwiren Chr. Wirsung artzneybuch (1588) 553c; alem. zwüren Geiler v. Keisersberg bilgerschafft (1512) 20a; zwirne der sœlden hort 686 Adrian; mit epithetischem t: zwirent (12. jh.) ahd. gl. 3, 411, 78 St.-S.; Konrad v. Würzburg Engelhard 1935; zwirend Wickram 1, 209 lit. ver.; Petri d. Teutschen weiszh. (1605) 2, Uu 2a; zwurend Göttweiger Trojanerkr. 13710 Koppitz; zwurent (14. jh.) bei Ch. Schmidt elsäss. 447a; (15. jh.) Augsburger stadtb. 268 Meyer; alem. zwürent Stretlinger chron. 18 Bächtold; zwürend Äg. Tschudi chron. Helv. (1734) 2, 93; weitere nachweise bei Ch. Schmidt elsäss. 447a; md. zwerent (v. j. 1465) hess. urkundenbuch 2, 275 W.-R.; mhd. häufig, im frühnhd. und in den mundarten selten zwirrunt parad. animae intell. 129 Strauch; zwirund A. v. Eyb spiegel d. sitten (1511) dd 1a, vgl. Bohnenberger Wallis 214; weitere nebenformen: zwiert Pomerania 2, 142 Gaebel; zcwirth Pfolspeundt bündthertznei (1460) 51; zwirnet erlösung 4426 Bartsch; J. Fundling anzeigung zweier falschen zungen (1526) f 2b; zwirnett Carlstadt v. empfahung d. sakram. (1521) a 2b; zwirnit (1340) hess. urkdb. 2, 489 W.-R.; (1434) bei Bucher Frankf. berufswb. 103a; zwierot Konrad v. Würzburg trojan. krieg 16451 (var.); zwiret Wickram w. 8, 113 lit. ver.; zwüret Murner bei Ch. Schmidt elsäss. 447a; zwirnt Freidank 131, 23 Gr.; Alberus dict. (1540) Kk 1a; tzwernt (1412) bei Crecelius oberhess. wb. 2, 941; die alemannische weiterbildung zwierig siehe an alphabetischer stelle. vom 17. jh. an tritt zwier hinter zweimal (s. d.) zurück, von Adelung vers. 5 (1786) 471 und Campe 5 (1811) 970a wird es nur noch als veraltet gebucht. das späte 18. jh. und das 19. jh., aber nicht über seine mitte hinaus, wählt das wort jedoch noch gern in poetischem, mehr oder weniger altertümelndem gebrauch (s. u.). mundartlich ist es in randgebieten noch lebendig, vgl. z. b. Stucki Jaun 116, Schröer ungr. bergl. 262, Haltrich siebenbürg.-sächs. 36b. 11) zweimal: duplum zwirnt, zwifach, zwifeltig, doppel Schöpper synon. (1550) 83a; duplirn vnd duplicirn, zwyrent oder zwyfach machen Roth dict. (1572) f 3b; zur multiplikation im altdeutschen geläufig: ducenties centena millia zwirent hunder stunt hundert tusent (12. jh.) ahd. gl. 3, 411, 78 St.-S.; zwir zwentzig, das macht viertzig war pfarrer v. Kalenberg v. 933 ndr.; die zal der vetter (väter), der gewest sein 42, so man dorzuo zwir rechen Jeconiam erste dtsche bibel 1, 3 Kurr.; zwirnt 8967 macht 17934 A. Riese rechenb. (1581) 6b. 1@aa) allgemein von handlungen und ereignissen, die sich wiederholen: bigamus zuiro hiuuit (8./9. jh.) ahd. gl. 1, 56, 15 St.-S.; coccum bistinctum zuuiro gizehotazgota vueppi (10. jh.) ebda 1, 395, 41; tho er in zuiro, so thu uueist,gab den heilegon geist Otfrid V 12, 58; ja hab ich iezunt ez wol zwir úch gesait d. sœlden hort v. 8945 Adrian; würde Jûdas zwirnt getouft dannoch het er got verkouft Freidank bescheid. 45, 24 Gr.; do er si an blikte, do viel er nider uf den bank, da si sasz, und geswand im zwirent uf einander H. Seuse dtsche schr. 71 Bihlm.; heut in dirr nacht, ee der han zwir gibt die stym, du hast mein dreistund verlaugent erste dtsche bibel 1, 178 Kurr. (Luther zweymal 6, 116 B.-N.); so habin wir czwier czu unserm gnadigstin herren ... geschickt (1451) lehns- u. besitzurk. 1, 420; der lieb herre sanct Peter ward zwirund an die ketten gelegt d. heiligen leben, sommerteil (1472) 113b; von dem gesatz und evangelio, wie ich da oben zwürend ouch hab anzeigt Zwingli dtsche schr. 1, 307; ich hab zwir geszen mit dem factor Dürer tageb. 77 Leitsch.; das nymants vorzcweiffel, ob er schon einmal ader zcwirn felleth Luther 9, 586 W.; einen ketzer soltu meiden, wenn er einst oder zwier vermanet ist ebda 54, 156; ist zwyrent vom Hannibale ... gefangen worden, zwyret auch usz seiner gefengknüsz kummen Eppendorff Plinius (1543) 21; das zwier erlöste Meiszen, das würd ein wunderwerk so prächtig richten auf P. Fleming dtsche ged. 1, 44 lit. ver.; mein trinken ist nicht falsch; ich darf mir nicht gedenken, es sei gebrauen zwier, vom bräuer und vom schenken Logau sinnged. 55 Eitner; solchen hätt ihn nie die reizende mutter verheiszen, darum zwier ihn nicht den lanzen der Griechen entrissen Bürger s. w. 247 Bohtz; ihr habt auf Babels wällen zwier das siegspanier gepflanzet Arndt s. w. 4, 201 R.-M.; sein schwert ist zwier so lang als er, vom rosse zieht ihn schier der speer Uhland ged. (1898) 1, 265; dara brucht me nit zwure zmache Gotthelf geld u. geist (1852) 317; kein strumpf kommt zwieer an meinen leib O. Ludwig ges. schr. 3, 650 Schm.-St. zweimal in einem bestimmten zeitabschnitt: ih fasten zuuiron in sambaztage Tatian 118, 2; dü (kleider) Priamus der claure gab zwurend in dem jare Göttweiger Trojanerkrieg 13710 Koppitz; alle tag zwyr predigen Luther 18, 236 W.; mir all jar zwier abscheren thut die wollen, mein warm winterkleid Hans Sachs 9, 210 K.-G.; so soll der burgermeister zwürend ein jar ... kiesen zwen ritter Tschudi chron. Helv. (1734) 1, 343; die woche zwyer ins bad macht eine lere hoffstatt Petri d. Teutschen weiszheit (1605) 2, r 7a; eure schafe sollen des tags zwier können gemolken werden S. v. Birken forts. d. Pegnitzschäferey (1645) 57. 1@bb) in festen verbindungen. sprichwörtlich mit einmal kontrastiert: einmal musz hingehen, aber zwyr ist zuvil schöne weise klugreden (1548) 81b; besser zwyer gefragt, denn ein mahl unrecht gethan Petri d. Teutschen weiszheit (1605) 2, k 7b; in heiszen sommertagen gehet man einmal für die küche und zwier für den keller ebda 2, Kk 6a. in der formel eins (einmal) oder (und) zwier, als umschreibung für 'wenige male', verliert der zahlbegriff seine scharfe bestimmtheit (vgl. 3): und sungen eines unde zwir 'in gotes namen varen wir' Gottfried v. Straszburg Tristan 11537 B.; so mOehtestu in der wochen einest oder zwúrent zuogon Tauler pred. 315 Vetter; also rait ich alle jar auf das minst ainest oder zwirend gen Venedig (Augsburg, um 1460) städtechr. 5, 133; ir santet mir auch zuo Thesalonicam zuo ein mal vnd zwir zuo dem nutz (semel et bis) erste dtsche bibel 2, 183 Kurr.; das nymants vorzcweiffel, ob er schon einmal ader zcwirn felleth Luther 9, 586 W.; als sie ein mal oder zwier mit den Behmen ein treffen gethan und die oberhand behalten, erhuben sie sich des siegs M. Boregk behmische chron. (1587) 55; altertümelnd: der unsre (held) hier mochte wohl einmal oder zwier (nur durch den daumen) geblinzelt haben Wieland s. w. (1853) 10, 230. entsprechend in der fügung zwir oder dristunt (dreimal) für 'ein paarmal': alse man fon kuppere nicht gult gemachin inkan, daz man zwirrunt oder dristunt burnit meister Eckhart in: paradisus anime intellig. 129 Strauch; so mOehtestu in der wochen dargon zwurent oder drige werbe oder alle tage Tauler pred. 314 Vetter; so sant marggraff Hans sein reet ... al wochen zwir oder 3 stund (Nürnberg 1444) städtechr. 2, 67; wie ... ein gewisse anzal hofbecher vber einen tisch verordnet waren vnd zwir oder drey mal eingeschencket Mathesius Sarepta (1571) 190b; ich küszte heisz die holde gabe, dreimal versiegelt oder zwier Fr. Kind ged. (1817) 1, 227. 22) zweimal; als bezeichnung der doppelten menge, des doppelten maszes, besonders im vergleich: wann er (Porus) was wol zwir als gras (grosz), des er doch wenig genos Seifrit Alex. 5777 Gereke; so ist die sunne zwir als breit so der mane Lucidarius 22 Heidlauf; ein brot, das was zwir als grosz als eins andern tags d. heiligen leben, winterteil (1471) 159a; ein löffel voll baumöl in zwir so viel frischem wasser Chr. Wirsung artzneybuch (1588) 555d; uss dem andern brodt ouch ein stücklein, das was zwürend als grosz als das vordrig Tschudi chron. Helv. (1734) 2, 93. 33) mit verblassen des zahlbegriffes steigernd gebraucht (vgl. oben unter 1 b): ich zwúrent vaig unsælig man Schweizer Wernher Marienleben 11199 Päpke; zwiren basz sol er (ein schwachsichtiger) morgen sehen den heut, fürwar wil ich das jehen pfarrer v. Kalenberg v. 725 ndr.; denn wyr können nu die gnad gotts selbst on eyn mittler erlangen und ist Christus alsso tzwyr uberig und unnöttig auch gegen gott Luther 8, 552 W.; daraus aufstand der pawern schier in gantz Teutschland vnnd zwier bey vns wider jr oberkait eruoligt ... seinn (1528) Berth. v. Chiemsee theol. 92 Reithm.; eyn aug, ... das ist grösser zwirn dann zwen halber schilt mögen sein Wickram w. 8, 192 lit. ver.; ein gut lidlin mag man wol zwir singen, vnd die grossen redmeister leren, was zur sachen dienet vnd nötig ist, das sol man offt anziehen vnd erholen Mathesius leychpred. (1569) 1, 25b; damit angezeigt wird, das der mann zwierend alter soll sein denn das weib C. Spangenberg mansfeld. chron. (1572) 7a; es leit an dir, wer dir als mir, die sach wer langst geendet zwir Forster fr. teutsche liedlein 21 ndr.; er konnte zwier ihr vater seyn Pfeffel poet. vers. (1802) 1, 36. gelegentlich mit der verneinung im umgekehrten sinne 'so gut wie keinmal', 'überhaupt nicht': dieweil ich in dem hausz gewont hab, nit zwirend wein darein kummen ist Wickram w. 1, 209 lit. ver.
9967 Zeichen · 273 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zwier

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    zwier s. zwir;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zwier

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    * Zwier , ein veraltetes Adverbium für zwey Mahl, welches noch in Luthers Bibel-Übersetzung vorkommt. Ich faste zwier in…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zwier

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zwier , ein noch bei Luther vorkommender, aus dem Mittelhochdeutschen stammender Ausdruck für »zweimal«.

  4. modern
    Dialekt
    zwier

    Südhessisches Wörterbuch

    zwier Band 6, Spalte 997-998

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zwier

32 Bildungen · 27 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

zwier‑ als Erstglied (27 von 27)

zwierbacken

DWB

zwier·backen

zwierbacken , adj. , doppelt gebacken, vgl. zwieback , zwiebacken : zwirbachener lezelten Chr. Wirsung artzneybuch (1588) 797 c ; da war ...…

zwierede

DWB

zwie·rede

zwierede , f. , vereinzelt frühnhd. in der übersetzung von dialogus: man liszt jn dem püch der zwirede Cesari von den wundern ( dialogus mir…

zwieren

DWB

zwie·ren

zwieren , vb. , kinderspiel, ' mit kleinen kugeln, murmeln spielen ' ; nur im thüring. gebräuchlich Reinwald henneberg. id. 1, 205 ; Spiess …

zwierfällig

DWB

zwier·faellig

zwierfällig , adj. : swer auch vor fassen sitzet und schenket wein oder met oder pier, den ane gegossen wirt, und aines tages zwirvellic wir…

zwierfüszig

DWB

zwierfüszig , adj. , bipedalis (1420) Diefenbach nov. gl. 53 . —

zwiergeboren

DWB

zwier·geboren

zwiergeboren , adj.: der zwier- und doch eingeborne oder zweimal eingeborne vom vatter und mutter K. R. v. Greiffenberg zwölf andächtige bet…

zwiergefärbt

DWB

zwier·gefaerbt

zwiergefärbt , adj. , doppelt gefärbt: zwirgefarbten roten pfeller offenbar. d. hl. Birgitte (1502) x 4 a ; der umb diese zeit zwier-gefärbt…

zwiergekropft

DWB

zwiergekropft , adj. : dann an dem wellbaum des wasserrads ... ist eine zwiergekropffte starcke eiserne welle theatrum machin. (1607) 3, 32;…

zwiergeschmelzt

DWB

zwier·geschmelzt

zwiergeschmelzt , adj. : jedoch wirdt das zwiergeschmeltzte eysen das beste und schmeidigste zur arbeit zu gebrauchen L. Ercker mineral. ert…

zwiergeschwänzt

DWB

zwier·geschwaenzt

zwiergeschwänzt , adj. : in eines wapen ligt er ( der löwe ) oder schläfft oder ist gekrönt oder zwirgeschwäntzt Harsdörffer gesprächsp. (16…

zwiergesichtet

DWB

zwiergesichtet , adj. , barocke verdeutschung für ' janusköpfig ': all inwendiger krieg zu gutem end gerichtet, und die thür zugesperrt desz…

zwiergestaltet

DWB

zwier·gestaltet

zwiergestaltet , adj. : nicht zu weisen dir einen von den wegen, welche zwiergestaltet schauet deines blickes schärfe Immermann w. 13, 178 B…

zwiergetunkt

DWB

zwiergetunkt , adj. , doppelt eingetaucht, zweimal gefärbt: der do hett den iacinckt ( hyacinthum ), den purpur vnd den samet zwirgetunkt ( …

zwiergewölbt

DWB

zwier·gewoelbt

zwiergewölbt , adj. , doppelt gewölbt: ... die zwier-gewelbte brust ( der Venus ) war durch ein klares schier mit angezündter lust gar liebl…

zwierig

DWB

zwie·rig

zwierig , adj. , adv., zweimal, doppelt; adj.-ableitung von zwier ( s. d. ), die aufs alemannische sprachgebiet beschränkt bleibt: sag ein r…

zwier II

RhWB

zwier II: im Abzählr.: Awel, Dawel, dummer Mechel, Fechel, Brot, zonder Not, neuer spilt zw. Oss Koch-Leyenkaul .

zwiermachung

DWB

zwier·machung

zwiermachung , f. : duplation oder duplication zwyfeltigung, zwirmachung Roth dict. (1572) f 3 b .

zwierneper

DWB

zwier·neper

zwierneper , m. , ' doppelbohrer ' ( s. neper teil 7, sp. 609): man müste mit eim langen zwirneper ein loch in ein kugel boren Fronsperger k…

zwieröszler

DWB

zwieröszler , m. , s. zweiröszler, sp. 1065. —

zwiersten

DWB

zwier·sten

zwiersten , adv. , vereinzelt neben zwier ( s. d. ) ' zweimal ': so haben sie doch andere ( feste ) an die statt gesetzt, als sant Luthers t…

zwierträchtig

DWB

zwier·traechtig

zwierträchtig , adj. , ' gespalten ' ?: zwirtrechtiger feigen hatte er auch sehr viel gessen G. Klee berümter leut leben (1589) 197 ; s. zwi…

Ableitungen von zwier (5 von 5)

erzwiere

BMZ

erzwiere swv. blicke verstohlen an? ich hân des meien bluot erzwieret MS. 1,60. a.

erzwieren

Lexer

er-zwieren swv. BMZ mit zusammengekniffenen augen ( genau ) anschauen, durchschauen, ergründen Ms. dû kanst ouch erzwieren aller sinne wanke…

gezwiere

BMZ

gezwiere swv. das verstärkte zwiere. in heimgarten gelachen und gezwieren mit den ougen Bert. 353.

gezwieren

Lexer

ge-zwieren swv. BMZ s. v. a. zwieren Berth. (gelachen unde geweterblitzen unde gezwieren mit den ougen 481,29).

ZWIERE

BMZ

ZWIERE swv. kneife das auge zusammen, so wohl im allgemeinen als in folge geheimen verständnisses, blicke verstohlen. Schmeller 4,208. ein ä…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zwier". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zwier/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „zwier". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zwier/dwb. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zwier". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zwier/dwb.
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