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Schütze

mhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
22 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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41

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schütze

Bd. 3, Sp. 1697
Der Schütze, des -n, plur. die -n, ein Wort, welches seinem heutigen Gebrauche nach vornehmlich in einer doppelten Bedeutung üblich ist. 1. Von dem Zeitworte schießen, Niedersächs. scheten, Schwed. skjuta, ist der Schütze, 1) bey den Webern, ein hohles, an beyden Enden spitziges Werkzeug, die Spule mit dem Einschlage vermittelst desselben durch die Kette zu schießen, und welches auch die Schießspule, das Schiff, oder Schiffchen genannt wird. 2) Eine Person, welche gut schießen kann, gut mit dem Schießgewehre umzugehen weiß, es sey nun ein Feuergewehr oder eine andere Art Schießgewehre. Ein guter, ein schlechter Schütze seyn. Ein Bogenschütze, Scheibenschütze u. s. f. In engerer Bedeutung waren die Schützen ehedem eine Art Soldaten, welche im Schießen sehr genau trafen, und welche auch noch wohl heut zu Tage vorkommen, wohin z. B. die Leibschützen und Scharfschützen gehören. Bey dem Stryker Schutze, Nieders. Schutte, im Angels. Scytta, Schwed. Skytt. Im Schachspiel wird der Läufer von einigen der Schütze genannt. Im Jagdwesen unterscheidet man einen Schützen von einem Jäger; der erste kann zwar gut schießen, und mit Schießgewehr umgehen, besitzet aber darum noch nicht alle übrige zu einem guten Jäger gehörigen Kenntnisse. 2. Von schützen, so fern es das Intensivum von hüthen ist, ist der Schütze, 1) * ein Hirt, der das Vieh hüthet; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung. Die Schützen schrien zwischen den Schöpfern, Richt. 5, 11. 2) Ein öffentlicher Wächter pflegt in vielen Fällen noch ein Schütze genannt zu werden. So werden in Nürnberg diejenigen Wächter, welche des Nachts für die Sicherheit der Gassen sorgen, Schützen genannt. In Obersachsen und Thüringen werden die verpflichteten Feldwächter so wohl Feldschützen und Flurschützen, als auch nur Schützen schlechthin genannt. Indessen kann auch seyn, daß es in dieser Bedeutung zunächst von dem Niederdeutschen schütten, pfänden, abstammet, weil ihre Pflicht unter andern auch ist, dasjenige Vieh, welches im Felde Schaden thut, zu pfänden. Anm. Die Oberdeutsche Mundart spricht und schreibt nur Schütz, worin ihr auch viele Hochdeutsche nachfolgen, obgleich die gelindere Hochdeutsche Mundart hier das e euphonicum nicht entbehren kann. Wenn Schütz oder Schütze ehedem auch einen Verräther, oder vielmehr eigentlich einen Spion, bedeutet hat, so ist diese Bedeutung allem Ansehen nach eine Figur von Schütze, ein Wächter. Im mittlern Lateine ist Eschuta ein Spion, welches von dem verwandten Franz. Ecoute, die Schildwache, abstammet.
2518 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schützeswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    schütze swm. schütze. ahd. scuzzo Graff 6,563. sagittarius Diefenb. gl. 241. a. allgemein. schuzen unde slingâre Judith …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schütze

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Schütze , des -n, plur. die -n, ein Wort, welches seinem heutigen Gebrauche nach vornehmlich in einer doppelten Bede…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    1Schütz(e)

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Schütz(e) mask; auch -z(ze) eine Schußwaffe (Pfeil u Bogen, Armbrust, Gewehr, Pistole uä) anwendende, in ihrem Gebrauc…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schütze

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +3 Parallelbelege

    Schütze (lat. Sagittarius , auch Arcitenens Crotos ), 1) das neunte Zeichen des Tierkreises (♐); 2) Sternbild des südlic…

  5. modern
    Dialekt
    Schützem.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schütze m. : 1. 'wer mit einer Schußwaffe schießt', Schitz [verbr., Lambert Penns 134]; vgl. Schießer 1; Zs.: ABC- , Pap…

  6. Sprichwörter
    Schütze

    Wander (Sprichwörter)

    Schütze 1. A guter Schütz verschiesst ê Kuah, a schlechter zwua. ( Franken. ) 2. Auch ein schlechter Schütze trifft einm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuetze

128 Bildungen · 117 Erstglied · 10 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schuetze 2 Komponenten

schu+etze

schuetze setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schuetze‑ als Erstglied (30 von 117)

schützekraft

DWB

schuetze·kraft

schützekraft , f. : das erste dienet dazu, das ich nicht uberwunden werde, das ander, das ich den feind uberwinde und siege, jenes ist ein s…

schützelig

RhWB

schützelig -ets- Bernk-Rhaunen , Goar-NGondershsn Adj.: zu schnell ausgehend, von Speisen; et Brot es sch.

Schützelt

RhWB

schuet·zelt

Schützelt šētsəlt, Pl. -dər WMosfrk in Merz-Losh Riml , Trier-Heidenbg n.: 1. Schützel 1 a. — 2. Schützel 1 d.

schützemeister

Lexer

schuetze·meister

schütze-meister stm. im wâren ouch mit hornbogen tûsent schützemeister ( var. meisterschützen) komen Karl 5677.

schützen1

PfWB

schützen 1 schw. : ' Schutz gewähren ', schitze [verbr., Lambert Penns 134]; Syn. s. haudern 2 1. Die Gluck schitzt die Biebelcher [ PS-Vinn…

Schützenabzeichen

Meyers

schuetzen·abzeichen

Schützenabzeichen , meist aus Bandborten bestehende Schießauszeichnungen, die auf die Ärmel genäht werden. In der deutschen Armee besteht da…

Schützenbännchen

RhWB

Schützen-bännchen Zell-Trarb n.: Stange mit Strohwisch, der das Betreten von Felstücken verbietet.

schützenbecher

DWB

schuetzen·becher

schützenbecher , m. becher einer schützengesellschaft, auch als preis bei einem schieszen gegeben. Keller 8, 174 .

Schützenberger

Meyers

schuetzen·berger

Schützenberger , Paul , Chemiker, geb. 1827 in Straßburg, gest. 26. Juni 1897 in Paris, studierte in Straßburg Medizin, wurde Assistent am L…

schützenbrätlein

DWB

schuetzen·braetlein

schützenbrätlein , n. kleiner schöpsenbraten, vgl. schütz für schöps oben sp. 2123: castraunenfleysch, schützenprätlin. Garg. (1590) 96.

schützenbund

DWB

schuetzen·bund

schützenbund , m. vereinigung von schützengesellschaften bestimmter landschaften oder länder.

schuetze als Zweitglied (10 von 10)

bogenschütze

DWB

bogen·schuetze

bogenschütze , m. sagittarius: und der streit ward hart wider Saul und die bogenschützen kamen an in. 1 chron. 11, 3 ; belegert sie umb und …

Flurschütze

Adelung

flur·schuetze

Der Flurschütze , des -n, plur. die -n, ein verpflichteter Wächter, welcher die in einer Flur befindlichen Feldfrüchte, Weinberge u. s. f. v…

Freyschütze

Adelung

frey·schuetze

Der Freyschütze , des -n, plur. die -n, eine ehemalige Art Bogenschützen, welche Carl der Siebente im Jahre 1448 errichtete und sie mit viel…

Gränzschütze

Adelung

graenz·schuetze

Der Gränzschütze , des -n, plur. die -n, ein Jäger, welchem ein an der Gränze gelegenes Jagdrevier anvertrauet ist.

hakenschütze

DWB

haken·schuetze

hakenschütze , m. der aus dem haken (7 sp. 178) schieszt: hakenschütze sclopetarius Stieler 730 ; die hackenschützen, so an den flüglen nebe…

laufschütze

DWB

lauf·schuetze

laufschütze , m. schütze der das wild im laufe, den vogel im fluge schieszt, flugschütze.

löwenschütze

DWB

loewen·schuetze

löwenschütze , m. ein name, welchen sich an einigen örtern die bäckerknechte beilegen, weil ihnen kaiser Karl IV. denselben mit dem löwen in…

scharfschütze

DWB

scharf·schuetze

scharfschütze , scharfschütz , m. im älteren heerwesen schützen, die mit besonders weittragenden gewehren ausgerüstet und im schieszen beson…

Ableitungen von schuetze (1 von 1)

geschütze

Lexer

ge-schütze , ge-schüz stn. BMZ md. geschutze schiesszeug, schiesswaffen Exod. Er. Parz. Troj. (6277. 23572. 29971) und md. denkm.; vgl. noch…