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Schap

mnd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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23 in 7 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Schap n.m.

Bd. 4, Sp. 1139
Schap n.m. [verbr.] 1.1. Schrank (z.B. Kleider-, Wand-, Küchenschrank, Schrank mit umlegbarer Klappe, Spind). Biäkene (aus Birkenholz) Schiäpe (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Dat Schapp is loss, mak iäben den Kniewel dovür! (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@LippborgLi). Scheäpe oapen kreïen (kriegen) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). De Schreiner mäket us en nigge Schapp (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@AltenfeldAf). Gaoh bi’t Schapp un nïemm di ’n Buottram (Butterbrot) (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Dat Braud is in’t Schapp (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Leg dat Diskdeok in’t Schapp! (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BesenkampBk). — Ra.: Dat Schapp teodeon ein Ende machen, seine Unterstützung beenden (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Diu bist wal in jungen Johrn vör’t Schapp laupen bist dumm (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). In een Schapp doon met gleich behandeln und dabei wichtige Unterschiede nicht sehen (WmWb): Un no smits du öm mät de Rüsimakers van 48 in een Schapp (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BocholtBh). He kümp in’t Schapp kommt ins Gefängnis (Frbg.) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DörentheDö). — Sprichw.: Graut Schapp, Braut knapp (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2. Unterteil eines Küchenschrankes (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 2. schrankartiges Wandbett in alten Bauernhäusern. — 3. Brett; z.B. hängendes Wandbrett für Küchengeräte oder für die Wohnstube, Bücherbrett. — 4. Ladentisch (Frbg.) (Kr. AhausAhs Al). ⟨Schāp [Hellweg Ennepe-Ruhr-KreisEnr KSauerl Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Alt], sonst Schap. — Pl.: Schäppe [Kr. HerfordHfd Kr. HalleHal Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos Arn], ›Scheªpe‹ [Kr. MünsterMün Kr. WarendorfWdf die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Stadt WittenWit Kr. SoestSos Ennepe-Ruhr-KreisEnr Kr. IserlohnIsl Bri]. — Genus: m. [Kr. PaderbornPad Kr. SoestSos Kr. BürenBür die krfr. Stadt HagenHag Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Wal], sonst n.⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,855: Schaff IV; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 10,508: Schapp; HnVwb 3,75: Schaff². Zus.:→ Bedde~, Bekken~, Bo¹ker~, Brēf~, Brō²d~, Brūd~, Bungen~, Ek~, Feªge~, Finster~, Flē¹gen~, Geld~, Gift~, Glas~, Hand-dō¹k~, Īs~, Kannen~, Keller~, Kīke~, Klē²der~, Klīen~, Knoªken~, Küᵉken~, Kwalm~, Linnen~, Linnen-wand~, Liᵉpel~, Meªl~, Miᵉlek~, Molken~, Pluᵉden~, Pot~, Ro²ke~, Schaeleken~, Schō¹~, Schüᵉtel~, Slüᵉtel~, Snaps~, Spē¹gel~, Spīse~, Stūten~, Tē~, Trappen~, Tǖg~, Wand~, Weske~.
1831 Zeichen · 43 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schapN., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +16 Parallelbelege

    schap , N., M. nhd. Schrank, Spind, Wandschrank, Schrein, kleines Gefäß (Bedeutung örtlich beschränkt), Schiff (Bedeutun…

  2. modern
    Dialekt
    Schapf.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Schap [šap Fa. u. s.] f. Chormantel. — frz. chape.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schap

619 Bildungen · 431 Erstglied · 183 Zweitglied · 5 Ableitungen

schap‑ als Erstglied (30 von 431)

Schapägel

MeckWB

Schapägel m. Leberegel des Schafes Ha Boiz .

Schapäng

RhWB

Schapäng šapę·ŋ. , Pl. -·ŋ.ə ein nrip., nfrk Wort (frz. sapin »Tanne«?, chape »Spitzkappe«) aus Köln-Stdt , Dür-Geich , Jül , Aach , Erk-K…

Schapänghäupt

RhWB

Schapäng-häupt šypęŋəhø·y.t Eup-Stdt n.: verächtl. kegelförmiger Kopf u. Träger eines solchen.

Schapängkopf

RhWB

schapaeng·kopf

Schapäng-kopf šapę·ŋ.- Köln-Nippes-Stdt; šapę·ŋ.əkǫp MülhRh-BGladb ; -·ŋ.kpkə Duisb m. (n.): verächtl. dass.

SCHÂPÆRE

BMZ

schap·aere

SCHÂPÆRE , SCHÆPER stm. schafsfliess. ahd. scapâri, scappâri Graff 6,411. fundgr. 1,388. Schmeller 3,376. vellus schapar, schapere, schæper,…

Schapafblitzcr

MeckWB

Schapafblitzcr m. Spottname des Schäfers Wi Witz ; vgl. afblitzen 2 (Bd. 1, 93).

Schapafdrift

MeckWB

Schapafdrift f. Triftgerechtigkeit für Schafherden des Gutes über Bauernland: 'erlaßen wird ... die Schaafabtrift' (1801) Horn Selmsd. 2, 71…

Schapanieräpfel

ElsWB

Schapanieräpfel [‘Sopənìèrèpfl Rädersd. ] m. Apfelart, Champagnerapfel.

Schapanjer

ElsWB

Schapanjer [ʿSàpànjər Z. ] m. Champagnerwein.

Schapbedde

WWB

schap·bedde

Schap-bedde n. [verstr.] schrankartiges Wandbett in alten Bauernhäusern.

Schapbekken

WWB

schap·bekken

Schap-bekken n. [ Ahs Stf Kos Mün Lhs] hölzernes, oben offenes Gefäß, meist rund und mit zwei Henkeln. — Verwendungszweck: Waschen der Wäsch…

Schpbikbiᵉren

WWB

Schap-bik-biᵉren Pl. Schopboiweln Trunkelbeere (Vaccinium uliginosum) ( Hal Bh).

Schapbiters

MeckWB

Schapbiters Neckname der Bollhäger Ro Dänd ; der Schäfer Wo. Sa.

Schapblas'

MeckWB

schap·blas

Schapblas' f. Schafkrankheit wie Drœhn- oder Dummblas', Flüssigkeitsblase, Finne im Gehirn Wo. Sa.

Schapblaum

MeckWB

schap·blaum

Schapblaum f. Schafgarbe?: Schapblom dor würd' Tee von kaakt Ro Warn .

Schapbucht

MeckWB

schap·bucht

Schapbucht f. Schafbucht; meistens in einer Ecke vom Kuhstall des Bauern allgem.

Schapbuck

MeckWB

schap·buck

Schapbuck m. Schafbock allgem.; mit Gen. -s noch bei Chytr.: aries 'ein Weder, Schapsbock' 359; der Säukerbuck bekommt Bucklappen oder -schö…

Schapbuckeltit

MeckWB

Schapbuckeltit f. Zeit, wo die Schafe nach dem Bock verlangen Ro Ribn .

Schpbuk

WWB

schap·buk

Schap-buk m. [verstr.] 1. Schafbock, Widder. — 2. Hammel ( Rek Er).

Schpbukkeskrūd

WWB

Schap-bukkes-krūd n. a) Feigwurz, Scharbockskraut (Ficaria verna). — b) Pfennigsblume (Lunaria annua) ( Det Is).

Schpbūr

WWB

schap·bur

Schap-būr m. Bauer mit Schafherde, bäuerlicher Schafhalter (hatte meist einen großen Hof mit Schafstall) ( WmWb ).

Schapdanz

MeckWB

schap·danz

Schapdanz m. 'Schaftanz', Tanzlustbarkeit der Schäfer: 'ein Prediger late ... den Scheperen eren Schapedantz' Gry. Lb. 1, F 2 b .

Schapdreisch

MeckWB

schap·dreisch

Schapdreisch -ee- m. zur Schafweide genutzter Dreesch; bildl.: von 'n Schapdreesch äten ohne Tischtuch Wi.

Schpdrē¹sk

WWB

Schap-drē¹sk m. [WMünsterl Mün Bek] Schafweide. ⟨ ›Schap(s)‹- ⟩

schap als Zweitglied (30 von 183)

werkæreschap

KöblerMnd

*werkæreschap , F. nhd. „Werkerschaft“, Zunft Vw.: s. sīden- E.: s. werken (1), werk, schap (3)

achterschap

MNWB

achter·schap

* achterschap , n. , armarium posterius, der hinterste Behälter. im a. tõ sitten kōmen in der Hoffnung betrogen werden.

Auschap

MeckWBN

Wossidia Auschap n. zweijähriges noch nicht besprungenes weibliches Schaf Gü Güstrow@Rothspalk Rothsp . Syn. Titschap.

bêrschap

MNWB

ber·schap

bêrschap (-pp-) , n. , Verschlag zum Aufbewahren des Bieres ( * auch s. v. w. schenkschîve?) .

beswornschap

KöblerMnd

beswornschap , F. Vw.: s. beswōrenschop*

brēveschap

KöblerMnd

brēveschap , N. nhd. Urkundenschrank E.: s. brēf, schap L.: MndHwb 1, 348 (brêveschap)

brōtschap

KöblerMnd

brōt·schap

brōtschap , N. nhd. Brotschrank Hw.: vgl. mhd. brōtsac E.: s. brōt (1), schap L.: MndHwb 1, 355 (brôtschap), Lü 67b (brôtschap)

brūtwertschap

KöblerMnd

brūt·wertschap

brūtwertschap , F. nhd. Hochzeitsfeier, Hochzeitsmahl E.: s. brūt, wertschap L.: MndHwb 1, 362 (brûtwerschop), Lü 68b (brûtwerschop)

börgeschap

KöblerMnd

börgeschap , F. Vw.: s. börgeschop (1)

bēdeschap

KöblerMnd

bēde·schap

bēdeschap , N. nhd. kleiner Privataltar, Schrein mit Heiligenbild E.: s. bēde (5), schap (1) L.: MndHwb 1, 163 (bēdeschap)

bērschap

KöblerMnd

bēr·schap

bērschap , N. nhd. Bierverschlag, Verschlag zur Bieraufbewahrung E.: s. bēr (1), schap (1) L.: MndHwb 1, 227 (bêrschap)

bōdeschap

KöblerMnd

bōdeschap , F. Vw.: s. bōdeschop (1)

bōkschap

KöblerMnd

bōk·schap

bōkschap , N. nhd. Bücherschrank E.: s. bōk (2), schap (1) L.: MndHwb 1, 310 (bôkschap)

bōlschap

KöblerMnd

bōl·schap

bōlschap , F. Vw.: s. bōleschop L.: Lü 60b (bôlschap)

cirkelbrö̂derschap

MNWB

° cirkelbrö̂derschap , f. , Gesellschaft der Lübecker Zirkelbrüder.

Dannenschap

MeckWBN

dannen·schap

Wossidia Dannenschap n. Kiefernzapfen Gü Güstrow@Lalendorf L etschow. Syn.: Schap, Dann-, Keinappel, Dannenbull.

Dörpschap

MeckWBN

dorp·schap

Wossidia Dörpschap n. Dorfschaf; Pl. Schafe der Tagelöhner innerhalb der Gutsherde Sta Stargard@Warlin Warl .

Ableitungen von schap (5 von 5)

beschapen

MeckWB

beschapen Adj. beschaffen Babst Kön. 7; Mi 7 b ; Reut. 3, 186; Hey. Punsch. 117. Dä. 34 b .

entschap

KöblerMnd

entschap , F. Vw.: s. endeschop* L.: Lü 99a (entschap)

geschāpen

MNWB

geschāpen , part. prt. adj. , beschaffen, s. schāpen, scheppen.

schāpe

MNWB

~schāpe, m. , kesselartiges Schöpfgerät mit einem Stiel. —

unschapen

KöblerMnd

unschapen , Adj. Vw.: s. unschāpen

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APA
Cotta, M. (2026). „schap". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schap/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „schap". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schap/wwb. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schap". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schap/wwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_schap_2026,
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