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Wulf

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Wulf Pl.

Bd. 7, Sp. 1551
Wossidia Wulf Pl. Wülw m. I. Wolf, canis lupus 1. Sachliches: der Wolf gehört zur heimischen Fauna; 'nach dem 30jähr. Kriege nahmen die Wölfe so überhand, dass sie in starken Rudeln bis an die Thore der Städte kamen' Struck Säug. 8; Mag. 136; Abdruck einer Verord. des Herzogs Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow aus dem Jahre 1662, durch die zur Bekämpfung der Wölfe, die 'sich noch immer mehr und mehr vermehren', mit 'Krans-Augen (s. Kraunsog') und Wolffs-Gruben' aufgerufen wird ebda; 'im Jahr 1720 sollen die Wölfe in der Güstrowschen Gegend noch sehr häufig gewesen seyn' Siemss. Nat. 1, 69; abweichend: 'weil seit den Zeiten des Herzogs Friedrich Wilhelm († 1713) die Wölfe in Mecklenburg dergestalt ausgerottet sind, daß die Schafe gewiß für dieselben in sicherer Ruhe seyn können' Gem. Aufs. 1769, S. 202b; nach 1750 wird nur noch von vereinzelten Wölfen berichtet, so wurde 1787 ein Wolf bei SchwSchwerin@PlatePlate geschossen: Siemss. Nat. 1, 70; bei LuLudwigslust@FriedrichsmoorFriedr soll 1795 der letzte junge Wolf gefangen worden sein: Arch. Landesk. 16, 231; bei SchwSchwerin@SukowSuk wurde 1800 ein mächtiger Wolf erlegt: ebda; bei PaParchim@GarwitzGarw sollen 1803 oder 1804 zwei Wölfe mit dem Beil erschlagen worden sein: Heim. 1, 150b; '1826 ... beobachtete (man) ... 3 Wölfe in Mecklenburg, welche wahrscheinlich durch eine Jagd aus den Oderbrüchen her verschlagen waren' Arch. Landesk. 17, 381; vom Biß eines tollen Wolfes mit tödlichem Ausgang wird 1563 berichtet: Jb. 26, 81. 2. sprachlicher Niederschlag a. lupus 'ein Wulff' Chytr. 363; Wulf Monschr. 4, 334; Wulw Mi 109b; 'De wulve mochten myk hebben ghebeten' Red. Ost. 1661; 'da he ock heft palholtz geholet und syne thune wolde beteren, dath eme de wulf von dem have bleve' (1547) Steinm. Criv. 136; min Unkel, de Wulf in Polen (sagt der Fuchs) Bri. 3, 21; vereinzelt schwach dekliniert: dor seggt de Voß to 'n Wulfen Wa; häufig als Kinderscheuche: dei Wulf kümmt öft.; dei Wulf nimmt di mit GüGüstrow@BülowBül; HaHagenow@TessinTess; StaStargard@GalenbeckGal; dei Wulf frett di up WiWismar@GoldebeeGold; dei Wulf sall di biten GüGüstrow@LüssowLüss; Rothsp; HaHagenow@PicherPich; de Wulf sall di halen RoPetsch; in 'n Busch (Wald) is de Wulf un de Voß, dei bitt di SchwSchwerin@PinnowPinn. b. Bauernregeln: Lichtmeß (2. 2.) süht 'n ok leiwer 'n Wulf in den Stall as de Sünn Schill. Nachl.; Günth. Hs.; Wenn Lichtmissen de Sünn upblickt, Dat is so got, as wenn de Wulf in 'n Schapstall kickt Wa Waren@MalchowMalch; Lichtmissen kickt de Wulf in 'n Schapstall scheint die Sonne schon Schwarz; wenn ierst Marien (25. 3.) de Wulf in 'n Schapstall kickt (die Sonne scheint), möt de Scheper de Ür (s. Üürt1) uppe Hill' staken RoGres; Bartelmeis (24. 8.) möt de Hawern meiht sin, süs kümmt de Wulf dortwischen Marl; süs bitt em de Wulf Langsd. c. Vgll., Rdaa.: gierig as 'n Wulf RoKlock; fräten don s' (Ferkel) as de Wülw Ribn; dei frett as 'n heithungrigen Wulf WaWaren@VipperowVipp; he frett as 'n Wulf in de Nijohrsnacht HaHagenow@BoizenburgBoiz; he liggt dor as 'n snäden Wulf hilflos StaStargard@WesenbergWes; di geiht 't, as 't den Wulf güng' bi 't Husbugen (dieser wartete im Winter damit bis zum Sommer, im Sommer war es ihm zu heiß) Ma; de See brüllt as sonn' Haud' Wülw (wenn das Eis birst) Wo. Sa.; he betert sick aß een jung Wulf Mantz. Ruh. 13, 52; ick wir ok ihrer 'n Wulf mauden wäst as di habe dich überhaupt nicht erwartet LuLudwigslust@LaupinLaup; hei is den Wulf in 'n Rachen follen in die Hände eines unersättlichen Gegners geraten Schill. Nachl.; bei abnehmendem Monde: de Wulf jag't de Man MaMalchin@TeschowTesch; bei Neumond: de Wulf hett den Maand upfräten RoWustr; wenn die Mähne eines Pferdes verfilzt ist: hei is von'n Wulf räden WiWismar@MankmoosMankmoos; wenn Lichtmeß (vgl. b) das Futter knapp ist: de Wulf hett up 'n Bœhn käken Wa; bei Sonnenregen: nu deit den Wulf de Buk weih RoKröp; nu pissen de Wülw Wa; dor (mit einem dummen Menschen) kann'n Wülw mit hissen up 'n blanken Ies RoLicht; dor (mit einer häßlichen Frau) kann 'n Wülw mit ut 'n Holt hissen Ro; Spott über Prahler: laht riehten! 5 Schape up eenen Wulf: Bieten se em dodt, so bieten se em dodt Mantz. Ruh. 18, 15; Aufforderungen zum Essen: nu haug't in, ji Wülw! Wa; frät't, ji Wülw! WaWaren@EldenburgEld; von einem Bauern, der sehr schlechten Acker hat: hei wahnt up 'n hungrigen Wulf HaHagenow@RedefinRed. d. Sprww., Beispielsprww.: wur de Wulf liggt, dor bitt hei nich Diebe stehlen nicht in ihrer unmittelbaren Umgebung Günth. Hs.; Bri. Volkssp. 26; 'dewyle ... de Wulff nicht gerne up der Velt marckede de Schape bith' Gry. Paw. M 4a; de Wulf bitt oock tellde Schape bloßes Zählen genügt nicht Mantz. Ruh. 18, 16; tellt Schap frett ok de Wulf Bri. 5, 56; ok swart Schap bitt de Wulf Äußerliches bietet keinen Schutz WaWaren@MalchowMalch; wen sick tom Schap maakt, frett de Wulf Bri. Volkssp. 28; liggen Wulf (Dat.) löppt keen Schap in 'n Hals WaWaren@SchwarzSchwarz; beim Eintritt ins Haus einem anderen den Vortritt lassend: ierst de Wulf un denn dat Lamm GüGüstrow@BützowBütz; wat na kümt, dat bitt de Wulf man soll nicht auf Nachgaben hoffen Mantz. Ruh. 24, 56; Reut. 4, 110; 7, 469; Stillfr. Köst. 2, 238; beim Kartenspiel Wa; wenn man beim Kartoffelnaufnehmen nach der letzten Kartoffel greift: de letzt bitt de Wulf RoGPotr; de ollen Propheten sünd dod, un de nigen bitt de Wulf Reut. 6, 236; wenn man von 'n Wulf spreckt, is he nich wit af Bri. Volkssp. 26; Mantz. Ruh. 21, 23; Monschr. 1791, S. 335; WaWaren@SchwarzSchwarz; SchwSchwerin@PampowPamp; Reut. 2, 391; wenn man œwer 'n Wulf spreckt, sitt hei all hinner 'n Busch Wo. Sa.; de Wulf lett wol van Haaren, äverst nich van Nücken Mantz. Ruh. 24, 55; dat möt 'n kollen Winter sin, wo een Wulf den annern frett GüGüstrow@Groß RidsenowGRids; wat kann ick dorför, dat dat Schap so gaut smeckt, säd' de Wulf Wo. Sa.; sünd all' min, säd' de Wulf, as hei in 'n Schapstall kem Günth. Hs.; dat is ne nette Gesellschaft, säd' de Wulf un kek in 'n Schapstall RoRibn; ick ward' keen Narr sin, säd' de Wulf, un mi von de Schap biten laten Wa; dat hett de Wulf dan, säd' de Scheper, as he markt, dat em 'n Schap stahlen wir Gü Güstrow@BützowBütz. e. Kinderreime, Spiele; im Abzählreim: Wenn he kümmt un will uns slahn, willen wi seggen, de Wulf hett 't dan Wo. V. 4, 896; im Laternenlied: Wenn blot de böse Wulf nich kem 623; 625; im Spielreim: De Wulf kem un namm 't StaStargard@KrickowKrick; Wulf un Gäuschen Greifspiel mit Wechselgespräch Schildt 99; beschrieben auch Bd. 3, 65 als Wulf un Gäus' oder Wulf un Schap; Wulf der Verfolger beim ähnlichen Wagenwulf- spiel (s. Bd. 7, 1099) Gü, Ha, Pa, Wi; Schap un Wulf Seemannsspiel an Bord, s. Schap II 4. 3. Brauchtum und Aberglaube a. wie vom Roggenwulf spricht man vom Wulf als dämonischem Tier im wogenden Kornfeld: de Wulf sitt in 't Kuurn Ha, Lu, Pa, Sta; SchöSchönberg@RaddingsdorfRadd; WiWismar@ZarfzowZarfzow; de Wulf is in 't Kuurn Wa; HaHagenow@RedefinRed; dei Wulf geiht dörch dat Kuurn Wa; HaTess; de Wülw gahn in 't Kuurn WaWaren@LeizenLeizen; de Wulf treckt dörch dat Kuurn PaParchim@BenzinBenz; dei Wulf jagt't ebda; Lu; Warnung an die Kinder: gaht nich in 't Kuurn, dor frett juch de Wulf! StaStargard@SadelkowSad; Rda., wenn jem. bei der Ernte schlappmacht: dei Wulf hett em bäten Ma, Sta; wenn de rode Rust (Pilzkrankheit, s. Rost m.) up dat Kuurn set, dat einen de witten Armels rot würden, denn würd' seggt: dor is de rod' Wulf œwer hengahn GüGüstrow@KritzkowKritzk; nach dem Volksglauben steckt in der letzten Garbe der Wulf, s. Karte; davon die Rdaa.: du (wer die letzte Garbe abmäht oder bindet) kriggst den Wulf allgem.; hei hett den Wulf krägen allgem.; hei hett den Wulf inbunnen Ro, Wi; dei is dei Wulf worden Wi; Atl. d. Volksk. 92 f.; nu (wenn die letzte Ecke gemäht wird) kümmt de Wulf rut RoKühl; Wulf die letzte Garbe selbst, vielfach in besonderer Weise gebunden Schö, Wi, Ro, Gü, Ma; vereinzelt Ha, Schw, Pa, Wa; Atl. d. Volksk. 94; Fromm Meckl. 118; Web.Kell. 489; Grenze zum Syn. de Oll (s. olt 2 e) in Festschr. Wo. 110; Wulf das letzte Fuder Atl. d. Volksk. 97; zu dem mit der letzten Garbe verbundenen Brauchtum vgl. Fromm Meckl. 119; Bartsch 2, 309—311; Wo. Ernt. 32 ff. b. von dem ersten Flachsbund, das man in den Brakaben setzt, sagt man: dat is de Wulf, dei hött dat Flaß RoAHeide. c. vor allem in den Twölften darf man den Namen des Wolfes nicht nennen, da er einem sonst Schaden zufügt: (1683) Bär. Ges. 1, 3, 313; 'da nennet ein Schäfer lieber den Teufel als den Wolf, aus Beysorge, er komme ihm sonst unter seine Schaafe' Franck Meckl. 1, 55; Mantz. Ruh. 21, 23; wenn man de Wülw nennt in de Twölften, sœlen se eenen angahn Wa; statt Wulf muß man sagen de Grag', de Gris', dat Eisk, dat Undiert: Mecklenburg Heimatbuch 200; vgl. auch Feldhund; auch darf man in den Twölften die Ställe nicht ausmisten, süs kratzen sick de Wülw 'n Lock ünnert Süll dörch PaParchim@WulfsahlWulfs; WaWaren@VipperowVipp; Bartsch 2, 245 f.; die Wölfe können einem nichts antun, wenn man sich 'n Druppen Blaut von dat Johannskrut in 't Hemd smeert LuLudwigslust@WarlowWarl; vor dem Feierabend soll man die Sense noch einmal streichen, süs bitt ehr de Wulf WiWismar@MankmoosMankmoos; wer bei der Trauung während des Ringwechsels sagt: Ick de Wulf un du dat Schap, führt in der Ehe das Regiment PaParchim@GrambowGramb; damit das Vieh besser gedieh doublecol und nicht die Blähsucht (s. Verfang2) bekam, sagte man beim ersten Austrieb der Kühe: gaht, frät't un suupt wie de Wülw! Lu Ludwigslust@LeussowLeuss; StaStargard@GolmGolm; beim Börnen und Füttern der Kühe, Kälber und Fohlen: sup as 'n Wulf un bäter di! Helpt; sluk as 'n Wulf, verfang' di nich! LuLudwigslust@EldenaEld; Bartsch 2, 445; sluk 'n Wulf! SchöSchönberg@VitenseVit; LuLudwigslust@TewswoosTewsW; frät un sup von 'n witten Wulf! WaWaren@Groß GievitzGGiev; da, Wulf, sluk! (dabei in den Eimer speien) PaParchim@SpornitzSporn; de Wulf slückt un verfangt sick nich LuLudwigslust@LaupinLaup; züh, wo de Wulf sluckt! SchöSchönberg@QuestinQuest; im Märchen: hei ... is verwünscht in 'n witten Wulf S. Neum. Volksm. 151. II. übertr. andere Tiere und Menschen: de groten Wülw vom Vieh SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; dor kamen de Ribnitzer Wülw, säden de Olthäger, as wi toierst zeisen deden RoRibn. III 1. durch Reibung aneinanderliegender Hautstellen entstandenes Wundsein: intertrigo 'de Wulff am hindersten, wenn einer de hudt dOerch rydet edder geit' Chytr. 342; Rost. Arzn. 54a; Wulf intertrigo Niem. Idiot. 28; K. har n' Wulf sick lopen Less. Hell. 139; sick 'n Wulf riden allgem.; wenn een sick 'n Wulf gahn hett, ward em seggt, he sall sick 'n Solthiring dörchtrecken Wa. 2. a. Spr. eine Hautkrankheit: herpes exedens 'de Wulff' Chytr. 339. IV 1. a. Spr. Feuerungsanlage: 'enen wulleff under der pannen' (Wi 1523) Schill.-Lübb. 5, 786b; weitere Belege ebda; bes. in der Darre aufgeführtes Mauerwerk, das die Hitze der Darre zuführt: 'die darn und darin befindlichen also genahmten wolff allemahl fleißig außfegen und reinigen laßen' (Wi 1665) ebda; 'nur alsdann geben die niedrigeren Darren ein gutes, kräftiges und süßes Malz, wenn sie auf einem dichten Wolf liegen (so nennt man den Ofen unter der Darre), der keine Löcher hat, durch welche nebst dem Rauch auch die Hitze des Feuers dringen kann' Eng. Landw. 2, 26; gemauerter Rauchfang, der nicht als Schornstein durch das Dach geführt ist, sondern oben offen im Dachgeschoß endet, s. Schostein 1 b; 'die Schornsteine müssen aus dem Dache gezogen sein, und sind sogenante Wölfe und Schwibbögen überall nicht zulässig' (in den Städten) Arch. Landesk. 1867, S. 158; seem. auf Dampfern Raum hinter der Feuerbrücke: dat Füer geiht dörch de Füerbrügg' in 'n Wulf Ro. 2. Reißwolf, Maschine zum Auseinanderreißen der Wolle vor der Verarbeitung: Wulf heit de grote Trummel, dee is all' vull scharpe Tappens, dee ritt de Wull ut'nein Wa; Schö; WaWaren@MalchowMalch; teilweise von Sträflingen betrieben, daher die Rda. Wülw höden im Gefängnis sitzen Ro; dei is nah Rœbel un hött Wülw WaWaren@JabelJab. Vgl. wulwen. 3. seem. Balken am Steven Wi; am Mast: Wülw baben an de Mast, wo de Wanten upleggt warden RoRibn. 4. zimmermannssprl. nicht gut zueinander passend gearbeitete Verbindung: 'Wolf oder Wulf sagen die Zimmerleute, wenn der Zapfen eines Ständers für das Loch oder die Verkämmungen gegeneinander zu groß und undicht gerathen sind und viel Zwischenraum zu sehen ist' Behr. Landbauk. 232a. 5. eine Art Festbrot in Ro Mantz. Ruh. 21, 22; 'Rostochii adhuc datur panis ostensionarius, quem vocant eenen Wulf' 7, 34. — PN.: 'hermannus wulf' (vor 1257) Brockm. 98; 'Willeken Wůlvesbergh' (1357) UB. 14, 133; 'Heyne Wlveskrůgh' (1376) 19, 59; Hundename: Wolf Schw Pamp; LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch. FN.: Wulf; Witten, Verhungerten Wulf; Wulfsäuwer, -bäk, -barg, -brak, -brauk, -bülgen, -busch, -grauw, -hagen, -holt, -hörn, -horst, -kamer, -knick, -koppel, -kraug, -kul, -kutt, -lock, -magen, -muur, -rämel, -reid', -sal, -schün, -slucht, -sneis', -uurt, -viertel, -warder, -weg, -wickel, -winkel, -wisch. Zss.: Aust-, Bom-, Bor-, Frät-, Hawer-, Immen-, Köter-, Kul-, Oorn-, Roggen-, Schuter-, Tüffel-, Wagen-, Water-, Weiten-, Wer-, Wullwulf. — Mnd. wulf. — Br. Wb. 5, 302; Dä. 559b; Da. 251a; Kü. 3, 827; Me. 5, 732.
12507 Zeichen · 231 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    wulfst. M. (a)

    Köbler As. Wörterbuch

    wulf , st. M. (a) nhd. Wolf (M.) (1) ne. wolf (N.) ÜG.: lat. lupus H Hw.: s. wolvassêpa*; vgl. ahd. wolf (st. M. a) Q.: …

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    wulfst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    wulf , st. M. (a) nhd. Wolf (M.) (1) ÜG.: lat. lupus Gl Vw.: s. bío-, heoru-, wæl-, -hlī̆þ, -hol, -pytt, -séaþ Hw.: vgl.…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wulfM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    wulf , M. nhd. Wolf, Wolfsfell, Wolfspelz, gieriger grausamer Mensch, Name von Hautkrankheiten, in der Malzdarre der eig…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wulf

    Goethe-Wörterbuch

    Wulf [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wulf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wulf. bei Pflanzennamen Abkürzung für Franz Xaver von Wulfen , geb. 5. Nov. 1728 in Belgrad, gest. 16. März 1805 in Klag…

  6. modern
    Dialekt
    WulfPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wulf Pl. Wülw m. I. Wolf, canis lupus 1. Sachliches: der Wolf gehört zur heimischen Fauna; 'nach dem 30jähr. Kriege nahm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wulf

71 Bildungen · 55 Erstglied · 16 Zweitglied · 0 Ableitungen

wulf‑ als Erstglied (30 von 55)

wulfangel

KöblerMnd

wulf·angel

wulfangel , M. nhd. Wolfsangel, Wolfseisen Hw.: vgl. mhd. wolfangel E.: s. wulf, angel W.: s. nhd. (ält.) Wolfangel, F., „Wolfangel“, Wolfsa…

Wulfbinner

MeckWB

wulf·binner

Wulfbinner f. Binderin, die die letzte Garbe bindet Gü Prüz ; Ma Gnoi .

Wulfbiter

MeckWB

wulf·biter

Wulfbiter m. Mäher, der die letzten Halme mäht: du büst de Wulfbiter, würd' seggt to denn', dee de letzt Eck afmeihen ded' (bei Ha Zarr ) Wo…

Wulfdräger

MeckWB

Wulfdräger m. Mäher und Binderin, die die letzte Garbe ins Dorf trugen Ma Kitt .

wulfdrū

KöblerMnd

wulf·drū

wulfdrū , F. nhd. Wolfsfalle, Wolfseisen ÜG.: lat. cassula?, decipula? E.: s. wulf, drū L.: Lü 597b (wulfangel/wulfdrû)

wulfellei

KöblerMnd

wulfellei , Sb. Vw.: s. wulveleie L.: Lü 597b (wulfellei)

wulfen

KöblerMnd

wulfen , sw. V. Vw.: s. wulven L.: Lü 597b (wulfen)

wulfescamb

KöblerAe

wulfescamb , st. M. (a) nhd. wilde Karde, Eberwurz? ÜG.: lat. chamaeleon Gl Q.: Gl E.: s. wulf, camb (1) L.: Hall/Meritt 425a

wulfestæsel

KöblerAe

wulfestæsel , st. F. (ō) nhd. wilde Karde, Kardendistel E.: s. wulf, tǣsel L.: Hall/Meritt 425a

Wulfgarw

MeckWB

Wulfgarw s. Wulfsgarw .

Wulfgesang

MeckWB

wulf·gesang

Wulfgesang m. a. Spr. Wolfsgeheul: 'up dat nemandt ... bewagen und bedragen mochten werden, den wulffgesanck mit en tho hulende tho erer eig…

wulfhlī̆þ

KöblerAe

wulfhlī̆þ , st. N. (a) nhd. von Wölfen bewohnter Abhang E.: s. wulf, hlī̆þ L.: Hall/Meritt 425a, Lehnert 243a

wulfhol

KöblerAe

wulf·hol

wulfhol , st. N. (a) nhd. Wolfsbau ÜG.: lat. lupina Gl Q.: Gl E.: s. wulf, hol (1) L.: Hall/Meritt 425a

wulfhunt

KöblerMnd

wulf·hunt

wulfhunt , M. nhd. Wolfshund, Schäferhund E.: s. wulf, hunt W.: s. nhd. Wolfhund, Wolfshund, M., Wolfshund, DW 30, 1268? L.: Lü 597b (wulfan…

wulfinne

KöblerMnd

wulf·inne

wulfinne , F. Vw.: s. wulvinne L.: Lü 597b (wulfinne)

wulflēvinge

KöblerMnd

wulflēvinge , F. nhd. Nachkommenschaft des Wolfes, Jungen des Wolfes E.: s. wulf, lēvinge (2) L.: Lü 597b (wulfangel/wulflêvinge)

wulfpytt

KöblerAe

wulfpytt , st. M. (a) nhd. Wolfsbau? E.: s. wulf, pytt L.: Hall/Meritt 425a

Wulfsangel

MeckWB

wulf·sangel

Wulfsangel m. ä. Spr. sich nicht lösende Nachgeburt bei der Kuh: 'wenn sie den sogenannten Wolfsangel hat oder ihr der Hamen stehen bleibet …

Wulfsbitt

MeckWB

wulf·s·bitt

Wulfsbitt n. a. Spr. Gebiß für hartmäulige Pferde: lupatum 'ein hart Gebitt, Wulffsbitt' Chytr. 367.

Wulfsdäk

MeckWB

Wulfsdäk f. a. Spr. Wolfshaut, -pelz: '1 wolwes deken' (Wi) Schill.-Lübb. 5, 786 b ; 'ene wolves dekene' (Wi) ebda. Zu Deck, Däk f.

wulf als Zweitglied (16 von 16)

bíowulf

KöblerAe

*bíowulf , st. M. (a) nhd. „Bienenwolf“, Bär (M.) (1) Q.: PN E.: s. bío, wulf L.: Hh 24

bērwulf

KöblerMnd

bēr·wulf

bērwulf , M. nhd. Werwolf E.: s. bēr?, wulf L.: MndHwb 1, 229 (bērwulf), Lü 43a (berwulf) Son.: jünger

grīpenwulf

KöblerMnd

grīpenwulf , M. nhd. greifender Wolf, reißender Wolf, Räuber, Feind, Teufel Hw.: s. grīpwulf E.: s. grīpen (1), wulf L.: MndHwb 1/2, 163 (gr…

grīpwulf

KöblerMnd

grīpwulf , M. nhd. greifender Wolf, reißender Wolf, Räuber, Feind, Teufel Hw.: s. grīpenwulf E.: s. grīpen (1)?, wulf L.: MndHwb 1/2, 163 (g…

heoruwulf

KöblerAe

heoruwulf , st. M. (a) nhd. Krieger E.: s. heoru, wulf L.: Hall/Meritt 179b

immenwulf

KöblerMnd

immen·wulf

immenwulf , M. nhd. Bienenfresser (eine Vogelart) ÜG.: lat. merops apiaster I.: Lüt. lat. merops apiaster? E.: s. imme, wulf W.: s. nhd. (äl…

Kuurnwulf

MeckWBN

Wossidia Kuurnwulf m. wie Roggenwulf Schw Schwerin@Boldela Bold .

warwulf

KöblerMnd

war·wulf

warwulf , M. nhd. Werwolf Hw.: s. werwulf E.: s. mhd. werwolf, st. M., Werwolf; ahd.? werwolf*, st. M. (a), Werwolf; s. war (1)?, wulf W.: v…

werwulf

KöblerMnd

wer·wulf

werwulf , M. nhd. Werwolf Hw.: s. warwulf; vgl. mhd. werwolf, mnl. weerwolf E.: s. mhd. werwolf, st. M., Werwolf; ahd.? werwolf*, st. M. (a)…

wraswulf

KöblerMnd

wraswulf , M.? nhd. „Rasenwolf“?, eine Pferdekrankheit, ein Wurm? ÜG.: frz. farcin? E.: s. wrāse?, wulf? L.: Lü 596a (wraswolf)

wælwulf

KöblerAe

wælwulf , st. M. (a) nhd. Krieger, Kannibale E.: s. wæl, wulf L.: Hall/Meritt 393b

ērdwulf

KöblerMnd

ērdwulf , M. nhd. Hamster? E.: s. ērde, wulf L.: MndHwb 1, 611 (ērtwulf) Son.: örtlich beschränkt

ērtwulf

KöblerMnd

ērtwulf , M. Vw.: s. ērdwulf*