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Rübe

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Rübe Die

Bd. 3, Sp. 880b
Die Rübe, Mz. — n; Vw. das Rübchen, O. D. — lein, die runde dicke und spitz zulaufende fleischige Wurzel mancher Gewächse. Die gelbe Rübe, Mohrrübe, Möhre. S. d. Die rothe Rübe oder Beete, Mangold. S. d. Die Kohlrübe, Oberrübe, Unterrübe. S. d. I manchen Gegenden heißt auch der Rettig Rettigrübe. I engerer Bedeutung nennt man Rübe schlechthin, und zum Unterschiede von den vorigen weiße Rübe, in Baiern Rahbe, eine Art des Kohles mit einer fleischigen, bald plattrunden, bald langrunden in eine Spitze endenden Wurzel, welche als Gemüse genossen wird (Brassica rapa L.). Man theilt sie überhaupt in Wasserrüben und Steckrüben welche mehrere Abänderungen haben, die sich durch Samen fortpflanzen lassen. S. d. und Mairübe, Herbstrübe, Stoppelrübe, Tellerrübe  Die lange, runde weiße Rübe ist ebenfalls eine solche Art, zu welcher die lange weiße Guckelrübe gehört, weil sie aus der Erde hervorragen. Die Feldrübe, Gartenrübe. Die Teltowischen und Karbischen Rüben sind klein und länglich und gehören zu den Steckrüben; die letzten sind überdies durch und durch röthlich von Farbe. Ein Gericht Rüben. Welke Rüben, gewelkte, getrocknete Rüben, welche auch als ein Gemüse bereitet werden. Die große weiße Rübe, Futterrübe oder Runkelrübe und Turnipse ist sehr groß und wird zum Viehfutter gebraucht. Х Alles untereinander mengen, wie Kraut und Rüben, d. h. unordentlich. Х Einem ein Rübchen schaben, im gemeinen Leben, besonders bei Kindern, seine Schadenfreude an den Tag legen, oder einen necken und beschämen, dadurch daß man mit dem Zeigefinger der rechten Hand wiederholt über den der linken Hand so hin streicht als wenn man eine Rübe schabte. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung nennt man Rübe 1) noch einige andere Pflanzen. So heißt der Rapunzel (Phyteuma spicata), weißes Rüblein. S. d. Die Zaunrübe, welches wahrscheinlich aus Zaunrebe verderbt ist. 2) Der in den Schwanz des Pferdes hinuntertretende Theil des Rückgrathes, wegen seiner Ähnlichkeit mit einer langen Rübe; bestimmter die Schwanzrübe, Schweifrübe. 3) Einige Arten der Stachelschnecke, welche zu den Spindeln gehören, wovon die eine (Murex canaliculatus L.) aschgrau und gelbgestreift ist und deren Gewinde am Wirbel durch einen Rinnengang abgesondert sind, die andere aber, die geschwänzte Rübe (Murex spirillus L.) rund und bauchig ist und einen langen walzenförmigen Schwanz hat. 4) Eine Art Blasenschnecken (Bulla rapa L), welche gelblich, fast kugelrund ist und einen etwas gedrehten Wirbel und krummen Schwanz hat.
2519 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹rü̂be

    Mittelniederdeutsches Wb.

    1 rü̂be s. 2 rö̂ve.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rübe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Rübe , plur. die -n, Diminut. das Rübchen, Oberd. Rüblein. 1) In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, ein Nahme der…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rübe

    Goethe-Wörterbuch

    Rübe einmal Rub- 1 Nutzpflanze mit einer dickfleischigen (eßbaren) Wurzel a als Ackerpflanze Jestetten mit fruchtbarer U…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rübe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rübe , die durch Kultur ausgebildete dicke, fleischige Wurzel mehrerer Arten der Gattungen Beta, Brassica und Daucus , d…

  5. modern
    Dialekt
    Rueb(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Rueb(e) , Rüebe , Rub [Rìapə Liebsd. Fisl. ; Rîəwə Heidw. ; Rìəwə Dollern ; Rỳawə Hüss. ; Ryèp Ensish. …

  6. Sprichwörter
    Rübe

    Wander (Sprichwörter)

    Rübe 1. Aus Rüben lässt sich kein Blut zapfen (pressen). Was einer nicht hat, kann er nicht geben, kann man ihm auch nic…

  7. Spezial
    Rübe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rü|be f. (-,-n) re (res) m. ▬ gegorene Rübe n descel m. , joscel m. ; kleine, gedörrte Rübe posslin m. ; Gelbe Rübe (Dau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruebe

366 Bildungen · 223 Erstglied · 143 Zweitglied · 0 Ableitungen

ruebe‑ als Erstglied (30 von 223)

Ruebe(n)rätsch

Idiotikon

Ruebe(n)rätsch Band 6, Spalte 1842 Ruebe(n)rätsch 6,1842 u.

Ruebe(n)salāt

Idiotikon

Ruebe(n)salāt Band 7, Spalte 691 Ruebe(n)salāt 7,691

Rübeland

Campe

ruebe·land

Das Rübeland , — es, Mz. — länder , ein mit Rüben bebautes oder zum Rübenbau taugliches Land. Als Eigennamen kömmt es in der Erdbeschreibung…

Rübelizeug

Meyers

Rübelizeug , grobes Barchentgewebe in der Schweiz.

Rübenach

Meyers

ruebe·nach

Rübenach , Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Koblenz, an der Staatsbahnlinie Mayen-Ost-Koblenz, hat eine kath. Kirche, ein Tonwerk und (1…

Rübenacker

Campe

rueben·acker

Der Rübenacker , — s, Mz. — äcker , ein mit Rüben besäeter oder bewachsener Acker; das Rübenfeld , ein solches Feld, der Rübengarten , ein s…

Rübenarsch

RhWB

rueben·arsch

Rüben-arsch m.: mit R. werden die Dörfer geneckt, deren Kirmes in die Zeit der R.ernte fällt, z. B. Neuw-Dattenbg , May-Miesenh .

rübenartig

DWB

rueben·artig

rübenartig , adj. wie eine rübe, dem aussehen, den eigenschaften nach ihr gleichend.

Rübenau

Meyers

ruebe·nau

Rübenau , Dorf in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Marienberg, im Erzgebirge, nahe der böhmischen Grenze, hat eine evang. Kirche, Nagelsc…

Rübenback

RhWB

rueben·back

Rüben-back -a-, –ǫ- SNfrk m.: Trog, in dem die Futterrüben zerstossen werden.

rübenbau

DWB

rueben·bau

rübenbau , m. bau, anbau der rüben, in moderner sprache vor allen der zuckerrübe.

Rübenbauer

PfWB

rueben·bauer

Rüben-bauer m. : 'Bauer, der vorn. Zuckerrüben anbaut', -baueʳ [verbr. VPf, KU-Kaulb]. SHW Südhess. IV 1491 ; RhWB Rhein. VII 553 . —

rübenbeet

DWB

rueben·beet

rübenbeet , n. beet, mit rüben bepflanzt: mitten inn den garten soltu die länder ausztheilen, also das die rubenbeth den grösten platz einha…

Rübenbeil

PfWB

rueben·beil

Rüben-beil n. : 'Beil zum Abhacken der Rübenblätter ', -beil [ FR-Albsh ]; vgl. PfWB Rübengrutzer 1. SHW Südhess. IV 1491 . —

Rübenbiß

PfWB

rueben·biss

Rüben-biß m. : im SprW.: Ääⁿ Riwebiß macht hunnert Schiß, von der Weißrübe, die den Stuhlgang fördert [KL-Fischb Wilde 144]. —

Rübenbläch

RhWB

rueben·blaech

Rüben-bläch -blEk Lennep n.: 1. dass. — 2. übertr. verächtl. de hät en R. op der Mauen (Ärmel) Schmutzstelle, weil der Besitzer den Ärmel zu…

Rübenblätter

PfWB

rueben·blaetter

Rüben-blätter Pl. : 'Blattwerk der Rübe', ein Grünfutter für Kühe, -bläddeʳ, -bläreʳ, s. PfWB Blatt [verbr.]; vgl. PfWB Dickrübenblatt , PfW…

rübenblatt

DWB

rueben·blatt

rübenblatt , n. : die zamen rüben seind am stengel und blettern dem rettich seer gleich, doch die rübenbletter sind zarter und grüner. Fuchs…

rübenboden

DWB

rueben·boden

rübenboden , m. boden, welcher zum anbau von rüben geeignet ist. in moderner sprache besonders in bezug auf die zuckerrübe.

rübenbohne

DWB

rueben·bohne

rübenbohne , f. eine ausländische bohnenart, dolichos bulbosus. ihre rübenartige wurzel wird gegessen. Oken 3, 1664 . bei Nemnich rübenbaum.

ruebe als Zweitglied (30 von 143)

Baurübe

PfWB

bau·ruebe

Bau-rübe f. : ' die im Bauacker gepflanzte Rübe ', im Gegensatz zur Stoppelrübe, Baurib (-rīb) [verbr.].

Beißrübe

Adelung

beiss·ruebe

Die Beißrübe , plur. die -n, ein Nahme, der in einigen Oberdeutschen Gegenden den rothen Rüben oder der Beete gegeben wird. S. Adelung Beete…

blutigtrübe

GWB

blutig·truebe

blutig-trübe Zusammenschreibung GWB 15 2 ,77 wohl iSv Blutvergießen verheißend u düster [ Helena üb Phorkyas: ] Gebietrisch mir den Weg vert…

dauerrübe

DWB

dauer·ruebe

dauerrübe , f. die sich im winter gut hält, nicht verdirbt. gute Teltower dauerrüben werden in den Berliner zeitungen häufig angezeigt.

dickrübe

DWB

dick·ruebe

dickrübe , f. beta altissima, runkelrübe. s. DWB dickwurzel .

Dohlrübe

PfWB

Dohl-rübe f. : 'Zaunrübe (Bryonia alba)', Dohlrieb [LA-Venn u. Umg.]; vgl. Dollrübe . SHW Südhess. I 1557 ; RhWB Rhein. I 1385 .

Êrdrübe

Adelung

erd·ruebe

Die Êrdrübe , plur. die -n. 1) In einigen Gegenden, ein Nahme der Erdäpfel oder Erdbirnen, S. Adelung Erdapfel . 2) S. Torsche.

feldrübe

DWB

feld·ruebe

feldrübe , f. brassica rapa, stoppelrübe, unterschieden von der steckrübe.

Frankenrübe

PfWB

franken·ruebe

Franken-rübe f. : 'Runkelrübe', Pl. Frankeriewe [ Wilde 216 (um Landau)], Frank- [ BZ-Kling ]. Syn. s. PfWB Dickrübe 1. —

frührübe

DWB

frueh·ruebe

frührübe , f. die mairübe, tellerrübe, rapa sativa rotunda, radice candida.

futterrübe

DWB

futter·ruebe

futterrübe , f. zu viehfutter gezogene rübe, im besondern die stoppelrübe, turnipse, brassica rapa. Adelung. Scheller. Campe. dän. foderroe.…

Gaulsgelbrübe

PfWB

gaul·s·gelbruebe

Gauls-gelbrübe f. : 'Pferdemöhre', Pl. Gaulsgelleriewe [ LU-Friesh ]; vgl. PfWB Pferdsgelbrübe . SHW Südhess. II 1125 . —

Gelbrübe

PfWB

gelb·ruebe

Gelb-rübe f. : 1. a. 'Mohrrübe, Karotte', Gellerieb (gęlərīb) [verbr. bes. mittl. u. südl. WPf östl. NPf nördl. VPf, seltener übrige Pfalz],…