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Rübe

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Adelung
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Rübe

Bd. 3, Sp. 1183
Die Rübe, plur. die -n, Diminut. das Rübchen, Oberd. Rüblein. 1) In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, ein Nahme der dicken runden spitzig zulaufenden fleischigen Wurzeln mancher Gewächse. Mohrrübe oder gelbe Rübe, S. Möhre. Rothe Rübe, welche auch Beete und Mangold genannt wird, S. diese Wörter. In einigen Gegenden heißt auch der Rettig Rettigrübe und in Niedersachsen Rübenrettig, zum Unterschiede von dem Meerrettige. Die Kohlrübe, Napobrassica L. und andere mit solchen Wurzeln versehene Gewächse mehr. Dasjenige Gewächs, welches bey uns am häufigsten nur Rübe schlechthin, oder zum Unterschiede von den vorigen Arten, weiße Rübe genannt wird, ist eine Art des Kohles mit einer zirkelförmigen eingedruckten, fleischigen und eßbaren Wurzel, Brassica Rapa L. wovon es wiederum mehrere Arten gibt, z. B. Steckrübe, Herbstrübe, Wasserrübe, lange Rübe oder Guckrübe u. s. f. welche doch nur zufällige Abänderungen sind. Eine sehr große Art, wovon neun bis zehen Stück oft einen Zentner wiegen, deren Wurzel aber nur für das Vieh taugt, wird große weiße Rübe, Futterrübe, Runkelrübe und Turnipse genannt. Alles unter einander mengen, wie Kraut und Rüben, unordentlich. Jemanden ein Rübchen schaben, eine im gemeinen Leben, besonders unter Kindern, gewöhnliche Art seine Schadenfreude an den Tag zu legen, da man den Zeigefinger der linken Hand mit dem Zeigefinger der rechten so streicht, als wenn man eine Rübe schabet. 2) In weiterer[] Bedeutung wird auch der in den Schwanz des Pferdes hinunter tretende Theil des Rückgrathes, welcher einer langen Rübe nicht unähnlich ist, die Rübe, und zum Unterschiede, die Schwanzrübe oder Schweifrübe genannt. Anm. In der ersten Bedeutung im Nieders. Röve, im Oberd. Rube, im Schwed. Rofva, im Engl. Rape, im Franz. Rave, im Ital. Rava und Rapa, im Böhm. Rjpa, im Ungar. Repa, im Slavon. Rippa, im Lat. Rapa, im Griech. ῥαπυς und ῥαφις. Die zweyte weitere Bedeutung ist wohl nicht bloß eine Figur von der ersten, sondern vielmehr ein Überbleibsel der ersten allgemeinern, nach welcher dieses Wort einen jeden langen Körper bezeichnet hat, und um deßwillen als ein Verwandter von Rippe, Rebe u. s. f. angesehen werden muß, zumahl da so wohl die Rippe, als auch die Schweifrübe eines Pferdes, in manchen Mundarten Riebe lautet. In Zaunrübe stehet es unstreitig für Zaunrebe, S. dieses Wort.
2340 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹rü̂be

    Mittelniederdeutsches Wb.

    1 rü̂be s. 2 rö̂ve.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rübe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Rübe , plur. die -n, Diminut. das Rübchen, Oberd. Rüblein. 1) In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, ein Nahme der…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rübe

    Goethe-Wörterbuch

    Rübe einmal Rub- 1 Nutzpflanze mit einer dickfleischigen (eßbaren) Wurzel a als Ackerpflanze Jestetten mit fruchtbarer U…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rübe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rübe , die durch Kultur ausgebildete dicke, fleischige Wurzel mehrerer Arten der Gattungen Beta, Brassica und Daucus , d…

  5. modern
    Dialekt
    Rueb(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Rueb(e) , Rüebe , Rub [Rìapə Liebsd. Fisl. ; Rîəwə Heidw. ; Rìəwə Dollern ; Rỳawə Hüss. ; Ryèp Ensish. ; Rỳap Su. NBreis…

  6. Sprichwörter
    Rübe

    Wander (Sprichwörter)

    Rübe 1. Aus Rüben lässt sich kein Blut zapfen (pressen). Was einer nicht hat, kann er nicht geben, kann man ihm auch nic…

  7. Spezial
    Rübe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rü|be f. (-,-n) re (res) m. ▬ gegorene Rübe n descel m. , joscel m. ; kleine, gedörrte Rübe posslin m. ; Gelbe Rübe (Dau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruebe

245 Bildungen · 223 Erstglied · 22 Zweitglied · 0 Ableitungen

ruebe‑ als Erstglied (30 von 223)

Ruebe(n)rätsch

Idiotikon

Ruebe(n)rätsch Band 6, Spalte 1842 Ruebe(n)rätsch 6,1842 u.

Ruebe(n)salāt

Idiotikon

Ruebe(n)salāt Band 7, Spalte 691 Ruebe(n)salāt 7,691

Rübeland

Campe

ruebe·land

Das Rübeland , — es, Mz. — länder , ein mit Rüben bebautes oder zum Rübenbau taugliches Land. Als Eigennamen kömmt es in der Erdbeschreibung…

Rübel, Ed

DWBQVZ

ruebe·led

--- pflanzengeographische monographie des Berninagebietes. Leipzig o. j. (1912). (= sonderabdruck aus: botanische jahrbücher ... hg. v. A. E…

Rübelizeug

Meyers

Rübelizeug , grobes Barchentgewebe in der Schweiz.

Rübenach

Meyers

ruebe·nach

Rübenach , Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Koblenz, an der Staatsbahnlinie Mayen-Ost-Koblenz, hat eine kath. Kirche, ein Tonwerk und (1…

Rübenacker

Campe

rueben·acker

Der Rübenacker , — s, Mz. — äcker , ein mit Rüben besäeter oder bewachsener Acker; das Rübenfeld , ein solches Feld, der Rübengarten , ein s…

Rübenarsch

RhWB

rueben·arsch

Rüben-arsch m.: mit R. werden die Dörfer geneckt, deren Kirmes in die Zeit der R.ernte fällt, z. B. Neuw-Dattenbg , May-Miesenh .

rübenartig

DWB

rueben·artig

rübenartig , adj. wie eine rübe, dem aussehen, den eigenschaften nach ihr gleichend.

Rübenau

Meyers

ruebe·nau

Rübenau , Dorf in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Marienberg, im Erzgebirge, nahe der böhmischen Grenze, hat eine evang. Kirche, Nagelsc…

Rübenback

RhWB

rueben·back

Rüben-back -a-, –ǫ- SNfrk m.: Trog, in dem die Futterrüben zerstossen werden.

rübenbau

DWB

rueben·bau

rübenbau , m. bau, anbau der rüben, in moderner sprache vor allen der zuckerrübe.

Rübenbauer

PfWB

rueben·bauer

Rüben-bauer m. : 'Bauer, der vorn. Zuckerrüben anbaut', -baueʳ [verbr. VPf, KU-Kaulb]. Südhess. IV 1491 ; Rhein. VII 553 . —

rübenbeet

DWB

rueben·beet

rübenbeet , n. beet, mit rüben bepflanzt: mitten inn den garten soltu die länder ausztheilen, also das die rubenbeth den grösten platz einha…

Rübenbeil

PfWB

rueben·beil

Rüben-beil n. : 'Beil zum Abhacken der Rübenblätter ', -beil [ FR-Albsh ]; vgl. Rübengrutzer 1. Südhess. IV 1491 . —

Rübenbiß

PfWB

rueben·biss

Rüben-biß m. : im SprW.: Ääⁿ Riwebiß macht hunnert Schiß, von der Weißrübe, die den Stuhlgang fördert [KL-Fischb Wilde 144]. —

Rübenbläch

RhWB

rueben·blaech

Rüben-bläch -blEk Lennep n.: 1. dass. — 2. übertr. verächtl. de hät en R. op der Mauen (Ärmel) Schmutzstelle, weil der Besitzer den Ärmel zu…

Rübenblätter

PfWB

rueben·blaetter

Rüben-blätter Pl. : 'Blattwerk der Rübe', ein Grünfutter für Kühe, -bläddeʳ, -bläreʳ, s. Blatt [verbr.]; vgl. Dickrübenblatt , Rübengrutzen …

rübenblatt

DWB

rueben·blatt

rübenblatt , n. : die zamen rüben seind am stengel und blettern dem rettich seer gleich, doch die rübenbletter sind zarter und grüner. Fuchs…

rübenboden

DWB

rueben·boden

rübenboden , m. boden, welcher zum anbau von rüben geeignet ist. in moderner sprache besonders in bezug auf die zuckerrübe.

rübenbohne

DWB

rueben·bohne

rübenbohne , f. eine ausländische bohnenart, dolichos bulbosus. ihre rübenartige wurzel wird gegessen. Oken 3, 1664 . bei Nemnich rübenbaum.

ruebe als Zweitglied (22 von 22)

Beißrübe

Adelung

beiss·ruebe

Die Beißrübe , plur. die -n, ein Nahme, der in einigen Oberdeutschen Gegenden den rothen Rüben oder der Beete gegeben wird. S. Adelung Beete…

Êrdrübe

Adelung

erd·ruebe

Die Êrdrübe , plur. die -n. 1) In einigen Gegenden, ein Nahme der Erdäpfel oder Erdbirnen, S. Adelung Erdapfel . 2) S. Torsche.

feldrübe

DWB

feld·ruebe

feldrübe , f. brassica rapa, stoppelrübe, unterschieden von der steckrübe.

futterrübe

DWB

futter·ruebe

futterrübe , f. zu viehfutter gezogene rübe, im besondern die stoppelrübe, turnipse, brassica rapa. Adelung. Scheller. Campe. dän. foderroe.…

gichtrübe

DWB

gicht·ruebe

gichtrübe , f. , zaunrübe, bryonia alba, auch bryonia dioica, heute noch ein volksmittel gegen gicht, seit dem 16. jh. bezeugt, aber sicher …

guckrübe

DWB

guck·ruebe

guckrübe , f. , rübenart, ' eine art langer rüben, welche in den brachfeldern Englands und der Niederlande wächset, rapa sativa oblonga ' Ad…

halmrübe

DWB

halm·ruebe

halmrübe , f. rübe, die gleich nach der ärnte in die stoppeln des ackers gesät wird, auch stoppelrübe. Frisch 1, 401 c . Adelung.

kohlrübe

DWB

kohl·ruebe

kohlrübe , f. rübenkohl, kohlraben. Rädlein 553 b , oberd. köhlrube caulirapum Kirsch 1, 189 b , s. kohlrabi ( bes. unter 4); in Sachsen nen…

Mayrübe

Adelung

may·ruebe

Die Mayrübe , plur. die -n, eine Art der Brassica Rapa, welche auch Tellerrübe genannt wird.

mohrrübe

DWB

mohr·ruebe

mohrrübe , f. die möhre, daucus carota; zu der alten form des ersten theiles der zusammensetzung ist erklärend rübe getreten. der name ist v…

schwanzrübe

DWB

schwanz·ruebe

schwanzrübe , f. der feste theil des schwanzes bei thieren ( z. b. beim pferde ) Adelung.

steckrübe

DWB

steck·ruebe

steckrübe , f. , eigentlich ' rübe, welche nach der aussaat noch einmal durch stecken ( s. 1 stecken 6 f α sp. 1309) verpflanzt wird '. die …

stoppelrübe

DWB

stoppel·ruebe

stoppelrübe , f. , welche gleich nach der ernte in die frisch gepflügte stoppel gesät wird Frisch 2, 340 a , vgl. Thär grundzüge der ration.…

tellerrübe

DWB

teller·ruebe

tellerrübe , f. rapa sativa rotunda ( mit scheiben- oder tellerförmigen wurzeln ) Nemnich 1, 676 .

waldrübe

DWB

wald·ruebe

waldrübe , f. das alpenveilchen, schweinsbrot, erdscheibe, cyclamen europaeum L.: cyclaminus, waldrüben, erdapffel. Golius onomast. 401 ; wa…

wasserrübe

DWB

wasser·ruebe

wasserrübe , f. die ( sehr wässerige ) rübenabart, brassica rapa L. var. rapifera sucosa, stoppelrübe ( vgl. Kretschmer 610). öcon. u. physi…

zuckerrübe

DWB

zucker·ruebe

zuckerrübe , f. , bei Adelung nur für zuckerwurzel sium sisarum, ebenso Pfeffel poet. vers. 6, 123 . bei Campe ist es zugleich die für die z…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ruebe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ruebe/adelung?formid=R01973
MLA
Cotta, Marcel. „ruebe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ruebe/adelung?formid=R01973. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ruebe". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ruebe/adelung?formid=R01973.
BibTeX
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