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Reißen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Reißen ntr, intrs, trs, rec

Bd. 3, Sp. 809a
Reißen, v. unregelm. unl. verg. Z. ich riß; Mittelw. d. verg. Z. gerissen; Befehlw. reiß, das Verstärkungswort von reisen, sich bewegen, welches einen gewissen Laut nachahmet, den man hört, wenn eine feste Sache in ihren Theilen plötzlich getrennt wird. I) ntr. mit sein, und in einer Bedeutung mit haben. 1) Mit einem gewissen Laute oder Geräusche, welches das Wort nachahmet plötzlich getrennt werden, durch zu heftige Ausdehnung der Theile. Ein Faden, ein Strick, ein Band, eine Saite  reißen, wenn sie zu sehr ausgedehnt werden. Wenn alle Stricke reißen, uneigentlich, wenn alle übrige Mittel vergeblich sind. Ein Zeug reißt, wenn er in seinen Theilen plötzlich getrennt wird, auch sagt man in weiterer Bedeutung ein Zeug reißt, wenn er nicht gut hält, nicht dauerhaft ist. Zuweilen auch von größern festern Körpern. Der Erdboden reißt, das Eis reißt. »Die Felsen zerrissen.« Matth. 27, 25. 2) Mit Schnelligkeit und Gewalt fortbewegt werden. Ein reißender Strom, der sehr schnell und mit Gewalt fließt, auch wol, der Alles auf seinem Wege mit sich wegnimmt. Hierher läßt sich auch der Ausdruck ziehen, eine Waare gehet reißend ab, d. h. sehr schnell; oder auch so, daß die Käufer sie einander wegreißen, oder sich darum reißen. Dieser Begriff der schnellen Bewegung spricht sich in den zusammengesetzten ausreißen und einreißen ebenfalls deutlich aus. Zuweilen auch, mit Heftigkeit ergreifen und mit schneller Gewalt ziehen, fortbewegen oder fortzubewegen suchen; uneigentlich. Der Wind reißt. Der Sturm riß an dem Baume. »Die Plage riß unter die Iraeliten,« sie ergriff sie, drang gleichsam mit schneller Gewalt in sie ein. Ps. 106, 29. So auch von einem heftigen Schmerze, weil man in dem Gliede wo er seinen Sitz hat, eine schmerzliche Empfindung hat, wie wenn an diesem Gliede gewaltsam gezogen würde, oder besser, weil man dabei eine Empfindung hat als bekäme man in dem schmerzhaften Theile Schnitte, von reißen, spalten, schneiden in der folgenden Bedeutung. I dieser Bedeutung nimmt es haben zu sich. Es hat mich in den Eingeweiden gerissen. Ein reißender Schmerz. Reißen in den Gliedern haben. Die reißende Gicht. II) intrs. mit schneller Gewalt ziehen, um eine Sache von der andern zu trennen oder um sie fortzubewegen. An einer Sache reißen. III) trs. 1. Mit schneller Gewalt trennen. 1) Durch eine plötzliche zu große Ausdehnung, welche die Sache nicht verträgt. Ein Blatt Papier quer durch reißen. Etwas in Stücke reißen. Besonders in den Zusammensetzungen, abreißen, durchreißen, entzweireißen, wegreißen, zerreißen  Federn reißen oder schleißen, das Weiche und Zarte derselben von den Posen abziehen. Gerissene Federn. Einen Übelthäter mit glühenden Zangen reißen, ihn mit glühenden Zangen zwicken, oder auch, ihm damit Stücke Fleisch vom Leibe reißen. 2) Durch Schneiden, Hauen, Spalten, Graben, Pflügen  Den Wein reißen, in Franken, im dritten Jahre alles über der Erde befindliche Holz an den jungen Weinstöcken abschneiden. Einen Karpfen reißen, in den Küchen, ihn der Länge nach durchschneiden. Holz reißen, es spalten. Latten reißen, sie aus Lattenbäumen machen, indem man diese spaltet. Gerissene Latten, zum Unterschiede von geschnittenen. Einen Stier, einen Hengst reißen, ihn verschneiden. Einen Baum reißen, im Forstwesen, das Holz an den Harzbäumen aufhauen, damit das Harz aus denselben laufe; auch lachen. Einen Acker reißen, einen unbebauten Boden zum ersten Mahle pflügen; ihn aufreißen und umreißen. I Fränkischen ist reißen allein für sich, Wiesenland aufackern. »Ir sollt kein Mahl auf eurem Leibe reißen.« 3 Mos. 19, 28. Sich an einem Nagel reißen, d. h. einen Theil des Körpers an einem Nagel aus Versehen hinziehen und durch denselben die Haut verletzen, sich verwunden. I der Pflanzenlehre heißt ein Blatt gerissen (laciniatum), wenn es viele tiefe Einschnitte ohne Ordnung hat; sperrig gerissen heißt es (squarrosolaciniatum), wenn es fast bis auf die Mittelrippe eingeschnitten ist, und die Einschnitte nach allen Richtungen hinstehen. Reißende Thiere, solche wilde Thiere, die vom Raube leben und ihren Raub in Stücke reißen, zerreißen. Uneigentlich. (1) Absondern, aus seinem Zusammenhange bringen; in dem zusammengesetzten Worte abreißen, z. B. ein abgerissener Satz, etwas abgerissen vortragen. S. Abreißen. Auf ähnliche Art kann man es auch von Tönen und Tongriffen gebrauchen, dieselben gleichsam aus den übrigen Tönen reißen, sie abgerissen vortragen, indem man an den Saiten mit den Fingern reißt oder mit dem Bogen sie stark und kurz streicht. Töne, einen Griff reißen, sie auf solche Art vortragen. Auch, die Saiten reißen, dieselben, auf eine schnelle und starke Art sie berührend, ertönen machen (arpeggiren); und, gerissen (arpeggio, als bezeichnendes Wort über solche Töne und Griffe zu setzen, welche auf solche Art vorgetragen werden sollen. Uneigentlich wurde reißen (2) ehemahls für schreiben und zeichnen gebraucht, weil das Schreiben und Zeichnen in den ältesten Zeiten ein Eingraben, Einschneiden, Einkratzen der Züge war. Jetzt gebraucht man es nur noch vom Zeichnen einer Sache nach ihren Hauptzügen, besonders nach ihrem Umfange oder Umrisse, wodurch sie gleichsam aus der Fläche worauf man zeichnet hervorgerissen oder hervorgehoben wird. Einen Plan reißen. Besonders in den zusammengesetzten Abreißen, Aufreißen, und in den abgeleiteten Riß, Abriß, Aufriß, Umriß, Reißblei, Reißbrett, Reißfeder, Reißschiene  (3) Auf ein Mahl, unvermuthet vorbringen; als eine Fortsetzung der vorhergehenden Bedeutung. So sagt man in manchen O. D. Gegenden, ≠ Reime reißen, sie aus dem Stegereife machen, hersagen. Einem einen Possen reißen, ihm unvermuthet einen Possen spielen. Allgemeiner und bekannter sind die Redensarten Possen reißen, Zoten reißen, sie vorbringen. 2. Mit schneller Gewalt von seinem Orte bewegen, ziehen. Einen vom Stuhle reißen, einen mit sich reißen, mit schneller Gewalt fortzie= hen, nach sich ziehen. Einem etwas aus den Händen, aus den Armen, vom Kopfe reißen. Einem die Kleider vom Leibe reißen. Sich die Haare aus dem Kopfe reißen. Einen Brand aus dem Feuer reißen. Er möchte ihm das Herz aus dem Leibe reißen. Einen zu Boden reißen. Bei den Jägern reißt oder wirft der Wolf, wenn er einen Hirsch  zu Boden reißt oder ziehet. I den Kupferhütten versteht man unter reißen, die Kupfer= oder Steinscheiben nach einander von der abgestochenen Schmelzarbeit abheben und nach ihrem Erkalten in Verwahrung bringen. I den meisten dieser Fälle liegt zugleich noch die erste Bedeutung, der Begriff des Trennens zu Grunde. So auch in den zusammengesetzten abreißen, ausreißen, durchreißen, fortreißen, herabreißen, herausreißen, hinausreißen, herumreißen, herunterreißen, hinreißen, losreißen, wegreißen  Sich von etwas reißen, sich von demselben mit schneller Gewalt entfernen, trennen. Sich aus eines Armen reißen. S. Losreißen. Sich um etwas reißen, eigentlich, eine Sache die jeder haben will festhaltend und einander dadurch selbst hin= und herziehen, und in weiterer Bedeutung überhaupt, nach einer Sache mit Andern begierig streben und sie ihnen nicht lassen wollen. Es wird sich niemand darum reißen, es wird niemand begierig danach streben. Etwas an sich reißen, zu sich reißen, auch uneigentlich, es mit Gewalt, ohne Recht dazu zu haben, an sich oder in seinen Besitz bringen. Die Herrschaft an sich reißen. Einen aus der Noth reißen, ihn schnell aus seiner Noth befreien, ihm daraus helfen. Einen aus der Ungewißheit reißen. I weiterer Bedeutung auch von todten Naturkräften. Der Sturm riß ganze Bäume aus der Erde, und Schorsteine von den Häusern. Die Wasserflut riß den Kahn  vom Lande und führte ihn mit sich fort. Ein reißender Strom, der Alles in seinem Laufe von seiner Stelle bewegt und mit sich fortführt. Besonders in den zusammengesetzten fortreißen und wegreißen. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung von schnellen Veränderungen des Zustandes, von Leidenschaften  Sich aus seiner Unthätigkeit reißen. »Cleanth muß sich überfüllen, um sich aus seiner Unempfindlichkeit zu reißen.« Gellert. Doch du rissest mich ins Leben, I den stolzen Fürstensaal. Schiller. Bis von verschmähtem niederm Staube Sich dein entbundner Geist Zum Himmel seinem Ursprung reißt. Uz. Die Leidenschaft, der Zorn, die Rache riß ihn zu dieser That. Besonders in den zusammengesetzten dahinreißen, fortreißen. S. d. und auch Losreißen. Sich reißen, auch als rec. sich mit Heftigkeit und Schnelligkeit fortbewegen. Durch das Gesträuch reißt sich das Roß Mit starkem Ungestüm. Weiße. D. Reißen. D. — ung. S. auch der Riß.
8576 Zeichen · 136 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    reissen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    reissen s. reiʒen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    reissensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    reissen , sw. V. Vw.: s. rēssen

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reißen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Reißen , verb. irreg. ich reiße, du reißest, er reißet oder reißt; Imperf. ich ríß; Mittelw. gerissen; Imperat. reiß. Ei…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    reißen

    Goethe-Wörterbuch

    reißen öfter -ss-, vereinzelt -s-, zB B5,342,6 ; über 260 Belege, davon fast drei Viertel im literar Werk, nicht selten …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reißen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Reißen , in der Jägersprache das Fangen und Töten des Wildes durch Raubtiere; auch das Kastrieren der Hengste.

  6. modern
    Dialekt
    reissen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    reisse n [rèisə M. ] reizen. — Bayer. 2, 194.

  7. Sprichwörter
    Reissen

    Wander (Sprichwörter)

    Reissen 1. Es reisst am ersten, wo's dünn ist. 2. Es reisset oft in Augenblicken, was man im Jahre nicht kann flicken. 3…

  8. Spezial
    Reißen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Rei|ßen n. (-s) 1 strüf (-s) m. 2 strufada (-des) f. 3 scherz (-rc) m. 4 ciufada (-des) f. 5 (besonders bei Zahnschmerze…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reissen

35 Bildungen · 1 Erstglied · 29 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von reissen 2 Komponenten

reis+sen

reissen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reissen‑ als Erstglied (1 von 1)

reissend

FWB

1. ›bissig, wild, angriffslustig, raubgierig, wütend‹ (von Tieren, überwiegend vom wolf gesagt); auch ütr., dann z. B.: ›ungestüm, reißend‹ …

reissen als Zweitglied (29 von 29)

abreißen

Pfeifer_etym

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

anreißen

Pfeifer_etym

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

aufreißen

Pfeifer_etym

auf·reissen

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

ausreißen

Pfeifer_etym

aus·reissen

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

Durchreißen

Adelung

durch·reissen

Durchreißen , verb. irreg. S. Adelung Reißen . Dúrchreißen. Ich reiße durch, durchgerissen. Es ist, 1) ein Activum, von einem Ende bis zum a…

einreißen

Pfeifer_etym

ein·reissen

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

Entreißen

Adelung

ent·reissen

Entreißen , verb. irreg. (S. Adelung Reißen ,) welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1) * Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte seyn, für a…

Fortreißen

Adelung

fort·reissen

Fortreißen , verb. irreg. act. S. Adelung Reißen . 1) Von einem Orte wegreißen. Ich wollte nicht mitgehen, aber er riß mich fort. Der Strom …

Haubenreissen

Wander

hauben·reissen

Haubenreissen Es wird sich ein Haubenreis en haben. – Luther's Tischr., 483 b . Es wird ein Kampf entstehen.

Hêrreißen

Adelung

her·reissen

Hêrreißen , verb. irreg. act. S. Adelung Reißen , reißend näher bringen. So auch die Herreißung.

Herumreißen

Campe

herum·reissen

Х Herumreißen , v. trs . u. rec . unregelm. ( s. Reißen ). 1) Um etwas, seinem Umfange nach reißen. 2) Auf die Seite herwärts oder auch rück…

Herunterreißen

Campe

herunter·reissen

Herunterreißen , v. trs . unregelm. ( s. Reißen ), mit Gewalt und Heftigkeit herunterziehen, herunterbringen. Х Einen herunterreißen , uneig…

Hineinreissen

Wander

hinein·reissen

Hineinreissen 1. A rätt nai wi d'r Oxe ai's Hêg'bond. – Peter, 448. Ohne Ueberlegung. 2. A rätt nai wi Hons ai d' Graupe. ( Troppau. ) – Pet…

hinreißen

Pfeifer_etym

hin·reissen

hin Adv. ‘von hier (nach dort)’, ursprünglich (im Gegensatz zu her, s. d.) den Standpunkt des Sprechenden als Ausgangspunkt einer zielgerich…

mitreißen

RDWB1

mit·reissen

mitreißen (Lakune) увлекать за собой (при падении) übertr. увлекать / увлечь, приводить / привести в восторг, глубоко трогать / тронуть, бра…

Nachreißen

Adelung

nach·reissen

Nachreißen , verb. irreg. (S. Adelung Reißen ,) welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte seyn; da rei…

Niederreißen

Adelung

nieder·reissen

Niederreißen , verb. irreg. act. S. Adelung Reißen , niederwärts reißen, ingleichen zu Boden reißen. Von einem wilden Thiere niedergerissen …

Ohrenausreissen

Wander

ohren·ausreissen

Ohrenausreissen Nur das Ohrenausreissen und 's Nasenabbeissen darf man sich nicht verreden. ( Steiermark. ) – Sonntag. Man soll nichts verre…

Spreißen

Adelung

sprei·s·sen

Spreißen , S. Adelung Sprießen , ingleichen Spreitzen.

Úmreißen

Adelung

Úmreißen , verb. irreg. act. (S. Adelung Reißen ,) ich reiße um, umgerissen, umzureißen. 1. Zu Boden reißen, aus dem stehenden Zustande in d…

uprêⁱssen

MNWB

uprêⁱssen , -rê(i)sen , -reyssen , swv. : c. A. p. aufreizen, aufwiegeln, „ Ein nie uplop mot hir wesen, Dat wi de gemeine upreisen [gegen d…

verreißen

Pfeifer_etym

ver·reissen

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

Vorreißen

Adelung

vorrei·s·sen

Vorreißen , verb. irreg. act. S. Adelung Reißen . 1. Von reißen, zeichnen. (1) Einem etwas vorreißen, es in dessen Gegenwart reißen oder zei…

Wégreißen

Adelung

weg·reissen

Wégreißen , verb. irregul. act. (S. Adelung Reißen .) 1. Einem etwas wegreißen, es aus seinem Besitze reißen. 2. Etwas wegreißen, z. B. ein …

zerreißen

Pfeifer_etym

zer·reissen

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

Ableitungen von reissen (5 von 5)

Entreißen

Adelung

Entreißen , verb. irreg. (S. Adelung Reißen ,) welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1) * Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte seyn, für a…

Erreißen

Campe

Х Erreißen , v. trs. einreißen, entzweireißen, weniger als zerreißen, womit es zuweilen verwechselt wird. Ein so derber Zeug, daß man ihn ni…

gereißen

PfWB

ge-reißen st. : ' reißen ', von Rissen auf der Haut, die durch Kälte entstehen, vgl. Geriß 2. Meiⁿ Hänn fange schun wirrer aⁿ se gereiße [ K…

verreißen

Pfeifer_etym

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…

zerreißen

Pfeifer_etym

reißen Vb. ‘entzwei-, auseinandergehen, gewaltsam (in einzelne Teile) auseinandertrennen, an etw. ziehen, zerren, sich teilen, trennen, löse…