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kein

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

kein Pron.Indef.

Bd. 3, Sp. 601
kein Pron.Indef. [verbr.] 1. Attributiv. — 1.1. In Verbindung mit Substantiven. — 1.1.1. nicht (irgend-)ein. Keen Mensk (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@LüdinghausenLh). Kinne Frau (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Kain Hūs (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@KalthofKh). Ik heb kinne Grosken bimmi (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Se sechen kāinen Muck (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Üm känn’n Prīs (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Op kenen Fall (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa). Kinne Dagg, at he nich kümp kommt jeden Tag (doppelte Verneinung) (WmWb). — Im Pl.: Hai hiät kāine Tiäne mä (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Kenne Schau Schuhe (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — Mit Fortfall des zu wiederholenden Subst.: De Hitte well gern en langen Stert hewen, het over noch keinen kriegen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@SümmernSü). Is biätter ’n ollen Mann äs gar kin (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@StockumSk). — 1.1.2. nichts an: Kinn Hāi (Heu) (Kr. MünsterMün Kr. Münster@GeistGs). Ik häwwe kinne Tīt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Ik häwe kain Gält (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Könnī kiⁿ Platt? (Plattdeutsch) (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Do is kinn Solt bī (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Hai hiät kenn Gewīten (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Ik häwwe kin Lusten (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). Sik kinne Möite gäwwen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Hef män kāine Bange! (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Kinn’n Ǭm krīgen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Se konnen kin Volk (Dienstboten) haulen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@ReckeRe). — 1.2.1. In Verbindung mit Adjektiven: kehrt das Adj. ins Gegenteil: Kin gout (schlechtes) Wiedder (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@MuddenhagenMu). Hei stecket in kenner guden (schlechten) Hiut (Kr. BürenBür Bü). Et is kinne Proppern unsauber (WmWb). Kinne moge (hässliches) Maid (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AmmeloeAo). Wi gaot kinne mooie Tied entgegen z.B. auf den Winter zu (WmWb). — Mit subst. Adj.: Dat doit kain Gutt tut nicht gut (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). — 1.2.2. In Verbindung mit Angaben unbedeutender Mengen oder wertloser Dinge: kehrt die Angabe ins Gegenteil: Biste mö? Kin biettken überhaupt nicht (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Kiⁿ Fitsken dǖster gar nicht dunkel (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Kinne Dreet überhaupt nicht, ganz und gar nicht (WmWb). — 1.3. In Verbindung mit Zahlwörtern: nicht ganz, (noch) nicht einmal: Kāine drai Dāge (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Kaine hunnert Jōer (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb). — 2. Allein stehend: niemand, nichts: Kenn von beiden (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BoyerBo). Mī hïet hïe känner wat te kummedǟien (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Et lüstert keiner teo (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@StedefreundSt). Do heät sik kāiner för hott (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). ⟨kain (ai meist = ›ei‹) [SWestf, verstr. OWestf Kr. TecklenburgTek Bek], koin (›ei‹ bzw. ›ē¹‹) [Lippe Kr. HalleHal Höx], käin [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Kr. BielefeldBie Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. WiedenbrückWie die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Kr. BürenBür Hag], kēn [WMünsterl Kr. TecklenburgTek Kr. CoesfeldKos Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Lhs], ken [Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Stadt WittenWit Kr. BürenBür MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Wal], kīn [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. SteinfurtStf Kr. WarendorfWdf Wol], kin [Münsterl Kr. WarburgWbg Kr. BrilonBri Wal], gin [WMünsterl]. — Kr. OlpeOlp Wn: „chen“ ‘kein’, „cheär“ ‘einer’⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 4,396: kein; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 7,184: kēn¹.
2400 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    keinpron. indef.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    kein pron. indef. , mhd. nhd. kein; mnd. kê i n; vgl. mnl. geen; zu chein, wohl als Verkürzung von thehein, kaum aus neh…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kein

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    kein irgend ein, kein. — in der ersten bedeutung wohl aus dekein, in der zweiten aus nekein verkürzt, obgleich auch deke…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    keinIndef.-Pron.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    kein , Indef.-Pron. Vw.: s. kēn (2)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kein

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Kein , ein Adjectiv, welches einen Gegenstand so genau bestimmet, daß es weder einer Comparation fähig ist, noch einen A…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    kein

    Goethe-Wörterbuch

    kein im Archiv des GWb ca 1300 Belege; — Flexionssilbe gelegentlich (aus metrischen Gründen) ganz od zT gekürzt (zB ‘kei…

  6. modern
    Dialekt
    ke(in)

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    ke(in) [è Liebsd. ; khê Roppenzw. ; khæ Su. ; khè Ruf. Osenb. Hlkr. Ingersh. Dü. ; kè M. ; khèn U.; khæn Wh. ; flectier…

  7. Spezial
    kein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    kein pron. indef. 1 (nicht ein) degun (degügn, degöna) 2 (nicht: vor Zahlwörtern) nia, gnanca. ▬ kein e Lust haben n’ind…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kein

114 Bildungen · 97 Erstglied · 12 Zweitglied · 5 Ableitungen

kein‑ als Erstglied (30 von 97)

Keinarsch

SHW

Kein-arsch Band 3, Spalte 1243-1244

Keinbart

SHW

Kein-bart Band 3, Spalte 1243-1244

keinmal

SHW

kein-mal Band 3, Spalte 1243-1244

keinmals

SHW

kein-mals Band 3, Spalte 1243-1244

keinnütz

SHW

kein-nütz Band 3, Spalte 1243-1244

keinan

KöblerGot

kei·nan

keinan , unr. st. V. (1) nhd. keimen ne. germinate, sprout (V.), bud (V.) ÜG.: gr. βλαστάνειν; ÜE.: lat. germinare Vw.: s. miþus-, us- Q.: B…

Keinappel

MeckWB

kein·appel

Keinappel m. gleich Dannappel, der Kiefernzapfen, Fruchtstand der pinus silvestris Mi 40 a .

keinbart

DWB

kein·bart

keinbart , m. von einem jungen menschen, bei M. Abele : diese gute und ehrliche leute ( bürger als deputation ) .. hab ich .. der ordnung na…

Keinbein

MeckWB

kein·bein

Keinbein n. im Tweibein- Rätsel die Wurst Wo. V. 1, 15 m.

Keinblaß

MeckWB

kein·blass

Keinblaß m., f. Kienfackel; beim Krebsfang werden damit die Löcher abgeleuchtet Pa Goldb ; Gü Kobr ; beim Hääktblassen hält einer den Keinbl…

Keinbom

MeckWB

kein·bom

Keinbom m. Kiefer, pinus silvestris: taeda 'Keenbom' Chytr. 467; Dann, auch Kehnbom Mi 14 a ; 'Kühnbaum' Nützl. Beitr. 1767, S. 311.

Keinbütt

MeckWB

Keinbütt f. Bütte mit Kienruß; in sie wird auch der Kätelsmitt ( s. d. ) getan Gillh. Idiot. 4. — Da. 99 a .

keineisen

DWB

keine·isen

keineisen , n. im voc. th. 1482: zwerchaxst, kerbaxst oder axst oder keineisen oder holeisen, ascia. qq 6 a , an der alphab. stelle q 4 b ky…

keinenfalls

DWB

keinen·falls

keinenfalls , adv. in keinem falle, auf keinen fall, wenig gebraucht. wäre es alt, so könnte es für schwache form von kein zeugen ( s. sp. 4…

ke(inen) Wëg

ElsWB

kein·enweg

ke( i ne n ) Wëg [khè Wáj Horbg. Dü. ; khènə Wáj K. Z. ] Adv. auf keine Weise. s ge h t ke inen W. Dü. , ke i ne n Wëj Z. Uf ke inen W. is t…

keinenwegs

GWB

keinenwegs s keineswegs Rüdiger Nutt-Kofoth R.N.-K.

keinerlei

SHW

keiner-lei Band 3, Spalte 1243-1244

keinerhand

DWB

keiner·hand

keinerhand , gleich keinerlei, ist früher vorhanden gewesen: nullatenus, in keinerhande wyse. Dief. 384 c , 15 . jh., aus einem zum Niederrh…

keinerhande

KöblerMhd

keiner·hande

keinerhande , Adj. nhd. „keinerhand“, keinerlei Q.: Apk, Brun, WvÖst (FB keinerhande), Krone (um 1230), Lanc E.: s. kein, hande W.: nhd. (äl…

keinerhande

FWB

1. ›keine Art e. S., keinerlei‹; 2. ›irgendein‹

keinerlei

DWB

keiner·lei

keinerlei , nullius generis, mhd. deheiner leie, keiner leie ( wb. 1, 961 a , vgl. u. allerlei), keiner art, welche beiden genitive schon fr…

keinerleiwege

DWB

keinerlei·wege

keinerleiwege , adv. , starkes ' keineswegs ', aus dem 'in keinerlei wege' vorhin: dieweil ich denn nu spür, dasz e. k. f. g. noch gar schwa…

keinerleiweise

DWB

keinerlei·weise

keinerleiweise , adv. , aus dem 'in keinerlei weise' vorhin: kainerleiweise, nullatenus. voc. 1482 p 8 a , nequaquam q 3 a , keinerleiweis v…

Keinerley

Adelung

keiner·ley

Keinerley , adj. indeclin. auf keine Art, von keiner Art oder Gattung. Ich hoffe, daß ich in keinerley Stück zu Schanden werde, Phil. 1, 20.…

keinermasze

DWB

keiner·masze

keinermasze , adv. nullo modo, aus 'in keiner masze': kainermasze, auch verstärkt kainerleimasze. voc. 1482 p 8 a , keinerlei maszen Stieler…

kein als Zweitglied (12 von 12)

îderkêⁱn

MNWB

ider·kein

°* îderkêⁱn , jē- (iederkein) , pron. subst. , jeder (Hartich Sierk 44 u. 118).

îrkêⁱn

MNWB

° îrkêⁱn (Danzig, Reval), pron. subst. u. adj. , irgend jemand.

malkêⁱn

MNWB

malk·ein

° malk-êⁱn = malkander, van m. voneinander (RV. V. 4397).

nekein

Lexer

nekein s. nehein.

nikein

KöblerMhd

nikein , Indef.-Pron. Vw.: s. nehein

nērkein

KöblerMnd

nērkein , Indef.-Pron. Vw.: s. nergenkēn*

īderkein

KöblerMnd

īderkein , Pron. Vw.: s. īderkēn

īrkein

KöblerMnd

īrkein , Sb., Adj. Vw.: s. irkēn

Ableitungen von kein (5 von 5)

bekeinen

Lexer

be-keinen swv. s. begegenen.

entkein

Lexer

ent-kein s. nehein.

unkein

Lexer

unkein s. nehein.

zerkeinen

DWB

zerkeinen , verb. , eig. beim keimen bersten, aufspringen, danach sich spalten, zerbersten; ags. tócínan; reicht noch eben in die nhd. perio…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kein/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „kein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kein/wwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kein". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kein/wwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_kein_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„kein"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-15},
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