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bespitzeln

nhd. bis spez. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bespitzeln

bespitzeln

spitz Adj. ‘schmal zusammenlaufend und in einem scharfen, stechenden Punkt endend’, übertragen ‘schlau, listig, gerissen, anzüglich, verletzend’, ahd. spizzi (9. Jh.), mhd. spiz, spitze und die verwandten unter 1Spieß (s. d.) angeführten Wortformen stellen sich als Bildungen mit Dentalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’. – 1Spitz m. ‘Spitze, spitzer oder spitz zulaufender Gegenstand’, mhd. spiz, spitz, verbreitet bis ins 18. Jh., danach mundartlich. 2Spitz m. ‘leichter Rausch, Schwips’ (16. Jh.), ausgehend von Spitz als Bezeichnung für Kleines, Geringfügiges (vgl. kein Spitzkein bißchen’). 3Spitz m. Hunderasse mit spitzer Schnauze, spitzen Ohren und spitzgeformtem Kopf (18. Jh.). Spitze f. ‘spitzzulaufendes, scharf spießendes Ende, höchster Punkt’, ahd. spizza (8. Jh.), mhd. spitze. Seit dem 17. Jh. auch ‘durchbrochene feine Borte, Gewebe’, eigentlich ‘spitze Zacken bildendes Garngeflecht’. Spitzel m. ‘Spion, wer andere aushorcht’ (19. Jh., zuerst öst. ‘Späher, Polizeidiener, heimlicher Denunziant’), wohl zu Spitzel ‘Polizeihund’ (vgl. „kläffender Denunciant“, Sanders) sowie gaunersprachlich Spitz ‘Polizeiagent’, der die Ohren spitzt; dazu spitzeln Vb. ‘andere aushorchen und denunzieren’ (19. Jh.) und transitiv bespitzeln Vb. (20er Jahre 20. Jh.); vgl. dagegen spätmhd. spitzeln ‘mit zarten Spitzen, Zacken versehen’, dann auch ‘mit Worten sticheln’ (16. Jh.). spitzen Vb. ‘mit einer Spitze versehen, spitz machen’, ahd. spizzōn (9. Jh.), spizzen (11. Jh.), mhd. spitzen ‘spitz machen, mit Spitzen versehen’, seit dem 14. Jh. (reflexiv) ‘auf etw. mit Hoffnung und Sehnsucht warten’, faktitive Bildung zum Adjektiv. spitzig Adj. ‘spitz’, mhd. spitzec, spitzic, bis ins 18. Jh. gebräuchlicher als spitz, das von Adelung als nur „im gemeinen Leben“ gültig bezeichnet wird. Spitzmaus f. insektenfressendes, der Maus ähnliches, spitzschnauziges Tier, ahd. spizzimūs (11. Jh.), mhd. spitzmūs. Spitzname m. ‘eine bestimmte Eigenschaft oder ähnliches hervorhebender Übername, Spottname’ (17. Jh.), zu spitz ‘anzüglich, verletzend’.
2084 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bespitzeln

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    spitz Adj. ‘schmal zusammenlaufend und in einem scharfen, stechenden Punkt endend’, übertragen ‘schlau, listig, gerissen…

  2. Spezial
    bespitzeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|spit|zeln vb.tr. 1 spioné (-nëia), spié (spiëia) 2 (überwachen) vardé (verda) 3 osservé (-vëia), tigní tl edl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bespitzeln

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Ableitung von bespitzeln

be- + spitzeln

bespitzeln leitet sich vom Lemma spitzeln ab mit Präfix be-.

Zerlegung von bespitzeln 2 Komponenten

bes+pitzeln

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