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spitzeln

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

spitzeln

spitzeln

spitz Adj. ‘schmal zusammenlaufend und in einem scharfen, stechenden Punkt endend’, übertragen ‘schlau, listig, gerissen, anzüglich, verletzend’, ahd. spizzi (9. Jh.), mhd. spiz, spitze und die verwandten unter 1Spieß (s. d.) angeführten Wortformen stellen sich als Bildungen mit Dentalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’. – 1Spitz m. ‘Spitze, spitzer oder spitz zulaufender Gegenstand’, mhd. spiz, spitz, verbreitet bis ins 18. Jh., danach mundartlich. 2Spitz m. ‘leichter Rausch, Schwips’ (16. Jh.), ausgehend von Spitz als Bezeichnung für Kleines, Geringfügiges (vgl. kein Spitzkein bißchen’). 3Spitz m. Hunderasse mit spitzer Schnauze, spitzen Ohren und spitzgeformtem Kopf (18. Jh.). Spitze f. ‘spitzzulaufendes, scharf spießendes Ende, höchster Punkt’, ahd. spizza (8. Jh.), mhd. spitze. Seit dem 17. Jh. auch ‘durchbrochene feine Borte, Gewebe’, eigentlich ‘spitze Zacken bildendes Garngeflecht’. Spitzel m. ‘Spion, wer andere aushorcht’ (19. Jh., zuerst öst. ‘Späher, Polizeidiener, heimlicher Denunziant’), wohl zu Spitzel ‘Polizeihund’ (vgl. „kläffender Denunciant“, Sanders) sowie gaunersprachlich Spitz ‘Polizeiagent’, der die Ohren spitzt; dazu spitzeln Vb. ‘andere aushorchen und denunzieren’ (19. Jh.) und transitiv bespitzeln Vb. (20er Jahre 20. Jh.); vgl. dagegen spätmhd. spitzeln ‘mit zarten Spitzen, Zacken versehen’, dann auch ‘mit Worten sticheln’ (16. Jh.). spitzen Vb. ‘mit einer Spitze versehen, spitz machen’, ahd. spizzōn (9. Jh.), spizzen (11. Jh.), mhd. spitzen ‘spitz machen, mit Spitzen versehen’, seit dem 14. Jh. (reflexiv) ‘auf etw. mit Hoffnung und Sehnsucht warten’, faktitive Bildung zum Adjektiv. spitzig Adj. ‘spitz’, mhd. spitzec, spitzic, bis ins 18. Jh. gebräuchlicher als spitz, das von Adelung als nur „im gemeinen Leben“ gültig bezeichnet wird. Spitzmaus f. insektenfressendes, der Maus ähnliches, spitzschnauziges Tier, ahd. spizzimūs (11. Jh.), mhd. spitzmūs. Spitzname m. ‘eine bestimmte Eigenschaft oder ähnliches hervorhebender Übername, Spottname’ (17. Jh.), zu spitz ‘anzüglich, verletzend’.
2084 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    spitzelnswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    spitzeln swv. s. gespitzelt;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spitzelnv., intrs

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    † Spitzeln , v. intrs . 1) I Schwäbischen, die Spitzen der Eier an einander schlagen, ein Spiel der Knaben zur Osterzeit…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spitzeln

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Spitzeln , veraltetes Kartenspiel, eine Art sehr vereinfachtes L'hombre (Solo) unter dreien. Es hatte den Namen von der …

  4. modern
    Dialekt
    spitzelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    spitzeln schw. : 1. a. 'verstohlen schauen, hinter etwas hervorlugen', spitz(e)le (šbidsələ, šbidslə) [IB-Blieskst PS-Ha…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spitzeln

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von spitzeln 2 Komponenten

spit+zeln

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Ableitungen von spitzeln (1 von 1)

bespitzeln

Pfeifer_etym

spitz Adj. ‘schmal zusammenlaufend und in einem scharfen, stechenden Punkt endend’, übertragen ‘schlau, listig, gerissen, anzüglich, verletz…