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frech

mnd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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18 in 17 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Frech

Bd. 1, Sp. 1144
Frech 1. Frech verbrennt sich die Augen und Blöde bekommt nichts. 2. Man ist nie frecher als beim Becher. – Parömiakon, 1446. 3. Frech wie eine Mücke. Wir besitzen einen grossen Reichthum an sprichwörtlichen Redensarten, die eine Vergleichung aus der Thierwelt enthalten. Es folgt hier, vorbehaltlich nachfolgender Ergänzungen, eine Zusammenstellung derselben. Arm wie e Kirchenratt (Kirchenmaus). Bês wie e Krott (Kröte), Busperli (munter) wie en Eicherle (Eichhörnchen). 'S isch besser als e Tritt vun en Essel. Er hett Bein wie e Stock. Dumm wie en Esel (Ochs, Kalb, Stockfisch). Dumm wie e Gans (Kueh). Dumm wie e Kütz (Käuzchen) unter de Vejel. Dumm wie e Kütz am helle Dà. Dummer ass es Huen vor Da (Tag). Dürr wie e Rehgais. Dürr wie e Schreter (Hirschkäfer). Dürr wie e Hâring. Dünn wie e Häriseel. Dreckig wie e Söü (Sau). Er dûlt (s.d.; lauert) wie e Katz uff e Müs. Er kummt an, wie d'r Hund im Kejelsspiel. Er kummt an, wie d' Sau im Juddehûs. Er schaut's an wie e Kueh e neu's Schîrthor. Er schnurr einen an wie e Hund. Er sieht üs wie é g'schorene Müs. Er sieht üss wie e gebriejti (gebrühtes) Huhn. Er blòst sich uf wie e Kötter. Er macht e Paar Auje, wie e g'stocheni Gais. Er hett Oige wie'ne Sperwer. Er sitzt da wie e Krott uff err Hechel. Er steht da wie en Ochs am Berri (Berge). Er steht da wie der Esel vor der Schmiede. Falsch wie eine Katze. Feind wie einer Spinne. Fett wie e Schellniéler (Maulwurf). Fett wie ein Aal. Flink wie Wissele (Wiesel). Frech wie e Spatz. Frasse wie e Söü. Fromm wie e Lamm. Furchtsam wie ein Hase. Glatt wie ein Aal. Grau wie ein Esel. Gesund wie ein Fisch im Wasser. Geduldig wie ein Schaf. Gritti (hungrig) wie e Wolf. Gifti wie e Krott. Er isch glatt wie d'r Bock (oder d' Gais) am Künn. Er hett so wenni Gall as de Dîwele (Täublein). Hungrig wie ein Wolf. Hungri sin wie e Lêb (Löwe). Er hat Hände wie ein Frosch. Err hiét (hütet) sie wie d' Katz d' Junge. Er hiét sie wie d' Gluck iehri Bibble (Hühnlein). Er zeigt erum wie e Lüs im Hemd. Er steckt voll Hochmuth wie en Essel voll Fürz. Er geht erum wie Huehn, die leje will. Er laufft erum, wie e verscheuchtes Hiehnel. Er ist wie der Hahn im Korbe. D' Kepf z'sammestrecke wie d' Schof. Er hebbt de Kopf in d' Heh wie e Huehn wo (das) süft. Er kotzt wie ein Gerberhund. Lustig wie der Fink im Hanfsamen. Er lauft wie ein Windhund. Laufen wie e Ross. Er isch lusti wie e Maikäfer. Er isch lusti wie jungi Muck. Er lûrt (lauert) wie e Spinn uff e Muck. Er lûrt wie e Katz uff e Müs. Er luegkt (schielt) wie'n e Gans im Lojel (s. Luzern). Sie lewe mid'ander wie Hund un Katze. Sie lewe wie d' Vegel im Hanfsamen. Mièd wie e Hund (oder Ross). Munter wie e Wachtel. Munter wie eine Amsel (oder wie eine Karausche, wie ein Karäuschchen). Mager wie ein Jagd- oder Windhund. Máujer (mager) wie e Schreter. Sin Mül geht wie's Wasserstelze Waddel. Er surrt erum wie e Maikäfer. Nass wie e (Wasser-)Ratt. Nass wie e Müs. Niese wie e Ross. Err lauft 'm nôch wie e Bimmerle (Pommerchen). Plump wie e Bär. Er pasat wie e Spinn uff e Muck. Rammli wie e Kingkele (Kaninchen). Er hat einen Ranzen wie eine Kuh. Er hett e Raffel wie'n-e Babbegei. Er recht (s.d.) wie ein Maikäfer. Er isch roth worre wie e Giggel (Hahn). Er säuft wie ein Bär, wie ein Igel (Egel, Blutegel). Er schnurrt wie e Hund an d'r Kett. Er schilt wie e Rohrspatz. Er schreit wie e Dachmarder. Er schnauft wie ein Igel. Er schläft wie ein Dachs. Er schwitzt wie ein Lastthier, wie ein Sauigel. Er stinkt wie ein Bock, ein Biber, ein Wiedehopf, eine Otter, eine Wanze. Er springt wie ein Hirsch. Er stiehlt wie ein Rabe. Er singt wie der Canarienvogel, der Muh schreit. Er scheisst wie ein Burgunderesel. Er sperrt sich wie's Kälble am Strick. Er schnauft wie eine gestopfte Gans. Er schläft wie eine Katze, ein Ratz. Er schläft wie ein Hase (mit offenen Augen). Er steigt wie der Hahn in den Halmen. Er schleicht darum herum wie die Katze um die Maus. Er spielt mit'm wie d' Katz mit'm Mîsel. Er spitzt 's Mül wie e Kueh uff e-n Errbeer. Er spiert's wie wemmer é-n Ochs ins Horn pfetzt (zwickt). Er steht wie der Bock uff'm Î-es. Er stinkt wie e Kothhahn. Er macht Sätze wie eine Hirschkuh. Er macht Schritte wie ein Storch. Er isch stolz wie e Lus im Grind. Es schmeckt 'm wie 'm Hund e Tritt. Es schmeckt 'm wie 'm Hund 's Gras. Sie singt wie 'ne Amsel. Stumm wie ein Fisch. Springe wie e Kalb uff d'r Waid. Springe wie e Gais, e Reh, e Hirsch, e Has. Schnarche wie e Dachs. Schwitze wie e Bär. Singen wie eine Nachtigall. Schwätzen wie eine Atzel. Sanft wie ein Lamm. Stolz wie der Hahn auf seinem Mist. Stolz wie ein Pfau. Schwarz wie ein Rabe. Steif wie der Bock. Schlau wie ein Fuchs. Still wie ein Mäuschen. Schleckeri wie e Gais. Süfer (sauber) wie d' Kuh am Waddel. Er spatziert erum wie e Stork. Trucke wie 's Käfers Fidle. Er tanzt wie'a Gaisel uff'm Îs. Er traktiert 'n wie e Hund. Verliebt wie e Katz im März. Verliebt wie d' Dîwle (Täublein). Verliebt wie ein Kaninchen, wie ein Sperling, Stint, eine todte Ratte. Verschrocke (erschrocken) wie e Has. Verstohle wie e Spatz oder wie e'n Atzel. Er versteht's wie d'r Essel 's Zitherschlauje. Er geht vor sich wie der Krebs. Sie vermehre sich wie d' Kinjele (Kaninchen). Wackeln (watscheln) wie eine Ente. Wussli (flink) wie e Wissele (Wiesel). Die mundartlichen Redensarten sind meist im strasburger Dialekt aus der Sammlung von Vergleichungsreden des Prof. A. Stöber entlehnt, wie folgendes Bauernwillkommen: Sitze, Herr Pfarr! Err wore mièd sin wie-n-è Hund. Err wore g'loffe sin wie-n-è Kalb. Err worre schwitze wie-n-è Bär. Err worre Hunger ha wie-n-è Wolf. Er worre Durst ha wie-n-è Soï. Froï, gang, hol Eins trinke! (Frommann, IV, 465.) 4. He es frech vör de Schwât (Schwarte). (Meurs.) – Firmenich, I, 403, 209. 5. He es so frech, as en mager Ferken (Schwein). (Meurs.) – Firmenich, I, 401, 86. [Zusätze und Ergänzungen] 6. Frech, wie die Sünde.
5884 Zeichen · 176 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    frechAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    frech , Adj. Vw.: s. vrech (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Frech

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Frech , -er, -ste, adj. et adv. 1) * Stark, eine veraltete Bedeutung, in welcher noch Mathesius einen frechen Magnet den…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    frech

    Goethe-Wörterbuch

    frech auch ‘das, der F-e’ 1 keck, verwegen, herausfordernd, wild Amor, nicht das Kind, der Jüngling, der Psychen verführ…

  4. modern
    Dialekt
    frëch

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    frëch [fraχ O. K. Z. ; fræχ Str. Rothb. Lohr ] Adj. Adv. 1. frech, herzhaft, aufdringlich, rücksichtslos. Fr. wi e e Lus…

  5. Sprichwörter
    Frech

    Wander (Sprichwörter)

    Frech 1. Frech verbrennt sich die Augen und Blöde bekommt nichts. 2. Man ist nie frecher als beim Becher. – Parömiakon, …

  6. Spezial
    frech

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    frech I adj. 1 (unverschämt) desfruntus (-sc, -tosa), desfrunté (-tá, -tada), sbocé (-ciá, -ciada) 2 (überheblich) aroga…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit frech

68 Bildungen · 42 Erstglied · 21 Zweitglied · 5 Ableitungen

frech‑ als Erstglied (30 von 42)

Frechdachs

SHW

Frech-dachs Band 2, Spalte 935-936

Frechling

SHW

Frech-ling Band 2, Spalte 935-936

Frechspatz

SHW

Frech-spatz Band 2, Spalte 935-936

Frechdachs

Pfeifer_etym

frech·dachs

Dachs m. Das zu den Mardern gehörende Säugetier mit spitzem Kopf und starken Grabkrallen heißt ahd. thahs (11. Jh.), mhd. dahs, mnl. nl. das…

Frechdas

WWB

frech·das

Frech-das m. [verstr.] (auf liebenswerte Weise) freches Kind. Hei es enn richtigen Frächdax ( Kr. Iserlohn Isl Hd).

frechen

DWB

frechen , audacem reddere, kühn, dreist machen. im gedicht von dem pfenninge heiszt es: ër süenet und entsüenet, ër frëchet unde küenet. s. …

Frechert

RhWB

frech·ert

Frechert -ęiχ- Schleid ; -ę- Aach ; -ęx- Eup ; -ęg- Rees ; Pl. -tə(n) m.: frecher Mensch.

frechgebrochen

GWB

frech·gebrochen

frechgebrochen Lache nicht dießmal, Zeus, der f-en [ Liebes- ] Schwüre GWB 1,271 Alexis u Dora 149 Dorothee Schröter D. S.

Frechhät

LothWB

PfWB RhWB Frechhät [-hèt fast allg.; freχhait Sbg. ; frèkhǽt Si. ] f. Frechheit: das isch e F., die loss ich m'r nit gefalle Fo.

Frechheid

WWB

frech·heid

Frechheid f. [verstr.] freches Benehmen, Frechsein. Dat es doch ne Frächait ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl ). —…

frechheit

DWB

frech·heit

frechheit , f. protervia, audacia: denn wer on furcht feret, der gefelt got nicht, und seine frecheit wird in stürzen. Sir. 1, 27 ; man musz…

frechigkeit

DWB

frechigkeit , f. dasselbe: umb ihren frevel oder frechigkeit. Thurneisser nothg. ausschr. 1, 16 .

Frechjee

PfWB

Frechjee m. : ' frecher Bursche ', Frechjee (ˈfręχjē) [ KU-Kaulb ]. — Wortbildung wie PfWB Tolljee .

Frechkop

WWB

frech·kop

Frech-kop m. [verstr.] 1. freche, kecke, dreiste Person, über die man sich entrüstet. Dat is nen Frechkopp ( Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklen…

frechlich

DWB

frech·lich

frechlich , impudenter, insolenter: die spötter bringen frechlich eine stad in unglück, aber die weisen stillen den zorn. spr. Sal. 29, 8 ; …

frechlustig

GWB

frech·lustig

* frechlustig Aldobrandinische Hochzeit .. daß vielleicht der Maler .. eine etwas f-e Komposition machen wollte Gespr(He1,713) Böttiger 16.1…

frechmut

DWB

frech·mut

frechmut , m. temeritas: und zwar wers ( das sacrament ) nieszet unbereit, ich sags mit wahren worten, vom frech und hochmut wird verleit zu…

Frechmuth

Wander

frech·muth

Frechmuth Wenn Junker Frechmuth im Sattel sitzt, so hängt sich Jungfrau Reutrut an den Schweif. – Fischart.

frechmutig

DWB

frech·mutig

frechmutig , ferox: frechmutige, leichte, hurtige pferde. Uffenbach 2, 1 .

Frechsack

RhWB

frech·sack

Frech-sack RhWBN Rip, Birkf m.: freches Kind; -säckelche Kosewort.

Frechschnabel

PfWB

frech·schnabel

Frech-schnabel m. : 'Mensch mit loser Zunge', Frechschnawwel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB Frechdachs . —

frech als Zweitglied (21 von 21)

dummfrech

DWB2

dumm·frech

dummfrech adj. : 1782 Pestalozzi 7,420 B. 1931 Graf Bolwieser 154.

farrenfrech

DWB

farren·frech

farrenfrech , protervus, frech wie ein stier: farrenfrech mit schwetzen und pletzen. Garg. 149 b , doch mit wortspielendem bezug auf παῤῥησί…

gefrech

LothWB

gef·rech

ge-frech [-frèχ Wal.; –fràt Falk. ] adj. u. adv. frech: g. wie'n Spatzel, wie'n Kleïderlus Falk. ; wie Saubohnestroh, wie'n Bengel Wal. Dav…

gewaltigfrech

GWB

gewaltig·frech

gewaltig-frech Getrenntschr zu gewaltig 2a Des Zeiten Geists gewaltig freches Toben GWB 15 1 ,345 Faust II Nachl Abschied 32 Armin Giese A.G…

hundsfrech

PfWB

hunds·frech

hunds-frech Adj. : ' sehr frech ', hunsfrech [ ZW-Käshf ]; vgl. PfWB saufrech . RhWBN Rhein. IX 1314 .

preszfrech

DWB

preszfrech , adj. preszfrechheit übend: man müsse die preszfrechen bestrafen. Börne 5, 119 .

saufrech

PfWB

sauf·rech

sau-frech Adj. : ' sehr frech ', saufrech [ KU-Diedk KU-Breitb PS-Fehrb H'mühlb LU-Alsh/Gr ].

schifrëch

Lexer

schif·rech

schif-rëch adj. dasselbe. schiffrech wasser, amnis Dfg. 31 a . diz waʒʒer ist schifreche bei Mgb. s. 707 ( aus einer pred. ). ein schifreheʒ…

überfrech

DWB

ueber·frech

überfrech , adj. und adv. sehr frech, überaus frech: a a) adj.: verflucht sei wer nach falschem rath, mit überfrechem muth, das was der Cors…

weltfrech

RhWB

welt·frech

welt-frech  Bernk-Bruchw Adj.: in der RA.: Schuldomm, w.

wildfrech

DWB

wild·frech

wildfrech , adj. : er dachte an den wildfrechen Renold Zschokke 28, 135 ; dieser fremdling hat unsere allerheiligste religion .. verspottet,…

Ableitungen von frech (5 von 5)

befrëchen

ElsWB

befrëche n refl. sich erfrechen, erkühnen Orschw. — Idiotikon Schweiz. 1, 1271.

erfrechen

DWB

erfrechen , 1 1) imbuere protervitate, erdreisten, mutig machen: was konnte den mann zu solchem frevel erfrechen, frech genug machen? 2 2) s…

erfrechung

DWB

erfrechung , f. impudentia: wie weit der himmel über alle menschliche erfrechungen erhaben sei. Lessing 7, 289 .

freche

DWB

freche , f. audacia, temeritas, ahd. frëchî, was goth. frikeins wäre. der vogel ist in der freche ( brunst ). Schmeller 1, 600 . vgl. DWB ge…

gefrech

LothWB

ge-frech [-frèχ Wal.; –fràt Falk. ] adj. u. adv. frech: g. wie'n Spatzel, wie'n Kleïderlus Falk. ; wie Saubohnestroh, wie'n Bengel Wal. Dav…