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Erbse

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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15 in 14 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Erbse

Bd. 5, Sp. 898
Erbse (Pisum Tourn.), Gattung der Leguminosen, einjährige, kahle, kletternde Kräuter mit paarig gefiederten, in eine Borste oder Wickelranke endenden Blättern (s. Tafel »Blattformen II«, Fig. 25), großen blattartigen Nebenblättern, ansehnlichen roten oder weißen, einzeln oder locker traubig stehenden Blüten auf verlängerten, achselständigen Blütenstielen und zusammengedrückten, zweiklappigen, vielsamigen Hülsen. Sechs Arten im Mittelmeergebiet und in Westasien. Die Ackererbse (Stockerbse, wilde E., P. arvense L.), mit entfernt gezähnelten Fiedern, ein- bis zweiblütigen Trauben, bunten Blüten (Fahne bläulich, Flügel purpurn, Schiffchen weiß) und kantig eingedrückten, nicht rollenden, braun und graugrün gescheckten Samen, findet sich hier und da unter der Saaterbse auf Feldern und wird hauptsächlich in Ost- und Westpreußen kultiviert (graue, Danziger, Königsberger, preußische E.). P. sativum L. (Saat-, Feld-, Garten-, Schoten-, Brech-, Brockelerbse, s. Tafel »Gemüsepflanzen IV«, Fig. 14) hat ganzrandige Fiedern, zwei- bis mehrblütige Trauben, weiße Blüten und kugelige, rollende, gelbe Samen. Als Spielarten beider werden unterschieden: Zuckererbse (P. saccharatum hort.), mit zweiblütigen Blütenstielen, geraden, zusammengedrückten, weichen, fleischigen, süßlich schmeckenden Hülsen und weitläufig stehenden, runden Samen, die gern grün bleiben. Die Lupinenerbse (Ecker-, Mark-, Knackerbse, P. quadratum Mill., s. Tafel »Gemüsepflanzen IV«, Fig. 13), mit zweiblütigen Trauben, geraden, breiten, flachen, ungenießbaren Hülsen und großen, sehr nahe aneinander stehenden, viereckigen Samen. Die Doldenerbse (Trauben-, Büschelerbse, türkische E., P. umbellatum Bauh.). mit vier- bis fünfblütigen, verlängerten Blütenstielen, geraden, zylindrischen, mit eng aneinander sitzenden, gelbweißen bis braunen Samen gefüllten Hülsen, wird als Zierpflanze und als Gemüse zum Dürrmachen gebaut. Außerdem unterscheidet man niedrigbleibende Krup- oder Zwergerbsen und Stapel- oder Stiefelerbsen, die trockner Reiser zur Unterstützung bedürfen. Über den Anbau vgl. Hülsenfrüchte. Die Erbsen haben, wie alle Hülsenfrüchte, hohen Nahrungswert (s. Tafel »Nahrungsmittel«), sind aber schwer verdaulich. Die reisen Erbsen kommen auch geschält (Erbsgraupen) und als Mehl in den Handel. Letzteres wird, zu Brei verkocht, bisweilen als Zusatz zum Brot und in der Pfefferkuchenbäckerei benutzt. Die grünen Erbsen werden als Gemüse gegessen, auch eingemacht und getrocknet, im letztern Zustand kommen besonders Astrachaner Zuckerschoten auf den Markt. Um die reisen Erbsen leichter verdaulich und für manchen wohlschmeckender zu machen, übergießt man sie mit lauwarmem Wasser, schüttet nach 12–18 Stunden das Wasser ab, läßt sie dann 24 Stunden auf einem Haufen liegen und kocht sie wie gewöhnlich. Auch als Viehfutter sind Erbsen von Wichtigkeit und werden vorteilhaft mit gekochten Kartoffeln, Buchweizen etc. verfüttert. Man benutzt sie aber auch als Grünfutter. Die Heimat der E. ist unbekannt, sie gelangte früh nach Indien und zu Griechen und Römern. In ägyptischen Gräbern kommt sie nicht vor. Dagegen fand man sie in Hissarlyk und in den Pfahlbauten der Schweizer Seen. In Deutschland erscheinen kleinkornige Erbsen seit der Hallstattperiode, und in den Kapitularien Karls d. Gr. wird die E. als Pisus mauriscus erwähnt. Die Benutzung der grünen Erbsen scheint von Holland aus verbreitet worden zu sein; am Ende des 17. Jahrh. galten grüne Erbsen in Frankreich noch als Seltenheit.
3496 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êrbse

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Êrbse , plur. die -n, die runde eßbare Frucht eines gewissen Feld- und Gartengewächses; Pisum, L. Die Pflanze, welch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Erbse

    Goethe-Wörterbuch

    Erbse 1 botan a landwirtschaftl Nutzpflanze Sommer- und Wintersaat, Klee, E-n und was sonst keimen mag .. alles verspric…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Erbse

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Erbse , Pisum (Diadelphia Decandria. Leguminosae ). Man unterscheidet Sorten, von welchen nur die Samen eßbar sind, die …

  4. modern
    Dialekt
    Erbsef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Erbse f. : 1. 'die Pflanze Pisum hortense (auch P. sativum) und deren Frucht', Eʳbs, Pl. Eʳbse (äʳbs, äÄʳbs; -bsə) [fast…

  5. Sprichwörter
    Erbse

    Wander (Sprichwörter)

    Erbse 1. Arben 1 unn Bohn holen 2 den Dokder von de Dör. ( Rendsburg. ) 1 ) Erbsen. 2 ) Halten. 2. Arften 1 , säd' de Bû…

  6. Spezial
    Erbse

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Erb|se f. (-,-n) ‹bot› arbëia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erbse

224 Bildungen · 202 Erstglied · 22 Zweitglied · 0 Ableitungen

erbse‑ als Erstglied (30 von 202)

Erbsebull

LothWB

erbse·bull

Erbse-bull f. Pü. siebartige Kugel, worin die Erbsen in den Kochtopf gebracht werden zum Aufkochen.

erbselbeere

DWB

erbselbeere , f. dasselbe, sonst auch beiszelbeere, breiszelbeere.

erbseldorn

DWB

erbseldorn , m. dasselbe, sauerdorn.

erbsele

DWB

erbs·ele

erbsel , erbsele , berberis vulg., saurach, sauerdorn und vielfach noch anders benannt, die beeren des strauchs haben einen säuerlichen, zus…

Erbsele(n)dor(eⁿ)

Idiotikon

Erbsele(n)dor(eⁿ) Band 13, Spalte 1633 Erbsele(n)dor(eⁿ) 13,1633

Erbsele(n)täfeli

Idiotikon

Erbsele(n)täfeli Band 12, Spalte 518 Erbsele(n)täfeli 12,518

Erbsele(n)tē

Idiotikon

Erbsele(n)tē Band 12, Spalte 25 Erbsele(n)tē 12,25

Erbsele(n)wurz

Idiotikon

Erbsele(n)wurz Band 16, Spalte 1726 Erbsele(n)wurz 16,1726

Ërbseleholz

ElsWB

erbsele·holz

Ërbseleholz n. gemeiner Sauerdorn; gegen Flechten angewendet. Wenn das Ërbseleholz verdorrt, verdorren auch die Flechten Hi. — Bayer. 1, 138…

Erbseleⁿ

Idiotikon

Erbseleⁿ Band 1, Spalte 433 Erbseleⁿ 1,433

Erbseleⁿstūd(eⁿ)

Idiotikon

Erbseleⁿstūd(eⁿ) Band 10, Spalte 1352 Erbseleⁿstūd(eⁿ) 10,1352

erbselig

DWB

erb·selig

erbselig , aerumnosus, mühselig. Dasypod. 321 a für arbeitselig?

erbselnsaft

DWB

erbselnsaft , m. succus spinae acidae: berlen zergehen in essig, und corallen zergehn in saurauch. sch. und ernst 1558, 60. 1550, 220.

Erbsenbach

SHW

Erbsen-bach Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbase

SHW

Erbsen-base Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbeet

SHW

Erbsen-beet Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbrei

SHW

Erbsen-brei Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbär

SHW

Erbsen-bär Band 2, Spalte 231-232

erbsendick

SHW

erbsen-dick Band 2, Spalte 233-234

Erbsenfeld

SHW

Erbsen-feld Band 2, Spalte 233-234

erbse als Zweitglied (22 von 22)

Bǘschelêrbse

Adelung

Die Bǘschelêrbse , plur. die -n, eine Art Gartenerbsen, welche in Büscheln oder Trauben wachsen, und daher auch Traubenerbsen, Träubelerbsen…

blasenerbse

DWB

blasen·erbse

blasenerbse , f. cardiospermum halicacabum, herzsame, weil ihre frucht eine blase bildet. vgl. blase 5.

Fêldêrbse

Adelung

feld·erbse

Die Fêldêrbse , plur. die -n, Erbsen, welche auf dem Felde gebauet werden, zum Unterschiede von den Gartenerbsen; Feldschoten.

kieferbse

DWB

kief·erbse

kieferbse , f. früher kieferbeisz, kifferbisz, keiferbisz und noch anders ( s. arbeisz 1, 538). 1 1) grüne erbse, eig. erbse in der schote (…

klotzerbse

DWB

klotz·erbse

klotzerbse , f. eine grosze runde erbsenart. Adelung. Nemnich wb. 307 , klotzerbeisz Frisch 1, 525 a , von klotz kugel.

klunkererbse

DWB

klunker·erbse

klunkererbse , f. eine grosze erbsenart. Nemnich, vergl. klotzerbse ; doldenerbse, rosenerbse. Adelung.

Krollêrbse

Adelung

kroll·erbse

Die Krollêrbse , plur. die -n, im gemeinen Leben, hart gekochte, und gewisser Maßen nur gebrühete Erbsen; von dem Nieders. kroien, krollen, …

rosenerbse

DWB

rosen·erbse

rosenerbse , f. pisum umbellatum, eine erbsenart, deren schoten büschelweise stehen und so eine art rose bilden, auch büschelerbse, kronerbs…

späterbse

DWB

spaet·erbse

späterbse , f. , auch spaterbse geschrieben, die erst spät im sommer reif wird, im gegensatz zur früherbse. Adelung. Krünitz 156, 520 , pisu…

spargelerbse

DWB

spargel·erbse

spargelerbse , f. eine schotenkleeart, häufig als zierpflanze gezogen, lotus tetragonolobus. Nemnich 2, 449 ; lotus siliquosus Pritzel - Jes…

stabelerbse

DWB

stabel·erbse

stabelerbse , f. eine art gartenerbsen, die gestäbelt wird, vgl. stäbeln , in grosze und niedrige stabelerbsen unterschieden. öcon. lex. 2 6…

steckenerbse

DWB

stecken·erbse

steckenerbse , f. , dasselbe wie ( oben sp. 812) stangenerbse ( dafür auch stängelerbse sp. 809), weil sie wie oben steckenbohne stark rankt…

stockerbse

DWB

stock·erbse

stockerbse , f. die gemeine felderbse, pisum arvense Oken 3, 3, 1656 , Schlechtendal flora von Deutschland 24, 193 , dasselbe wie oben stang…

zuckererbse

DWB

zucker·erbse

zuckererbse , f. 1 1) wohlschmeckende erbsenart, die mit der schale genossen wird, pisum leptolobum Hübner-Rüder 4, 1034 b ; Adelung; Schlec…

Zwêrgêrbse

Adelung

zwerg·erbse

Die Zwêrgêrbse , plur. die -n, eine Art kleiner Zuckererbsen; Franzerbsen, in Niedersachsen Krüper.

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APA
Cotta, M. (2026). „erbse". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/erbse/meyers
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Cotta, Marcel. „erbse". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/erbse/meyers. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „erbse". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/erbse/meyers.
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