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Erbse

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Erbse

Bd. 2, Sp. 144
Erbse Rhfrk Nahe ęrwəs, ęăw-; Hunsr n. des Soonwaldes Erw-; Saarl, SMerz Erw-; sonst an der Saar, Hochwald bis Trier-Conz ęrəs; Trier, Wittl, Bernk, Bitb, Daun ērəs, ēă- [Trier-Stdt ę·r.bəs; vielfach in diesem Geb. gemischt mit ę·r.b-, –rw-, ē-, E:-, z. B. Wittl-Dörreb Bengel Heidw, Bitb-Dudeld Neuerbg Wetteld, Bernk-Neumag Winterich, Daun-Neroth Katzwinkel Strohn Üdersd]; Prüm, SMalm durchweg ę·r.əbəs; OMosfrk in OBernk, Zell, Koch, May, Kobl, Neuw, Altenk ę·r.wəs (seltener E:-); Siegld ęrwəs, –wəts, āwəs; Aden, NDaun ę·r.əs, (E:-), das auch in Ahrw, SSieg, Neuw, Altenk hier u. da vorkommt, z. B. Sieg-Ägid, Neuw-Asb (Pl. -stən); Rip Eəts, Ets, ēă-, īă- [südl. Orte Prüm-Duppach Steffeln, Daun-OEhe Esch, Aden-Nohn Borler]; dies auch NBerg, SNfrk in Geilk, Erk, MGladb, Grevbr, Neuss u. []Düss [n. Orte Erk-Baal, Kref-Osterath Willich; Geilk-Dueren Bauchen ęts; im Berg ö der Ürd-L. Eətsə, ēə-; Wermelsk eitsə; Lennep-Radevormwald ęrvə; Gummb ęrətsə]; sonst SNfrk ęrt, ęrət [Kemp-Kaldenk -təl]; Klevld Ert; rrhn. n. Ruhr MülhRuhr ę·r.tə; um Sterkr, Dinsl, Wesel (innerh. Spellen Meer Ork), Ringenbg, Elten ęrt; innerh. Mehrum Löhnen Stockum Holthsn Möllen (um Görsiker Vörde) āăt; innerh. Loikumerwald Heiderott Isselrott Drevenack Damm Gerthend (um Hamminkeln, Drevenack) aĭt, ebenso um Wertherbr; innerhalb Stapp Overbr Hiesf Walsumermark Schmachtend Byfang Meiderich art (at); ebenso um Krudenbg, um Lackhsn, um Isselbg Heelden; innerh. Esserden Milling Helderloh Mehrhoog Bislicherwald Diersfordt Fluiren u. um Emmerich Eăt; um Vrasselt, Praest, Bienen Et; um Gartrop ęrt (überoffenes ę); innerh. Hünxe Welmen Bruckhsn Hünxerwald Eăt (überoffenes E); Ruhrort ęrf; Duisb ę·r.f; um Loikum arf; um Dämmerwald, Schermbeck ęrft; um Gahlen ęrf (überoffenes ę); Eup ęrənt; Pl. -sə(n), –tsə(n), –tə(n) f.: 1. wie nhd., pisum sativum; man unterscheidet E.ə (Gartenerbsen) u. Feld-; grön u. düərn E.ə; fröh u. spät (lat) E.ə; gel (grau) u. grün E.ə; decke u. dönn (platte) E.ə; geschälte u. ongeschälte E.; viele Sorten der Gartenerbse: Altweiber-, Kniffel-, Kruch-, Mai-, Mark-, Plöck-, Reiser-, Schlot-, Schnabel-, Struk-, Zucker- (Zuckerschote), Zwerg-; die E., die grün aus der Schale gelöst werden, sind Döpp-, Kiərn-, Kiver-, Pell-; sie werden gedöppt, gekiərnt, gekivert, gekuld, gelöt (--), gepällt, gepiddelt, geschut (geschotet), geschäkt, opgedoəhn, ausgepleckt (s. d. W.). — Saatzeit. We decke Bonnen on E.ə well eəte, de mott de Mäərt net vergeəte SNfrk, Verbr.; d. B. on E. muss mer setzen em Märze Sülzt. Honnertsten (100.) Dag em Johr sall de E. säən Koch-Laub, Trier. E.ən on Flass (Flachs) em jonge Lech gesät, blöhen sech dut Sieg-Scheiderhöhe. Wenn de Brämere (Brombeeren) got blehe, seun viel E.ə se kreie Bernk-Stipshsn. Wenn et rent (regnet) of Palmdag on setzt de E. an de Bach, dann verdiren se noch Kobl-Bend. Vorher setzt man sie gern en de Wek (Weiche) SNfrk, Allg. Die Pflanzen werden dann mit Reisern gereisert, gesteckt, gesteckelt (s. d. W.). De E.ə wassen at (schon) die Ferse schaut aus einem Strumpfloch Aach-Mausb. Nu send em ower de E.ə verhagelt seine Freude ist verdorben Gummb. — Andere RA : Löten (Erbsenschoten) send geng E.ə Aach. De kennt E.ə weiss Bescheid Kobl-SSebastian. Den es gut för in de E.ə ein hässlicher Mensch (als Vogelscheuche) Rees. Dat es en E. no en Buəhn geschote Eup, Malm; de E.ə komme em en de Bonne bei dem ist alles durcheinander Geilk-Brachelen; ut de Bohnen en [] de E.ən kommen aus einer Verlegenheit in die andere Mörs; en den Bunne sen on E.ə plöcke im Irrtum, zerstreut sein Rip, Nfrk; Tuən (Anton), gef mech en Buəhn, dann kriste en E., donu gohne we same no de Märt (Markt) Geld-Straelen (s. weitere Belege bei Bohne). E blöngk Hohn föngk (findet) och alt ens e E. Eusk-Dirmerzh. Rip. Ich han em gewis (gezeigt), was drei E.ə vor e Brih koche Saarbr-Sulzb, Trier-Thomm. O, du liewe Gott, söwe (sieben) E.ə in ene Pott, söwe Emmere Natt (Kraut), häwe de hele Wek wat Wochenmenü Emmerich. Hei tellt (zählt) de E.ə en de Pött der Geizige Wesel. Wer E.ə iss, de kümb (stöhnt) Köln; we E.ə iss, moss sich de Wengk (Wind, Blähung) gefalle losse Dür. Idvir (jede) E. singt ihren Vers Saarbg-Ockfen. E.ən Bungen, Linsen, Wecken, we scheisse well, moss drecken Bitb. Wo nicks es, do schlappt och nicks, sät de Frau, du schott se e Fat E.ən över de Trapp Kref-Osterath. Ein undichtes Fass hält ken E.ən Bernk-Kesten. Küt e wedder met senge ale E.ə? längst vergessenen Geschichten Rip, Allg.; al E.ə opwärmen (öprühren, –techelen (-ziegeln), -trommeln, –rötten, vertällen (s. d. W.)) immer wieder auf alte Sachen zurückkommen Allg. (s. weitere Belege bei alt). Dat sind ful (al) E.ə längst bekannte, schon vergessene Dinge Sol. Kömmer dech net över annere Lüts E.ə! MGladb-Rheydt. Verbrenn dek nich an kalen (kalten) E.ən! bleib davon weg Gummb-Berghsn Hej sprengt dre Arften hoch Rees. He geht op E.ə der kleine Schritte macht u. dabei wippt Allg.; den hät E.ən en de Schouhn (Stiveln) wankt im Gehen hin u. her; ist betrunken Saarbg, Trier; met de Schuhn voll E.ə no Käveler (Kevelaer) gohn wallfahren Klev-Calcar; da well ech of E. no Mänz (Mainz) gehn! Birkf-Idar, — no Spabricken Birkf; den löppt, as wenn e op E.ə geht, äwel nit op gekockte Geld-Kevelaer; he tribbelt, äs wenn he op E.ə geng Geilk-Gangelt; he sett (so krumm) wie en Frösch op de E.ə Gummb-Faulmert Kannste schwemme? Antw.: Jo, om Spicher op den E.ən Altk-Bachenbg. Do heste dech äver es op E.ə gesatz du bist in eine unbequeme Lage geraten Sieg-Ägid. Lott doch en Scheffel Erften vom Kloster brengen un em daut (tot) beən (beten), dat es et beste för em wer auf Abwege geraten war; frühere harte Busse, auf E. zu knieen Ess, Rees. En E. em Hals han heiser singen Schleid-Hellenth. Die kann mem Deuvel op E.ə danze eine böse Frau Dür-Gürzenich. Dem hät de D. E.ə en et Gesech gedreische er ist pockennarbig ebd., u. Dür-Pier, Heinsb-Lümb, Kemp, Düss, — geschoten Sol; der Deiwel hot E.ən op em gedresch Bitb; deə es met et G. e jen E.ə gefalle Aach; uf dem sin E. gedresch wor []Simm-Horn; he hät te stärk en de E.ə gebloəse Kemp. De hat of E.ə geschlof Mayf. Dem kaste de gekouchte E.ə en et Gesich werpe Dür-Heistern. De duht E.ə mit de Saul (Ahle) esse er stochert im Essen Simm-Laub. Ma ment, dau kräscht (kriegtest) alle Karfreidag e gequellt E. Wend-Frohnhsn. Du häs be mech de E.ə ut du bist für mich erledigt Heinsb-Myhl. Bums, säj Fei (Sophie), do dret (schiss) se en E. Geld-Straelen. Dau has woll E.ə gess! damit rügt man eine Ungehörigkeit Daun-Boxbg. Et get Leut, die en E. met der Gemein soche ginn May-Naunh. Du brauchs ken E.ən ze strauen, et (Mädchen) wess de Weg Koch-Kaifenh. Wie viel Uhr ist es? Antw.: Vierdel op (no, bis, üver) kal (kalte) E.ə Verbr., mit Forts. wer ke Schuh hot, de läft (läuft) bärwes Simm-Laub, — bis harte E.ə Saarbr-Altenwald, — iwer gequallte E.ə May-Polch; finf Minude bis warme E.ə, wenn se warm sin, esse mer se Saarbr-Fürstenhsn, — en halver kal (kalte) E.ə, wenn et schleht, schl. et Buhnen Trier. — Hannes, keik es, os Gess (Geiss) hot E.ən gefress! Wittl. Löck (Leute), lot de Ferken (Hohner) erus; et rent (regnet) E.ə! schmiedet das Eisen solange es noch heiss ist Monsch-Vossenack, Prüm-Hallschlag. Frisst auer Katz noch E.? Simm-Argenth. — E.ə rond mache zwecklose Arbeit verrichten Siegld, Altk. E Vierdel E.ə reskere Geilk-Süggerath. En der Zeit kammer en Sack E.ə en de Rhein knipsen Neuw. Was willst du dafür haben? Antw.: Du kanns mir dofür en Wagong E.ən an de Bahn schibbelen (en W. E.ən flitschen) Wippf-Hardt. — Dorch en paar Matratze spirt en en E. er ist feinfühlig Merz-Wadern. — Von Kindern, die allerlei durcheinander beten, sagt man: Die beden Erwesen, Dirwesen Merz-Steinbg. — In Vergleichen. Su deck wie en E. Allg.; en E. deck Geld; su deck wie en opgeblose E. Rees; en Kopp wie en E. auffallend klein Allg.; klen on wibbelig wie en E. Neuss-Norf; klen wie en E. Nfrk, Allg.; su rond wie en E. Mosfrk; auch von einem, der drollig ist Merz-Steinbg; so mittrig Deng as en E. Klev; fin wie en E. Kref; dat es ene Spenn as en E. dürrer Mensch Mörs-Veen; dat hat jet wie en E. op e Brett keine Büste Aach-Merkst; Denger wie en E. Hagelkörner Mörs; so gel (gelb) as en E. Klev-Donsbrüggen; su zäh wie en Hunsricker E. Koch-Moselkern. Eich han et so dick wie kalden E.ən Rhfrk; des sen ech su satt (leidig) wie kal E.ə Eusk, Verbr.; et schmackt wie k. E ə schlecht Merz-Bergen, Sol. He es su bang wie en E. en de Pott Nfrk, NBerg; so vill Rauh han (onrauhig, wibelig sein) wie en E. in der Wall (im kochenden Wasser) Mosfrk, — in der Quall []Wend, Saarbr, — em Wann Koch, Schleid, — um Deppen Daun-Strohn. En Budik wie e Wann voll E.ə unordentliches Hauswesen Saarbr-Nassw. He sprengt wie en E. ist leicht aufgeregt Heinsb-Roerkempen; du hippst wie en E. Simm-Ellern; dem sprengt de Gall wie en E. er ist erbost Geilk-Brüxgen; et wallt (em) wie en E. Bitb-Beiling; he rollt (sich) as en E. Klev-Asperden, Mörs-Rumeln; me kann dech schibbele wie en E. so dick bist du Neuss-Zons; de rollt wie en Sack E.ə de Trapp eronner Grevbr-Hülchr. E wiəss (wächst) wie en E. en de Kess bleibt klein Sieg-Königsw. Hei ös so mager (hen süht üt) wie en utgedrete (dörgeschete) E. Mörs-Neuk, Geld, Klev; dat Kend sieht ut, as wenn et de E.ə ganz schitt Mörs-Alpen; den sett dor, as sönn dörgedreten E. Mörs-Veen. Der geht de Mul, als wenn mer E.ən de Trapp erafschütt Sieg. De geht, als wanne op E.ə gengk Rip. De sieht aus, als wenne of E.ə geschlof hätt May-Andernach. De dreht de Kopp su huh, als wenn e E.ən en de Uhren hätt Koch-Clotten. He hät Ögelchen (Augen) wie en E. Sieg-Wahlschd, Geilk. Du hefst der en Bruch wie en E. Altk. En Durchenanner wie saure Kappes un E.ən Kreuzn-Sponh. He tappt dren wie en Biest in de E.ən Gummb-Hesselb. Dat hengt aneə (aneinander) wie e Rönzel E.ə eng befreundet Aach. Sinne Koll hält anen wie en Hompel (Handvoll) E.ə er spricht konfus Kemp. — Rätsel. Ich wess e Dengk, da's rengelrongt; dat hat wedder Arsch nouch Mongk on krit douch alle Johrsch e Jongk Dür. Et läft (läuft) die Trepp eronner un micht hippeltipp, h. Bernk-Stipshsn. Keser Karl koəm an ene Bur verbei, de siənte. Wat siənst du do? frogte der Keser. Jo, gof der Bur teröck, ich siən: Komme se, da komme se net; komme se net, da komme se der B. säte E.; kommen die Spatzen (Tauben), dann kommen die E. nicht; kommen die Vögel nicht, dann kommen die E. heraus MGladb, Verbr. Wevell E.ə gonnt en e Döppe? Antw.: Kenn, de schött mer dren MGladb. Wann danzen de E.ə op Wiən (Weiden)? Wenn se gewannt (mit der Wanne) weren Geilk-Grotenr. — E. gerichte. Grön E.ə gekiwert, gegenüber düərn E.ə reife E., die zur E.suppe verwertet werden (in Kref gel E.ə genannt, im Westerw, wenn recht steif, steiwe E.ə); lösen sich die Häute beim Kochen, so heisst es wohl E.ə met Bälg Rip, Nfrk, — met de Büll Kref. Man makt de E.ən bang schüttet Wasser zu, damit sie nicht anbrennen Gummb. Mit E., die im Kochen nicht weich werden, kammer noch klickere Simm-Laub. Bei E.suppe gehört sich Speck, deshalb: E.ə en Speck es got för der Beck (Schnabel) Aach; E.ən on Sp. as de [] bes Kos Wittl-Bombog; mit E.ə un Sp. kimmt mer vum Fleck Simm-Laub. Der Schuster sagt, wenn er beim Nähen mit Pechdraht die Arme auseinanderschwingt: Sp. un E.ə mag ech net; der Schneider, wenn er beim Nähen die Nadel ruckweise nach oben schwingt: pipp, hätt ech se Köln, Brühl, — ach, du lieber Herrgott, göf meich se; der Schreiner, wenn er den Hobel von sich schiebt: da haste se Trier, Neuw-Asb. Liewen Herrgotts Blies-chen, gef ons Speck an Irbessen, en Pond, zwe P., dat git der gesond! aus einem Heischelied WEif. — Gesch (Gerste) on E.ə zusammengemahlen u. ausgesiebt, zum Backen von Kuchen verwendet (veralt.) Sieg-Fussh. E.ə met de Kamesölkes Zuckererbsen, mit den Schoten gekocht MGladb. — Was haben wir gekocht? E.ə met Bunne, wenn de dran leckst, weste't MülhRh-BGladb. Die Kreuzn-Genheimer Glocken läuten: Koch E., k. Linsen, schneid Brot in die Sopp!Volksbrauch. E., am Johannestage gekocht, heilen als Salbe während des ganzen Jahres alle Quetschungen u. Wunden MGladb-Korschenbr. Wer eine E. findet, soll sie nicht unbeachtet liegen lassen, dieselbe aufheben, denn sie bringt Glück ebd. Wenn ein Mädchen oder ein Bursche eine Schote mit neuen E. hinter die Türe legt, so spricht der erste, welcher die Schwelle übertritt, den Namen seines künftigen Bräutigams oder seiner Braut aus ebd. Um Warzen zu vertreiben, muss man zwei E. in ein Stückchen Leinwand einnähen, zu einem Bildstock beten gehen u. die E. während des Gebetes rückwärts werfen; wer sie findet, bekommt dann Warzen Wittl-Muhlb. In Daun-OStadtf sammelten die Mädchen vor dem ersten Sonntage in der Fasten E., die sie mit den Schulknaben, die das Stroh zum Festfeuer sammelten, verzehrten; das Lied lautete: Freud, Fr.! Gott will uns erfreuen, gebt uns eure E ən, sie wachsen auf den Bergen; gebt uns eure Biren, sie wachsen auf den Stielen usf. (1853). — Erte, Bohne, Galge, Wepp Kinderspr. beim Seilspringen Klev-Calcar. Drei Erwes dodorch! Der letzte moss bezahlen Brückensp. Kobl-Neuend. — 2. übertr. a. erbsenrundes, kleines Ding, meist in der Wend.: Wat en E.che; dat send jo nur E.che; sun E.ə well ech net; im bes. α. kleinster Klicker Verbr. — β. kleine Traube Bernk-Graach. — γ. winzige Kartoffel Aach-Eschw. — δ. Ertjes winzige, runde Bonbons Heinsb-Breberen. — ε. kleines Näs-chen; en kle penterlich Nes-chen, et es nemmen en Erəs Merz-Saarhölzb. — ζ. kleiner Mensch Aach-Eilend, Geld; dat es en E. bewegliche Natur Heinsb-Kirchhv; dat es en rechtege kremmelege E. dass. Mörs-Veen; klen E. kleines Kind Grevbr-Jüchen; kleines Mädchen Wend-Offenb; dörgedretene (durchgedrissene) E. magerer Mensch Mörs-Ossenbg. — η. en Ert op en Plänkske [] scherzh. für schlecht entwickelte Brüste Emmerich, — op e Brettche genält MGladb-Rheind. — b. enem E.ə en de Balg jage auf ihn schiessen Geilk-Randerath. — c. Pickel im Gesicht Bergh Kird, Remschd-Hasten. — d. Pelliger Ersen Neckn. derer von Saarbg-Pelling, weil viele E. dort gepflanzt werden. — e. Perlsucht des Viehs; de Koh hät E.ə Monsch-Vossenack Kesternich.
14291 Zeichen · 375 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êrbse

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Êrbse , plur. die -n, die runde eßbare Frucht eines gewissen Feld- und Gartengewächses; Pisum, L. Die Pflanze, welch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Erbse

    Goethe-Wörterbuch

    Erbse 1 botan a landwirtschaftl Nutzpflanze Sommer- und Wintersaat, Klee, E-n und was sonst keimen mag .. alles verspric…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Erbse

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Erbse , Pisum (Diadelphia Decandria. Leguminosae ). Man unterscheidet Sorten, von welchen nur die Samen eßbar sind, die …

  4. modern
    Dialekt
    Erbsef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Erbse f. : 1. 'die Pflanze Pisum hortense (auch P. sativum) und deren Frucht', Eʳbs, Pl. Eʳbse (äʳbs, äÄʳbs; -bsə) [fast…

  5. Sprichwörter
    Erbse

    Wander (Sprichwörter)

    Erbse 1. Arben 1 unn Bohn holen 2 den Dokder von de Dör. ( Rendsburg. ) 1 ) Erbsen. 2 ) Halten. 2. Arften 1 , säd' de Bû…

  6. Spezial
    Erbse

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Erb|se f. (-,-n) ‹bot› arbëia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erbse

319 Bildungen · 202 Erstglied · 117 Zweitglied · 0 Ableitungen

erbse‑ als Erstglied (30 von 202)

Erbsebull

LothWB

erbse·bull

Erbse-bull f. Pü. siebartige Kugel, worin die Erbsen in den Kochtopf gebracht werden zum Aufkochen.

erbselbeere

DWB

erbselbeere , f. dasselbe, sonst auch beiszelbeere, breiszelbeere.

erbseldorn

DWB

erbseldorn , m. dasselbe, sauerdorn.

erbsele

DWB

erbs·ele

erbsel , erbsele , berberis vulg., saurach, sauerdorn und vielfach noch anders benannt, die beeren des strauchs haben einen säuerlichen, zus…

Erbsele(n)dor(eⁿ)

Idiotikon

Erbsele(n)dor(eⁿ) Band 13, Spalte 1633 Erbsele(n)dor(eⁿ) 13,1633

Erbsele(n)täfeli

Idiotikon

Erbsele(n)täfeli Band 12, Spalte 518 Erbsele(n)täfeli 12,518

Erbsele(n)tē

Idiotikon

Erbsele(n)tē Band 12, Spalte 25 Erbsele(n)tē 12,25

Erbsele(n)wurz

Idiotikon

Erbsele(n)wurz Band 16, Spalte 1726 Erbsele(n)wurz 16,1726

Ërbseleholz

ElsWB

erbsele·holz

Ërbseleholz n. gemeiner Sauerdorn; gegen Flechten angewendet. Wenn das Ërbseleholz verdorrt, verdorren auch die Flechten Hi. — Bayer. 1, 138…

Erbseleⁿ

Idiotikon

Erbseleⁿ Band 1, Spalte 433 Erbseleⁿ 1,433

Erbseleⁿstūd(eⁿ)

Idiotikon

Erbseleⁿstūd(eⁿ) Band 10, Spalte 1352 Erbseleⁿstūd(eⁿ) 10,1352

erbselig

DWB

erb·selig

erbselig , aerumnosus, mühselig. Dasypod. 321 a für arbeitselig?

erbselnsaft

DWB

erbselnsaft , m. succus spinae acidae: berlen zergehen in essig, und corallen zergehn in saurauch. sch. und ernst 1558, 60. 1550, 220.

Erbsenbach

SHW

Erbsen-bach Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbase

SHW

Erbsen-base Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbeet

SHW

Erbsen-beet Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbrei

SHW

Erbsen-brei Band 2, Spalte 231-232

Erbsenbär

SHW

Erbsen-bär Band 2, Spalte 231-232

erbsendick

SHW

erbsen-dick Band 2, Spalte 233-234

Erbsenfeld

SHW

Erbsen-feld Band 2, Spalte 233-234

erbse als Zweitglied (30 von 117)

ackererbse

DWB2

acker·erbse

ackererbse f. felderbse: 1796 Nemnich polyglotten-lex. 5,9. 1930 Dengler waldbau 421;

Bǘschelêrbse

Adelung

Die Bǘschelêrbse , plur. die -n, eine Art Gartenerbsen, welche in Büscheln oder Trauben wachsen, und daher auch Traubenerbsen, Träubelerbsen…

blasenerbse

DWB

blasen·erbse

blasenerbse , f. cardiospermum halicacabum, herzsame, weil ihre frucht eine blase bildet. vgl. DWB blase 5.

Drubbelerbse

RhWB

drubbel·erbse

Drubbel-erbse drubəlEətsə Wippf Pl.: E.sorte, deren Schoten traubenförmig aneinander stehen.

Faulfrauenerbse

RhWB

Faul-frauenerbse fūlfrǫ·u.ēərtsə Bergh-Sind f.: E.sorte.

Fêldêrbse

Adelung

feld·erbse

Die Fêldêrbse , plur. die -n, Erbsen, welche auf dem Felde gebauet werden, zum Unterschiede von den Gartenerbsen; Feldschoten.

früherbse

DWB

frueh·erbse

früherbse , f. eine erbsenart, die früher essbar ist, als andere arten, pisum sativum minus oder praecox. Nemnich 4, 996 .

futtererbse

DWB

futter·erbse

futtererbse , f. zu viehfutter angebaute erbsen, es mag die ausgedroschene frucht verfüttert werden oder blosz die grüne pflanze vom acker.

Gartenerbse

Campe

garten·erbse

Die Gartenerbse , Mz. die — n , Erbsen, die man in Gärten zieht, Stängelerbse, Stabelerbse, Zuckererbse  ; zum Unterschiede von der Felderb…

graserbse

DWB

gras·erbse

-erbse ( lathyrus nissolia L. ): graseerbse Zincke allg. öconom. lex. (1744) 654 ; graserbse Schlechtendal flora v. Deutschl. (1880) 24, 204…

guterbse

DWB

gut·erbse

guterbse , f. , zu gut III A 1 a, erbse mit eszbaren hülsen ( Zürich ) Staub-Tobler 1, 430 , vgl. guterbskiefel ( pisum sativum ) Pritzel-Je…

kichererbse

DWB

kicher·erbse

kichererbse , f. für das einfache kicher, wie etwa eichbaum für eiche u. ähnl.; auch ziesererbse.

kieferbse

DWB

kief·erbse

kieferbse , f. früher kieferbeisz, kifferbisz, keiferbisz und noch anders ( s. arbeisz 1, 538). 1 1) grüne erbse, eig. erbse in der schote (…

Kifererbse

RhWB

kifer·erbse

Kifer-erbse (s. S.) ebd. f.: E., entschotet u. nicht mit der Schale gekocht (wie die Zucker- ).

Kirnerbse

RhWB

kirn·erbse

Kirn-erbse -Ets (s. S.) f.: E., die gekirnt wird, im Gegens. zur E., die mit der Schote gekocht wird (Zucker-).