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kalt

ahd. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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38 in 26 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

kalt

Bd. 4, Sp. 93
kalt Rhfrk, Mosfrk, Rip kalt [uErft, uWupp -ā-; Aach-Stdt kōət]; Eup kut; SNfrk kalt [doch kt, –ā-, –ǫu-, –u-, s. bei alt die Grenzen]; NBerg kǫult in dem bei alt angegeb. Geb.; OBerg kālt, -āə-; MülhRuhr, Ess-Werden kǫult; n. Ruhr kǫlt [-a- um Rees-BislichMehr; -ā- um Rees-Görsicker Möllen]; Klevld kālt. — Flekt. Rhfrk kaldə, kalə; Mosfrk, Rip kā:lə [Schleid, Monsch, OAach, WJül ka·l.də; Aach-Stdt kǫ·u.ə]; Eup kǫ·u.ə (fem. ); SNfrk kaldə [doch k·ə., kā·ə., kǫ·u.ə, –·u.- in dem bei alt angegeb. Geb.]; NBerg kǫ·u.lə; n. Ruhr kǫldə, kǫlə; Klevld kāldə [die Steigerungsformen s. bei alt].: 1. Adj. a. wie nhd.; et es k.; verstärkt eis-, eisschumpen-, bissig-, bitzig-, schudderig-, schubberig-, schubbig-, zidder-, biestig-, ferkes-, honde-, lausig-, mausig-, sau-, schweins-, barbarisch-, barschtig-, bitter-, bös-, deuwelig-, fies-, flädig-, giftig-, gemein-, grüselig-, höllisch-, knipig-, knistig-, kriminal-, laurig-, lossig-, ludermässig-, miserabel-, niets-, räsonabel-, rosen-, rosig-, ongemein-, onnötz-, ongenüssig-, onsinnig-, onverschämt-, onwis (unweise)-, sauer-, wenter-, schäbbig-, schuftig-, spitzfindig-, useligk. (u. a.) (s. d. W.); et es k. wie net gescheit, all nüs Gots (Gutes), — zerbarsch Eif, — Eis Allg., — geschnidden Eis Prüm-Ihren, — en Nor [] (Narr) Mosfrk, — enne Schnider Mörs, — en Sau, e Schwein, e Ferke Allg., — en Oss (Ochse) LRip, — em Wenter, en em Eiskeller, en em Säus-, Ferkes-, Hippen (Ziegen)stall Allg., — en er Hondshött Rip, Allg., — en der aulen (alten) Schüren Berg, — er Heuschür Gummb-Wiehl; et es esu k., dat et bitt (beisst) Mettm, — et brommsch (trommsch, schnaf) Ahr, — mer de Pute (Pfoten) net mih zesammehale kann Rip, Allg., — mer schnaddert (schuddert, raselt) Rip, Allg., — mer bal en den Uəwe krawelen moss, mer kän Hond kann rausjä(g)en, äm (einem) Hänn u Feiss (Füsse) ze Eis weren (frieren), äm de Finger biseln (zängern), äm de Schuddern ausgehn Merz, Allg., — mer ment, mer säss honneg (hinter) er Heck Ahr, — Stein on Bein anei (aneinander) früst (friert) Sol, Allg., — et tösse Mann en Frau früst Klev, Rees, Rip, — mer an en Eiskächel (-zapfen) fröust Altk-NFischb, — mer an Mäusköddel (Katzendreck) friert Altk-Bachenbg, — enem de Zoppe (Brei) im Live k. würd Waldbr-Wildbg, — de Böm (Eche, Sten) krache (barschten) Rip, Allg., — de Bar (Schüssel) barscht Eup-Raeren, — de Vigel an (in) der Loft erkalen Bitb-NWeis, — die Möschen frecken Mettm, — de Krohne (Krähen) gappe (gähnen) Sieg, Dür, — de Kr. us der Luət (Luft) falle Dür-Disternich, — den Ester (Elster) op den Tun (Zaun) flött (flötet) Mörs, — de Flüh erkalen Koch-Lutzerath, — de Honn (Hunde) om Plaschter bille Ottw-Theley, — der Hond vom Schäfer läft (läuft) Neuw-Dierd, — den Hehnern de Arsch zufriert Neuw; met Streife wor et k. Bitb; et os k., egal, wo der Wöngk (Wind) köt Schleid. — Zapperlot (Donnerklitsch, Schockschwernut usf.), wie k.; ha (hu, hä, heis) wie k.; schuck (schuch) wie k.! (s. d. W.). — RA.: Schuck, sch., der Wend geht k.; Bauer fleck dei Hose bald; wann die H. verresse sen, geht der Wend zum Loch eren! Birkf-Herrst. Om Allerhellege k. on wengig (windig), om zent Märte (Martin) schün on sonnig Aach-Gressenich. Wenn den Hahn op ein Bein steiht, dann werd et k. Mörs. Wann de Steren glitzern, dann git et k. Saarl-Berus, Bitb-Kyllbgw. Dann ös et k., wann de Bure Iszappe drisse (scheissen) Rheinb-Meckenh. Et es k. em Remsched NBerg. Hie op den Bergen es et en Rock (twe Röcke) kälder hier muss man einen oder zwei Röcke mehr anziehen, sagt eine Frau Gummb-Berghsn. Hei eas et k.! wenn der Suchende beim Verstecksp. vom Versteck weit entfernt ist May, Allg. Kötches (kältches) wat? Kemp-Amern SAnton, SNfrk. — Das Kälteempfinden wird ausgedrückt: et es mer k.; et wiərd (get) mer k., aber auch ech ben (werde, gen) k. Allg.; in Eup, Aach-Stdt ech ha k.; im Saargeb. ich hon k. kriet. RA.: Du bös (he ös) jo su k. wie Is (enen Iszappen, Stein) Rip, Allg., — ene Schnider Kref, Mörs; ek bön suə k. wie en Forsch (Frosch) Kemp, Allg., — ene Fesch Allg., []ne Hongk (Hund) Dür, — en Hippen (Ziege) MülhRuhr, — en Pier (Wurm) Rees, — en Rupp (Raupe) Grevbr, MGladb, — en Hondsschness Siegld, — en Hongsnas Bergh-Blatzh, Kref, Birkf, — en Köttel (Kot) Wesel; man nennt einen die Kälte bes. empfindenden Menschen k.ə Minsch, k. Fräusch (Frosch), k. Hipp, k. Mösch, k.ə Pier, k.ə Schnider, k.ə Schitter (Schisser) (s. d. W.); zu Allerheiligen zieht man zuerst den Überzieher an; wer dann keinen antrick, hat keinen u. wird k.ə Minsch genannt Aach-Merkst, Rip verbr.; de Get (Geiss) es k. verfangen Grevbr-Jackerath. RA.: Hej arbeit, dat e k. word; mar hej ett (isst), dat e schweit (schwitzt) Klev. Unnen warm un bowen k. mäckt olt Ess. Sagt einer et es mir k., dann der Spr.: Es et dir k., dann schlupp (schlauf) en de Wald; es et der keihl (kühl), dann schl. en de Peihl (Pfühle); es et der warm, dann schl. en de Darm; es et der häss (heiss), dann schl. en de Kräss (Kreis)! Bernk, Trier, Schleid-Hellenth; et es so k.; krup (krieche) en et Salt; et es so wärm; kr. en den Därm! Mörs; bes do hett (heiss), dann kr. in't Fett; bes do k., dann kr. in't Schmalt! Mörs, Rees (Holt). Wat k. es, krüppt (kriecht) doner (dichter) bejen (beieinander), on wat sech lief hät, düht et noch ens so gern Mörs-Rheinbg. — Von Gegenständen, Zuständen; en k.ə Wenter; k. Luft (Wend, Nevel usf.); en k. Johr; en k. Fröhjohr; en k.ə Dag; en k. Schauer; en k.ən Schudder (Schauder); en k. Stuff (Stube); k. Föss (u. andere Gliedmassen); en k. Essen (Zupp, Erzen usf. von Gerichten); k. Wasser; k. Ömschläg usf. wie nhd. Rip, Allg. RA.: Der Mai noch k. on nat (nass) föllt Schüər on och et Fat (Fass) Heinsb. De Fuəss (Fuchs) sätt (sagt): et ös nicks kaər (kälter), wat ek wett (weiss), als wenn de Sonn op- on ongergeht Kemp. Zent Andres brengt der k.ə Früs (Frost) MGladb. De Wengk küt us den k.ə Loch Rip, Allg. De Sunn scheint of e k.ə Stän (Stein) sie hat noch keine Wirkung Trier-Mehring, Mosfrk. Scheint de Sunn op de k.ən Sten, treift se de nakig Kanner (Kinder) heim Trier-Schleidw. Sent Katrinn schmitt de k.ə Sten inne Rhin Mörs (s. Katharina). E hart Wif en ne k.ə Heərd donnt nieəmes got MGladb-Rheind. De blift im Bett liegen un föuhlt an de Wand, of se noch k. is; so lange steiht he nich op Ess. Bi dem wüərd de Dür (Klinke) nich k. es geht aus u. ein Gummb. Verbrenn dek nich an k.əm Iser (k.ən Erzen)! Gummb-Berghsn. De Uhre sein mer su k., dat se mich beisse Mosfrk, Allg. (u. a. RA.). Sech en k. Nos hollen bei kaltem Wetter Trier, Allg. K. Hand, wärm Lef (Liebe) Köln-Stdt. He het k. Häng (Hände) kann nicht in die Tasche greifen, nicht bezahlen Kref, — k. Fiss (Füsse) keine Lust zur Arbeit, zum Bezahlen Mosfrk, Saar. Motter, M., Fiss-che k.; du bas warm, eich sein k.! Spruch des Kindes, das k. Füsse hat Trier-Schweich. Dem sind de Ben noch nit k. wenn eine Witwe (ein Witwer) wieder [] heiratet Elbf. Hongsnase on Fraulüknien sind immer k. Kemp. (s. Frauleute). Ek ben et so sat (deck, leid, möd) wu k.ə Papp (Brei) Nfrk, Allg., — wie des k.ə Mos (Mus) Bitb, — wei de Katz der k.ər Ersen Saarbg-Bilzing; wieviel Uhr ist es? Antw.: E Vierdel op k. Erbessen Verbr. (s. Erbse). Et Fett es noch net k. man ist nicht zu alt zum Lernen Bernk-Wolf. Kuk (Kuchen) k., drej Dag alt, wie hete (Wortsp. zwischen heissen u. heizen) de en Kölle? Antw. Üəver et Für Kemp-SPeter. Der muss k. Wasser drinke un barwes schlofe gehn scherzh. Strafandrohung Wend, Saarl. Dat Messer schneckt (schneidet) warm Botter on k. Wasser Prüm, Mosfrk, Rhfrk, — schneckt wie k. W. bröht Neuw, Altk, Sieg, OBerg, Köln. Der k.ə Vogel kemmt Wind mit Kälte Wittl-OKail, Trier-Schleidw. — Bes. Verb. k.ə Boddem schwerer Lehmboden, der dem Eindringen von Luft u. Licht im Frühjahr sehr widersteht Rip, Allg. (bakterienarmer B. Bitb); k.ə Grond SNfrk, Klevld; Schlat (Salat) van de k.ə Gr. aus dem Garten; en k.ən Beitel (Beissel, Meissel), k. Blitzschlag Rees, ene k.ə Schlag Allg.; k.ə Oəve (Ofen) Kochkiste MGladb-Rheind; de k. Hand Handhabe, aus einem Ringe mit zwei Haken bestehend, um die Kochgeschirre vom Feuer herunterzuheben Sieg, Bo, Mörs, Klev; k.ə Mettwoch Novembermittwoch, auf den der Buss- u. Bettag fällt Bitb (im 18. Jhdt. der vierte M. nach Ostern) Saar, Mos, Eif bis Ahr; k.ə Sunneg (Sonntag) erster Fastensonntag Daun-Steinborn; k.ə Märt Flachsmarkt im Januar, früher in Geld-Stdt; k. Bauern Flecken im Bettleinen infolge nächtlicher Pollution Mosfrk, Allg.; k. Schol (Schale) eine Art Bowle, Wein, mit Zucker u. Rüben- oder Birnenkraut gemischt, dazu Fastenbritzeln, an der Mos den Arbeiterinnen gegeben, wenn sie mit dem Binden der Reben fertig sind, im Mayf bei Beendigung der Ernte; k. Schaul aus Bier oder Branntwein, mit Rosinen, Korinten, Lebkuchen, Brot durchmischt Elbf; k. Scholl kalte saure Milch, mit Zimmt, Zucker u. Bretzel, Weiss- u. Schwarzbrot durchsetzt (ungekocht) Sol; k. Scholl u. zwar Bier- u. Wengkalscholl Dür; k. Schlot (Salat) Kartoffelsalat Rip; k. Köch han beim Abendessen nur Brot mit Schinken, Wurst Rip, Allg.; de k.ə Schwess (Schweiss) köt mer erus Rip, Allg.; k. Fiever Schüttelfrost Sol, Nfrk; der k.ə Brand Blutvergiftung Rip, Nfrk; de k. Kränk Schüttelfrost Dür; k.ən Piss Harnverhaltung Heinsb, Klev, Sol; k. Secke dass. uWupp; k.ən Schiff Köln-Stdt; de Kaulewarme Pfeffermünz- mit Wermutschnaps Mülh-Ruhr, Aach-Steinfurt; de k. Meddig Vieruhrkaffee Kemp-SHubert. — In präd. Verb. mit Verben; der Wend blös su k.; et treck enem k. durch de Röck; k. schlofen; k. essen (drenken); k. rauchen (piefen) die Pfeife r., ohne sie angezündet zu haben Allg.; k. erblasen Eisen Roheisen, zu dessen Erzeugung ein Gebläsewind [] von 500° Hitze verwandt wird; die Masseln werden k. gespritzt die aus dem Abstich im Leisten sich bildenden Roheisenblöcke werden abgekühlt, in der Spr. der Hüttenarbeiter Altk, Siegld. RA.: He blös (bläst) k. un warm ut einem Moun (Munde) er ist zweizüngig, in seinen Worten nicht zuverlässig; et kümmp üm heit un k. ut einer Mule MülhRuhr. Loss döm k. schnuve (schnupfen)! lass ihn abfahren, in seiner Erwartung getäuscht werden Aach. K. sollst de kocken (kochen), sagg de Bur, du gott (goss) he de Frau de Artensupp (Erbsen-) för de Kont Rees-Ringenbg. Hei mag (lös lüstet) öm ok k. er trinkt gern Mörs. Sie (de Botter) hot k. geschlof wenn sie morgens sehr hart ist Simm-Horn. Kor- on Weinbluht duht nöt gut, wann se nochs k. schlofen duht Trier. — b. übertr. α. enen k. machen töten (der Tote es alt k.); wann ech dech kreie, mach ech dech k.! Drohung Rip, Allg. — β. he üs k. gesatt hat keinen Einfluss mehr MülhRuhr, Allg. — γ. lebhafter Empfindung unzugänglich, lau, hartherzig Allg.; alt on k. Mörs-Xanten; de es so k. (dat lett (lässt) em so k.) wie en Hongsnas (Hundenase) von einem Menschen mit kaltem Gemüt Kref; de hät en k. Wese (Wesen) an sech Rip; en k.ər Broder gemütlos Allg.; e k.ə Krescht lauer Christ Saar, Allg.; du k.ə Friedes! Kref-Anr; de wett (weiss) nit, of he k. of wärm es der Dumme Mörs, Nfrk. RA.: De es nit k. un nit wärm, äver lau Köln-Stdt. — δ. ohne Angst, k.blütig; de hät k. Blot en; do bliven ech k. bei; dat löt mich k. Rip, Allg.; e kalder Bruder, saukalt unverfroren Saarbr; dat äs e K.ən Merz-Bergen; de hat k. Blot un es warm angedohn May-Naunh; nur k. Blut on worm ogeduhn! Trier; mar k., nit so frech! Düss-Stdt. RA.: Wo noher a Rom, desto k.ər der Krest Schleid, Allg. — 2. subst. n. a. et Kau die Kälte; wenn de Dag afonge ze länge, da föngt et K. a te strenge Selfk. — b. et Kau Schüttelfrost, Wechselfieber Selfk; et Koll, Kollde Ruhr, n. Ruhr; et Kal NBerg, Gummb (et stille K.); de hät et K.; hei frist, as wenn hei et K. hett; ich krig dat K.
11768 Zeichen · 342 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kaltadj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    kalt adj. , mhd. nhd. kalt; as. kald, mnd. kōlt, mnl. cout; afries. kald; ae. ceald; an. kaldr; got. kalds. — Graff IV,3…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kaltadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +12 Parallelbelege

    kalt adj. kalt; lat. gelidus . der kalte winter Walth. 118,33. 13,27. der winter kalt das. 114,30. der winter wurde lîht…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kalt(Part. Prät.=)Adj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    kalt , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. kallet

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kalt

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Kalt , kälter, kälteste, adj. et adv. im schärfsten Verstande, aller Wärme beraubt. Da nun kein bekannter Körper in der …

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    kalt

    Goethe-Wörterbuch

    kalt in Flexion vereinzelt apokopiert (zB GWB B10,69,1 ), superl einmal synkopiert GWB 37,62,3 ; auch subst ‘das K-e’, s…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kalt

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kalt heißen Fährten, die nicht mehr frisch sind.

  7. modern
    Dialekt
    kalt

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    kalt [khàlt allg.; Comp. khèltər] Adj. kalt: k. wie i n ei me Hundsstall Obhergh. ; bissig k. sehr kalt Ruf. K. wü Is se…

  8. Sprichwörter
    Kalt

    Wander (Sprichwörter)

    Kalt 1. Bist du kalt, so bin ich warm, sprach die junge Fischerin. – Eiselein, 173. 2. Es gibt weder kalt noch warm. – G…

  9. Spezial
    kalt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    kalt I adj. 1 (mit niedriger Temperatur) frëit (-ic, -ida) 2 (kühl) frësch (-sć, -ca), frëit (-ic, -ida) 3 (frisch) frës…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kalt

294 Bildungen · 209 Erstglied · 78 Zweitglied · 7 Ableitungen

kalt‑ als Erstglied (30 von 209)

Kaltblut

SHW

Kalt-blut Band 3, Spalte 1063-1064

Kaltblüter

SHW

Kalt-blüter Band 3, Spalte 1063-1064

kaltblütig

SHW

kalt-blütig Band 3, Spalte 1063-1064

Kaltbrand

SHW

Kalt-brand Band 3, Spalte 1063-1064

Kaltbruch

SHW

Kalt-bruch Band 3, Spalte 1063-1064

Kaltei

SHW

Kalt-ei Band 3, Spalte 1063-1064

Kaltessen

SHW

Kalt-essen Band 3, Spalte 1065-1066

Kaltmeißel

SHW

Kalt-meißel Band 3, Spalte 1065-1066

Kaltmetzger

SHW

Kalt-metzger Band 3, Spalte 1065-1066

kaltnasig

SHW

kalt-nasig Band 3, Spalte 1065-1066

kaltnäsig

SHW

kalt-näsig Band 3, Spalte 1065-1066

Kaltschiff

SHW

Kalt-schiff Band 3, Spalte 1065-1066

kaltachtig

RhWB

kalt·achtig

kalt-achtig kǫutęχtəχ Heinsb-Lümb Adj.: et es mech k. ich fröstele.

Kaltambōss

Idiotikon

Kaltambōss Band 4, Spalte 1728 Kaltambōss 4,1728

Kaltarsch

PfWB

kalt·arsch

Kalt-arsch m. : FlN; bei LU-Opp vor der Rheinbegradigung ein Landvorsprung im Rhein, Kaltaʳsch, 16. Jh. Kaltars, amtl. (18. u. 19. Jh.) Kalt…

kaltasche

KöblerMhd

kalt·asche

kaltasche , Sb. nhd. „Kaltasche“, erkaltete Asche Q.: Urk (1261) E.: s. kalt (1), asche W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 116 (kaltasche) Son.: als Be…

kaltathmend

DWB

kaltathmend , kälte aushauchend: kaltathmende nacht. Voss Luise 3, 2, 100 .

kaltbad

DWB

kalt·bad

kaltbad , n. frigidarium. Stieler 77 , nl. koutbat Kil., isl. kaldabad Biörn.

kaltbaden

DWB

kalt·baden

kaltbaden , n. : war damals die epoche des kaltbadens eingetreten, welches unbedingt empfohlen ward. Göthe 25, 183 .

Kaltbau

PfWB

kalt·bau

Kalt-bau m. : Imkerspr. 'Wabenbau mit rechtwinkliger Anordnung zum Flugloch', im Gegensatz zum Warmbau, Kaltbau [ BZ-Klingmst FR-Lambsh ]; v…

Kaltbaukasten

PfWB

kalt·baukasten

Kaltbau-kasten m. : Imkerspr. 'eine für den Kaltbau vorgesehene Bienenbeute', Kaltbaukaschde [ HB-Bexb ]; vgl. PfWB Bienenkasten .

Kaltbeissel

RhWB

kalt·beissel

Kalt-beissel (s. S.) Allg. [ Koch kalbātsəl ; Eup-Stdt kǫuk- ] m.: flachschneidiger Hartmeissel zum Durchschlagen kalten Eisens.

kaltbeschüttet

DWB

kaltbeschüttet : ihr schnapt nach dem athem .. wie ein .. kaltbeschütter im bad. Fischart groszm. 554 Sch., statt beschütteter, mit kaltem w…

kaltbläsig

DWB

kalt·blaesig

kaltbläsig , im hüttenbau, von eisensteinen, schwer in flusz zu bringen, strengflüssig

kaltblidich

LothWB

PfWB RhWB kalt-blidich adj. kaltblütig.

kalt als Zweitglied (30 von 78)

skalt?

KöblerAhd

*skalt? , Adj. nhd. heilig ne. holy Q.: PN

wintarkalt?

KöblerAhd

*wintarkalt? , Adj. Hw.: vgl. as. wintarkald*

dreckkalt

DWB

dreck·kalt

dreckkalt , adj. kalt bei schmutzigem wetter, ohne dasz es friert, wofür die Preuszen sagen mottkalt, von mott gassendreck Adelung 1, 1404 .…

einkalt

RhWB

ein·kalt

ein-kalt enkalt  Kemp-Süchteln Adj. präd.: et word mech e. ich fröstelte.

eisenzapfenkalt

PfWB

 eisenzapfen-kalt Adj. : ' kalt wie der Eiszapfen 1, sehr kalt '. Mei Fieß sin eisezappekalt [ Gal-Neuhf ]. — Zur Form eise- statt eis- vgl…

eisigkalt

PfWB

eisig·kalt

eisig-kalt Adj. : = PfWB eiskalt , eisichkalt [KL-Mackb KB-Kriegsf NW-Frankeck LA-Impfl]; öfter als zwei Wörter empfunden, vgl. PfWB eisig 1…

eiskalt

DWB

eis·kalt

eiskalt , gelidus. Maaler 128 a , nnl. ijskoud: eine eiskalte wange; der verstorbene ist bereits eiskalt; hu, wie das eiskalt durch meine ad…

erzkalt

GWB

erz·kalt

erzkalt doppelsinnig, mBez auf Witterung u zwischenmenschl Beziehungen daß du bald dich entschließen mögest, aus der warmen Umgebung der Mus…

feuchtkalt

DWB

feucht·kalt

feuchtkalt , humidus et frigidus, gegensatz von DWB feuchtheisz : und es weht schon des abends so feuchtkalt. Voss; fühlt ich jetzt das scha…

fingerkalt

DWB

finger·kalt

fingerkalt , von gelinder kälte, wobei einen schon an den fingern friert.

frierkalt

RhWB

frier·kalt

frier-kalt -ē:zə-  Monsch-Witzerath Adj.: et ös fr. frierend k.

fußkalt

PfWB

fuss·kalt

fuß-kalt Adj. : wie schd. In dere Stubb is es immer fußkalt [Kaislt, verbr.]. RhWB Rhein. II 940 .

fuszkalt

DWB

fuszkalt , adj. 1) statt dasz die füsze warm sind, an denselben kalt. 2) so beschaffen dasz die füsze, die warm sein sollen, kalt werden ode…

grabeskalt

DWB

grabe·s·kalt

-kalt Immermann w. 3, 214 Hempel; grabkalt Nachersberg giftkocher (1798) 53 ;

grimmkalt

DWB

grimm·kalt

grimmkalt , adj. , eine alte obd., bis in die neuere zeit übliche zusammenrückung: nun war es ein grim-kalte nacht H. Sachs 9, 443 Keller; d…

heiterkalt

GWB

heiter·kalt

heiter-kalt zu 1a aus Norden, wo es .. sehr heiter kalt ist GWB B16,174,15 WHumboldt 27.1.03 K Dorothea Kühme D.K.

hellkalt

DWB

hell·kalt

hellkalt , adj. hell und kalt, vom himmel und wetter: ein hellkalter wintertag; mislich ist allerdings die zeit und hellkalt für die religio…

herzkalt

DWB

herz·kalt

herzkalt , adj. : ich halte mich für kopfleer, für herzkalt, für wortarm. Bürger an Elise Hahn in Althofs nachrichten 128 .

hundekalt

DWB

hunde·kalt

hundekalt , adj. abscheulich kalt: in diesem zimmer ists hundekalt.

hundkalt

RhWB

hund·kalt

hund-kalt PfWB  Saarbr , Ottw , Saarl ; -ndə- Mörs-Orsoy Adj.: sehr k.

Ableitungen von kalt (7 von 7)

erkalte

BMZ

erkalte swv. werde kalt. 1. ohne präpositionen. do erkalte ir gemüete Gudr. 111,4. 2. mit präpos. nâch dem ich dicke erkalte W. Tit. 121,2. …

erkalten

DWB

erkalten , frigescere, frigefieri, ahd. irchaltên, mhd. erkalten, ags. âcealdian. 1 1) die wärme erkaltet, geht aus; das eisen erkaltet; das…

erkaltung

DWB

erkaltung , f. das erkalten, refrigeratio. Maaler 112 b .

kalte

DWB

kalte , n. 1 1) frigidum, 1@a a) was sitzest du und erfrürst an dem kalten? Keisersb. bilg. 155 a ; das hembd thuo an und lauf darvon ( aus …

Unkalt

Campe

Unkalt , adj . u. adv . nicht kalt, weder kalt noch warm. » Unkaltes Wasser.« Wolke. » Unkalt empfing er mich zwar, doch gar nicht als Freun…

urkalt

DWB

urkalt (ur- C 4 a) Simrock altd. leseb. (1854) 54 . —

Verkalten

Campe

Verkalten , v. ntr . mit sein , ganz kalt werden, ganz erkalten. D. Verkalten .