kalt in Flexion vereinzelt apokopiert (zB GWBB10,69,1), superl einmal synkopiert GWB37,62,3; auch subst ‘das K-e’, selten Kleinschr (zB GWBB14,90,19); von etwa 580 Belegen annähernd 400 in Bed 1 1 wenig od keine Wärme enthaltend, spendend a von niedriger bzw als solche empfundener Temperatur α bezogen auf best natürliche Objekte, Gegebenheiten, gelegentl auch auf Hergestelltes; je einmal im scherzh Zshg u im Bild [betr Mineralien] Glücklicher Weise tritt der Frühling ein, wo man diese k-en und verkältenden Gegenstände wieder ohne Gefahr näher behandeln kann GWBB29,137,4 CarlAug [10.4.18] K der Sehnsüchtige [ein Kunstliebhaber] hauchte das k-e Glas an, drückte den Kuß [am Ort des Mundes von Charitas-Bildnis] in seinen eigenen Hauch, der alsdann erstarrend sich consolidirte GWB35,167,17 TuJ 1803 [Abschuß von Fasanen] man erlöste die guten Vögel von ihren traurigen k-en Baumsitzen GWBB36,453,13 Rochlitz [Anf] 23 K [in Lavaters Umgang] geht mir recht klar auf in was für einem sittlichen Todt wir gewöhnlich zusammen leben, und woher das Eintrocknen und Einfrieren eines Herzens kommt das in sich nie dürr, und nie k. ist B,150,12 ChStein 30.11.79 GWB33,121,23 Camp uö β insbes mBez auf Witterung, Jahreszeit; wiederholt in meteorol Aufzeichnungen; einmal mit iron Unterton; öfter iVbdgn, Wdgn wie ‘grimmig, durchdringend, angreifend k. sein’, ‘es k. haben’, ‘k-e(r) Luft, Wind’, ‘k-es Wetter’, ‘k-e Jahreszeit’ [aus Rom] Es ist das schönste Wetter, ein Winter wie sich hier niemand erinnert, hell und rein der Himmel, kühle auch wohl k-e Luft und warme Sonne GWBB8,123,16 JGSchlosser 11.1.[87] Hier oben [auf dem Gotthard] ist alles Schnee .. Es ist grimmig k., Himmel und Wolcken Rein wie Saphir und Crystall GWBB4,121,3 ChStein 13.11.79 Rauschend wiegt | Ein k-er Wind die starren Äste GWB51,35 Ein zärtlich jugendlicher 5 [alte Bauernregel] “Nicht zu k. und nicht zu naß, füllt die Scheuer und das Faß.” GWB341,35,7 Rochusf [Ich, üb den bedürfnislosen Diogenes:] Er ging nackt. [Neffe:] Manchmal war es k. [froid] in Athen GWB45,152,2 RamNeffe GWBN13,506,17 MeteorolTgb 1823 GWB19,305,2 BrSchweiz II Gespr(He1,86) Bettina 1810(1774) GWB28,325,18 DuW 15 uö in geogr Hinsicht; idVbdgn ‘k-e Zone, Himmelsgegend’, ‘k-er Norden’, ‘k-es Klima’ uä da die höchsten Gebirge der neueren Welt in einer heißeren, die der alten hingegen in einer kälteren Himmelsgegend sich befinden GWBB23,309,24 Bertuch 8.4.13 [betr städtische Anlage nach dem Vorbild von Grachten durchzogener niederländischer Städte] Die Holländer selbst begingen den Fehler bey der Anlage von Batavien und bildeten sich ein, man lebe eben so ungestraft im Sumpfe unter der heißen Zone als in der kühlen und k-en GWBB42,72,11 Zelter 2.3.27 GWBN7,100,3 Rez:AHumboldt [AHumboldt] GWBB22,60,5 Brandis [7.3.11] K uö γ speziell vom Wasser, auch Eis; wiederholt in allg Betrachtung [Theorie von AKircher] Die k-en Quellen entspringen fern von der [sich im Erdzentrum befindlichen] Feuergluth; die lauen schon etwas näher; die heißen ganz nahe GWBN9,266,7 VerschBekenntn Mir haben aufmercksame Müller versichert: daß frische, k-e Wasser die Mühle stärcker treiben als laue oder warme .. Daraus würde denn doch nur folgen daß kältere Wasser schwerer, die wärmeren leichter wären GWBB26,23,15u18 August [5.7.15] GWBB23,161,5 Döbereiner 22.11.12 GWBT1,5,23 v 18.6.75 uö im bildhaften Vergl, auch scherzh ‘k-es Bad’ für unfreiwilliges Naßwerden im Unwetter Es ist immer eine Resolution, als wie wenn man in’s k-e Wasser soll, ehe ich die Feder nehmen mag, zu schreiben GWB19,247,26 BrSchweiz II~B4,129,21 ChSteinCharlotte Albertine Ernestine v. Stein, geb. v. Schardt 5.11.79 [von der Harzreise] Der Nuzzen .. den das auf meinen phantastischen Sinn hat, mit lauter Menschen umzugehen die ein bestimmtes, einfaches .. Geschäfft haben, ist unsäglich. Es ist wie ein k-es Bad, das einen aus einer bürgerlich wollüstigen Abspannung, wieder zu einem neuen kräfftigen Leben zusammen zieht GWBB3,195,4 ChStein 9.12.[77] Aber, ach! berührst du meine Glieder, | Fühlst du schaudernd, was ich dir verhehlt. | Wie der Schnee so weiß, | Aber k. wie Eis, | Ist das Liebchen, das du dir erwählt GWB1,223 Braut vKorinth 111 GWBB23,377,28 Christiane 26.6.13 δ bezogen auf pathologische Zustände; meist terminol ‘k-es Fieber’ für Wechselfieber od ‘k-er Schweiß’; auch im Vergl; einmal mit (tradierter) astrologisch-mystischer Vorstellung [der tödlich erkrankte Weislingen:] Ein k-er k-er verzehrender Schweis [Schauer GWB131,353 Götz3] lähmt mir jedes Glied GWB39,173,8 Götz1 V~8,159 Götz2 [Adelhaid:] Langeweile, du bist ärger als ein k-es Fieber GWB39,71,7 Götz1 II=8,72 Götz2 [Baccalaureus:] Gewiß! das Alter ist ein k-es Fieber | Im Frost von grillenhafter Noth. | Hat einer dreißig Jahr vorüber, | So ist er schon so gut wie todt GWB151,99 Faust II 6785 [Abbitte für verspäteten Antwortbrief nach Erkältung] ich konnte ohnmöglich .. mein Gehirn, wegen der Einstrahlung des Steinbocks und Wassermanns, etwas k. und feucht, und noch die ganze Reihe von alletags Entschuldigungen GWBB1,189,4 FOeser 13.2.69 GWB16,25 JahrmPlund2 359 im bildhaften Ausdruck peinigenden seelisch-körperlichen Erlebens Bis diese Stunde schreckte mich kein Schauen | Der Geister, guter, böser. Zittr’ ich nun? | Und fühl am Herzen fremden k-en Thau! [im Gefühl schwerer Schuld; für: a strange cold thaw upon my heart] GWB3,200 Byron,Manfred,Monol 39 ε subst in (natur)philos Zshg, einmal in Mephistos Weltverständnis Pythagoras sagt von den Sinnen überhaupt und insbesondere vom Gesicht, es sei eine heiße Ausdünstung oder Dampf, vermittelst dessen wir sowohl durch Luft als Wasser sehen: denn das Heiße werde von dem K-en zurückgeworfen GWBN3,1,10 FlH I Pythag Denn was heißt Auslöschung des Lichtes? Gelöscht wird im Nassen oder im K-en [ψυχρῷ] das Warme (Heiße) und Trockne GWBN3,11,9 FlH I Aristot [Riemer?] [Mephisto:] Das Etwas, diese plumpe Welt, | So viel als ich schon unternommen, | Ich wußte nicht ihr beizukommen, | .. Der Luft, dem Wasser, wie der Erden | Entwinden tausend Keime sich, | Im Trocknen, Feuchten, Warmen, K-en! GWB14,68 Faust I 1376 [für: ψυχρά] GWBN3,8,21 FlH I Plato [Riemer?] GWBN51,391,9 FL Nachtr Geschichtl [Zit s v Kälte 1aα] uö ζ mit der Konnotation des Gefühllosen (sich mit 2aα berührend): iZshg mit Todesmotivik; mehrf im Bild (‘k-es Gestade’, ‘k-e Wohnung’ für Plutos Reich) Todt, Lotte! Eingescharrt der k-en Erde, so eng, so finster! .. Sterben! Grab! Ich verstehe die Worte nicht! .... Ich schaudere nicht den k-en schröklichen Kelch zu fassen, aus dem ich den Taumel des Todes trinken soll! AA147,4 u 155,15 Werth1 II~Werth2 [Colma:] Aber wer sind, die dort unten liegen auf der Haide-? Mein Geliebter? Mein Bruder? .. Antwortet mir! .. Aber ach sie sind stumm. Stumm vor ewig. K. wie die Erde ist ihr Busen [Cold are their breasts of clay!; ihr Busen ist k. wie das Grab AAJw3,61,15 GesängeSelma] AA139,2 Werth1 II~Werth2 [Clavigo zu Carlos, üb seine Wiederbegegnung mit Marie:] innige tiefe Erbarmung flößte sie mir ein: aber Liebe — sieh! es war, als wenn mir in der Fülle der Freuden die k-e Hand des Todes über’n Rücken führe .. es war .. alles so steif, so ängstlich GWB11,100,11 Clav IV Oftmals hab’ ich geirrt, und habe mich wieder gefunden, | Aber glücklicher nie; nun ist dieß Mädchen mein Glück! | Ist auch dieses ein Irrthum, so schont mich, ihr klügeren Götter, | Und benehmt mir ihn erst drüben am k-en Gestad’ GWB1,330 Vs 438 VenEpigr 99 GWB12,155 ScherzLR 780 GWB50,341 Pand 986 uö von einer Kunstgestalt Einst hatt’ er sich ein Bild gemacht, | Es staunte, wer es sah; | .. Sie schien belebt, und weich, und warm, | War nur von k-em Stein; | .. Er war von Liebe ganz erfüllt, | Und was die Liebe thut! | Er geht, umarmt das k-e Bild, | Umarmet es mit Glut GWB37,40 Annette Pygmalion 22u31 mBez auf (personifizierten) Himmelskörper [Saturn zur Hzgin Luise:] Grau und langsam, doch nicht älter | Als ein andres Himmelslicht, | Still und ernsthaft, doch nicht kälter | Tret’ ich vor dein Angesicht GWB16,205 Maskenz Planetentanz 82 η in erweitertem Sinne für einen bedingten, einseitig-beschränkten, auch einen extremen Zustand; in (sentenzhaft-)allgemeiner Aussage; wiederholt subst Hat alles seine Zeit. | Das Nahe wird weit, | Das Warme wird k., | Der Junge wird alt, | Das K-e wird warm, | Der Reiche wird arm GWB4,161 Vs 3u5 Verweile nicht und sei dir selbst ein Traum, | Und wie du reisest, danke jedem Raum, | Bequeme dich dem Heißen wie dem K-en; | Dir wird die Welt, du wirst ihr nie veralten GWB2,249 Sprichw 576 b zum Ausdruck von Wärmeabsenz, -verlust α von Nahrung, Speise; auch ‘etw k. genießen’, ‘k-e Speise, k-es (Abend-)Essen’, wiederholt ‘etw K-es’ [in Arlon] Wir erquickten uns .. an gutem k-em Frühstück und dem trefflichsten Wein GWB33,141,12 Camp ich hab .. ein Stück k-en Braten gessen GWBB3,66,21 Gfin Stolbg 18.5.[76] [Mutter Marthe zu Vater Märten:] Laß dir die Suppe schmecken .. ! Daß sie nicht k. wird! GWB131,40,8 Was wir bringen [1802] Geheime Rath Wolf .. des Abends zu bewirthen, wäre mir freylich etwas K-es höchst angenehm gewesen GWBB33,315,14 August [24.10.20] K GWB46,247,23 Hackert GWB131,297,5 Götz3 IV 14 Regiebem GWBB14,90,19 Christiane 12.5.99 uö mehrf idVbdg ‘k-e Küche’ der lustige Junker .. trug k-e Küche und Wein GWB24,145,3 Wj I 8 GWB46,243,12 Hackert uö β von einem (nur im warmen oder heißen Zustand nutz- u gestaltbaren) Werkstoff die Hand wird jedem schwer, | Der Leim wird k., die Arbeit fließt nicht mehr GWB16,134 MiedingsTod 30 [bezügl Guß des Blücher-Denkmals] das Kupfer hat die sonderbare Eigenschaft, daß man den Augenblick der höchsten Flüssigkeit benutzen muß, welchen, wenn er vorbei ist, man durch das stärkste Feuer nicht wieder zurückbringt, man müßte denn von vorn k. wieder anfangen GWB492,80,10 Bem zBlüchers Denkbild [Schadow] GWBN4,216,28 FlH VI [Westfeld] γ von einem nicht beheizten Gewächshaus bzw einem entsprechenden Teilbereich Die Pflanze [Bryophyllum calycinum] befindet sich in Belvedere schon erwachsen, im k-en Hause immerfort der Sonne und dem Licht ausgesetzt, würde sie denn doch zur Blüthe gelangen GWBB31,40,16 CarlAug [29.?12.18] K [Pflanzenzucht] ein langes Glashaus, mit k-er und warmer Abtheilung GWBB33,126,10 Nees 23.7.20 uö δ terminol: ‘k-e Nadel’ für die Radiernadel bei der Plattenherstellung ohne Ätzvorgang (Technik der Kaltnadelradierung) Er [Schmidt] .. wußte sich sehr oft mit der k-en Nadel [colla punta a rame nudo] der geistreichen und bezaubernden Leichtigkeit des Stefano della Bella anzunähern GWB492,248,18 GFSchmidt ε in erotischer, sexueller Hinsicht (auch in Berührung mit 2aα ) [Gretchen, die Faust geküßt hat:] O weh! deine Lippen sind k., | Sind stumm. | Wo ist dein Lieben | Geblieben? GWB14,233 Faust I 4493 [Exzerpt des Berichts einer als Hexe Angeklagten in rechtsgeschichtlichem Werk BCarpzovs:] Juncker [Teufel] als ein schwarzes Mängen .. hat ein ding wie ein Esel gros auch wie ein k. hörnchen GWB14,297 Faust I Plp Hans Wurst Bräutigam | Ursel Blandine Braut | Ursel mit dem k-en Loch | Klingelts nicht so klapperts doch GWB38,444 Hanswursts Hochz 4 Plp GWB1,43 Laß’ mein Aug 7 uö(selten) ζ iSv erkaltet, tot [vorgestellter Kunstgegenstand] die schöne Echo, die noch einen Blick auf den k-en Jüngling [Narziß] wirft GWB19,213,22 BrSchweiz I 2 übertr a von Charakterlichem, von Verhaltensweisen u Beziehungen α ohne Gefühl, gleichgültig, distanziert; einmal bei personifizierender Vorstellung; auch ‘k-e Eigenliebe, Verachtung’, ‘k-es Wort’, ‘k-er Blick’, ‘k-es Herz’, ‘(jdm) mit k-em Blut (schaden)’, ‘jdm k. begegnen’, ‘sich gegen jdn k. betragen, stellen, halten’, einmal ‘etw K-es haben’ [die eine Tochter des Tanzlehrers zur anderen:] du bist versteckt und still, und die Leute glauben Wunder was hinter dir verborgen sei. Aber es ist nichts dahinter als ein k-es selbstisches Herz, das sich alles aufzuopfern weiß GWB27,291,10 DuW 9 Wilhelm .. empfand gegen den Fremden [Jarno], ob er gleich etwas K-es und Abstoßendes hatte, eine gewisse Neigung GWB21,262,6 Lj III 4~52,119,8 ThS V 4 Die k-en Worte der Madame Melina waren tausend Dolchstiche in sein [Wilhelms] Herz GWB52,41,5 ThS IV 8 O mäßiget, Götter | Diesen gewaltigen [Liebes-]Brand, der mir den Busen durchtobt! | Aber auch sie verlang’ ich zurück, die schmerzliche Freude, | Wenn die Sorge [um die Treue der Geliebten] sich k., gräßlich gelassen, mir naht GWB1,270 Alexis u Dora 138 wenn die [Seele] nicht ganz in der geradesten Richtung zu Gott gekehrt war, so blieb ich k. GWB22,289,5 Lj VI SchöneSeele GWB22,140,10 Lj V 1 GWB10,214 Tasso 2688 GWBB1,138,15 u 141,12 Behrisch [11.11.]67 uö in Reflexion, Allgemeinaussage: bei kritischer Sicht im Sturm u Drang, auch in späterer Problematisierung von Jugendpositionen wenn er [der Mensch] in Freude sich aufschwingt, oder im Leiden versinkt, wird er nicht in beyden .. eben da wieder zu dem stumpfen k-en Bewustseyn zurük gebracht, da er sich in der Fülle des Unendlichen zu verliehren sehnte AA113,6 Werth1 II~Werth2 mit einem ganzen Herzen voll Seligkeit, werd ich den andern nicht beglükken der k. und kraftlos vor mir steht AA102, 24 Werth1 II~Werth2 [Tasso, der Antonio Freundschaft geboten hatte:] Zeit und Bekanntschaft heißen dich vielleicht | Die Gabe wärmer fordern, die du jetzt | So k. bei Seite lehnst und fast verschmähst. [Antonio:] Der Mäßige wird öfters k. genannt | Von Menschen, die sich warm vor andern glauben, | Weil sie die Hitze fliegend überfällt GWB10,153 Tasso 1222f GWB2,147 Ilmenau 181 uö speziell im literarischen, künstlerischen Bereich, auch mBez auf die ästhetische Wirkung (‘etw läßt k.’, ‘k. bleiben’) wer kann wiederholen was sie [Lotte] sagte, wie kann der k-e todte Buchstabe diese himmlische Blüthe des Geistes darstellen AA67,30 Werth1 I~Werth2 Das Zusammenwerfen der Regeln gibt keine Ungebundenheit, und wenn ja das Beispiel gefährlich sein sollte, so ist’s doch im Grunde besser, ein verworrnes Stück machen, als ein k-es GWB37,314,2 Aus G-s Brieftasche Geistreiche gefühlte Kunstwerke sind es, die mich entzücken. Das k-e Wesen, das sich in einen beschränkten Cirkel einer gewissen dürftigen Manier, eines kümmerlichen Fleißes einschränkt, ist mir ganz unerträglich GWB19,210,23 BrSchweiz I [betr Gegenstände der bildKunst] Ein doppelter Schmerz, eine vergebliche Anstrengung .. ein gewisser Untergang können nur Abscheu erregen, wenn sie nicht ganz k. lassen GWB47,116,20 ÜbLaokoon will die Musik sich an Lehrgedichte oder beschreibende und dergleichen wenden, so wird sie k. GWB48,193,10 MuR(489) GWBB4,47,9 CThDalbg 21.7.79 GWB37,319,28 Aus G-s Brieftasche GWBB11,122,26 Schiller 9.7.96 GWB412,114,14 Üb:Rochlitz,Tonkunst uö bezogen auf Wahrnehmung, Erkenntnis od Entscheidung: ‘k-er Sinn’, einmal iSv Verstand; im Übergang zu β Der kältste Sinn ist das Sehen, Erkänntniss ist sein Gefühl, und drum behaupte ich, dass man das nie mit einem zärtlichen Herzen lieben kann, was allein Ansprache macht unsern Augen zu gefallen. Ein Edelstein .. ist todt; und die eifrigste Betrachtung davon ist doch immer k. GWB37,62,3u9 Arianne an Wetty [Fernando zu Cäcilie, die seiner aus Vernunftgründen entsagen will:] Als Scherz wär’s zu grausam; als Ernst ist’s unbegreiflich! .. Der k-e Sinn lös’t den Knoten nicht GWB11,187,26 Stella2 V — ‘miteinander kälter werden’, ‘das Verhältnis wird kälter’: einander fremd werden, sich entfremden [Sinclair üb den Verlust einer Freundin:] ward unser Verhältniß immer kälter [kälter und kälter Var] GWB18,288,1 GutWeiber GWB132,279 Götz3 Plp β iSv nüchtern, verstandesmäßig (verfahrend), auch beschränkt rational; einmal im Bild Er [ein best Aberglaube Goethes] gründete sich zwar auf Eindrücke früherer Jahre, allein der Geist des Tags, das Rasche der Jugend, der Umgang mit k-en verständigen Männern, alles war ihm ungünstig GWB28,25,17 DuW 11 “Wenn es mehrere treffliche Zeichner gibt, so gibt es wenig große Coloristen. Eben so verhält sich’s in der Literatur, hundert k-e Logiker [cent froids logiciens] gegen Einen großen Redner, zehn große Redner gegen Einen vortrefflichen Poeten .. ” GWB45,287,22 Diderot,Malerei Helles k-es wissensch. Streben Wagner. Dumpfes warmes wissensch. Streben Schüler GWB14,287,6 Faust I Schema Der Magister mein Sohn .. habe .. einen Universalschlüssel [für Bücher des Alten u Neuen Testaments] .. Nun merkt’ ich bald, daß die ganze Kunst auf eine kalte Reduction hinaus lief GWB37,178,24 Zwo biblFragen Die Pindarischen Oden des Grafen Görz möchten wohl unser k-es und bedächtiges deutsches Reich nicht gleich in Flammen setzen GWBB10,20,2 Schnauß 10.9.92 GWB4,100 Du machst 2 [Zit s v Kalte b] GWB27,286,15 DuW 9 uö γ iSv ohne erotisches Begehren, impotent Ich wollt’ ich wär’ alt | Und runzlig und k.; | Thätst du mir’s versagen, | Da könnt’ mich’s nicht plagen. | Ich wollt’ ich wär’ alt | Und runzlig und k. GWB1,33 Liebhaber in allen Gestalten 26u30 δ iSv brutal, zerstörerisch, auch: grausig [Faust zu Mephisto:] So setztest du der ewig regen, | Der heilsam schaffenden Gewalt | Die k-e Teufelsfaust entgegen, | Die sich vergebens tückisch balt! GWB14,69 Faust I 1381 [Gretchen zu Faust, in Wahnvorstellungen:] Wären wir nur den Berg vorbei! | Da sitzt meine Mutter auf einem Stein, | Es faßt mich k. bei’m Schopfe! | Da sitzt meine Mutter auf einem Stein | Und wackelt mit dem Kopfe GWB14,236 Faust I 4567 b von Farblichem in bildKunst u Natur; zur Beschreibung eines düsteren, seelenlosen, abstoßenden Eindrucks, insbes mBez auf das Blaue, auch das Violette u Graue; öfter in farbtheoretischer Betrachtung, speziell zur Fundierung der Farbenharmonie in der Malerei; vereinzelt subst ein Hauptgesetz, welches die Künstler entdeckten: ein solches, das mit dem Gesetze des Lichtes und des Schattens gleichen Schritt hielt und sich an dasselbe auf das innigste anschloß, es war das Gesetz der sogenannten warmen und kalten Tinten. Man bemerkte, daß gewisse Farben neben einander gestellt, eben so einen großen Effect machten, als tiefer Schatten neben dem hellsten Lichte .. Ja es fand sich, daß man bloß durch die Gegeneinanderstellung der Farben gleichsam ohne Schatten ein sehr vollkommenes Gemählde hervorbringen könnte GWBN51,13,23 BeitrOpt I 20 Ich hörte [bei Malern in Italien] .. von k-en und warmen Farben, von Farben die einander heben, und was dergleichen mehr war .... [bahnbrechender Prismenversuch] Der Gegensatz von warmen und k-en Farben der Mahler zeigte sich hier in abgesonderten blauen und gelben Rändern. Das Blaue erschien gleichsam als Schleier des Schwarzen, wie sich das Gelbe als ein Schleier des Weißen bewies .. alles schloß sich an dasjenige an, was ich in der Kunst von Licht und Schatten, und in der Natur von apparenten Farben gehört und gesehen hatte GWBN4,290,1 u 297,14 FlH VI Konfess dVerf [römische Landschaft] Das Schönste .. ist, daß die lebhaften Farben, in geringer Entfernung schon, durch den Luftton gemildert werden, und daß die Gegensätze von k-en und warmen Tönen (wie man sie nennt) so sichtbar dastehn GWB32,139,13 ItR Ein gelbes Glas | Macht die Gegenstände warm, lebhaft, munter aussehen und macht einen angenehmen Eindruck aufs Auge .. Ein blaues Glas | Macht die Gegenstände k., traurig, todt, macht einen widrigen Eindruck aufs Auge GWBN52,176,24 Fl Plp GWB47,16,2 PropylEinl Gespr(He5,216) Riemer 31.8.06 GWBN52,194,21 Fl Plp uö hinsichtl kältender Wirkung von Farbgebung, feinem Überzug eines Gemäldes [betr Ölgemälde von Carus] Das Brockenhaus hab ich benamset, dabey bild ich mir aber ein, es sey ein Sonnenaufgang intentionirt .. scheint mir der k-e Ton des Ganzen, die leichten Wolken und der gilbliche Sonnenschein dahin zu deuten GWBB33,110,4 Meyer 11.7.20 K kam Kaaz und erzählte von den Mondscheinlandschaften die er gemacht; auch in Öl, das mit Mastixfirniß abgerieben, und einer blauen Tusche auf die Rückseite, um den k-en Duft zu erhalten GWBT3,377,12 v 26.8.08 von Nebeldunst Kaum riß der März das Schneegewand | Dem Winter von den hagern Seiten, | Der stürmend floh und hinter sich auf’s Land | Den Nebelschleier warf, der Fluß und Au | Und Berg in k-es Grau | Versteckt GWB51,36 Ein zärtlich jugendlicher 27 c von Nachricht, Mitteilung iSv veraltet [Wirt:] Die Zeitung heutzutag ist unerträglich k., | Das Neuste, was man hört, ist immer monatsalt GWB9,474 Mitsch3 381 Var Michael Schilar M.S.