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Brunnen

mhd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
35 in 24 Wb.
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Brunnen

Bd. 1, Sp. 692
Brunnen nennt man die Sammlung von Quellwasser in mehr oder weniger künstlich gefaßten, größeren oder geringeren Vertiefungen der Erde. Sie sind 1) natürliche Springquellen; 2) gegrabene und gebohrte B., bei denen die unterirdischen Quellen durch Graben oder Bohren geöffnet und dann in Fassung gebracht werden. Nach der verschiedenen Art u. Weise, wie das Wasser aus der B.fassung zum Gebrauche hervorgeholt wird, zerfallen die B. in Schöpf-B., Zieh-B., Pump-B. u. laufende B. Zur Auffindung verdeckt liegender Quellen hat man verschiedene aus der Beobachtung geschöpfte Anhaltspunkte; so in flachen Gegenden besonders üppiger Gras- und Pflanzenwuchs einer Stelle, das längere Grünbleiben derselben bei eintretender Trockenheit, das Aufsteigen von Dünsten vor Sonnenaufgang bei sonst trockener Witterung etc., besonders aber ist es die Kenntniß der geologischen Verhältnisse der Erdschichten, welche am sichersten zur Auffindung selbst sehr tief liegender Quellen führt, indem das Wasser der Erdoberfläche durch die das Wasser durchlassenden Erdschichten (Dammerde, Sand, Sandstein, Kreidekalk) durchsickert, bis es auf horizontale undurchdringliche Schichten (Thon. Lehm. Kalkmergel, Kalkstein) gelangt, auf denen es sich ansammelt. Solche Quellen liegen oft außerordentlich tief, so daß ihre zu Tageförderung große Mühe und Kunst erfordert. Der Erdbohrer gibt die sicherste Kenntniß sowohl von der Tiefe des Wassers als der Beschaffenheit der zu durchdringenden Erdschichten.
1478 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brunnenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +8 Parallelbelege

    brunnen swv. BMZ hervorquellen; mingere Mgb. 34,24.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brunnen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Brunnen , verb. reg. act. welches nur bey den Pergamentmachern üblich ist, in Wasser, besonders in Kalkwasser erweichen,…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brunnen

    Goethe-Wörterbuch

    Brunnen mehrf (meist in der Dichtung) in der älteren verkürzten Form ‘Brunn’, AkkSg einmal ‘Brunne’; auch poetisch ‘Bron…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brunnen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Brunnen nennt man die Sammlung von Quellwasser in mehr oder weniger künstlich gefaßten, größeren oder geringeren Vertief…

  5. modern
    Dialekt
    Brunnen

    Bayerisches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    Brunnen Band 3, Spalte 3,586–588

  6. Sprichwörter
    Brunnen

    Wander (Sprichwörter)

    Brunnen 1. An kleinen Brunnen löscht man auch den Durst. – Simrock, 1357. Frz. : A petite fontaine boit-on à son aise. (…

  7. Spezial
    Brunnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brun|nen m. (-s,-) 1 (Quelle) fontana (-nes) f. 2 fistí (-tis) m. 3 (zur Gewinnung von Grundwasser) poz (poc) m. 4 (Zieh…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brunnen

328 Bildungen · 237 Erstglied · 89 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von brunnen 2 Komponenten

brun+nen

brunnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brunnen‑ als Erstglied (30 von 237)

Brunnenbiet

SHW

Brunnen-biet Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnendole

SHW

Brunnen-dole Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnenhaus

SHW

Brunnen-haus Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnenkur

SHW

Brunnen-kur Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnenloch

SHW

Brunnen-loch Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnenmann

SHW

Brunnen-mann Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnenrohr

SHW

Brunnen-rohr Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnensarg

SHW

Brunnen-sarg Band 1, Spalte 1175-1176

Brunnentrog

SHW

Brunnen-trog Band 1, Spalte 1177-1178

brunnen als Zweitglied (30 von 89)

verbrunnen

KöblerMhd

*verbrunnen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. verbrannt Vw.: s. un- E.: s. verbrennen

anegebrunnen

KöblerMhd

anegebrunnen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. angebrannt Q.: Berth (um 1275) E.: s. anebrennen W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 69 (angebrunnen)

Bërgbrunnen

Idiotikon

Bërgbrunnen Band 5, Spalte 668 Bërgbrunnen 5,668

drehbrunnen

DWB

dreh·brunnen

drehbrunnen , m. aus welchem das wasser durch einen schöpfeimer, dessen seil über ein rad lauft, gezogen wird. drehebrunn Stieler 253 .

gänsebrunnen

DWB

ganse·brunnen

gänsebrunnen , m. brunnen an dem die gänse trinken, tirol. zum gensbrunnen gehn, not leiden Schöpf 174 , eigentlich wasser trinken müssen, v…

gesundbrunnen

DWB

gesund·brunnen

gesundbrunnen , m. , zusammensetzung mit dem oben besprochenen substantiv. das wort hat seinen ausgangspunkt anscheinend im schwäbischem geb…

gnadenbrunnen

DWB

gnaden·brunnen

gnadenbrunnen , m. , -brunn, seit dem 16. jh. für gott und Christus, oder Christi blut, ' gnadenquelle ': denn er wil sein wort, sacrament u…

gunstbrunnen

DWB

gunst·brunnen

-brunnen ' aus bes. gunst einem privaten bewilligter brunnen, der sein wasser aus der leitung eines gemeindebrunnens empfängt ': sollte es s…

hausbrunnen

DWB

haus·brunnen

hausbrunnen , m. : nun hatte er einen guten hausbrunnen. J. Gotthelf schuldenb. 72 .

heilbrunnen

DWB

heil·brunnen

heilbrunnen , m. brunnen der heilung bewirkt, gesundbrunnen: gesundheits- oder heilbrunn, fons medicatus, salutaris, divinus. Stieler 253 ; …

hungerbrunnen

DWB

hunger·brunnen

hungerbrunnen , m. ein quell der nicht immer wasser gibt. Frisch 1, 476 c ; schweizerisch hungerbrunnen, periodische quelle, oder ein brunne…

keckbrunnen

DWB

keck·brunnen

keckbrunnen , m. lebendige quelle, ahd. quecbrunno, chehprunno, mhd. quecbrunne, keckbrunne Mones anz. 8, 486 ( vgl. 6, 226), kochburne Haup…

Ableitungen von brunnen (2 von 2)

urbrunnen

DWB

urbrunnen , -brunn, -bronn, m., dasselbe wie urborn . nl. oorbron: bisz an den u. des Timavi Valvassor ehre des h. Crain (1689) 2, 114 ; und…

verbrunnen

Lexer

ver-brunnen part. adj. s. verbrinnen.