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Wunde

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Meyers
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22 in 20 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wunde

Bd. 20, Sp. 766
Wunde (Vulnus), jede mechanische Trennung or ganischer Teile. Man unterscheidet nach der Art der verletzenden Gewalt Schnitt-, Hieb-, Stich-, gequetschte, gerissene Wunden, Schuß- und Bißwunden. Am gefährlichsten sind Wunden, die in die großen Körperhöhlen (Kopf-, Brust- und Bauchhöhle) dringen und gleichzeitig in diesen die lebenswichtigsten Organe in Mitleidenschaft ziehen, ferner solche, welche die großen Blutgefäße oder Nerven treffen und durch Blutverlust oder Lähmungen tödlich wirken, sowie endlich auch die oft durch langwierige Eiterung erschöpfenden Splitterwunden der Knochen. Die Ausdehnung einer W. ist nicht maßgebend für die Beurteilung ihrer Gefährlichkeit, z. B. ist eine ausgedehnte flache Hautwunde relativ ungefährlich gegenüber einer kleinen Stichwunde, die möglicherweise weit in die Tiefe reicht. Die Merkmale einer W. sind in allen Fällen: Schmerzen, Blutung und Klassen der Wundränder. Die Schmerzen entstehen durch die Durchtrennung der sensibeln Nerven und sind um so größer, je mehr die W. und damit auch die Nerven gequetscht und gerissen sind (Quetschwunden), während sie bei glatten Schnittwunden viel geringer sind. Bei hochgradiger psychischer Erregung, z. B. in der Schlacht, auf der Mensur, in einer Schlägerei, werden oft die Schmerzen beim Empfang der W. gar nicht gespürt. Heftigen Wundschmerz mildert man durch Morphiumeinspritzung. Vgl. auch Blutung. Das Klassen der Wundränder beseitigt man bei kleinen Wunden durch Kollodium, Englisches oder Heftpflaster. Bei größern Wunden vereinigt man die Ränder durch die Naht (Seide), jedoch nur dann, wenn die W. als nicht verunreinigt gelten kann und daher ungestörte Heilung ohne stärkere Eiterung erhofft werden darf. In diesem Fall heilt die W. per primam reunionem (p. p. intentionem), indem die Ränder miteinander verkleben, nur wenig helles Sekret (Lymphe) absondern und so schnell fest verheilen, daß schon nach wenigen Togen die Nähte entfernt werden können. Die vernarbte W. sieht anfänglich rot aus, was von der reichlichen Bildung feinster Blutgefäße in derselben herrührt, später aber veröden die letztern, und die Narbe erhält ein derbes, weißes Aussehen. Mißlingt diese ungestörte Heilung, oder muß von vornherein bei sehr großen Wunden, bei Quetschung der Wundränder oder bedeutender Verunreinigung von der Naht abgesehen werden, so tritt die Heilung per secundam reunionem ein, indem in der W. Granulationen unter bald sparsamerer, bald reichlicherer Eiterbildung sich bilden, die aus der Tiefe hervorwachsen und allmählich die W. ausfüllen, während sich gleichzeitig von den Seiten her eine Überhäutung mit frisch gebildeter Epidermis über die W. ausbreitet. Das Allgemeinbefinden bleibt dabei in der Regel ungestört. Der normale Heilungsverlauf setzt voraus, daß von der W. alle Schädlichkeiten, insbes. die Infektion durch eitererregende Mikrobien (durch Asepsis, s. d.), ferngehalten werden. Geschieht dies nicht, so infiziert sich jede W. mit den überaus weitverbreiteten eitererregenden Kokken (Strepto- und Staphylokokken); sie sondern ein (septisches) Produkt ab, dessen Aufsaugung und Übernahme in den Körper Fieber, unter Umständen die Symptome der Blutvergiftung hervorbringt. Zunächst wirken diese septischen oder Fäulnisstoffe örtlich entzündungserregend, es bildet sich eine Schwellung, Odem, in höherm Grad Eiterinfiltration aus, die zu weitgehender Einschmelzung der Gewebe führen kann. Ferner gelangen die eitererregenden Bakterien und ihre Produkte (Toxine) durch den Lymph- und Blutstrom in den Körper, und es erfolgt die Allgemeininfektion (Wundfieber, Faulfieber, septisches Fieber, Blutvergiftung, s. Pyämie). In andern Fällen ist die Infektion eine zwar mit allgemeinem Fieber verbundene, aber an sich doch mehr örtliche, und es entsteht die Rose (s. d.), die Phlegmone (s. d.) etc. Um dem Eintreten dieser Wundinfektionskrankheiten vorzubeugen, um den Wundverlauf aseptisch zu gestalten, wendet man eine ausgedehnte Reinigung und Desinfektion besonders da an, wo man die W. selbst erst schafft, d. h. beim Operieren, und wo man bei dem heutigen Stande der Wissenschaft ganz und gar diese Verhältnisse zu beherrschen vermag. Nachdem zuvor der Operateur selbst und seine Gehilfen sich durch Waschen der Hände, Ausbürsten der Nägel gereinigt haben, wird das Operationsfeld abgeseift, rasiert, mit Alkohol und dann mit Sublimatlösung abgespült. Zum Desinfizieren gebraucht man Lösungen antiseptischer (fäulniswidriger) Mittel, wie Karbolsäure, Sublimat, Salizylsäure, Borsäure etc. Damit die W. nur von ganz reinen Instrumenten und Verbandstoffen berührt wird, kocht man die Instrumente unmittelbar vor dem Gebrauch in kochendem Wasser aus, oder man sterilisiert dieselben wie auch die anzuwendenden Verbandstoffe (s. d.) in strömendem Dampf. Unter diesen Maßregeln können die meisten bei Operationen geschaffenen Wunden als aseptisch behandelt werden. Bereits infizierte Wunden sicher zu reinigen, etwa durch Bespülung mit antiseptischen Flüssigkeiten, ist unmöglich. Manchmal gelingt es, frische verunreinigte Wunden in reine zu verwandeln, indem man Grund und Ränder ausschneidet, also eine größere, aber günstigere Wunde schafft. Auch infizierte Wunden können aber, wenn die Mikroorganismen nicht zu zahlreich oder zu bösartig sind, vermöge der bakterientötenden Fähigkeit der Körperzellen und des Wundsekrets ohne schwerere Infektionserscheinungen heilen, wenn sie zweckmäßig behandelt werden. Die W. wird mit trockenen aseptischen Tupfern möglichst gereinigt, zur Ableitung des Sekrets werden Drains (durchlöcherte Röhrchen, meist aus Kautschuk) namentlich in die tiefern Buchten der W. eingelegt und die W. mit dicken Lagen aseptischen, alle Flüssigkeit aufsaugenden Verbandmulls bedeckt, über den Watte zu liegen kommt; der Verband wird durch Bindenwickelungen festgehalten. Größere Wundhöhlen werden mit Gaze (Jodoformgaze) locker ausgestopft (tamponiert), um Sekretstockung vermittelst der Saugkraft der Gaze hintanzuhalten. Sie dürfen, auch wenn sie aseptisch, nicht zugenäht werden. Feuchte Verbände (Mullkompressen mit schwacher Lösung von essigsaurer Tonerde getränkt) können vorteilhaft sein, wo sehr zäher Eiker von Wunden abgesondert wird. Solche Wunden können auch mittels schwacher Kochsalzlösungen öfter ausgespült werden. Bei aseptischen Wunden, die viel weniger ab sondern, können Verbände viel länger (8–10 Tage und länger) liegen bleiben (Dauerverband). Der Verband dient teils zur völligen Fernhaltung der außerhalb befindlichen Keime, teils zur Aufsaugung der Wundflüssigkeit, die im Verband langsam eintrocknet. Solche Verbände sind namentlich für Feldzugszwecke sehr praktisch, indem sie längere Reisen und Abführung der Verwundeten nach der Heimat ermöglichen. Die durch die modernen Gewehre erzeugten Wunden können vielfach als aseptisch behandelt werden und werden daher möglichst ohne weitere Maßnahmen als Reinigung der Umgebung mit Dauerverbänden bedeckt. Bei sehr staubfreier trockener Luft, wie namentlich im Hochgebirge, können oberflächliche Wunden auch ohne jeden Verband behandelt werden, wobei die Licht- und Luftwirkung der Ansiedelung von Mikroben geradezu schädlich und daher für die Heilung sehr förderlich ist. Oft bestäubt man oberflächliche Wunden mit stark desinfizierenden, aber nicht chemisch reizenden Pulvern, wie Airol, Jodol, Jodoform etc., die eine Beschränkung der Absonderung herbeiführen. Ähnlich wirkt bei schlecht heilenden Wunden (Unterschenkelgeschwüren) die Bedeckung mit gepulvertem weißen Ton (Bolus alba). Der Hauptpunkt in der ganzen modernen Wundbehandlung ist also peinlichste Sauberkeit der W., des Operateurs, des Operationsraumes, des zu Operierenden und des ganzen Operationsmaterials. Auch schon infizierte Wunden sollen nur mit aseptischen Instrumenten und Verbandstoffen in Berührung kommen, da keine neuen Keime in die W. gebracht werden dürfen. Die Allgemeinbehandlung eines Verwundeten besteht in Darreichung kräftiger, leichtverdaulicher Diät, Milch, Eiern, Bouillon, Wein etc. Ein ganz geringes, bedeutungsloses (sogen. aseptisches) Fieber tritt zuweilen in den ersten Tagen auch bei normalem Wundverlauf auf und rührt von einer Aufsaugung des normalen Wundsekrets in das Blut her. Außer den obengenannten Eiterkokken können in eine W. auch die Bazillen des Starrkrampfes, des Rotzes, des Milzbrandes, der Tuberkulose sowie das Gift der Syphilis, der Hundswut, unter Umständen auch Leichengift eindringen und die jeweilig entsprechenden Krankheitssymptome hervorrufen (s. Starrkrampf). Das Prinzip der modernen Wundbehandlung ist wesentlich von o. Bergmann in Berlin und Schimmelbusch begründet worden. Vgl. Thiersch, Klinische Ergebnisse der Listerschen Wundbehandlung (Leipz. 1875); Volkmann, über den antiseptischen Okklusivverband (das. 1876); Bardeleben, Über die Theorie der Wunden etc. (Berl. 1878); Billroth, Die Verletzungen der Weichteile (im »Handbuch der Chirurgie« von Pitha und Billroth, Stuttg. 1878); Billroth und Winiwarter, Allgemeine chirurgische Pathologie und Therapie (16. Aufl., Berl. 1906); Nußbaum, Leitfaden zur antiseptischen Wundbehandlung (5. Aufl., Stuttg. 1887); Neuber, Anleitung zur Technik der antiseptischen Wundbehandlung (Kiel 1883); Schimmmelbusch, Anleitung zur aseptischen Wundbehandlung (2. Aufl., Berl. 1893); Jaffé, Prinzipien und Technik der heutigen Wundbehandlung (Leipz. 1894); Schleich, Neue Methoden der Wundheilung (2. Aufl., Berl. 1900); Marchand, Der Prozeß der Wundheilung (in der »Deutschen Chirurgie«, Stuttg. 1901); Graser, Über die Grundlagen, Hilfsmittel und Erfolge der modernen Wundbehandlung (Leipz. 1901).
9605 Zeichen · 111 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    wundest. F. (ō)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    wunde , st. F. (ō) nhd. Wunde ne. wound (N.) ÜG.: lat. vulnus AB (92, 7) Vw.: s. brein-, brust-, būk-, hâved-, help-, mē…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WUNDE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    WUNDE s. WUNT.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wundeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wunde , F. nhd. Wunde, Verletzung Vw.: s. blā-, blōt-, būk-, dōdes-, dōt-, houwe-, hȫvet-, kamp-, mate-, sādel-, stēke-,…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wunde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Wunde , plur. die -n. 1. Eine Verletzung der äußern Theile des Körpers, besonders, so fern sie in einer Trennung dur…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wunde

    Goethe-Wörterbuch

    Wunde [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wunde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Wunde , lat. vulnus , bezeichnet jede durch äußere mechanische Einwirkung entstandene Trennung des Zusammenhangs in den …

  7. modern
    Dialekt
    Wundef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wunde f. : ' Verletzung, Wundmal ', Wund [verbr., Lambert Penns 180], Wond [ WD-Niedkch ], Wunn [ KU-Brück ZW-Battw KB-K…

  8. Sprichwörter
    Wunde

    Wander (Sprichwörter)

    Wunde 1. Alle (alte) Wunnen heilt slecht. – Woeste, 81, 379. 2. Alte wund soll man nicht frischen (aufreissen), damit si…

  9. Spezial
    Wunde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wun|de f. (-,-n) (auch ‹fig› ) (Verletzung) ferida (-des) f. , plaia (-ies) f. ▬ die Wunde brennt la plaia brüjc; la pla…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wunde

1.282 Bildungen · 1.199 Erstglied · 82 Zweitglied · 1 Ableitungen

wunde‑ als Erstglied (30 von 1.199)

Wunde(n)chrūt

Idiotikon

Wunde(n)chrūt Band 3, Spalte 915 Wunde(n)chrūt 3,915

Wunde(n)schau(w)er

Idiotikon

Wunde(n)schau(w)er Band 8, Spalte 1631 Wunde(n)schau(w)er 8,1631

wundeberende

KöblerMhd

wundeberende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. wundentragend Q.: KvWLd (1250-1287) E.: s. wunde, berende* W.: nhd. DW- L.: MWB (wundebernde)

Wundeisen

Adelung

wunde·isen

Das Wundeisen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug der Wundärzte, die Tiefe und den Umfang einer Wunde damit zu erforschen, wofür doch…

wundelich

KöblerMhd

wunde·lich

wundelich , Adj., Pron. nhd. „wundlich“, verwundet Q.: Macc (vor 1332) (FB wundelich) E.: s. wunde, lich W.: s. nhd. (ält.) wundlich, Adj., …

wundenarste

KöblerMnd

wunden·arste

wundenarste , M. nhd. „Wundenarzt“, Arzt, Chirurg ÜG.: lat. chirurgus?, chirologus? Hw.: s. wuntarste E.: s. wunde, arste W.: vgl. nhd. Wund…

wundenarstedīe

KöblerMnd

wunden·arstedīe

wundenarstedīe , M. nhd. Heilmittel, Arznei ÜG.: lat. chirurgia? Hw.: s. wuntarstedīe E.: s. wunde, arstedīe L.: Lü 598b (wundenarste/wunden…

Wundenbletter

ElsWB

Wunde n bletter n. Pl. Maiblume, Convallaria bifolia, wundheilendes Mittel Hlkr.

Wundenblut

Campe

wunden·blut

○ Das Wundenblut , — es , o. Mz . das aus einer Wunde fließende Blut. »Jetzt schloß das zweimahl getroffene Herz das Wundenblut in sich ein,…

Wundenbusse

Wander

wunden·busse

Wundenbusse Die grössere Wundenbusse thut die kleinere ab. – Graf, 328. Es galt lange Zeit für Recht, dass, wenn einer dem andern mehrere Wu…

wundende

KöblerMhd

wund·ende

wundende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „wundend“, verwundet Q.: Tauler (vor 1350) (FB wundende) E.: s. wunde W.: nhd. DW- L.: FB 479a (wundende)

wundendrank

KöblerMnd

wunden·drank

wundendrank , M. nhd. „Wundentrank“, innerliche Medizin bei Verwundungen Hw.: s. wuntdrank; vgl. mhd. wundentranc E.: s. wunde, drank W.: vg…

wund(en)eisen

DWB

wunden·eisen

wund(en)eisen , n. , ' damit man den eyter herausz zecht, gammonides ' Dasypodius dict. (1536) 461 d ; die sonde des wundarztes; specium ei…

wund(en)fieber

DWB

wunden·fieber

wund(en)fieber , n. , fieber, hervorgerufen durch einen entzündungsprozesz bei wundinfektion; febris vulneraria ( Frisch t.-lat. [1741] 2, 4…

wundenfrei

DWB

wunden·frei

wundenfrei , adj. , frei von wunden infolge unverwundbarkeit: der Thetis wundenfreier sohn Blum idyllen (1773) 24 ; sein herz, das er sonst …

Wundenfrey

Adelung

wunden·frey

Wundenfrey , adj. et adv. frey von Wunden. Nicht wundenfrey, doch unverkürzt an Jahren, Raml.

wundenhans

DWB

wunden·hans

wundenhans , m. , personalbezeichnung nach dem typ prahlhans; einer, der bei den wunden Christi ( vgl. wunde 3 c) schwört, flucht, bzw. mit …

Wundenheiler

Campe

wunden·heiler

Х Der Wundenheiler , — s, Mz . gl. einer, der, oder etwas, das Wunden heilet; in engerer Bedeutung, ein Wundarzt, wofür Wundheiler in Schatz…

wund(en)höhle

DWB

wunden·hoehle

wund(en)höhle , f. , der durch eine wunde gebildete hohlraum im gewebe: ... arzt der kranken seele ( Christus )! ich bin gesund und krank nu…

Wundenkrūd

WWB

wunden·krud

Wunden-krūd n. [verstr.] 1. „Wundkraut“. — 2.1. Johanniskraut (Hypericum perforatum) ( Mes Br ). — 2.2. Waldkreuzkraut (Senecio nemorensis) …

wundenkrût

LW

wunden-krût, bogula, consolida, cosmea, policaria; vgl. wuntkrût.

wundenkrūt

KöblerMnd

wunden·krūt

wundenkrūt , N. nhd. „Wundenkraut“ ÜG.: lat. bogula?, consolida?, cosmea?, policaria? Hw.: s. wuntkrūt W.: vgl. nhd. Wundkraut, N., Wundkrau…

wunde als Zweitglied (30 von 82)

Fleischwunde

RDWB1

Fleischwunde f задета ткань, поверхностная рана, внутренние органы не задеты (не имеет отношения к "мясу" или "плоти")

Augenwunde

DRW

augen·wunde

Augenwunde ags. eagwund be monnes eagwunde ... gif mon men eage ofáslea 871/99 Liebermann,AgsG. 20

blâwunde

MNWB

bla·wunde

blâwunde , f. , s. blâ, „vulnus intercutaneum” , blutunterlaufene Stelle.

blôtwunde

MNWB

blot·wunde

blôtwunde , f. , blutende Wunde, Hautritzung (: vlê[i]schwunde ).

blāwunde

KöblerMnd

blā·wunde

blāwunde , F. nhd. blutunterlaufene Stelle ÜG.: lat. vulnus intercutaneum Hw.: s. blā (2) E.: s. blā (1), wunde L.: MndHwb 1, 291 (blâwunde)…

blōtwunde

KöblerMnd

blōt·wunde

blōtwunde , F. nhd. blutende Wunde, Hautritzung E.: s. blōt (1), wunde L.: MndHwb 1, 302 (blôtwunde)

bogewunde

MWB

boge·wunde

bogewunde swF. ‘blutende Wunde’ (vgl. bogen swV.): swelh antwaerkman lerenchint hat diu er leret, [...] der mak diu wol zuhtigen mit ruete u…

bogwunde

Lexer

bog·wunde

bog-wunde swf. BMZ s. v. a. bogende, fliessende wunde Münch. str. sleht aber ieman den andern mit kolben oder mit schîtern, daʒ ein bogwunde…

breinwunde

KöblerAfries

brein·wunde

breinwunde , st. F. (ō) nhd. Gehirnwunde ne. wound (N.) of the brain Q.: S, Jur E.: s. brein*, wunde L.: Hh 12a, Rh 667b

būkwunde

KöblerMnd

būk·wunde

būkwunde , F. nhd. Bauchwunde E.: s. būk, wunde L.: MndHwb 1, 368 (bûkwunde)

dürkelwunde

KöblerMhd

dürkel·wunde

dürkelwunde , sw. V. nhd. Wunde mit Eintritt und Austritt? Q.: StRBurgh (1307?) E.: s. dürkel, wunde W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 1456 (dürkelwun…

dōdeswunde

KöblerMnd

dōdeswunde , F. nhd. „Todeswunde“, tödliche Wunde E.: s. dōt (1), wunde W.: s. nhd. (ält.) Todeswunde, F., Todeswunde, tödliche Wunde, DW 21…

dōtwunde

KöblerMnd

dōtwunde , F. nhd. Todeswunde, tödliche Wunde Hw.: vgl. mhd. tōtwunde E.: s. dōt (1), wunde W.: s. nhd. (ält.) Todwunde, F., Todeswunde, DW …

Geldwunde

Wander

geld·wunde

Geldwunde 1. An Geldwunden stirbt niemand. Das Leben allein ist nicht wieder zu ersetzen. 2. Besser Geldwunden als Hautwunden. Böhm. : Lépe …

gêr|wunde

MWB

gêr|wunde swF. ‘Speerwunde’ do hette Wolfratis zorn / geinachit [l. gemachit ] blutige sporn / dife gerwnnin [l. gerwundin ] Roth 4339 MWB 2…

gērwunde

KöblerMhd

gēr·wunde

gērwunde , sw. F. nhd. „Gerwunde“, Verwundung durch den Ger, Speerwunde Q.: Roth (3. Viertel 12. Jh.) E.: s. gēr, wunde W.: nhd. DW- L.: Lex…

hauptwunde

DWB

haupt·wunde

hauptwunde , f. capitis vulnus. Steinbach 2, 1044 ; anfänglichen will ich den feldscherer unterrichten die hauptwunden zu curiren, sie sein …

heftwunde

DWB

heft·wunde

heftwunde , f. wunde die geheftet werden musz: verwont einer den andern, das nicht heftwonden wern, ist die mittelst bues. weisth. 5, 266 ( …

helpwunde

KöblerAfries

help·wunde

helpwunde , st. F. (ō) nhd. Heilwunde, Heilung fördernde Wunde, Abszess ne. wound (N.) supporting the healing Q.: E E.: s. helpa, wunde L.: …

herzewunde

KöblerMhd

herze·wunde

herzewunde , sw. F., st. F. nhd. Herzwunde Q.: JTit (3. Viertel 13. Jh.) E.: s. herze, wunde W.: nhd. Herzwunde, F., Herzwunde, ins Herz geh…

hirnwunde

DWB

hirn·wunde

hirnwunde , f. wunde des hirns und der hirnschale. Stieler 1388 .

impfwunde

DWB

impfwunde , f. wunde die behufs des impfens gemacht wird.

Ableitungen von wunde (1 von 1)

verwunde

BMZ

verwunde swv. verwunde. er verwundot in ave durch den helm pf. K. 307,1. do enkunde er niht verwunden den Guntheres man Nib. 2243,3. ob die …