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wild

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wild n.

Bd. 30, Sp. 1
wild, n. II. herkunft, form, ableitungen. I@AA. herkunft dunkel nach Kluge etym. wb.7 493b; kaum mit wald zusammenhängend, eher mit wild, adj., neben dem es eine collectivbildung sein könnte: urgerm. wilþiz n., ahd. wild, mhd. wilt, mnd. wilt, seltener welt (Diefenbach gloss. 230b, 15. jh.); ags. wild, wildor und jünger wildeór; engl. wild (alterthümlich); nl. wild; n. schwed. vildt (lehnwort); oberdeutsch, namentlich in der volkssprache, meist gewild, s. oben gewild II th. 4, I 3, 5805 ff. I@BB. plural ahd. wildir: was her thô mit wildirun Tatian 15, 6; mhd. und nhd. wild und wilde: pedicula fuszangel da mit man die wild vacht Diefenbach gloss. 420b; wir trieben die wild auf, jagten sie uns entgegen Schaidenreiszer Odyssea (1537) 36b; in tiefer wildnis dieser thäler schreckte des jägers horn die scheuen wilde kaum Göthe 16, 324 Weim.; mit der zunehmenden collectivverwendung der singularform wird die pluralform entbehrlich. I@CC. ableitungen mit suffixen sind wildenzen, wildzen; von der alten pluralform gehen vielleicht aus wildericht, wildern und wilderer. IIII. bedeutungsentwicklung, synonyme. II@AA. wie auch der alte plural zeigt, bezeichnet das wort im ahd. gewöhnlich ein einzelwesen: uuild n. fera cod. s. Gall. 242 Graff 1, 804; im mhd. dagegen tritt die verwendung als collectiv mehr hervor, und diese ist auch im nhd. vorherrschend, ohne aber den individualisierenden gebrauch ganz zu verdrängen, der auch heute, namentlich in der dichterischen sprache, noch möglich ist. doch verlangt der neuere sprachgebrauch gewöhnlich, wenn von einzelnen thieren die rede ist, den zusatz von stück wie bei vieh, worauf schon Adelung aufmerksam macht. II@BB. in der alten sprache ist der begriff wild weiter als in der neueren und umfaszt alle wilden thiere, also auch die raubthiere: was vom wilde zerrissen ist 3. Mos. 17, 15; gleichzeitig ist die verwendung noch ziemlich beschränkt, da zur bezeichnung der wildlebenden thiere im gegensatz zu den zahmen, dem vieh, das wort thier allein genügte; vgl. Diefenbach gloss. 230b dier (14. jh.), tier (fera), sowie engl. deer. von Luther an, der in seiner bibelübersetzung durchgängig wild setzt, wo seine vorgänger noch wilde thiere haben (und die samenung der wilden tier zu dem herrn erste deutsche bibel 119, 24 Kurrelmeyer), wird der gebrauch häufiger und gleichzeitig der begriff enger, besonders wohl unter dem einflusz der weidmannssprache. wild bedeutet im nhd. gewöhnlich mit ausschlusz der raubthiere nur noch die jagdbaren thiere, die wegen ihres fleisches erlegt werden, meist ohne einrechnung des wilden geflügels, oft sogar mit noch weitergehender specialisierung das rothwild allein als die edelste und verbreitetste wildart, und von diesem besonders die hindin oder hirschkuh. die naheliegende übertragung vom lebenden wild auf das fleisch des erlegten, das wildbret, findet sich schon im mhd., wird aber allgemeiner erst, nachdem die ursprünglich üblichere bezeichnung wildbræte ihre grundbedeutung eingebüszt hatte und wildbret auch für lebendes wild in gebrauch gekommen war. II@CC. völlig gleichbedeutend mit wild ist trotz der von Campe 2, 363a versuchten unterscheidung beider wörter die zuerst von Stieler (1691) gemeinsam mit wild gebuchte concurrenzform gewild(e). fernere synonyme ausdrücke sind wildfang, wildstück, wildthier (namentlich zur bezeichnung des einzelnen thieres); wildbahn, wildbret, das wilde, wildnis, wildstand, wildwerk, will veih meckl. vorpomm. Mi (für den collectiven gebrauch). von diesen macht im 16. und 17. jh. besonders wildbret scharfe concurrenz und dringt trotz seiner ganz verschiedenen grundbedeutung allmählich in den ganzen bereich von wild ein, bis dann der neuere sprachgebrauch die beiden wörter wieder scheidet, zum vortheil von wild, das seinen besitzstand bewahrt, während wildbret fast nur noch von dem fleisch des wildes gebraucht wird. IIIIII. bedeutung und gebrauch. III@AA. frei lebendes, jagdbares thier, einzeln und collectiv; nach Dombrowski encykl. der ges. forst- und jagdwiss. 8, 400 alle thiere, die man zur jagd rechnet: III@A@11) ein einzelnes thier: darinne (in dem schilde) stuont ein rôteʒ wilt, alsam ein hirz gestellet Konr. v. Würzburg trojan. krieg 31340; dise leut jagen noch ein ander sehr grimmiges einhörniges wild J. Heyden Plinius 133; darnach die zeit nit lang vergieng, das man do bald ein wild fieng, recht als der fürste het begert pfarrer von Kalenberg 85 neudr.; denn als sie eins mals auf das gejaid, wild zu fahen ritten und sie auf ein hohen berg oder felsen hetten sich gelassen, einem wild nach zueilen, .. sahe Theseus den fels hinab nach dem wild, wo es hin war gefallen nachtbüchlein 71; hastus wilt? ei ja du, ei ja ich, das wilt hab ich geschossen und habs gar redlich troffen Forster fr. teutsche liedlein 87; Antilochus schnell und geschwind auf ihm darliefe als ein wind, der einem wild nacheilen thut Spreng Ilias 212b; (Äneas) bracht siben grosze häupt darvon, damit er jedem schiff konnt geben ein wild, darüber wol zu leben Äneis 6a, keule ... das viertheil von einem wilde hinterwarts Gueintz deutsche rechtschreibung 89; ... hier schläget mich das schrecken, dort ängstet mich ein wild P. Fleming deutsche gedichte 1, 102; es verlaufe sich ein wild so tief ins finstere holz, als es immer wolle Abr. a St. Clara etwas für alle 2, 10; wir brauchen unsre waffen, nur uns zur kost ein wild, im streite recht, zu schaffen Gottsched deutsche schaubühne 5, 220; man asz noch, was das land in seiner schosz gebar, .. ein selbst erlegtes wild B. Neukirch gedichte 107; auf sprang ein weiszer hirsch von ferne, mit sechzehnzackigem gehörne .. das wild duckt sich in's ährenfeld und hofft da sichern aufenthalt Bürger 70a (der wilde jäger), mein vater muszt ein wild mit seinem kind erkaufen Joh. E. Schlegel 1, 433; sodasz man dein, als eines wilds vergiszt, das zu der jagd noch spiel'ndem anfang fiel Fouqué held des nordens 2, 95. gerne mit zusetzung von stück, vgl. auch wildstück: denselbigen (den Polen) und iederm herrn besondern schenkt landgraf Wilhelm ein wagen mit habern, zwei stück wild und ein wildschwein Kirchhof wendunmuth 2, 276; und lieszen doch die seiten klingen durch einen schönen lustwalt grün, (manch grosz stück wild lief da so kün) Casp. Scheit frölich heimfart MIa; ach, dasz fürsten und herrn keine gröszere sünde begiengen, als in erjagung eines .. ermüdeten stück wildes! Harsdörffer frauenzimmer gesprechspiele 3, 109; auch in einem walde hätte keiner von ihnen (den philosophen) das herz, einem auf ihn los rennenden stück wild stand zu halten Wieland Lucian 1, 277; III@A@22) collectiv: der wald gienc wildes voll Iwein 126; item 2 m. den knechten, dy do wilt brochten von Slochow in den tirgarthen zum Sthume Marienb. treszlerbuch 983, 17; derselbig ort heiszet die hahr, da man viel wildes wird gewar Thym Thedel v. Wallmoden 328 neudr., (der hund) .. mocht nicht mehr so hurtig laufen, derhalb ihm oft das wild entgieng Hans Sachs 9, 230, 16 Keller; o lasset euch erbarmen, grosz schat das wild uns armen J. v. Schwarzenberg teutsch Cicero 138; so wöllen wir .. einen thiergarten nahe an der meierei anrichten, darin man allerlei thier, als hasen, gambsen .. und dergleichen wild mehr, eingeschlossen könne halten Sebiz feldbau 556; nun war gleich frau Monymen wildschüz auszgangen, etlichem wilde nachzustellen A. H. Bucholtz Herkuliskus u. Herkuladisla 173; rückte er mit seinem antrage hervor, welcher dahin ging, dasz der jäger täglich ein paar stunden gegen das wild im felde liegen solle Immermann 1, 150. III@A@33) im weiteren sinne alle wildlebenden thiere einschlieszlich der raubthiere, der raubvögel und des wilden geflügels im gegensatz zu den zahmen thieren, daher gerne in der verbindung zahm und wild: wilt unde zam minnesinger (1758) 1, 31b; dir dienet zam unde wilt Parzival 252, 8; daʒ wilt und daʒ gewürme Walther 8, 36; dem wilde und den bienen .. zur narung C. Hennenberger preusz. landtaffel 8; wild heiszet das jagtbare vieh, welches in den wäldern sich aufhält compend. u. nutzb. haushalt.-lex. 1036. als unterabtheilungen erscheinen rothes oder falbes und schwarzes wild (gewöhnlicher rothwild und schwarzwild), hohes und niederes oder groszes und kleines; edles oder eszbares Adelung; gehörntes und gefiedertes Göthe; die heutige weidmannssprache unterscheidet nach dem kleid haar- und federwild, nach dem nutzen nutz- und raubwild, nach der werthschätzung hohe und niedere jagd. vgl. Lorey handb. der forstwiss. I 2, 448 f. und die zusammensetzungen unter E: nâch dem rôten wilde jagen Tristan 17254; insgemein wird es (das wild) eingetheilt in das hohe, als da ist das rothe wildpret, hirschgewild oder schwarz wildpret, als säu, bären, und das kleine, als rehe, hasen, füchse, die beisz mit dem habich, dem sperber Becher jägercabinet (1582) 19; (er) traf ein öde insel an, darin vil hohes wild ward gahn Hans Sachs 21, 133, 6 Keller-Götze; vom hohen wild die rasche schaar, die durch diesz dichte buschwerk eilen, wenn ich den schnellen hirsch, wenn ich das leichte reh durch büsch und sträucher springen seh' Brockes 1, 203; sy wissen von dem edlen gewild nicht, wo es laufe und laufen vast dem wild nach Tauler sermones LVb; die erfreuliche glückliche jagd, sowohl hohen als niedern, gehörnten und gefiederten wildes Göthe IV 33, 291, 14 Weim.; edles wild, vögel und fische Mörike 3, 97 (maler Nolten). III@A@44) im engeren sinn mit ausschlusz III@A@4@aa) der vögel, die für sich besonders angeführt werden: des heldes si da pflâgen vor vogeln und vor wilde Wigalois 9962; dich rührt die schönheit deiner braut, ihr süszer scherz, ihr holdes lachen, weit mehr, als alles, was man schaut, wenn wild und vögel hochzeit machen Gottsched gedichte 258; dem herrn gehört das wild und das gefieder Schiller Tell 3, 3; ich herrsch' über's wild und vögelheer Göthe 16, 86 Weim. (Satyros). III@A@4@bb) der raubthiere, für welche die besondere bezeichnung wilde thiere aufgekommen ist: und was über bleibt, lasz das wild auf dem felde essen 2 Mos. 23, 11; ihr (Dianas) wagen war von allem möglichen wilde bedeckt und dessen köpfe umkränzten ihn mit vergoldetem horn und bunten federn G. Keller 2, 188; in dieser engeren verwendung gerne dem vieh gegenübergestellt: wie manches vieh und wild in grünen tälern geht, G. Treuer deutscher Dädalus 1, 123; das weidevieh und wild verbisz noch die wenigen loden Wimmer geschichte d. deutschen bodens 195. III@A@4@cc) in der jägersprache mit noch weitergehender specialisierung 'weiblicher hirsch', ebenso wie wildbret, wildthier und wildstück; also mit ähnlicher verwendung des neutrums wie bei weib, huhn, lamm: der Laurenholde poet Petrarcha, wan er seine liebste Laura der ehren gemäsz beschreiben will, kan nicht bessere wort finden oder erdenken, als dasz er dieselbe einem weiszen wild vergleichet Moscherosch gesichte 2, 320; der hindin oder dem weiblein, so von den jägern das wild oder die hirschkuh genennet wird, wachsen kleine hörner Becher jägercabinet 24; die hirsche suchen ihr thier oder wild Döbel jägerpractica2 1, 4a; beschlagen sagt man, wan der hirsch auf ein stück wilt springet Joh. Täntzer Dianen hoh. u. nied. jagtgeh. 1, 10; d'une biche, von einem thier oder wild Duez nomencl. 26; der männliche hirsch heiszt rothhirsch, der weibliche thier, roththier und stück wild Brehm thierleben2 3, 138. III@A@4@dd) gerne in stehenden, oft formelhaften verbindungen mit beziehung III@A@4@d@aα) auf den aufenthalt des wildes in wald und feld; daher sehr häufig wild und wald: sie wolten sich derhalb wie das wild in wälden der freiheit brauchen Seb. Franck sprichwörter 1, 125a; so ist sie (die laute) auch nit ungestümm, und bringt nicht forcht, sorg oder grimm, erschreckt die leüt nicht in dem feld, beid hirt und herd, beid wild und wäld Fischart ein artliches lob der lauten v. 54 Hauffen; der bauer lobt die felder, der jäger wild und wälder [K. Stieler] geharnschte Venus 16 neudr.; da sich verhalt das wild im wald Spee trutz-nachtigall 36; das wild geht in den wäldern Simon Dach 717 Österley; was raschelt, rief ich erschrocken aus. es ist das wild im walde häufig Göthe 4, 328 Weim.; mit diesem gedanken hab ich ganz Frankreich durchreist, nichts so gesucht als wälder und wild Pückler briefw. u. tageb. 6, 34; weil das wild lebt in den heiden Venusgärtlein 4 neudr.; geh, frage bei dem wild auf jener grünen heide, wozu sie gott erschuf; sie sagen dir: zur freude J. F. v. Cronegk 2, 88; frei dann ich bin wie wild auf heiden wieder Kleist 1, 289 (Penthes.); alles wild des feldes Humboldt kosmos 2, 46; das wild in den gesträuchen ... kriegt jedes seines gleichen, so bald es ihm gefellt Königsb. dichterkreis 18 neudr.; (hier soll) kein wild in seinem busch geschreckt, verwundet, hingeschmettert werden Göthe 10, 276 Weim. (natürl. tochter); III@A@4@d@bβ) auf die wilde lebensweise; daher namentlich im 17. jh. gerne das wilde wild: und dasz das wilde wild Amfion nachgezogen, ist mancher klügling noch zu glauben ungewisz P. Fleming poemata (1651) 57; Diana sucht mit fleisz des wilden wildes spur, und bringt nicht ohne schweisz den groszgeweihten hirsch in die gestellten netze G. Treuer deutscher Dädalus 1, 348; III@A@4@d@gγ) auf das vorkommen des rothwildes in rudeln: ein rot wildes sie laufen sach in ein höl und bald darausz wieder H. Sachs 2, 228, 23 Keller; sie gegen ir komen sache ein rot wildes Arigo decamerone 92, 26. III@A@4@d@dδ) auf besondere eigenschaften des wildes, z. b. die scheuheit: in den wäldern will ich irren ... mit verscheuchtem wilde ziehn J. C. Günther 276; es kam dahin ein arm, verschüchtert wild, das von des jägers pfeil beschädigt war, um auszuschmachten Shakespeare wie es euch gefällt 2, 1; das scheue wild weidet noch vertraulich neben dem menschen Göthe 48, 160, 2 Weim.; auf die ruhelosigkeit und schnelligkeit des wildes: ist was aufgestoszen, musz man augenblicks anschlagen, das korn und flüchtige wild zusammen fassen Fleming vollk. teutsche soldat 29; einst erlegte Diana damit das streifende wild auf den bergen Herder 24, 197; einsam und öde starrt alles umher, nur flüchtiges wild deutet auf kümmerlichen zustand Göthe 41, I, 332 Weim.; als läufer überholte er das schnellste wild Mommsen m. geschichte 2, 266; auf die ungebundenheit und freiheit: der landmann leichtem sand den samen anvertraut und seinen kohl dem freien wilde baut Göthe 2, 141 Weim.; auf die unvernunft und abwesenheit jeder verfeinerung, wie sie sich namentlich in den naturlauten äuszert: ein unvernünftig wild, das sonsten mehr nicht sucht, als wie es sich nur völlt Logau 1, 222, 15; in dickichtsschauer drängt sich das rauhe wild Göthe 2, 61 Weim.; dann mische mir zur lust das ... geheule des wildes ... sich in mein seufzen ein J. A. Cramer gedichte 3, 354; aus seiner höhle brüllt das wild ihm seinen dank R. Z. Becker mildh. liederb. 29. III@A@4@d@eε) auf den schaden des wildes: darzu das wild den armen leutn lassn schaden thun in sommerszeiten Ringwalt die lauter warheit 222; man hat die reiche ernte von dem wild zertreten lassen Gleim briefwechsel 2, 471; denn unterm rosz des jägers erstirbt die saat; und, was der huf des rasenden heers verschont, zerwühlt das wild J. M. Miller gedichte 333; die erwähnung des wildes, das ihm seine saaten zertrampelte Polenz büttnerbauer 1, 62; auf die abwehr des schadens: hier klatschte nicht des armen landmanns peitsche, die nachts das wild vom acker scheucht! Schubart gedichte 2, 69; dasz sich keiner unterstehen dürfe, das wild, das seinen acker abfresse, zu verjagen M. J. Schmidt gesch. der Deutschen 5, 183. III@A@4@d@zζ) auf das jagen des wildes; siehe auch die unter gewild II sp. 5812, 3 ff. und unter wildbret angeführten belege: ich bin nachgehengt uberal dem wild beide durch berg und thal Hans Sachs 1, 92, 10 Keller; du magst mit jägern deines gleichen nach wilde durch die wälder streichen A. G. Kästner 1, 245; nun ruft die jagd in's freie; man verfolgt das wild mit eifer Göthe 41 II, 104, 14 Weim.; er jug das wild wol aus dem holz Arnim 13, 199; mit hervorhebung des lauerns und aufspürens: die verordneten ... lausterten auf das wild Joh. Nas das antipap. eins und hundert 2, R VII b; das schlecken macht die leut zu gecken, henken gleich nach dem, das sie schmecken. und werden wie der hund verführt, der viel zu viel dem wild nachspürt Fischart Eulenspiegel v. 11254 Hauffen; da man dem ... aufgetribenen wild aufpasset Grimmelshausen 2, 31, 22 Keller (springinsfeld); so hat dort der Trojanerheld, Carthago, durch dein flaches feld, auf einem schnellen gaul des wildes spur entdecket; so ward auch Agamemnons pfeil manch aufgespürtes wild zu theil, bevor er Troja noch in lichten brand gestecket Gottsched gedichte 40; gefunden nun mein wild, hab's ausgestöbert maler Müller 2, 28; wie der jagdhund, .. den der instinkt fortreiszt, wenn er das wild wittert Klinger werke 3, 140; es war kein noch so schlechter jäger, verstört' er dieses wildes läger Rückert 1, 110; ein längst umschlichenes wild Holtei erzähl. schriften 1, 188; wild beschleichen J. A. Naumann naturgesch. d. vögel 2 I 333; mit hervorhebung des hetzens und treibens: das wild behunden feram canibus premendam exponere Stieler (1691); scheuchte mit grausendem getöse das scheue wild vor sich her Musäus volksmärchen 1, 6 Hempel; du hast mit hunden wild gehetzt Zach. Werner die söhne des thales 1, 121; dem .. jäger das wild .. in den schusz treiben Arndt werke 1, 218; da ward das wild von einer menge scharwerker und jäger in die Donau forcirt C. F. Nicolai reise d. Deutschland u. d. Schweiz 2, 493; zum zutreiben des wildes Peschel völkerkunde 354; mit hervorhebung des stellens von netzen und fallen: heut, da man seine füchs thut kennen, und will den fuchs ausz der hell brennen, da wüt er und wehrt sich zu letz wie ein wild, das schon steckt im netz Fischart thierbilder v. 429 Hauffen; ein jäger hat abends spät das netz gestellt und bläst alleweil bei der nacht ... mit seinem horne das wild aus dem korn ins lange holz Herder 5, 186; ... habe nun mein wild auf der spur, Mathilde, dich mit netz und garn umzogen maler Müller 3, 107; mit hervorhebung des erlegens und tödtens: da man die herrn denn nit wird fragn, wie viel sie haben wild geschlagn Ringwalt die lauter warheit 220; denselbigen (Scamandrius) Diana mächtig gelernet hett in ihrem wald, das wild ernider schieszen bald Joh. Spreng Ilias 52b; Diana selbst hatt' ihn die kunst gelehrt, zu fällen jeglich wild des haingebirgs Bürger 159; ... gesungen soll der feind ein siegslied haben von erlegtem wild Müllner dram. werke (die Albaneserin 1, 4). III@BB. fleisch des wildes, wie wildbret und wildfleisch; vgl. mnd. wilt vel wiltbrat Schiller-Lübben 5, 722. III@B@11) im weiteren sinne das fleisch aller eszbaren wilden thiere, einschlieszlich der vögel, im gegensatz zu dem der zahmen oder zu anderen nahrungsmitteln: zam, wilt, vische, clâren weize, unde wîn ime und deme gesinde sîn gap man mit vollen mâʒen Bartsch md. gedichte 4, 18; essen Sie kein wild? Hippel lebensläufe 1, 435; ihre nahrung besteht aus früchten, wild oder milch Scherer litt.-gesch. 7 4. III@B@22) im engeren sinne und gewöhnlicher das fleisch nur des vierfüszigen wildes, besonders des roth- und schwarzwildes, im gegensatz zu dem der vögel oder zu andern speisen: was ihm geflügel, wild, pasteten, welsches hun, das alles kan mir auch ein guter stockfisch thun J. Rachel satyr. gedichte 61 neudr.; speisen sind genug bereit, vögel, wild und fische Göthe 1, 137 Weim. III@CC. bildlich für menschen, deren eigenschaften oder zustand dem des wildes ähnlich sind (selten für einen abstracten begriff: auch sind öffentliche geschäfte nichts weniger als wild für meine lieblingsjagd Bode Mich. Montaignes ged. u. mein. 5, 18; das unaufhörliche zusammendrängen seiner ideen, die er ... wie in einer klopfjagd, groszes und kleines wild, schmackhaftes und ungenieszbares, auf einen haufen treibt Gerstenberg litteraturbriefe XII [lit. denkm. 29, 83]). III@C@11) für einzelne menschen: ihr teufel von allen enden dran, hetzt, jagt, treibt getrost, ihr habt das rechte wilt fur euch: wenn der Luther ligt, so seit ihr genesen Luther 23, 36, 12 Weim.; der prack ... kam auf das rechte spor und suchet nach wild (nach Tristan und Isolde) buch der liebe 92b; ich habe gestelt auf grüner heide: mein hündelein sind mir entgangen. das wild, das ich gejaget hab, ein andrer hat es gefangen bergreihen 66, 7 neudr.; (Richard:) nein, Warwick, lies ein andres wild dir aus, ich selbst musz diesen wolf (Clifford) zu tode jagen Shakespeare Heinr. VI 3. th. 2, 4; hier musz ich auf der lauer liegen. dorther kommt mir mein wild Ludwig 3, 273; auf Tilly's stirn die ader steigt, denkt seines wildes er vielleicht ...? Droste-Hülshoff 2, 152; III@C@22) collectiv: es ist itzt nicht mehr ein welt wie vorzeiten, da ihr die leut wie das wild jagetet und triebet Luther 11, 270 Weim.; rastlos jagen schwed'sche jäger wild auf finnischen revieren Grabbe 1, 32; kein land, wo dieses jagdbare wild (die sklaven) sich vorfand, blieb ... verschont Mommsen m. geschichte 2, 76; ein anderer meister in allen kniffen des kunsthandels, der besonders deutsche pinsel als sein wild betrachtete Justi Winckelmann 2 i, 317. III@C@33) mit ausmalung des bildlichen vorgangs, oder doch mit angabe des tertium comparationis, das zu dem vergleich anlasz gibt: III@C@3@aa) die menschen haben mit dem wild gemeinsam das gejagt- oder gehetzt werden: der bruder war von seiner blutigen faust nicht so geschwinde erwürget, als das gewissen bei Cain aufwachte, so dasz er als ein verscheucht wild in der irre herum lief Fleming d. vollk. teutsche soldat, vorbericht 2; (ich) lief nach deinen fährten, edles wild, und habe dich ergriffen Uhland Ernst v. Schw. 746 (act 2); ich weisz nur, dasz ich ... wie ein gejagtes wild durch die straszen dem hause der signora Campoco zulief Hauff 7, 204; plötzlich lief sie davon wie ein gehetztes wild Scheffel Ekkehard 244. III@C@3@bb) die menschen haben mit dem wilde gemeinsam gewisse eigenschaften, und zwar: III@C@3@b@aα) vorzüge, wie muth bei der vertheidigung, schnelligkeit, munterkeit, ungebundenheit oder ähnliche eigenschaften, bei denen hauptsächlich an das rothwild gedacht wird: snelleclîchen als ein wilt Konr. von Würzburg Engelhard 4907 Haupt; sein (Napoleons) stolz verschmähte die offene rückzugsstrasze nach dem Rheine, ... das edle wild war gestellt; das gewaltige kesseltreiben dieses herbstes näherte sich dem ende Treitschke deutsche gesch.3 1, 499; du leichtes wild! ihr schüchterne gesellen! Heräus gedichte und inschriften 197; was willst du, lockres wild, hier im gehäge? Droste-Hülshoff 2, 217 (Walther); III@C@3@b@bβ) mängel, wie unvernunft, roheit, plumpheit, bei denen mehr das bild des schwarzwildes vorschwebt: pack dich hinweg, du loses wild, mit deinen tölpischen händen engl. comedien u. tragedien (1624) A aa Ia; der kern des menschen ist verheert und in ein tummes wild verkehrt Königsb. dichterkreis 59; die welt ward durch den krieg ein unvernünftig wild Logau sinngedichte 210, 15 Eitner; als unser Teutschland noch waldigt, rauh und sumpficht war, war der Teutsche ein jäger, roh wie das wild, dessen fell er um seine schultern schlug Schiller 1, 166 (versuch über den zusammenhang); indesz für das plumpe wild (das volk), das man fangen wollte, war die .. schlinge eben recht Mommsen römische geschichte 32, 123. III@C@44) in sprichwörtern und stehenden redensarten (vgl. auch Wander sprichwörter-lex. 5, 233 ff.); z. b. als hieb gegen müsziggänger: du hast auch vom wild gessen Seb. Franck sprichwörter 1, 6a (mit der erklärung: etwa hat man glaubt, dasz gwild fleisch gessen faulkeit mit sich bring); von dem ködern eines thoren durch einen augenblicklichen vortheil: wenn es (das glück) einschmeichelt, so wil es ihm (dem menschen) den hals abstechen, und das specklin auf die fallen legen, dasz das wild einfalle Schottel sprichwörter 1126 (zur erklärung von: glükk ohne mangel, ist nimmer ohne angel); von der verschiedenheit der neigungen und des geschmackes: meinet ihr, dasz alles wild nach einer witterung geht? Göthe 17, 14 Weim. (triumph der empfindsamkeit). III@DD. im rothwelsch, ohne dasz man einen inneren zusammenhang aufdecken könnte, in der bedeutung 'bude', Hempels wahlerey (1687) bei Kluge rothwelsch 1, 167; namentlich in den verbindungen ein bley-sacks-wild eine 'zienbude' (zinnhütte, pochwerk); ein grün-wild eine 'silberbude', ein flader-wild eine 'band- oder zwirn-bude' ebd. 169; vgl. dazu unten wildner silberkrämer. III@EE. in zusammensetzungen zur bezeichnung der wildarten: auerwild, beutewild, birkwild, damwild, edelwild, erdwild, falbwild, fallwild, federwild, flugraubwild, forstwild, gemswild, grenzwild, grobwild, haarwild, kahlwild, löffelwild, menschenwild, mittelwild, murmelwild, mutterwild, naschwild, nutzwild, rackelwild, raubwild, rehwild, renwild, rothwild, schallwild, schwarzwild, seewild, standwild, steinwild, stoszwild, streifwild, tannenwild, urwild, vogelwild, wasserwild, wechselwild. die gesperrt gedruckten wörter sind in den früheren bänden nicht behandelt.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    wildst. N. (a)

    Köbler Anfrk. Wörterbuch

    wild , st. N. (a) nhd. „Wild“, wildes Tier ne. beast ÜG.: lat. animal LW Hw.: vgl. ahd. wild Q.: LW (1100) E.: germ. *wi…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    wildst. N. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    wild , st. N. (a) nhd. Tier, Wild, wildes Tier ne. wildlife ÜG.: lat. bestia T, fera Gl, (hinnulus) Gl Vw.: s. swarz- Hw…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wildAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    wild , Adj. Vw.: s. wilde (1)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wild

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    Das Wild , des -s, plur. car. das vorige Wort als ein Substantivum gebraucht. 1. Wilde jagdbare Thiere und Geflügel, als…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wild

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wild [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wild

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Wild , alle jagdbaren Säugethiere u. Vögel; W. bann , das Jagdrecht, die Jagdverordnungen; W. diebstahlan dem in natürli…

  7. modern
    Dialekt
    wild

    Elsässisches Wb. · +14 Parallelbelege

    wild [wìlt u. welt S. O. Bf. Str. W.; weil M. ; wéil Geisp. ; wél K. Z. ] Adj. wild, unbändig, zornig. Mache n wie w. al…

  8. Spezial
    wild

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    wild adj. 1 (von Tieren) salvare (-ri, -ria) 2 (von Pflanzen) mat (mac, mata) 3 (unzivilisiert) salvare (-ri, -ria) 4 (w…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wild

1.312 Bildungen · 1.243 Erstglied · 54 Zweitglied · 15 Ableitungen

wild‑ als Erstglied (30 von 1.243)

Wildacker

SHW

Wild-acker Band 6, Spalte 549-550

Wildbacher

SHW

Wild-bacher Band 6, Spalte 549-550

Wildbann

SHW

Wild-bann Band 6, Spalte 549-550

Wildbau

SHW

Wild-bau Band 6, Spalte 549-550

Wildberg

SHW

Wild-berg Band 6, Spalte 549-550

wildblau

SHW

wild-blau Band 6, Spalte 549-550

Wildbret

SHW

Wild-bret Band 6, Spalte 551-552

wildbreten

SHW

wild-breten Band 6, Spalte 551-552

Wilddieb

SHW

Wild-dieb Band 6, Spalte 551-552

wilddieben

SHW

wild-dieben Band 6, Spalte 551-552

Wildeber

SHW

Wild-eber Band 6, Spalte 551-552

Wildente

SHW

Wild-ente Band 6, Spalte 551-552

Wilderde

SHW

Wild-erde Band 6, Spalte 551-552

Wildfang

SHW

Wild-fang Band 6, Spalte 551-552

Wildfeuer

SHW

Wild-feuer Band 6, Spalte 551-552

Wildfraß

SHW

Wild-fraß Band 6, Spalte 551-552

wildfremd

SHW

wild-fremd Band 6, Spalte 551-552

Wildgans

SHW

Wild-gans Band 6, Spalte 551-552

Wildgarten

SHW

Wild-garten Band 6, Spalte 551-552

Wildgraben

SHW

Wild-graben Band 6, Spalte 551-552

Wildhag

SHW

Wild-hag Band 6, Spalte 551-552

Wildhube

SHW

Wild-hube Band 6, Spalte 551-552

Wildkatze

SHW

Wild-katze Band 6, Spalte 551-552

wild als Zweitglied (30 von 54)

Freiwild

RDWB1

Freiwild n Böll wurde von Springer-Blättern zum Freiwild erklärt. - Шпрингеровская пресса объявила охоту на Бёлля.

Rotwild

RDWB1

Rotwild n (Lakune) олень оленятина

Schwarzwild

RDWB1

Schwarzwild n (Lakune) кабаны

Bërgwild

Idiotikon

Bërgwild Band 15, Spalte 1537 Bërgwild 15,1537

chatzfuchswild

Idiotikon

chatzfuchswild Band 15, Spalte 1521 chatzfuchswild 15,1521

chrǖztǖfelwild

Idiotikon

chrǖztǖfelwild Band 15, Spalte 1521 chrǖztǖfelwild 15,1521

Dāmwild

Idiotikon

Dāmwild Band 15, Spalte 1537 Dāmwild 15,1537

fuchsteufelswild

DWB

fuchs·teufelswild

fuchsteufelswild , adj. so aufgebracht, als wenn man ganz des teufels wäre, im höchsten grade aufgebracht: da wurd dir nun das männchen fuch…

fuchstǖfel(s)wild

Idiotikon

fuchstǖfel(s)wild Band 15, Spalte 1521 fuchstǖfel(s)wild 15,1521

fuchswild

DWB

fuchs·wild

fuchswild , adj. über die maszen aufgebracht, bis zum auszersichsein aufgebracht. von Adelung und Campe noch nicht aufgenommen, aber bei Sch…

furibundwild

Idiotikon

furibundwild Band 15, Spalte 1521 furibundwild 15,1521

Fëdergewild

Idiotikon

Fëdergewild Band 15, Spalte 1539 Fëdergewild 15,1539

Fëderwild

Idiotikon

Fëderwild Band 15, Spalte 1536 Fëderwild 15,1536

fǖrtǖfel(s)wild

Idiotikon

fǖrtǖfel(s)wild Band 15, Spalte 1521 fǖrtǖfel(s)wild 15,1521

gewild

DWB

gewild , gewilde II , verstärkte form zu wild (wildpret). 1 1) abgrenzung, formen. 1@a a) von gewilde I sind die hierher gehörigen verwendun…

gibeliwild

Idiotikon

gibeliwild Band 15, Spalte 1521 gibeliwild 15,1521

granāteⁿwild

Idiotikon

granāteⁿwild Band 15, Spalte 1521 granāteⁿwild 15,1521

haseⁿwild

Idiotikon

haseⁿwild Band 15, Spalte 1521 haseⁿwild 15,1521

Hirze(n)gewild

Idiotikon

Hirze(n)gewild Band 15, Spalte 1540 Hirze(n)gewild 15,1540

hochgewild

DWB

hoch·gewild

hochgewild , n. wild das zur hohen jagd ( sp. 1603) gehört; bei Maaler 227 a hochgwild, bergwild, ferae montanae: das herr Wilhelm Werner ..…

hochwild

DWB

hoch·wild

hochwild , n. wild was zur hohen jagd ( sp. 1603) gehört: lief voraus, gleichsam als vortrab, abenteuerliches hochwild, hirsch und säue, rud…

Ableitungen von wild (15 von 15)

entwilde

BMZ

entwilde swv. entfremde, treibe von mir, entferne. daʒ uns der bôsen bilde mit werken gar entwilde Pass. K. 191,92. — ob du mir sô grôʒe nôt…

entwilden

DWB

entwilden , was das folgende.

erwilde

BMZ

erwilde swv. werde wild. der valke was erwildet Hadam. 177. der sin ist mir erwildet Helbl. 7,260. dîn antlitze ist erwildet der forme unt d…

erwilden

DWB

erwilden , efferari, ferocire, silvescere, ags. âvildan, mhd. erwilden, würde goth. usvilþjan gelautet haben. mhd. sîn wîn ist âne süeʒe, er…

erwildung

DWB

erwildung , f. feritas, asperitas: das alsbald daraus ein greuliche verwirrung, scheuchen, abweichen und erwildung der frewdigen pferde ents…

gewild

DWB

gewild , gewilde II , verstärkte form zu wild (wildpret). 1 1) abgrenzung, formen. 1@a a) von gewilde I sind die hierher gehörigen verwendun…

gewilde

DWB

gewild , gewilde , substantivbildung , die in zwei hauptrichtungen des gebrauches belegt ist. beide gebrauchsformen tauchen spät in der mitt…

gewilden

DWB

gewilden , verb. , nur einmal belegt, in abgeleiteter ( causativer ) bedeutung, die an sich schon aus dem gegensatze zu heimisch machen, ein…

unwild

DWB

unwild , adj. adv. , gs. zu wild. mnl. onwilt: sehet jene wilden stämme an, wie unwilde sie unter sich leben! Herder 13, 321 S. zu Herder s …

unwilden

Lexer

un-wilden swv. diu minne kan wilden und unwilden, entfremden u. vertraut machen j.Tit. 703.

urwild

DWB

-wild (ur- C 4 a) Rosegger II 9, 238.

verwilde

BMZ

verwilde swv. 1. mache wild, fremd, entfremde. die leider ûch verwilden Pass. K. 670,66. daʒ wir daʒ volk verwilden von gotes gebote das. 21…

Verwilden

Campe

Verwilden , v. ntr . mit sein u. rec . wild werden, sowol von Menschen und zahmen Thieren, als auch vom Lande  Die aus der Gesellschaft aus…

verwildung

DWB

verwildung , f. , ziemlich selten: Kramer 2 (1702) 1349 ; wolt ihr eine gäntzliche barbarey und verwildung verursachen? Dannhawer catechismu…

wilde

DWB

wilde , f. , substantivierung von wild adj., wildes weib, wilde stute, weib eines wilden ( ahd. wilda, unbelegt ); 1 1) ein wildes, d. h. bö…