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Slag

ahd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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4 in 3 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
28
Verweise raus
95

Eintrag · Westfälisches Wb.

Slag m.n.

Bd. 5, Sp. 9
Slag m.n. [verbr.] 1. mit der Hand oder einem Gegenstand ausgeführter Hieb, Streich. — 1.1. das gezielte und heftige Auftreffen auf jmdn., etwas. Ne Schlagg in’n Nacken (WmWb). ’n Schlag an’t Aoher (Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestbevernWb). De Timmerlü het den lesten Schlag noch nit don (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@WesthofenWh). — Ra.: En Slach in’t Wāter Misserfolg (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat was mi ne Schlagg in’t Gesicht z.B. herbe Enttäuschung (WmWb). De kann noch wall ’n Schlagg naoschlaon ist schlagfertig (WmWb). Hä deit känn’n Slach tut nichts, ist faul (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). En hatten Slach māken gründlich feiern (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). In äime Slāge in einer kurzen Zeit (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). Mit äinen Schlaoge (mit einem Mal) dusend Daoler gewunnen (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Ek he dat Bauk op ǟin’n Slach (auf einmal) doäleäsen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat genk Slach op Slach rasch hintereinander (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Te Slage kommen etwas gut treffen, eine gute Gelegenheit zu etwas erhalten, fertig werden (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus || mehrf.); handelseinig werden (wenn zwei Parteien handelseinig geworden sind, schlagen sie zur Bekräftigung gegenseitig in die rechte Hand) (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw). Äin’n Slach mǟer, at ’n Ruüen taukümmt scherzhafte Antwort auf die Frage: Was kriege ich als Dank für meine Gefälligkeit? (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — Wortspiel mit Bed. ‘Menge’: Eïn’n Slach vöa’m Beärßen maut me opholl’n einen Schlag vor dem Bersten muss man aufhören (beim Holzspalten); ehe man sich den Magen überlädt, muss man mit dem Essen aufhören (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@EiringhausenEi || mehrf.). — Sprichw.: Wo känn Slach, es känn Vedrach Handschlag (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Op’m ǟißen Slach fällt känn Baum (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.); blouß ne schlechen Boum fällt op diän eïrsten Schlag (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). Dä ǟiste Slach es en Dāler wēät (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Met fiftig Johren gïet de äiste Schlag in de Buxe (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@SchönebeckeSb). — 1.2. (meist Pl.) mehrfaches Schlagen, Prügel. Dat unaarige Wicht hätt Sliäge krïegen (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Hai krig mä Schliäge äs te friätten (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@RüntheRü || mehrf.). De mot ne Dracht Schläge hebben (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@LageLa). Hä hïet mi Sleǟge ambōan hat mir gedroht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sprichw.: Wat de Minske briuket, mott heu häbben; un wänn et eun Eesfull (Hinternvoll) Schlege ess (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Sliage loiwet eine gerechte Strafe soll (nach alter Vorstellung) im Kinde nicht Hass, Abneigung, sondern Liebe, Zuneigung, Anhänglichkeit an den Strafenden erzeugen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). Schliäge daut weih, ower se helpt bi Menschen un Veih (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe || mehrf.). Schleje makt anhängleck (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf.). Slēäge brenget kaine Fröndschop (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef || mehrf.). Mit Slige kann man den besten Frönd vertöunen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Wahr di för de eersten Schläge, dann häste keene Nod vör de lesten (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — 2.1. mit einem Hieb verbundenes Geräusch, Knall, bes. der Taktschlag (beim Dreschen). Slach wārn den Takt behalten beim Dreschen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RöckinghausenRö). Schlagg hollen bi’t Dosken Takt halten (WmWb). — Ra.: Me maut ’e ǟis met im Schlage säin darin eingearbeitet sein (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). Nüu sin ’k dämet op’m Slāge nun geht es mir leicht von der Hand (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Hä es op’m Slāge dermet macht Fortschritte (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.2. Taktschlag der Uhr, Glockenschlag. Schlag twälve slao’en Punkt 12 Uhr schlagen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). De Klocke is van’n Schlagg geht ungenau, Schlag- und Gangwerk stimmen nicht überein (WmWb). — 2.3. Kartenausspiel der Mitspieler (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@ErleEr). — 2.4. „Melodie eines Vogels“ (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw). — 3.1. Blitzschlag. De Schlag wör naige bi nahe (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Ra.: Kaule Slagg Blitzschlag, der nicht zündet (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). — 3.2.1. Schlaganfall. He häff ’n Schlag krïegen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Hoi hett ’n Slach wech ist körperlich und geistig nicht ganz normal, geschädigt (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü). — 3.2.2. Gliederreißen. Ik kreeg ne Schlagg in de Rügge (WmWb). — 3.2.3. IdW.: Hä kreïg en Schlag inn’e Hut errötete (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerbedeHe). — 3.3. Schicksalsschlag. Dat was en hatten Slach füä eäm (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Nu häff he ne Schlagg kreggen, dat he nich weer upsteht Misserfolg (WmWb). — 4. Hanfschnur am Peitschenriemen (Frbg.), Knallband an der Peitschenschnur [Kr. DetmoldDet südl. OWestf Kr. ArnsbergArn Bri, sonst verstr. (Kr. TecklenburgTek Isl)]; Lederriemen der Peitsche (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf), Peitsche ohne den Stock (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@KühlsenKü). — 5.1.1. Klappe an der Raufe im Viehstall zum Abdecken der Futterkrippe (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt); Klappe, Riegel über dem Schweinetrog (WmWb). — 5.1.2. Brotfach mit Klappe im Glasschrank (WmWb). — 5.2. Schlagfalle für Ratten, Füchse, Fischotter usw., nicht für Mäuse (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), Tellereisen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — 5.3. Taubenschlag. Dei Douben sind all ob’en Schlage (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Wann de Schlag tau es, kann de Duwe nit rinfleigen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Ra). — 5.4. „Gerät, an welches Würste gehängt werden“ (Kr. BürenBür Kr. Büren@VerlarVe). — 6.1.1. das Fällen einer Anzahl von Bäumen auf einmal. En Slach Holt was abgetrieben werden soll (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 6.1.2. Waldparzelle (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh), Gehölz (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). — 6.2. Ackerstück (Kr. BürenBür Kr. Büren@EickhoffEi); 100 Morgen Wäiten in äinen Schlaoge in einer Fläche (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 6.3. ein gemähter Grasstreifen: „Reihe gemähtes Heu“ (Frbg.) (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@DalheimDa); Grasschwade, mit einem Sensenhieb umgelegt (Frbg.) [Olp]. — 6.4. durch Schlagen verursachte Biegung (Kr. IserlohnIsl Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Ellbracht). — 7.1. (un)bestimmte Menge. Oine Sliage Flass (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 7.2. bestimmte Menge, in der der zum Anzünden von Feuer verwendete Zunderschwamm abgemessen wird. En Slag Schwamm (Kr. ArnsbergArn Wa). — 7.3. Menge an Essen, die man mit einem Löffel oder einer Kelle fassen kann. ’n Schlag Gemös (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). ’n gudden Slag Suppe upscheppen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Hä dōa (tat) sik ’n öäntliken Slach op’m Täller Portion (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Doo noch ’n Schläggsken in’n Emmer! ein bisschen Futter (WmWb). — 8.1. Menschenschlag. Mit so’n Schlag Lüe kamme nich gut mit ümmegauhn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Mit dän Lüe kummt häi geot te räie, dat es van’n geoen Schlaoge (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Dat is usse Schlagg unseresgleichen (WmWb). Wat bis du dann fö’n Schlag? welcher Herkunft bist du? (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Ra.: Dat es noch äinen vam ollen Slāge von guter, gediegener alter Art (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). Dat is vön mien Schlag so gefällt es mir (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — 8.2. Gruppe innerhalb einer Rasse von Haustieren, die sich durch typische Merkmale wie Größe, Farbe, Zeichnung o.Ä. von den übrigen Vertretern ihrer Rasse unterscheidet. Dat is en anner Slag eine andere Gattung (Ravensbg Weddigen). Deu oldenbörgske Schlag Pere (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). En besonnern Slach van Köggen (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — 9. Geschick, Veranlagung. Hai hïet Slach dätau die Arbeit geht ihm flink von der Hand, er ist geschickt darin (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). He häff der Slag van ist geschickt darin (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Hoogdüüts praoten, daor ha’ he kinn Schlagg van (WmWb). — Sprichw.: Den Schlagg is de halwe Arbäid (WmWb). — 10. gute Machart: An deäm Klaid es kain Slag dran (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). Hä kann kainen Slag dran brengen versteht es nicht, gute Form und Machart zu schaffen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). ⟨Bed. ‘Hanfschnur am Peitschenriemen’: ›Sleªg‹ [Kr. BürenBür Wbg], „Sleg“ bzw. „Släg“ [Kr. DetmoldDet Höx]; Bed. ‘Menge’: ›Sleªge‹ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh); sonst Slag. — Pl.: ›Sleª(e)‹ bzw. ›Slēª(e)‹ [Kr. DetmoldDet Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx Kr. LippstadtLst Kr. BürenBür Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], sonst ›Sleªge‹ bzw. ›Slēªge‹. — Genus: Bed. ‘Art, Sorte’ m.n. (WmWb) n. (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh); Bed. ‘Geschick’ m.n. (WmWb) n. (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@KurlKu); sonst ausschließlich m.⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1211: Schlag; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 11,12: Slag; HnVwb 3,191: Schlag². — Vgl.→ Slāge. Zus.:→ Aller-weªrlts~, Arm~, Bakken~, Bō¹k-weiten-an~, Bo¹ken-up~, Bō²m-ūt~, Boªr-ümme~, Brēf-ümme~, Breªder-fer~, Brī-ümme~, Brum~, Būten~, Dāl~, Darm-oªwer~, Dīßel-be~, Dō²d~, Drubbel~, Duᵉner~, Dūwen~, Ēk-up~, Fǟl~, Fisker~, Frī~, Fǖr~, Fūst~, Giᵉwel-fer~, Grund~, Hāgel~, Half~, Hals~, Hāmer~, Hand~, Hard~, Hāwer~, Hērn~, Heªrte~, Hitte~, Hō¹f~, Hō¹f-īsern-duᵉr~, Holt-fer~, Īser-be~, Kaf~, Kāl~, Kanūnen~, Klein~, Klik~, Klokken~, Knik~, Kop-ūt~, Krüts~, Kutsken~, Kweªr~, Kwink~, Kwinten~, Land~, Licht~, Lungen~, Middel~, Miᵉlek~, Nakken~, Nō²d~, Ō²gen~, Ō²gen-up~, Otter~, Pīpen-be~, Piᵉrde-be~, Pītsken~, Pot~, Rad~, Ratten~, Rē²~, Recht~, Rügge~, Te-rügge~, Snōr~, Ssirkel~, Stam~, Stam-ūt~, Stē²n~, Stok-up~, Stok-ūt~, Stūken-up~, Stūken-ūt~, Stüᵉnel-be~, Swengel-be~, Swiᵉpen~, Trappen-fer~, Tungen~, twīer~, Wāgen~, Weªder~, Wiᵉder~, Wild~, Wurtel~, Wurtel-up~, Wurtel-ūt~.
8114 Zeichen · 221 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    slagst. M. (i)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    slag , st. M. (i) nhd. Schlag, Abschlagen, Stoß, Faustschlag, Hieb, Wunde, Verletzung, Sturm, Ansturm ne. cuff (N.) ÜG.:…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    slag

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    slag s. slac 2;

  3. modern
    Dialekt
    Slagm.n.

    Westfälisches Wb.

    Slag m.n. [verbr.] 1. mit der Hand oder einem Gegenstand ausgeführter Hieb, Streich. — 1.1. das gezielte und heftige Auf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit slag

172 Bildungen · 147 Erstglied · 17 Zweitglied · 8 Ableitungen

slag‑ als Erstglied (30 von 147)

Slaganfal

WWB

slag·anfal

Slag-an-fal m. [verstr.] Schlaganfall. Se häff ne Schlagganfall kreggen ( WmWb ).

Slagarm

WWB

slag·arm

Slag-arm m. Schlag (Teil des Oberschlägers am mechanischen Webstuhl) ( WmWb ).

слагать

RDWB2

sla·gat

слагать , сложить сов. устар. см. RDWB2 складывать

Slagboªr

WWB

Slag-boªr n. Schlagbohrer (Werkzeug des Steinmetzen) ( WmWb ).

Slagbolte

WWB

slag·bolte

Slag-bolte m. 1. „Schlagbolzen“ ( Dor Wl ). — 2. „ein Werkzeug der Schuhmacher“ ( Isl We).

Slagbō²m

WWB

slag·bom

Slag-bō²m m. [verstr.] 1. herablassbare Schranke, schwerer waagerechter, sich um einen Pfosten drehender Balken an der Einfriedigung einer W…

slagbrandr

KöblerAn

slagbrandr , st. M. (a) nhd. Stange Hw.: s. slag (1), brandr (3) L.: Vr 513a

Slagbred

WWB

slag·bred

Slag-bred n. viel (nicht unbedingt verleumderisch oder boshaft) redende Person ( Isl Is).

Slagdō¹k

WWB

slag·dok

Slag-dō¹k grobe Leinwand, die Fuhrleute über den Wagen spannen, um die Fracht vor Regen und Nässe zu schützen (Ravensbg Weddigen ).

Slagdōrn

WWB

slag·dorn

Slag-dōrn m. [ Lst Wbg Hag Isl Alt KSauerl] 1. wilder Rosenstrauch, Hagebuttenstrauch ( Mes Br ), Hunds-, Heckenrose (Rosa canina). — 2. Sch…

slageboum

KöblerMhd

slage·boum

slageboum , st. M. nhd. Schlagbaum Hw.: vgl. mnd. slāgebōm E.: s. slahen, boum W.: nhd. Schlagbaum, M., Schlagbaum, DW 15, 336 L.: Lexer 196…

slagebrucke

KöblerMhd

slage·brucke

slagebrucke , F., sw. F. nhd. Zugbrücke Q.: Chr, Cp, Parz (1200-1210), Tuch, WolfdA E.: s. slage, brucke W.: nhd. (ält.) Schlagbrücke, F., Z…

slagebrücke

Lexer

slage·bruecke

slage-brücke f. BMZ zugbrücke Parz. 247,22 ( var. slege-, slegbruke). slagbrücke Wolfd. Casp. 149. slege brucke Ab. 1. 163. 7, slegbrucke Cp…

slagebrā

KöblerMhd

slage·brā

slagebrā , F. nhd. Augbraue, Augenbraue ÜG.: lat. palpebra Gl Q.: Gl (11./12. Jh.?) E.: ahd. slegibrāwa* 9, slegibrā*, st. F. (ō), „Schlagbr…

slagegarn

Lexer

slage·garn

slage-garn stn. BMZ wer eine kolemeise fienge mit lîmen ader mit slagegarn Gr.w. 1,535. vgl. slagenetze.

slagegater

Lexer

slage·gater

slage-gater swm. BMZ vallum: slag-, schlag-, slachgatter Dfg. 606 a .

slagegelt

KöblerMhd

slage·gelt

slagegelt , st. N. nhd. Abgabe an den Inhaber des Münzrechts zur Vergütung der Prägekosten, Abgabe von Waren die in die Stadt gebracht werde…

slagehûs

Lexer

slage·hus

slage-hûs stn. schlachthaus, percussorium (slage-, slag-, slack-, schlachhûs) Dfg. 425 a . slaghûs Frankf. baumstb. 1452 , 16 b . 75 b , sla…

slagehūs

KöblerMhd

slage·hūs

slagehūs , st. N. nhd. Schlachthaus ÜG.: lat. percussorium Gl Q.: Gl, NP, StRAugsb (1276), Tuch, Urk E.: s. slage, hūs W.: nhd.? (ält.) Schl…

slāgekēde

MNWB

slāgekēde , f. , Kette zum Absperren.

slagekevje

Lexer

slage·kevje

slage-kevje fm. aucipula: slageköfige, do man vogel vôhet Kön. gl. slahe kefege Dief. n. gl. 41 a .

slag als Zweitglied (17 von 17)

huofslag?

KöblerAhd

*huofslag? , st. M. (i)? Hw.: vgl. as. hōfslag*

anaslag

AWB

anas·lag

anaslag st. m. , mhd. anslac, nhd. anschlag; mnd. anslach, mnl. aenslach. — Graff VI, 773. ana-slegin: dat. pl. Npgl 104,5. Anschlag im Sinn…

būlislag

KöblerAhd

būlislag , st. M. (i) nhd. „Beulschlag“, Schlag der eine Beule hervorruft ne. punch causing a swelling ÜG.: lat. (percutere) LBai, (supplici…

fūstslag

KöblerAhd

fūst·slag

fūstslag , st. M. (i) nhd. Faustschlag ne. cuff (N.) ÜG.: lat. pugnum Gl Hw.: vgl. as. fūstslag* Q.: Gl (Anfang 11. Jh.) E.: s. fūst, slag W…

Geslag'

MeckWBN

ges·lag

Wossidia Geslag' n. das Schlagen Müll. Reut. 45 a .

halsslag

AWB

hals·slag

halsslag st. m. , mhd. halsslac, nhd. halsschlag; mnd. hāl(s)slag, mnl. halsslach; afries. halsslek; an. hálsslag n. — Graff VI,773. hals-sl…

hamarslag

AWB

hamar·slag

hamarslag st. m. , mhd. hamerslac, nhd. hammerschlag ; mnd. hāmerslach, mnl. hamerslach. — Graff VI,773. hamer-slegen: dat. pl. Np 97,6. Ham…

hant(a)slag

AWB

hant ( a ) slag st. m. , mhd. hantslac, nhd. handschlag; mnd. mnl. hantslach; vgl. an. handsleggja. — Graff VI,773. hant-slac: acc. sg. T 18…

haylslag

KöblerMhd

haylslag , st. M. Vw.: s. hagelslac

hōfslag

KöblerAs

hōfslag , st. M. (i) nhd. Hufschlag, Hufspur ne. track (N.) of hooves Hw.: vgl. ahd. *huofslag? (st. M. i?) Q.: H (830) E.: s. hōf*, *slag W…

itslag

KöblerAhd

its·lag

itslag , st. M. (i) nhd. Rückschlag, Rückfall ne. relapse (N.) ÜG.: lat. (febris recidiva) Gl Q.: Gl (1070) I.: Lüt. lat. febris recidiva? E…

Rumpslag

Wander

rump·slag

Rumpslag Dat is 'n Rumpslag 1 twelf Eier un dartein Kükens 2 . – Bueren, 214; Eichwald, 1140; Frommann, II, 537, 151; Hauskalender, II. 1 ) …

swīmeslag

KöblerMnd

swīmeslag , M. Vw.: s. swīmeslach

vȫrslag

KöblerMnd

vȫrslag , M. Vw.: s. vȫrslach

ōrslag

KöblerAhd

ōrslag , st. M. (i) nhd. „Ohrschlag“, Ohrfeige ne. box on the ear ÜG.: lat. alapa Gl, (palma) Gl Hw.: vgl. as. ōrslēk Q.: Gl (9. Jh.) E.: s.…

Ableitungen von slag (8 von 8)

beslag

KöblerMnd

beslag , N. Vw.: s. beslach

beslagen

Lexer

be-slagen swv. beschlagen, umschlagen. die warent beschlayt von stro und häw Ring 8 b , 25. — im 15. jh. auch beslagen stv. für beslahen s. …

erslāgen

MNWB

erslāgen, part. prät. , erslāgene Tote, Getötete.

Geslag'

MeckWBN

Wossidia Geslag' n. das Schlagen Müll. Reut. 45 a .

geslagen

KöblerMhd

geslagen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „geschlagen“ Vw.: s. nider-, niu-, un-, unwider- Hw.: vgl. mnl. geslagen, mnd. *geslāgen? Q.: EckhI, Eckh…

slâge

Lexer

slage , slâge , slâ stf. BMZ swf. Ga. 2. 228,345 —: werkzeug zum schlagen, hammer, bengel, martellus Sum. diu in der hant ein slagen hât Ga.…

unslagen

KöblerMnd

unslagen , (verneintes Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. unslāgen (2)

verslagen

MeckWB

veranslahn , verslagen festsetzen, abmachen: ne Wedd' veranslagen Wa Jab .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „slag". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/slag/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „slag". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/slag/wwb. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „slag". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/slag/wwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_slag_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„slag"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-08},
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