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Schlüssel

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schlüssel Der

Bd. 4, Sp. 198b
Der Schlüssel, — s, Mz. gl.; Vw. das — chen, O. D. Schlüsselein, überhaupt ein Werkzeug damit zu schließen; im N. D. Slötel. Besonders das gewöhnliche und bekannte Werkzeug von verschiedener Gestalt, ein Schloß, wie auch, einen mit einem Schlosse versehenen Ort damit aufzuschließen und zu verschließen. Mit dem Schlüssel aufschließen. Der Schlüssel schließt nicht. Der Hausschlüssel, Stubenschlüssel, Kellerschlüssel, Schrankschlüssel, Bodenschlüssel, Gartenschlüssel, Kirchenschlüssel, Thorschlüssel  Etwas unter seinem Schlüssel haben, unter seinem Beschlusse, in seiner Verwahrung. Der goldene Schlüssel der Kammerherren, ein bloßes Zeichen ihrer Würde, welches sie hinten am Rocke tragen. Den goldnen Schlüssel bekommen, zum Kammerherrn gemacht werden. I weiterer Bedeutung nennt man auch ähnliche Werkzeuge etwas damit umzudrehen, zu spannen , Schlüssel. Der Schlüssel eine Uhr oder anderes Räderwerk und Triebwerk damit aufzuziehen, die Stifte eines Tonwerkzeuges mit Saiten damit umzudrehen und die Saiten dadurch anzuspannnen  Der Uhrschlüssel, Stimmschlüssel, Harfenschlüssel  Bei den Schlossern, Wagnern  heißt auch eine Art Hobel mit einem eckigen Loche am Ende, welches auf einen eben so eckigen Körper paßt, diesen Körper, der gewöhnlich der Kopf einer Schraube ist, umzudrehen und so die Schraube auf= und zuzuschrauben, der Schlüssel. Haben diese an beiden Enden solche Öffnungen und sind sie groß, so heißen sie bei den Schlossern Windeisen. In noch weiterer Bedeutung sind die Schlüssel in den Orgelpfeifen kleine bewegliche Kasten mit einem Drahte, die Pfeifenlöcher damit zu verschließen. Die Bedeutung des Zusammenhaltens, Zuhaltens hat Schlüssel auch in der Schifffahrt, wo es eine Befestigung der an ein Segel angereihten Streifen Segeltuchs bedeutet. S. Schloß 2). Bei den Schustern ist der Schlüssel ein Keil, welcher zwischen die beiden Hälften eines zerschnittenen Leistens getrieben wird, einen Schuh dadurch weiter zu machen. Uneigentlich. 1) Etwas das gleichsam wie ein Schlüssel ein Ding öffnet und verschließet, den Eintritt gestattet und verwehrt. So nennt man eine Grenzfestung, einen Grenzpaß oder andern festen Ort an der Grenze eines Landes, den Schlüssel dieses Landes oder zu diesem Lande, weil der Besitz derselben dem Besitzer das Land gleichsam öffnet und für Andere verschließt. I weiterer uneigentlicher Bedeutung, die Schlüssel zum Himmel, zur Hölle  die Mittel den Himmel, die Hölle  gleichsam zu öffnen oder zu verschließen, die Macht, Gewalt, welche den Eintritt darein gestattet oder verwehret. So legt man dem Apostel Petrus die Schlüssel zum Himmel bei. Davon übergetragen ist die Bedeutung in der Sprache der Gottesgelehrten, welche unter den Schlüsseln des Himmelreichs, die Gewalt von der Kirchengemeinschaft auszuschließen, der Bindeschlüssel, und die Gewalt in dieselbe wieder aufzunehmen, der Löseschlüssel, verstehen. 2) Etwas das den verborgenen Sinn, die Bedeutung einer Sache aufschließt, eröffnet oder bekannt macht. Der Schlüssel zu einer Geheimschrift, die Erklärung der Zeichen, deren man sich dazu bedient. Den Schlüssel zu einer Sache haben, das Mittel das Unbekannte oder Verborgene zu entdecken. Besonders nennt man in der Tonkunst das Zeichen vorn auf den Linien, vermittelst dessen man erkennen kann, welchen Ton jede Note bezeichnet und in welcher Achte der ganzen Tonreihe desselben genommen werden soll, den Schlüssel. Deren giebt es dreierlei, den Fschlüssel oder Baßschlüssel, den Cschlüssel und den Gschlüssel oder Geigenschlüssel. Der Baßschlüssel zeigt den gemeinen Baß als eine der vier Hauptstimmen an, steht gewöhnlich auf der zweiten Linie von oben und bezeichnet daselbst den Ton F. Auf der ersten Linie bezeichnet er einen tiefern, auf der dritten einen höhern Baß. Der Cschlüssel zeigt die drei übrigen Stimmen an und bezeichnet die Noten als Noten für diese Stimmen und die Note auf der Linie desselben ist immer die des Tones C. Auf der fünften Linie aber bezeichnet er die Hoch= oder Oberstimme (Discant), auf der dritten die Alt= oder hohe Mittelstimme, auf der zweiten, die tiefe Mittelstimme (Tenor) und deren Noten, so daß man ihn nach diesen verschiedenen Verrichtungen den Hoch= oder Oberstimmenschlüssel (Discantschlüssel), den Alt oder hohen Mittelstimmenschlüssel und den tiefen Mittelstimmenschlüssel (Tenorschlüssel) nennen könnte Der Geigenschlüssel, welcher sowol auf die zweite als dritte Linie gesetzt wird, bezeichnet auf diesen Linien die Note G und deutet Noten für die Geige, doch auch für mehrere andere Tonwerkzeuge und jetzt selbst für die Singstimme an.
4589 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlüssel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schlüssel , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Schlüsselchen, Oberdeutsch Schlüsselein, ein Werkzeug damit zu …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlüssel

    Goethe-Wörterbuch

    Schlüssel selten -ßel (zB B8,232,27 ), vereinzelt (fehlerhaft) -u- (zB Bohnenkamp 382 ), NomPl auch ‘S-n’ (zB T11,84,23 …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlüssel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schlüssel , s. Schloß (auch Rechtliches, S. 873); über das Symbolische s. Schlüsselgewalt u. Schlüsselüberreichung; ein …

  4. modern
    Dialekt
    Schlüssel

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schlüssel [ʿSlìsl u. ʿSlesl allg.; Pl. ebs.; Demin. ʿSlesələ U. ] m. Schlüssel. De n S. leije n den Wohnungs- oder Stube…

  5. Sprichwörter
    Schlüssel

    Wander (Sprichwörter)

    Schlüssel 1. Den Schlüssel zur Ehre darf man nicht verborgen. Die Russen: Es gibt kein Schloss für die Ehre, wenn man ni…

  6. Spezial
    Schlüsselm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Schlüssel , m слово , ср , ключевое → FiloSlov Schlüsselwort, n → FiloSlov Code, m

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schluessel

150 Bildungen · 128 Erstglied · 21 Zweitglied · 1 Ableitungen

schluessel‑ als Erstglied (30 von 128)

Schlüsselacker

PfWB

schluessel·acker

Schlüssel-acker m. : 1. 'acker mit winkelförmigem Grundriß', Schlisselackeʳ [ LA-Nd'hochstdt ]; vgl. Schlüssel 3. — 2. FlN, mda. Im Schlisse…

schlüsselader

DWB

schluessel·ader

schlüsselader , f. in der anatomie der armstamm der hohlader, so lang er zwischen dem schlüsselbein und der ersten rippe verläuft Oken 4, 81…

schlüsselamt

DWB

schluessel·amt

schlüsselamt , n. potestas clavium Stieler 43 ; die macht der kirche über ihre angehörige, die sünden zu vergeben oder zu behalten: das si a…

schlüsselartig

DWB

schluessel·artig

schlüsselartig , adj. und adv. nach art und gestalt eines schlüssels: wegen ihrer schlüsselartigen gestalt. Weigand 4 2, 598.

schlüsselbart

DWB

schluessel·bart

schlüsselbart , m. ansatz am vorderen ende des schlüssels, dazu bestimmt, die riegel im schlosse zur seite zu drehen und damit das schlosz f…

schlüsselbein

DWB

schluessel·bein

schlüsselbein , n. clavicula, clavis, os juguli, furcula, ligula Meckel anatomie 2, 198 , röhrenknochen dicht unterhalb des halses zu beiden…

schlüsselblech

DWB

schluessel·blech

schlüsselblech , n. blech an den schlüsseln befestigt mit dem aufgeschriebenen oder eingedruckten zeichen seiner bestimmung, der nummer eine…

Schlüsselbluem

ElsWB

Schlüsselbluem f. Schlüsselblume, Primula Kirschl. 1, 563. D Schlüss e lblueme n gë be n guete n Thee Bf. ; Demin. Su. Obhergh. — Schweiz. 5…

schlüsselblümchen

DWB

schluessel·bluemchen

schlüsselblümchen , n. , demin. zu schlüsselblume: indesz die töchterchen emsig schlüsselblümchen und güldenklee und vergiszmeinnichtchen la…

schlüsselblümlein

DWB

schluessel·bluemlein

schlüsselblümlein , n. , demin. zu schlüsselblume: in diesem monat (mertz) sammle hünerdarm, holtzwurtzel, teschelkraut, schlüsselblümlein, …

schlüsselblume

DWB

schluessel·blume

schlüsselblume , f. primula veris, die bekannte gelbblühende pflanze: er ( der mai ) beschwebet die flur, streuet veilchen, schlüsselblumen,…

schluessel als Zweitglied (21 von 21)

Beyschlüssel

Adelung

bey·schluessel

Der Beyschlüssel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Schlüssel, den man neben dem ordentlichen Schlüssel führet; besonders, wenn derjenige, de…

diebsschlüssel

DWB

dieb·s·schluessel

diebsschlüssel , m. nachschlüssel, dieterich, den die diebe bei sich tragen, clavis adulterina Stieler 1844 . niederl. diefsleutel, dän. tyv…

erbschlüssel

DWB

erb·schluessel

erbschlüssel , m. clavis hereditaria, dem der aberglaube geheime kräfte beilegt. Wuttke §. 79. 91.

hakenschlüssel

DWB

haken·schluessel

hakenschlüssel , m. schlüssel, der anstatt des bartes nur einen haken hat, nachschlüssel, dietrich: einige solcher schlüssel ( nachschlüssel…

hauptschlüssel

DWB

haupt·schluessel

hauptschlüssel , m. clavis generalis, der alle schlösser eines hauses aufschlieszt: sehet, da habt ihr den hauptschlüssel. H. J. v. Braunsch…

kreuzschlüssel

DWB

kreuz·schluessel

kreuzschlüssel , m. clé à croix. Rädlein 181 a , bei Ludwig 409 'creutzschlüssel (zwey) two cross-keys ', also zwei schlüssel übers kreuz; b…

küchenschlüssel

DWB

kuechen·schluessel

küchenschlüssel , m. clavis culinae, it. cura culinae Frisch 1, 553 a ; der den kuchenschlüszel angehenkt (hat), fuliginosus a culina, fulig…

kuhschlüssel

DWB

kuh·schluessel

kuhschlüssel , m. in der gesellensprache der spottname der ausgelernten lehrlinge, zumal der tischler, so lange sie noch nicht durch die cer…

löseschlüssel

DWB

loese·schluessel

löseschlüssel , m. gegensatz zu bindeschlüssel th. 2, 34: die verleiteten meuchelmörder harrten, mit der hostie im munde, im vertrauen an de…

nachschlüssel

DWB

nach·schluessel

nachschlüssel , m. clavis adulterina Stieler 1846 . Zedler 23, 234 b : dieteriche und nachschlüssel haben helt man für ein unerbar und unred…

schraubenschlüssel

DWB

schrauben·schluessel

schraubenschlüssel , m. eisernes werkzeug zum anziehen von schrauben Jacobsson 4, 42 b ; auch eine art schlüssel zu vorlegeschlössern, welch…

S. Petersschlüssel

Adelung

S. Petersschlüssel , plur. inus. im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Nahme der Schlüsselblumen, S. dieses Wort.

thorschlüssel

DWB

thor·schluessel

thorschlüssel , m. schlüssel zu einem thorschlosz Ludwig 1970 : der kaiser wolte auch keines wegs zugeben, das vom magistrat die thorschlüss…

Ableitungen von schluessel (1 von 1)

Entschlüsselung

FiloSlov

Entschlüsselung , f декодирование , ср