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Pfand

nhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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18 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Pfand

Bd. 6, Sp. 657
Pfand das Wort ist allg., in der Bed. am reichsten im Rip, Nfrk entwickelt; Rhfrk pant, Pl. pęnər; Mosfrk pant [Wittl, Bitb, WPrüm, Malm-Bütgenb -ā-], Pl. pę·n.ər [-E-]; Rip pant [uErft, uWupp -ā-; im Geb. der Monillierung paŋk], Pl. pę·n.dər [pa·ŋ.ər]; OBerg paŋt, Pl. pęŋər; SNfrk paŋk [im Trübungsgeb. -ǫ-; Selfk pand], Pl. pa·ŋ.ər; Klevld pant, –ā-, Pl. pęndər, –ā-; MülhRuhr pǫunt, Pl. -ndər; Eup-Stdt pęint, Pl. -ndər n.: 1.a. die Bed. ‘für eine Forderung einstehendes Haftobjekt’ ist nach dem Nhd. bekannt, aber dem Sprachgefühl fremd vorkommend (dafür jet derfür ensetze, gen); de hät en Uhr as P. dogeloten (gegeəwen); wat tom P. setten (geəwen); op en P. lehnen; e P. enlösen; Ongderp. Gummb, aber Allg. als fremd empfunden. — Vereinzelt mdl. Häs de Päng? Sicherheit für deine Forderung MGladb-Rheind. Landj is ei seker P.; Kaiser, Köninge mit hönn (ihren) Soldote gohn drövver eweg; se nümmen et doch neit mit Heinsb-Millen. Wer lihnt (leiht) ohne P., borg ohne Verstand Köln-Stdt. De Knök (Knochen) ter Pann setten s. 1 e. — Sich der nhd. Bed. nähernde mdl. Bed. sind folgende: b. Mietpfennig für das Gesinde Merz-Stdt. — c. ich ha ming P. habe im Klickersp. nichts verloren u. gewonnen, habe meinen Einsatz behalten Ahrw-Remag (bant) Sinzig, Altk-NFischb, Sieg-Honnef Siegbg Wolsd, Bo-Stdt, Köln-Stdt; ich ben met meng Pange wedder erusse komme Dür-Stdt; die Klicker, die der alles verloren Habende vom Gewinner zurückerhält, damit jener weiterspielen kann, werden auch P. genannt Rheinb, Dür, Merzenich-Stdt, Geld-Stdt. — Die Klicker, die als Einsatz der einzelnen Spieler im Kreis, Dreieck, Viereck oder auf Strichen stehen, sind die Pännchen (Pängchen, Pännken, Pängken); diese gilt es, herauszuschiessen (en P. han ech at herusgehaue); danach heisst dieses einfachste Klickersp. P. haue, schesse (schiessen), schmisse, werpe, kneppe, beggele, schifele, spille (s. d. W.) Sieg, MülhRh, Berg, Ruhr, lrhn. NSchleid, Monschau, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Geilk, MGladb, Grevbr, Neuss [Pännkes hauen NBerg; Pängs-che Dür-Geich; Bängkche Sieg-Scheiderhöhe Troisd, Wippf-Hardt, Köln-Brück; Pant Duisb; Paŋk Wippf-Stdt, MGladb-Geistenbeck; Pang Köln-Frechen; Pängk MGladb-Geistenbeck, Grevbr-Wickr; Päng Düss-Langenf, Köln-Stdt; Pange Aach-Eschw Röhe; Panter opsetten Meiderich; Pängelche Jül-Boslar; Pännek Jül-Roerd, Geilk-Baesw Übch, Grevbr-Hochneuk Wickr; Pänneng Geilk-Brachelen; abseits em [] Pännche spillen Daun-Nerdlen]; Pännkes setten Spiel um Geld (Münzen) Elbf; man steckt Päng (Pfennige) in die Erde, hintereinander, in Zwischenräumen von 1½—2 m; vom Aner aus schiesst man mit Klickern nach den Päng; wird das vorderste P. weggehauen, so fällt das Aner (Malstrich) weg, u. die Spieler, meist grössere Burschen, treten nun auf der Stelle an, auf der das erste P. gestanden hat MülhRh-BGladb; der Pände(r) ein Stein mit runder, glatter Oberfläche, meist mit Kreide kenntlich gemacht, ragt aus der Erde hervor; von An (Malstrich) aus schiessen die Spieler in der bestimmten Reihenfolge zum P. hin; derjenige, dessen Schiessklicker von einem andern getroffen wird, ist dut (tot); wer eine Spanne vom P. zu liegen kommt, darf zweimal hauen; beim ersten Hau muss sein Klicker den P. hörbar anschlagen; trifft er beim zweiten Hau einen Mitspieler, so ist dieser dut für die Dauer dieses Spieles (usf.) Eusk-Stdt, Rheinb-Cuchenh. — Pängke lege das Mühlensp. spielen Kemp-Lobberich. — Pangd stohen beim Ballsp.; derjenige, der dreimal während des Spiels einen Schlag bekommen hat u. der deshalb drei Knöpe (Knäufe, Knöpfe an seiner Jacke) hät (sie aufgeknöpft hat), muss sich an die Wand stellen u. kriet dropgehalen wird mit dem Ball geworfen Gummb-Berghsn. — Pänneke versteche ein Gegenstand wird verborgen; ein Kind muss suchen Aach-Münsterbusch; Pötter (Peter) P., a (in) wöllicher Hand? Saarbg-Wellen. — d. Das oberschichtl. beeinflusste Pfändersp. ist allg. verbr., meist et Pandspill oder P.spille genannt [Pängerspell Sol; Pänderches Kreuzn; Pännerche spillen Trier; Pännke versette Düss-Volmerswerth] es werden zunächst Dinge gefordert, die z. T. unmöglich sind, z. B. alle klopfen mit ihren Zeigefingern an die Tischkante; wenn etwas von dem dazu Bestimmten genannt wird, das fliegen kann, müssen alle die Finger aufheben; wer das versäumt, muss ein Pangd (Pängchen) geben; ebenso der, der beim Namen eines Dinges, das nicht fliegen kann, den Finger hebt (all min Gesellen arbeən) OBerg, Allg.; zum Kribbel, Krabbel, Krobeloch, wer lacht, der kommt ins Knobeloch; lach mir nicht, spott mir nicht, zeig mir deine weissen Zähne nicht! (dabei schneidet der Sprechende allerhand Grimassen); wer lacht, muss ein Pf. geben Gummb-Bergneustdt. Man soll nachsprechen, wobei manche ungeschickt sind: Hi es der Schlüttel vam Schlott van der Düər vam Hus vam hölten Männchen oder Hi es der Schl. vam Garen (Garten), op den drei Jumfern waren (warten) Gummb. Ech kummen us dem kölsche Suərlan (Sauerlande), Schobben on Schür es mer afgebrant, han zwei fette Köh em Stall stonn, gevve got Bottermilch; wellt er och jet han? Antw. etwa: zwei Mossen (Masse), darauf zipp, zapp en, zipp, zapp zwei (2 Pf. müssen gegeben werden) MülhRh-BGladb. Wenn die Pfänder [] zum Schlusse den Besitzern zurückgegeben werden (de Pänger utgeəwen, utdelen) müssen diese sich allerhand mehr oder weniger verfänglichen Verfahren unterziehen, ehe sie ihr Pf. zurückerhalten; die Jungfrau, unter deren Schürze die Pf. verwahrt liegen, stellt an die Gesellschaft, indem sie unter der Schürze eins der Pf. ergreift, die Frage: wat sall der duhn, dem dit pangd gehört? [Klop, kl., Howersak. wieviel gelt der Pand? Wittl-Manderschd]; dann erfolgt von dem zur Antwort Bestimmten die Aufgabe, etwa: Schinken schniən (schneiden); der Betreffende stellt sich in eine Ecke u. tut so, als ob er von seinem eigenen Oberschenkel ein Stück abschneide; er sagt dabei: Hi stonn ek (em Inken ‘Ecke’) un schniə Schinken; wen ich lieb hab, dem tu ich winken; dieser, dem er zuwinkt, muss zu ihm kommen u. ihn erlösen; ebenso: Hi stonn ek un schniə Speck, wer mek liew hät, der höllt mek weg! oder Hi stonn ek onger dem Balken un lüchte wie en Falken un brenne wie en Schwert; sin ek nich en hübschen Jongen (en nett Wicht ‘Mädchen’, je nachdem ein Junge oder ein Mädchen zu erlösen ist) wert? oder Liewer Owen(mann), ek beə (bete) dek an; du bruks Holt un ek enen Mann! hat das Mädchen zu sagen u. anzugeben, wen es sich als Mann wünscht oder: Ich strecke meine Hand zum Fenster hinaus u. sah einen schönen Marienstrauss, der war so weiss, so w. geschneit; ich hätte gern daran gefreit der (die) Betreffende hat anzugeben, wer ihm als Freier oder Braut willkommen wäre oder: Ek hang, ek h. am Krützchen (Kreuz), wer mek liew hät, güt mi en Bützchen! Der Betreffende muss sich dabei mit ausgebreiteten Armen an die Türe stellen, oder er muss auf den Tisch schlagen u. dabei sagen: Dat es dat iərschte Buk Moses, dat es dat tweide (usf.) siəwende) B. M., dabei sind ihm die Augen zugebunden; leise setzt man ihm dann eine Schüssel mit Wasser vor, in die er hineinschlägt; oder A.: der, dem dat P. gehört, sall in den Pötz fallen; er: ek sin in den P. gefallen (er stellt sich allein hin); die andern fragen: wie diep? er: sechs Klafter; die andern: wer sell dek ruttrecken? er: der NN. (diese Person muss ihm dann sechs Küsse geben, u. er erhält sein Pf. zurück); er muss op dem Lästerstülchen setten; er muss herausgehen, u. die drinnen sagen allerhand Schlechtes über ihn; hineingerufen muss er raten, wer dieses oder jenes über ihn gesagt hat; rät er dies, so kriegt er sein Pf. zurück; er sall siəwen Karen Mest fahren er muss siebenmal mit der Stirne über den Tisch fahren von der Mitte aus auf sich zu; s. weiter Sträuss-chen binden, Stuhl-laufen, öm et Hus lopen (im Düstern), Briefdräger spillen, Schlüttellok süken, Flötchen s., op den Dösch stohen gohen, en Glas Water hollen, drei offene (geschlossene) Gewissensfragen usf. OBerg, u. so sind die Aufgaben zahlreich. — e. in den Wend.: α. ich [] setz minge Kopp ze Pang! ich versichere dir, worauf vielfach die Antw.: da häi (hätte) ich jet! Aach-Stdt; et Bückske te Pong sette sich übernehmen in Speise u. Trank, zu Kindern gesagt Heinsb-Lümb; de Knök (Knochen) der (ter) Pan setten schwer arbeiten Mörs-Asbg. — β. sech ze (te) Pan(d) (Pang) lofe (lope) geschäftig laufen, sich ausser Atem l. wegen einer Sache aufgeregt vom einen zum andern l. Bergh, SErk, MGladb; te Pos on te P. lope MGladb-Rheind; he löpp te P. on te Peərd MGladb-Stdt. — γ. Pangd stoh(e)n die Wette eingehen Gummb-Berghsn. — δ. ower de Pand gohn auswandern Kref. — ε. ech ben pangk habe im Klickersp. nichts gewonnen u. verloren Monsch-Strauch, Geilk-Baesw, Düss-Stdt. — f. et Pängke Pfandhaus, Althändlergeschäft Düss-Stdt, Neuss-Stdt, MGladb-Viersen. — 2. übertr. im Rip, Nfrk, wobei frz. pan, mdl. Pand III zu vergleichen ist. a. sachl. eine Fläche, u. zwar α. abgemessenes Stück Land, kleines Ackerstück, Streifen Ackerland, Arbeitsparzelle in einem Acker, durch Ziehen einer Furche hergestellt, Beet im Garten (meist Demin.); e P. (Pängche) Land; e P. vam Gart; e gruss (klen) P.; e P. van zwanzeg Schrett; e P. Wess (Weizen), Kli udgl.; e Pängkche Bunne, Erze udgl. im Garten; dat Gemös-, Blomenpangk; dat irschte P. lig (steht) an der Stross; de hat noch Päng wenigstens noch kleine Parzellen; et P. aftredde die Grenze abgehen (bes. in der Wiese); töschen os Päng inmitten unseres Eigentums (Grevbr-Wickr); eine Ackerwiesenfläche tu Pander deilen (Mörs-Rumeln) Verbr. LRip in Schleid-Berg Marmag Roggend Wollseifen (meist Gartenbeet), Ahrw (Waldparzelle), Eusk (meist Gartenbeet) Rheinb (dass.), Köln, Bergh (bānt Bergh-Elsd), Dür (meist Gartenbeet), Jül, Aach, Erk, Heinsb, MGladb, Grevbr, Kref, Kemp, Mörs, Geld-Sevelen Wachtendonk, rrhn. MülhRh-Herrenstrunden, Düss-Hilden [die Abteilung eines Ackers, einer Wiese, eines Waldes, auch der Teil eines Ackers, auf dem der Pflug wendet uWupp 1870, letzteres Fürpangk Erk-Gevenich]. Wen en Mädje traue (heiraten) well, dann mott et ene Sten Floss (Flachs) frenge (winden), en Pongk grawe on en Perdsspor voll pischen könne Kemp-Lobberich. Möt Panger u. pangerwis (-weise) stückweise Erk-Rath. — In Kemp, Mörs, Klev, Rees ist P. eine Wiese, die tiefer liegt als das Ackerland, Pander (Pande) sind die Teile dieser Wiese, deren Grenzen man durch Niedertreten des Grases bezeichnet, de Pander aftreje [et Pand, Pl. -də verpachtetes, städtisches Wiesengras Klev-Calcar, in Rees Pand, Pl. -də(n), Pänd Weidestrich, gern mit Eigennamen verb., wie Flocksel-, Tutepand]. — E Pangk ein Los bei Erbteilungen MGladb. — Beim Aufstellen des Getreides auf dem Felde werden die Husten vielfach in grade Reihen gestellt, das dazwischenliegende Feld (de Bahn) [] wird umgepflügt; das Getreide steht dann auf dem Pand (Pl. Pānder) Sieg-Scheiderhöhe (also nicht im geschlossenen Geb. dieser Bed. 2 a α). — Pāner Pl. lange Reihen gemähten Grases Aach-Laurensbg. — β. Gefach einer Lehmwand, Feld zwischen den Balken des Fachwerkes Bergh, MGladb, Neuss-Büttgen 1844, Kemp-Süchteln; ut mingem Giəvel es e gruət Pangk Wangk (Wand) engefalle MGladb-Korschenbr. — γ. der Kreis, das Drei- oder Viereck, der Strich, in (auf) dem die Klicker eingesetzt sind, nach denen mit dem Schiessklicker vom An aus geschossen wird; et ersch make se met nem Steckske (oder Metz) e Pängke, on malk (jedes) sett egal vüll Steneter (Klicker) en MGladb; Pängchen Monsch, Jül, Dür, Bergh; Pännche Bo-Stdt, Sieg-Sieglar, Remschd; Bändche Sieg (o. O.); Fusspängche in dem Kupfermünzen (Füss Füchse) eingesetzt sind Bergh-Hüchelhv. — Pängke kleiner, durch Striche abgeteilter Raum, auf der Schreibtafel, im Heft; ech häbb alt drei P.əs gereəkent Kref. [die Bezeichnung Pängche, –ke ist z. T. hergeleitet aus 1 c u. 2 a α]. — δ. Pangk m., Pängske Zufluchtsort beim Schlagball MGladb-Rheydt. — ε. Pangk, Pl. Panger n. Stoffbreite, dreieckiges Stoffstück im Kleid, im Spielball, frz. pan Aach, uWupp 1870 (Henger- u. Fürderpangk der hintere u. vordere Teil an einem Kleidungsstücke; Pand, För-, Ächterp. Meiderich, Mörs-Friemersh; ein Kinderhäubchen von drei u. mehreren Pängkchen, en Sarpängkchesmötz Dür-Stdt 1880. — ζ. Abschnitt aus einem Buche, eines Lesestückes; he mott noch e Pangk (Pängke) utwendig liəhre MGladb, Kemp-SPeter. — η. Pandere Pl. Kopf, Schwanz, Flügel am Königsvogel, beim Schützenfest; zəiərsch mossen de P. herafgeknallt werde Sieg-Rhönd; das einzelne Glied Pānd uWupp 1870 (Rh-Klaaf). — θ. Pängken Blechscheibchen NBerg (o. O.); Pängche Eusk-Lechenich. — ι. Pānd Holzsplitter, irgendwo zwischen zwei kleinere Gegenstände hineingetrieben, z. B. zwischen die hölzernen Spulen des Handwebstuhls, um das Ausrutschen derselben zu verhindern Prüm-Schwirzh. — κ. Pängke kleine Abteilung, in die die Enden der alten u. neuen Webkette gesondert werden, bevor die einzelnen Drähte herausgenommen u. miteinander verbunden werden Kref. — b. persönl. α. et beste Pongk die beste Person; et b. P. ös fort die beste Stütze ist fort, wenn z. B. die beste Tochter durch Heirat das elterliche Haus verlassen hat Kemp-Stdt; et beste Pangk MGladb-Hockst; et b. Pand MGladb-Viersen. — β. du bös e Pangk ein unruhiger, verkehrter Mensch Erk (o. O.).
13356 Zeichen · 233 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfand

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Pfand , des -es, plur. die Pfänder. 1) In der weitesten Bedeutung, eine jede Person oder Sache, welche man dem ander…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfand

    Goethe-Wörterbuch

    Pfand vereinzelt -dt 1 rechtssprachl: Sicherheitsleistung, Gewähr für eigene od fremde Verpflichtung a Garant, eingesetz…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfand

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Pfand , im Rechtswesen Sache und deren Zubehör, auf welche der Gläubiger ein dingliches Recht erhält; das Pf.-recht an e…

  4. modern
    Dialekt
    Pfand

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Pfand Band 2, Spalte 2,463f.

  5. Sprichwörter
    Pfand

    Wander (Sprichwörter)

    Pfand 1. Auf ein fressend Pfand muss man nicht leihen. 2. Das erste Pfand das beste. Insofern der zweite Gläubiger erst …

  6. Spezial
    Pfand

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfand n. (-[e]s, Pfänder/Pfande) 1 (Sicherheit für eine Forderung) pënch (- n c ) m. 2 ‹fig› segurté (-s) f. , cauziun (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfand

390 Bildungen · 312 Erstglied · 77 Zweitglied · 1 Ableitungen

pfand‑ als Erstglied (30 von 312)

Pfand(s)wërt

Idiotikon

Pfand(s)wërt Band 16, Spalte 1324 Pfand(s)wërt 16,1324

Pfandbote

SHW

Pfand-bote Band 1, Spalte 769-770

Pfandhaus

SHW

Pfand-haus Band 1, Spalte 769-770

Pfandspiel

SHW

Pfand-spiel Band 1, Spalte 769-770

Pfanduhr

SHW

Pfand-uhr Band 1, Spalte 769-770

Pfandamt

DRW

pfand·amt

Pfandamt, Pfändamt, n. I Amt des Pfänders (II) vgl. Pfänderamt was den burgern gefellet von dem pfendtambt, das wird den schultheißen halbs …

Pfandanlehen

DRW

pfand·anlehen

Pfandanlehen, n. durch ein Pfand (I) gesichertes Darlehen was ... jaͤhrlich von der hauptsumma des pfand-anlehens ... abgezogen werden solte…

Pfandartikel

DRW

pfand·artikel

Pfandartikel, m. Abschnitt einer Rechtsordnung mit pfandrechtlichem Inhalt wie hievor im pfant-articl ... geschriben steet Mitte 16. Jh. Tir…

Pfandaufheber

DRW

pfand·aufheber

Pfandaufheber, m. pfändender Gläubiger das es nit zů deß gepfendten waal ... stan sölle, dem pfandufheber dise oder jene pfender darzeschlac…

Pfandausgeber

DRW

pfand·ausgeber

Pfandausgeber, m. Schuldner, der gepfändet wird welcher sich aber der schatzung beschwärdt, soll der pfandausgeber in seinem costen dasselbi…

pfandauslösen

DWB

pfand·ausloesen

pfandauslösen , n. , s. DWB pfand I, 3, e: dann da könne kein königsspiel, oder des pfandauszlösens ... gespielet werden, so müste er herhal…

Pfandaustragen

DRW

pfand·austragen

Pfandaustragen, n. Wegnahme eines Gegenstandes als Pfand, Pfändung (I) vgl. austragen (I 3) [Übschr.:] der knechten lon vom pfandußtragen un…

Pfandaustragung

DRW

pfand·austragung

Pfandaustragung, f. wie Pfandaustragen [Übschr.:] von pfandtnehmung und pfandtaustragung 1652 Gebhardt,Fürth 108

pfandbar

DWB

pfand·bar

pfandbar , adj. 1 1) activ, ein pfand zu geben fähig oder schuldig: und sol ain gast ain ingesesznen vogtman zu tröster gen ( geben ), der p…

Pfandbare

DRW

pfand·bare

Pfandbare, m. Person, die eine Sicherheit leisten kann daß die pfandbahren, wann vorhero dero angebotene subhypothek und pfand ... bis auf d…

pfandbarlich

DRW

pfandbar·lich

pfandbarlich, adj. wie pfandbar (I 4) diwil nu die rechte sagen das nymants vor dem rechte solle pfantbarlich erschinen vnd auch mit zwen ru…

Pfandbatzeⁿ

Idiotikon

Pfandbatzeⁿ Band 4, Spalte 1972 Pfandbatzeⁿ 4,1972

Pfandbehalter

DRW

pfand·behalter

Pfandbehalter, m. Verwahrer eines Pfandes (I) bis zur Verwertung bdv.: Pfandträger (I) vgl. Pfand (I 3 d) weͣre aber, das die vͥnsren, so li…

pfandbesitz

DWB

pfand·besitz

pfandbesitz , m. : das zum pfandbesitz übergebene pfand. Meibom pfandrecht 37 ; davon der pfandbesitzer, was pfandinhaber.

Pfandbeutung

DRW

Pfandbeutung, f. Erstattung von Herbergskosten? vgl. Pfandlöse wen die [einer der Verbündeten] in unser eyns land alz komit, so sal die herr…

Pfandbote

DRW

pfand·bote

Pfandbote, m. mit einer Pfändung beauftragter Gerichtsdiener niemannts soll ... iemants pfennden ... vs eignem gwalt, es sye dann im zuuor m…

pfandbrief

DWB

pfand·brief

pfandbrief , m. , mhd. pfantbrief, urkunde über ein dem gläubiger zur sicherung seiner schuldforderung angewiesenes unbewegliches gut, pfand…

Pfandbrieffertigung

DRW

pfandbrief·fertigung

Pfandbrieffertigung, f. formgerechte Ausstellung eines Pfandbriefes (I) [Übschr.:] pfandbrieffertigung 1572 Fellner-Kretschmayr II 364 Faksi…

Pfandbruch

Meyers

pfand·bruch

Pfandbruch , Verletzung der Rechte des Pfandschuldners; vgl. Pfandrecht und Pfandverschleppung.

pfand als Zweitglied (30 von 77)

Afterpfand

DRW

after·pfand

Afterpfand weiterverpfändetes Pfand (I) 1811 ÖstABGB. § 454 Faksimile F.T.C. Crome, Grundzüge des Römischen Privatrechts (Bonn 1920) 108

Aufpfand

DRW

auf·pfand

Aufpfand übermäßiges Pfand (I) wahr vnd raublichen vffpfandt, die besser send gewesen, den das gelt 17. Jh. Biberach/FreibDiözArch. 19 (1887…

Beidepfand

RhWB

beide·pfand

Beide-pfand betspaŋ MGladb-Hockst n.: gemeinsame Zufuhrstelle zu einem Acker.

Blueme(n)pfand

Idiotikon

Blueme(n)pfand Band 5, Spalte 1144 Blueme(n)pfand 5,1144

Bruchpfand

RhWB

bruch·pfand

Bruch-pfand -pandər Mörs-Baerl Pl.: Anteile aus dem früheren Gemeinbesitz des Busches u. Bruches.

Büschpfand

RhWB

buesch·pfand

Büsch-pfand -pant, Pl. -dər Mörs-Baerl n.: Streifen Landes, der durch Rodung eines Teiles des Busches entstanden ist u. dann als Feld benutz…

Dreipfand

RhWB

drei·pfand

Drei-pfand -pę·ŋ.kχəsmøts mErft f.: Haube aus drei Tuchlappen bestehend (veralt.).

ehepfand

DWB

ehe·pfand

ehepfand , n. pignus amoris conjugalis. kinder heiszen ehepfänder. s. pfandschilling in der vorhin sp. 45 angezognen stelle Fischarts ; ist …

Eßpfand

BWB

Eßpfand Band 2, Spalte 2,464

faustpfand

DWB

faust·pfand

faustpfand , n. bewegliche sache, welche einem gläubiger von seinem schuldner zur sicherheit seiner forderung als pfand in die hand übergebe…

Federpfand

RhWB

feder·pfand

Feder-pfand -pant Zell-Sohren n.: im Kinderspr.: Igel, Katze, Löwe, Maus oder F. heraus.

Fraischpfand

Campe

Fraischpfand , des — es, Mz. die — pfänder , O. D. ein Pfand, welches das Fraißgericht als ein Zeichen des begangenen Verbrechens entweder v…

Friedenspfand

GWB

frieden·s·pfand

Friedenspfand [ Arsir üb Solamir: ] der verwegne Muselmann verlangte, | Zum F-e [ en nous offrant la paix ], meiner Tochter Hand GWB 9,369 T…

fürpfand

DWB

fuer·pfand

fürpfand , n. ein für ein anlehen voraus gegebenes pfand, ein unterpfand, eine hypothek. und darüber ze besser gewisheit haben wir jm ze fur…

Fürpfand

BWB

Fürpfand Band 2, Spalte 2,464

gegenpfand

DWB

gegen·pfand

gegenpfand , n. contregage Rädlein 334 a , Campe : und dasz nach dem verlust, ohn alles gegenpfand, von seiner hofnung traum mein geist noch…

geiselpfand

DWB

geisel·pfand

geiselpfand , n. geisel als pfand ( vgl. sp. 2611): die witwen und weisen, die ihr verderbt, werden genug rach über euch schreien, alsdann n…

glaubenspfand

DWB

glauben·s·pfand

glaubenspfand , n. , zu glaube I A 1 u. 2: knüpft zum glaubenspfande mit des friedens bande hertz und sinnen an Opitz opera (1690) 3, 141 ; …

glückspfand

DWB

glucks·pfand

glückspfand , n. , unterpfand des glückes: dasz gott sein theures haupt, sein glücks- und segenspfand bisher erhalten hat Gottsched ged. (17…

götterpfand

DWB

goetter·pfand

götterpfand , n. , von den göttern gegebenes, göttliches unterpfand, in persönlicher und sachlicher beziehung: seh ich doch das gantze land …

Ableitungen von pfand (1 von 1)

Verpfandung

GWB

Verpfandung [bisher nicht publizierter Wortartikel]