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Passieren

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
15 in 15 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Passieren

Bd. 3, Sp. 667
Passieren, verb. reg. welches aus dem Franz. passer, im mittlern Latein. passare, entlehnet ist, und nur im gemeinen Leben gebraucht wird, wo es in doppelter Gattung vorkommt. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte seyn, reisen, wandern, gehen. 1) Überhaupt, wo es mit verschiedenen Vorwörtern gebraucht wird. Durch einen Ort passieren, durch denselben reisen. In die Stadt passieren, in die Stadt reisen. Über einen Fluß passieren, setzen. Vorbey passieren. Wo es denn auch ohne Vorwort mit der vierten Endung gebraucht wird. Einen Ort passieren, durch denselben auf seiner Reise kommen. Man kann die Gasse vor Menschen nicht passiren, nicht durch dieselbe kommen. Daher die Zusammensetzungen durchpassieren, einpassieren, auspassieren. 2) In engerer Bedeutung, seine Reise, seinen Weg fortsetzen. (a) Eigentlich. Er kann passieren, er kann seinen Weg fortsetzen. Einen Reisenden, einen Wagen, eine Waare nicht passieren lassen, sie auf dem Wege anhalten. (b) Figürlich. α) Das kann passieren, ist erträglich, mittelmäßig. Das laß ich passieren, das laß ich gelten, dawider habe ich nichts einzuwenden. β) Für etwas passieren, gehalten werden. Er passieret für einen ehrlichen Mann. Er passieret noch für einen Junggesellen.[] Er will für einen reichen Mann passieren. γ) Geschehen, sich zutragen. Was passieret neues? Es ist ein rechter Spaß passieret. Schreiben sie mir doch was passieret, was vorgehet. 2. † Als ein Activum, passieren machen, d. i. zubringen; doch nur in den niedrigen Sprecharten, besonders von der Zeit und dem menschlichen Leben. Die Zeit passieren, mit etwas zubringen. Die Zeit mit Lesen, mit Spielen passieren. Sein Leben mit Herumreisen passieren.
1674 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    passierenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    passieren swv. passare, gehen, ndrh. passêren Weig. 2,343 ; passæren, sich ereignen Wolk. 14. 5,9. vgl. Gr. kl. schft. 1…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Passieren

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Passieren , verb. reg. welches aus dem Franz. passer, im mittlern Latein. passare, entlehnet ist, und nur im gemeinen Le…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    passieren

    Goethe-Wörterbuch

    passieren meist -iren, gelegentlich -ß-; Perf auch mit ‘sein’ (vgl A1) A sich quer od längs zu etw bewegen 1 trans a (mi…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Passieren

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Passieren (franz.), durchreisen; als noch zulässig (passabel) mit durchgehen (z. B. von zu leichten Münzen; vgl. Passier…

  5. modern
    Dialekt
    passieren

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    passieren Band 1, Spalte 1,1265f.

  6. Spezial
    passieren

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    pas|sie|ren I vb.tr. 1 (überschreiten, überfahren, überqueren) passé (ia), passé (fora) 2 ‹gastron› (zu Brei machen) fá …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit passieren

2 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von passieren 2 Komponenten

passi+eren

passieren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

passieren als Zweitglied (2 von 2)

durchpassieren

DWB

durchpass·ieren

durchpassieren , durchgehen, durchreisen. der fremde herr wird morgen durchpassieren. das wasser war in die stadt gedrungen, man konnte nich…

einpassieren

DWB

einpas·s·ieren

einpassieren , introire, dän. indpassere: es sind heute viel fremde einpassiert, es müssen noch drei wagen einpassieren.