Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Paspel f.
Paspel f.
Paspel f. m. ‘schmaler Zierstreifen, farbiger Vorstoß an Kanten und Nähten, Litze, Biese’, eingedeutschte Form (Ende 19. Jh.) von Passepoil, einer Übernahme (Ende 18. Jh.) von frz. passepoil, zusammengesetzt aus frz. passe, dem Imperativ von passer ‘sich von einem Ort an einen anderen bewegen, durchqueren, überschreiten’, auch ‘darüber hinausgehen, vorragen’ (s. passieren), und frz. poil ‘Haar, Tuchhaar, haarige Gewebeseite’ (lat. pilus ‘einzelnes Haar’). Frz. passepoil bedeutet also wörtlich ‘durchdringe das Gewebe, rage über dessen Vorderseite hinaus!’. – paspelieren Vb. ‘mit Paspeln versehen’ (19. Jh.), vgl. frz. passepoiler.