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klebarîg

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

klebarîg

klebarAWB adj., in Gl. seit dem 10. Jh.:
‚zäh, klebrig, fest(haltend); lentus, tenax
(mhd., ält. nhd. kleber ‚klebrig‘, nhd.
mdartl. ndsächs. klēver ‚klebrig‘ [Jung-
andreas, Ndsächs. Wb. 7, 331], rhein. kleber
‚nicht durchgebacken [vom Brot]‘ [Mül-
ler, Rhein. Wb. 4, 679]; vgl. in and. Bed.
schwäb., bair., siebenbürg.-sächs. kleber,
kärnt. klèber, tirol. klêwer, klêper ‚zart,
schwächlich, kränklich, mager‘
[Fischer,
Schwäb. Wb. 4, 465; Schmeller, Bayer. Wb.2
1, 1322; Schullerus, Siebenbürg.-sächs. Wb.
5, 169; Lexer, Kärnt. Wb. 160; Schatz, Wb.
S571klebên 572
d. tirol. Mdaa. 1, 339]; vgl. auch mndd. klib-
ber ‚klebrig, verschleimt‘; ae. clibbor ‚haf-
tend‘
). Deverbale Ableitung mit dem Fort-
setzer des Suffixes urgerm. *-ra- (vgl. Kra-
he-Meid 1969: 3, § 81, 1). S. klîban. – klebarikle
bariAWB
m. ja-St., Gl. 3,564,44 (Clm. 615, 14. Jh.,
Zeit des Gl.eintrags unbekannt, vielleicht
in Innsbruck, UB 355, 14. Jh.): ‚Krapp,
Färberröte; rubia maior
(Rubia tinctorum
L.; vgl. Genaust 1996: 545) (nhd. mdartl. zur
Bez. klebriger Pflanzen wie schweiz. chle-
ber ‚Kohlkratzdistel, Klette‘ [Schweiz. Id. 3,
612; Stalder, Versuch eines schweiz. Id. 2,
107], els. klebri, kleber ‚kletterndes Lab-
kraut‘
[Martin-Lienhart, Wb. d. els. Mdaa. 1,
488], bad. kleber ‚Klebkraut‘ [Ochs, Bad.
Wb. 3, 154], schwäb. ‚Klebkraut, Klette‘
[Fischer, Schwäb. Wb. 4, 465; 6, 2 Nachtr.
2316], vorarlb. ‚Klette‘ [Jutz, Vorarlberg.
Wb. 2, 85], steir. ‚Klebekraut‘ [Unger-Khull,
Steir. Wortschatz 391], rhein. ‚Klettenlab-
kraut‘
[Müller, Rhein. Wb. 4, 679], pfälz.
‚Labkraut, Leimkraut, Pechnelke, Kornrade,
Klette‘
[Christmann, Pfälz. Wb. 4, 283],
südhess. ‚Klebkraut, Labkraut, Große Klette‘
[Maurer-Mulch, Südhess. Wb. 3, 1387], thür.
‚Ackerunkraut, Klette‘ [Spangenberg, Thür.
Wb. 3, 450], osächs. ‚Klebkraut, Kletten-
labkraut, Hauhechel‘
[Frings-Große, Wb. d.
obersächs. Mdaa. 2, 551], märk., schles.,
preuß. ‚Klebkraut‘ [Bretschneider, Bran-
denb.-berlin. Wb. 2, 999; Mitzka, Schles.
Wb. 2, 666; Riemann, Preuß. Wb. 3, 303],
siebenbürg.-sächs. ‚Kletterndes Labkraut,
Platterbse, Wicke, Gemeine Klette‘
[Schul-
lerus, Siebenbürg.-sächs. Wb. 5, 169],
schlesw.-holst. auch klewer ‚Klette‘ [Men-
sing, Schleswig-holst. Wb. 3, 143]; vgl.
schweiz. chleberen f. ‚Labkraut, Klette,
Kohl-Kratzdistel, Vogel-Wicke, Odermen-
nig‘
[Schweiz. Id. 3, 612 f.], kärnt. kleber f.
‚Klebekraut‘ [Lexer, Kärnt. Wb. 159], tirol.
klebern pl. ‚Labkraut‘ [Schöpf, Tirol. Id.
323]; vgl. auch Marzell [1943–58] 2000: 2,
563f.]). Die Pflanze ist nach ihren mit wi-
derhakenähnlichen Haaren besetzten Stän-
geln und mit Stachelhärchen versehenen
Blättchen benannt (vgl. Marzell [1943–58]
2000: 3, 1446f.). Es handelt sich um ein
Nomen agentis mit dem Fortsetzer des Lehn-
suffixes urgerm. *-ari̯a-. S. klebên, -ari. –
klebarîgAWB adj., nur in Gl. 2,688,17 (1. Viertel
571 klebênS572
des 12. Jh.s, alem.): ‚zusammenhaltend; te-
nax
(mhd. kleberec, nhd. kleb[e]rig). S.
klebar, -îg. – klebegarn*AWB n. a-St., nur Gl. im
SH (Erlangen, Ms. 396, Ende des 13. Jh.s):
‚Netz; implagium (mhd. klebegarn, nhd.
mdartl. schweiz. chlebgarn [Schweiz. Id.
2, 412], bad., schwäb., siebenbürg.-sächs.
klebgarn [Ochs, Bad. Wb. 3, 154; Fischer,
Schwäb. Wb. 6, 2 Nachtr. 2317; Schullerus,
Siebenbürg.-sächs. Wb. 5, 170], ndsächs.
klēfgarn [Jungandreas, Ndsächs. Wb. 7,
333]; mndd. klēvegārn, klēfgarn). Deter-
minativkomp. mit einem Verbalst. im VG
und subst. HG. S. klebên, garn. – klebekrût*klebe
krût*AWB
n. a-St., nur in Gl. 3,514,29 (13./
14. Jh.): ‚Odermennig; agrimania [= agrimo-
nia]‘
(Agrimonia Eupatoria L.; vgl. Mar-
zell [1943–58] 2000: 1, 139. 142) (in and.
Bed. mhd. klebekrût ‚Krapp; rubea tincto-
rum
, nhd. Klebkraut Galium aparine L.;
mndd. klēvekrūt ‚Krapp, Färberröte‘ [Rubia
tinctorum L.]). Determinativkomp. mit ei-
nem Verbalst. im VG und subst. HG. S.
klebên, krût. – Ahd. Wb. 5, 227. 229; Splett,
Ahd. Wb. 1, 287
. 465. 490; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 664; Schützeichel7 177; Starck-
Wells 334; Schützeichel, Glossenwortschatz
5, 238.
4167 Zeichen · 223 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    klebarîgadj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    klebarîg adj. , mhd. kleberec ( vgl. Findebuch S. 201 ), nhd. kleb(e)rig. clebirik: Grdf. Gl 2,688,17 ( Schlettst., 12. …

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Ableitung von klebarig 2 Analysen

klebar + -ig

klebarig leitet sich vom Lemma klebar ab mit Suffix -ig.

Alternativen: kle+-bar+-ig

Zerlegung von klebarig 2 Komponenten

kle+barig

klebarig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — klebarig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „klebarig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klebarig/ewa
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Cotta, Marcel. „klebarig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klebarig/ewa. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klebarig". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klebarig/ewa.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„klebarig"},
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