Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
klenan
prät. giklenan), seit dem 9. Jh. in Gl.:
‚be-. Von der Wurzelstruk-
streichen, eng verbunden sein; collinere,
conglutinare, linere‘
tur her gehört das Verb urspr. zur Klasse IV.
Wie das Part.Prät. zeigt, ist es in die Klasse
V übergetreten (Braune-Reiffenstein 2004:
§§ 340 Anm. 2. 343 Anm. 6). Daneben er-
weist das Part.Prät. des Komp. biklenan
‚be-(s. d.) bereits für die
streichen, beschmieren‘
ahd. Zeit sw. Formen (vielleicht mitbe-
günstigt durch die faktitive Bedeutungs-
komponente
‚schmutzig machen‘). Im Mhd.
hat dann das sw. Verb das st. Verb voll-
kommen verdrängt. Die im Komp. biklenan
belegten Schreibungen mit -m- sind durch
Einfluss des Subst. kleim
‚Leim‘(s. d.) ent-
standen. – Mhd. klenen sw.v.
‚schmieren,, nhd. dial. schweiz.
kleben, verstreichen‘
chlänen
‚klettern‘(zum semantischen Zu-
sammenhang zwischen
‚kleben‘und
‚klet-s. klîban und klimban), bair. klänen
tern‘
‚schmieren, streichen‘, kärnt. verklânen
‚verschmieren, zustopfen‘, tirol. klân(en)
587 biklemmen – klenanS588
‚schmieren, verkleben, bestreichen‘, steir.
klänen
‚schmieren, streichen, klecksen, tün-.
chen‘