Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
inbot
fang des 10. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt, alem.); 3,694,45 (Hs. 12. Jh., Zeit des
Gl.eintrags unbekannt):
‚eingeboren, einhei-(mhd. inborn, în-
misch; idiota, indigena‘
born; mndd. inbōren; mndl. inboren; ae. in-
boren; aisl. innborinn; vgl. nhd. eingeboren;
mndd. ingebōren). Präfigierte Ableitung vom
Part.Prät. S. in-, beran. – inboroAWB m. an-St.,
nur in Gl. 1,761,43 (Hs. 2. Hälfte des 10. Jh.s,
S75inbotôn – indâht 76
Zeit des Gl.eintrags unbekannt, alem.):
‚Ein-. Präf. Nomen agentis mit
heimischer; idiota‘
dem Fortsetzer des individualisierenden Suff.
urgerm. *-an-. S. in-, beran. – inbotAWB n. a-St.,
bei O, Nps, Npw und Gl. ab dem 9. Jh.:
‚Ge-(mhd. ínbot, frühnhd. inbot; mndd. in-
bot, Weisung, Befehl, Botschaft, Nachricht;
commonitorium, elogium, imperium,
mandatum, oraculum, praeceptum, respon-
sum‘
bot
‚Entbietung, Vorladung, Haft, Arrest‘).
VeralabstraktumVerbalabstraktum. S. inbiotan. – Ahd. Wb. 4,
1583 f.; Splett, Ahd. Wb. 1, 50. 51. 68; Köb-
ler, Wb. d. ahd. Spr. 579; Schützeichel7 164;
Starck-Wells 302; Schützeichel, Glossen-
wortschatz 5, 45 f.