Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
hoffen
hoffen
hoffen Vb. ‘mit Zuversicht erwarten, zuversichtlich glauben, Vertrauen in die Zukunft haben’, mhd. hoffen, mnd. hȫpen, hoppen, hapen, mnl. hōpen, nl. hopen, aengl. hopian (9. Jh.), engl. to hope. Die Herkunft des vielleicht durch die angelsächsische Mission auf dem Festland bekannt gewordenen und ahd. (gi)thingen, mhd. (ge)dingen ‘hoffen’ (zu Ding, dingen, s. d.) verdrängenden Verbs ist nicht geklärt. Eine Anknüpfung an die unter hüpfen (s. d.) angegebenen Formen, die für hoffen eine Deutung ‘vor Erwartung aufspringen’ voraussetzt, ist fraglich. – hoffentlich Adv. ‘möge es doch geschehen (, daß …), man kann erwarten, daß …’, mhd. hof(fen)lich Adj. ‘was zu hoffen ist, hoffend, Hoffnung erweckend’, zum Infinitiv hoffen gebildet; mit Gleitlaut -t- seit 17. Jh. Hoffnung f. ‘zuversichtliche Erwartung, Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht’, mhd. hoffenunge. verhoffen Vb. heute nur noch in der Jägersprache im Sinne von ‘stehenbleiben, um zu sichern, sich unruhig umsehen, stutzig werden’ (vom Wild), mhd. verhoffen ‘stark hoffen, erwarten, die Hoffnung aufgeben, verzweifeln’. unverhofft Part.adj. ‘unerwartet, unvermutet, plötzlich, überraschend’ (15. Jh.).