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getäfer

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

getäfer n.

Bd. 5, Sp. 4355
getäfer, n., schwäbisch - alemannische nebenform zu getäfel, vielfach auch mit abfall des präfixes vor dem dental in der form täfer (vgl. th. 11, 25) und däfer überliefert. es fragt sich ob der übergang von l zu r am substantiv seinen ausgang genommen hat oder am verbum, daswenn auch in anderer bedeutungdieselben formen in bairischer mundart aufweist (Schmeller2 1, 587). ebenso ist es fraglich ob eine rein lautliche erscheinung vorliegt: eintritt eines hiatustilgenden r (vgl. Kauffmann gesch. schwäb. mundart § 186d) nach ausfall des l, wodurch auch die bairische erscheinung erklärt wäre, oder einfacher wechsel auf grund der durch den häufigen übergang von r zu l im schwäbischen (Kauffmann 184, anm. 2, Weinhold alemannische grammatik 194) geschaffenen schwankungen. anlehnung an verba wie zimmern (zimbern), an substantiva wie zimber u. a. mag hier eingewirkt haben, während die aus taberna entstandenen bildungen wie täferei (vgl. theil 11, 25) kaum von einflusz gewesen sein werden. für unsere form ist im schwäbisch - alemannischen nur die bedeutung belegt, die auf tabula zurückweist, und als sitz der kunst tritt bei unserer nebenform noch deutlicher als bei getäfel Augsburg hervor, vgl. dem obern werkhofmeister Math. Scholler meinem mitconsorten einen sondern bau, zwei gaden hoch, darinn die grosse werkstuben, oben darauf dem hüttenknecht eine wohnung, mehr noch eine werkstuben darauf, darinnen man sauber deferwerk macht. E. Holl (1578—1646) selbstbiographie (herausg. von Ch. Meyer) 34; der schreiner zu Augspurg und anderswa eingelegte arbeyt, durch- und einzug inn allerhand farbholtz, darmit sie das getäfer, gesims, verschrot .. als wer es gemalet, pflegen einzufassen und zu zieren. M. Holtzwart emblematon Tyrocinia, Straszburg 1581 bei Scheible, kloster 10, 941; die arm vom flusz, darinnen sie schwimmen, sampt wunderlichen badstuben, von treifachen oder geschraubtem getäfer, wie die ein stub inn der carthausz im kleinen Basel. Fischart Gargantua (neudruck) 449; getäffer Henisch 1585; getäfer, lacunar, laquear, tabulä, contabulatio Weissmann (1715) 155. Birlinger wb. zum volkstüml. aus Schwaben 24; 's däfer, getäfel, tafelwerk Seiler Basler mundart 70.
2215 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    getäfern.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    getäfer , n. , schwäbisch - alemannische nebenform zu getäfel, vielfach auch mit abfall des präfixes vor dem dental in d…

  2. modern
    Dialekt
    Getäfer

    Elsässisches Wb.

    Getäfer [Kətáfər Banzenh. bis Dü. ] n. 1. = Getäfel. 2. sämtliche Bilder eines Zimmers. In dëm Zimmer is t schön G. Co.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit getaefer

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Ableitung von getaefer 2 Analysen

ge- + taefer

getaefer leitet sich vom Lemma taefer ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+taefeln+-er

Zerlegung von getaefer 2 Komponenten

geta+efer

getaefer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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