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Geschick

mnd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
14 in 14 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Geschick

Bd. 1, Sp. 1594
Geschick 1. Dem Geschick folgt Glück. Das Glück folgt dem Geschickten, sagen die Russen. (Altmann VI, 421.) 2. Dem göttlichen Geschick kann niemand entlaufen. 3. Geschick hat Glück. – Sprichwörtergarten, 214. Frz.: Faulte d'adresse la bourse blesse. – Quand a art et office a bénéfice. (Leroux, II, 91.) 4. Mit Geschick und Geist gelingt das meist'. It.: Con arte e con inganno, si vive mezzo l'anno. (Cahier, 2811.) 5. Niemand ist mit seinem Geschick zufrieden. Frz.: De la fortune nul n'est content. (Leroux, II, 210.) 6. Seinem Geschick kann niemand entgehen. Frz.: Nul ne sait ce que fortune lui garde. (Cahier, 753.) 7. A wêss ollem a Geschicke zu gân.Gomolcke, 773. 8. Er hat weder Geschick noch Glück. – Körte, 2061; Simrock, 3487; Braun, I, 750. Frz.: Ce que vous dites n'a point de nés. (Kritzinger, 477b.) – Cet homme n'a ni mine ni façon. – Il n'a nulle veine qui y tende. (Lendroy, 1507.) 9. Er ist ohne Geschick und ohne Gelenk. d.-deutsch: Ohne Taam un ohne Rahm. (Tendlau, 419.) [Zusätze und Ergänzungen] 10. Grossen Geschicken gehen ihre Geister voran. 11. Was das Geschick ihm zuerkannt, weiss niemand bis zum Grabesrand. It.: Fino alla morte, non si sa la sorte. (Giani, 1117.) 12. Wer bloss auf gutes Geschick vertraut, der hat sein Glück auf Sand gebaut. Lat.: Male geritur, quidquid geritur fortunae fide. (Publ. Syr.) (Philippi, I, 237.) 13. Weder Geschick noch Gerück, weder Glück noch Segen haben. – Dietrich, I, 871.
1478 Zeichen · 62 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    geschickN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    geschick , N. Vw.: s. geschicke

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geschick

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Geschick , des -es, plur. die -e, von dem Zeitworte schicken, ordnen, fügen. 1. Der Zustand einer Sache, da sie zu e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geschick

    Goethe-Wörterbuch

    Geschick auch -ik, Nom u Akk Sg mehrf G-e, vor allem in Jugendschr u (fast durchgängig) in Pkt C; rd 450 Belege, davon e…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geschick

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Geschick , s. Schicksal .

  5. modern
    Dialekt
    Geschickn.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Ge-schick [g’šìg Hom. Rom. Ri. ; gəšek D. Si. ] n. Geschick. Rdaa. : er hat e G. wie e Katz zum Hauroppe, wie e Hund im …

  6. Sprichwörter
    Geschick

    Wander (Sprichwörter)

    Geschick 1. Dem Geschick folgt Glück. Das Glück folgt dem Geschickten, sagen die Russen. ( Altmann VI, 421. ) 2. Dem göt…

  7. Spezial
    Geschick

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|schick n. (-[e]s,-e) 1 (Schicksal) destin (-s) m. 2 (Geschicktheit) abilité (-s) f. , talënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geschick

44 Bildungen · 35 Erstglied · 4 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von geschick

ge- + schick

geschick leitet sich vom Lemma schick ab mit Präfix ge-.

geschick‑ als Erstglied (30 von 35)

geschickechêⁱt

MNWB

geschickechêⁱt (-ichê[i]t) , f. , Bereitschaft, Tauglichkeit.

geschickechēt

KöblerMnd

geschickechēt , F. Vw.: s. geschickichhēt*

geschickede

Lexer

ge-schickede stf. BMZ gestalt, beschaffenheit, bes. schöne gestalt Wolfr. ( Parz. 170,21. Wh. 241,30 );

geschickelîche

MWB

geschickelîche Adv. ‘von ungefähr’ (vgl. Neumann, Teichn. S. 166): lieger, trieger, neyder spot, / das geschikchleich vallet in Teichn 611,4…

geschickelīche

KöblerMhd

geschickelīche , Adv. nhd. „geschicklich“, zufällig, von ungefähr Q.: Teichn1 (1350-1365) (FB geschickelīche) E.: s. geschicke, līche W.: nh…

geschickelīchēt

KöblerMnd

geschickelīchēt , F. nhd. Beschaffenheit, Tauglichkeit, Geschicklichkeit, Benehmen, Fügung Hw.: vgl. mhd. geschicklichheit E.: s. geschickel…

geschickelīk

KöblerMnd

geschickelīk , Adj. nhd. der Ordnung gemäß, passend, tauglich Vw.: s. un- Hw.: vgl. mhd. *geschickelich? E.: s. geschicken, līk (3) W.: s. n…

geschicken

DWB

geschicken , verstärktes schicken, s. d. 1 1) bilden, gestalten: mochte ich in ( den todten gemahl ) wol geschiken zû menslîcher munste ( li…

geschicken

FWB

1. ›sich vorbereiten, sich in geeignete Bereitschaft bringen‹.; 2. ›etw. bewerkstelligen, verrichten, ausführen; etw. schaffen, einrichten, …

geschickerlich

DWB

geschick·erlich

geschickerlich , wie schickerlich ( Schedel cron. 106 b ) und geschicklich, wie es sich geziemt, passend, in der rechten art, geschickt: da …

geschicket

Lexer

ge-schicket part. adj. BMZ gestaltet Parz. Wig. Krone , Jer. starc geschickte man Ernst 2568. wie menlîch er geschicket wære unde gestalt Lo…

geschicketheit

KöblerMhd

geschicket·heit

geschicketheit , st. F. nhd. Vorbereitung, inneres Verhalten Vw.: s. un- Hw.: vgl. mnl. geschictheit Q.: Tauler (vor 1350), Schürebr (FB ges…

geschickichhēt

KöblerMnd

geschickichhēt , F. nhd. „Geschicklichkeit“, Passlichkeit, Bereitschaft, Tauglichkeit, Ordnung E.: s. geschickich, hēt (1) L.: MndHwb 1/2, 8…

geschickichēt

KöblerMnd

geschickichēt , F. Vw.: s. geschickichhēt*

geschicklein

DWB

geschick·lein

geschicklein , n. 1 1) dimin. zu geschick, insbesondere bergmännisch zu geschick II, 6, c, erzader: die kleinen äderlein in den bergen, so s…

geschicklich

DWB

geschick·lich

geschicklich , adj. und adv. , gleich dem einfachen schicklich ( s. d. ), wie es sich schickt oder gebührt: geschicklich, appositus, commodu…

geschicklichheit

KöblerMhd

geschicklich·heit

geschicklichheit , st. F. nhd. Geschicklichkeit ÜG.: lat. habitus Gnadenl Hw.: vgl. mnd. geschickelīchēt* Q.: Gnadenl (1390?) (FB geschickli…

geschicklichkeit

DWB

geschicklich·keit

geschicklichkeit , f. , subst. zum vorigen; nebenform geschicktlichait Keisersberg schiff d. pen. 119 b , wie geschicktlich neben geschickli…

geschicklichmachunge

KöblerMhd

geschicklich·machunge

geschicklichmachunge , st. F. nhd. „Geschicktmachung“ Q.: Gnadenl (1390?) (FB geschicklichmachunge) E.: s. geschicke, lich, machen, machunge…

geschicknis

DWB

geschick·nis

geschicknis , f. n. 1 1) schickung: mnd. overmits ( vermittels, durch ) der geschickenisse godes. Schiller-Lübben 2, 77 a ; nach geschicknus…

geschicknisse

MWB

geschick·nisse

geschicknisse stF. 1 ‘Fügung, Vorsehung’ 2 ‘Beschaffenheit, Verhältnis’    1 ‘Fügung, Vorsehung’ got synen kocher uf ken job / tet do er dem…

geschicksam

DWB

geschick·sam

geschicksam , subst. : gelücken usz geschicksam vorgebens, contingere Hüpfuff vocab. 1515 H 3 b , aus geschichtsam voc. inc. teut. h 7 a .

geschicksel

DWB

geschick·sel

geschicksal , geschicksel , n. wie schicksal, schickung: allein ich weisz nicht, aus was vor ein geschicksel der zuvor in jüngern jahren woh…

geschick als Zweitglied (4 von 4)

Missgeschick

RDWB1

Missgeschick n неудача, невезение, неприятность, беда, горести разг. , злоключения книж.

Misgeschick

Wander

mis·geschick

Misgeschick 1. An überwundenes Misgeschick denkt man gern zurück. Lat. : Jucunda est memoria praeteritorum malorum. ( Cicero. ) ( Binder II,…

Mißgeschick

Pfeifer_etym

miss·geschick

Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. gesc…

ungeschick

DWB

ung·e·schick

ungeschick (ungeschicke [ s. geschick, geschicke] heute veraltet u. mundartlich ), n., früher auch m. ( s. geschick; vereinzelt manchen ungs…

Ableitungen von geschick (5 von 5)

Geschicke

Adelung

Das Geschicke , des -s, plur. car. ein anhaltendes oder wiederhohltes Schicken, im gemeinen Leben; von schicken, mittere.

Mißgeschick

Pfeifer_etym

Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. gesc…

ungeschick

DWB

ungeschick (ungeschicke [ s. geschick, geschicke] heute veraltet u. mundartlich ), n., früher auch m. ( s. geschick; vereinzelt manchen ungs…

ungeschicke

KöblerMnd

ungeschicke , N. nhd. „Ungeschick“, Zufall Hw.: vgl. unschick*; mhd. ungeschic E.: s. un... (1), geschick W.: s. nhd. Ungeschick, N., M., Un…

ungeschicklich

DWB

ungeschicklich , adj. adv. , gth. von geschicklich. mnd. ungeschiklich ( inordinatus, 15. jh. ). Staub-Tobler 8, 527 . Hentrich 60 . in ä. z…