Gleichgewicht von rund 260 Belegen nur 9 in Bed B A Verhältnis, Zustand der Ausgewogenheit, Ausgeglichenheit; mehrf ‘schönes, vollkommenes G.’ uä; oft in Wdgn wie ‘im G. sein, bleiben, lassen, stehen, hängen’, ‘ins, zum G. kommen’, ‘sich, etw ins G. setzen, stellen, im G. (er)halten’, ‘jdn, etw aus dem G. bringen, außer G. setzen’ 1 als äußerlich-statische (Körper-)Balance [Spielzeugsoldaten] auch konnte man kaum begreifen, wie sie sich im G. hielten: denn sie standen für sich, ohne ein Fußbretchen zu haben GWB26,93,3 DuW 2 Der neueParis ein italiänischer Gypsgießer, auf dem Haupte sein wohlbeladenes Bret [mit Heiligenfiguren] gar kühnlich im G-e schwenkend GWB341,3,21 Rochusf wie ich wenn ich schauckele gerade nicht aus dem G. komme sondern es erst recht bethätige GWBN13,76,18 Morph Plp Granit von ungleicher Festigkeit .. wo große, solide Massen, indem die Unterlagen .. verwitterten, ihr G. verloren und so herab rutschten und stürzten GWBT7,164,9 v 25.4.20 GWB24,333,2 Wj II 5 Mann v50Jahren GWB131,64,16 Was wir bringen uö für Gleichmäßigkeit der Fließbewegung [wasserbautechn Regulierungsmaßnahmen] wird die große Tiefe .. nach und nach ausgefüllt werden und der Lauf des Wassers ins G. kommen A(Festschr 1949,130) Aktenniederschr [Anf Nov 95] 2 Ausgeglichenheit im Körperlichen, Seelisch-Geistigen, auch in Charaktereigenschaften od Verhaltensweisen a im Hinblick auf (vorwiegend) körperl Verfassung, Wohlbefinden, einmal zugl in Bed c; auch im Vergl Die sogenannte Gesundheit kann nur im G. entgegengesetzter Kräfte bestehen Gespr(He2,273) Riemer 6.12.07 daß ich in meiner Jugend an ähnlicher Krankheit gelitten, bis die Natur sich in’s G. setzte, um sich noch so manche Jahre zu erhalten GWBB34,98,1 ChAKestner 13.1.21 K Ich hielt mich bei meiner schwachen Gesundheit still, und bei einer ruhigen Lebensart ziemlich im G. GWB22,348,15 Lj VI SchöneSeele Der unglückliche Brand [des Weim Theat] traf mich im physischen und psychischen G., deshalb ich an den Folgen weniger leide GWBB39,170,7 Boisserée 4.4.25 GWBB20,236,27 August [5.12.08] GWB27,256,22 DuW 9 uö im Bild für das gesellschaftl Ganze Das gegenwärtige Erwachen aller Kräfte [in befreiten dt Ländern] läßt mich ein schönes gesundes G. für das Ganze hoffen GWBB24,372 Radlof [20.3.14] K GWB53,194,2u7 Zusatz Logenrede v CWFritsch~GWBB40,231,20u26 CWFritsch 7.1.26 b (äußere) Gefaßtheit, Haltung, Contenance [Serlo üb höfischen Anstand:] man soll .. sich in jedem Momente zu fassen wissen, und so ein äußeres G. erhalten GWB22,250,22 Lj V 16 Nur ein gefaßter geprüfter Geist, wie unsere schöne Witwe, konnte sich zu solcher Stunde völlig im G. erhalten GWB24,363,25 Wj II 7 GWBB42,227,3 CarlAug 20.6.27 uö c normaler, ruhiger Gemüts-, Seelenzustand; einmal ‘sittlich-religioses G.’ [Doktor, Scapine den Puls fühlend:] Ei! Ei! was ist das? | Wie geschwind! | Wie ungleich, | Bald früher, bald später. | Das kindische unschuldige Gesicht! — | Im Herzchen ist kein G. GWB12,138 ScherzLR 427 [angesichts eines drohenden Krieges zw Frkr u Preußen] danke aufs verbindlichste, daß Sie mir einen Wink über die äußern Zustände geben wollen, da man bey der großen Schwankung der Gemüther sich selbst im G. zu halten Mühe hat GWBB19,180,19 Voigt 23.8.06 Dieß alles sey .. einem Manne vertraut, der .. sich und Andere zu guter und böser Stunde in sittlich-religiosem G. zu erhalten bemüht ist GWBB41,35,2 Willemer 16.5.26 GWB341,23,1 Rochusf GWB251,30,9 Wj II 9 uö auch im zwischenmenschl Verhältnis [Charlotte zu Eduard:] wie wenig eigentlich ein Dritter [wie Mittler] fruchtet, wenn es zwischen zwei nah verbundenen Personen nicht ganz im G. steht GWB20,25,12 Wv I 2 d Ausgewogenheit in Kräften, Fähigkeiten, Charakter- u Wesenszügen, auch in Handlungs-, Verhaltensweisen; einmal (in resümierender Betrachtung) iron nuanciert Wo treffen diese .. Eigenschaften [geistige Qualitäten] in schönerem G. zusammen, als bei Euer Hochwohlgeboren! GWBB16,292,15 JvMüller 4.9.03 Eine freie Seele wie die seine [LSternes] kommt in Gefahr, frech zu werden, wenn nicht ein edles Wohlwollen das sittliche G. herstellt GWB422,203,8 MuR(774) Geistesruhe und Thätigkeit hielten sich bey ihm [Wieland] so schön das G. GWBB23,268,10 Reinhard 25.1.13 Die leersten Menschen halten sehr viel auf sich .. der Gute ist ängstlich. So setzt sich alles in’s G. GWB422, 216,17 MuR(841) GWB24,183,22 Wj I 10 uö auch für Zustand der Schwebe, für Unentschiedenheit od Schwanken [Hofmstrin üb Eugenie:] Und so umschlang ein heimlich Labyrinth | Verschmitzten Wirkens doppelt ihr Geschick, | So schwankte List um List im G. GWBNatT 1784 [Götz v Berlichingen:] Das wankt und wogt, ein streitend G., | Die Ränke siegen, die Gewalt zerbricht GWB16,282 Maskenz 1818 Festz 543 3 bezogen auf objektive Gegebenheiten, Sachverhalte, Verhältnisse a für finanziell-ökonom Stabilität, Solidität [CLHomburg] der .. wohl schwerlich jemals ein gewisses ökonomisches G. gewinnen möchte A(MA112,630,2) Bericht [Ende Okt 17] GWB18,192,24 Unterhaltungen Ferdinand uö im Bild von der Lebensbilanz wenn aber zuletzt der Rechnungsabschluß, die Vergleichung des Sollen und Haben zu meinen Gunsten ausfällt .. so habe ich weiter nichts zu wünschen, als .. in einem solchen G. zu bleiben GWBB40,189,22 FFHKüstner 24.12.25 b im Bereich von Politik, Gesellschaft, auch des Sittlich-Moralischen: für Macht- od Interessenausgleich, Balance der Kräfte, Mächte uä Steht die Gewalt bei Einem, so ist die Menge unterwürfig, ist die Gewalt bei der Menge, so steht der Einzelne im Nachtheil; dieses geht denn durch alle Stufen durch, bis sich vielleicht irgendwo ein G. .. finden kann GWB7,94,6 DivNot Wer ist der edlere Mann in jedem Stande? Der stets sich | Neiget zum G., was er auch habe voraus GWB1,355 VierJahresz 66 (~66) wenn wir außer oder neben dem Gesetz .. [einhergehen] und doch zugleich mit uns selbst, mit andern und der moralischen Weltordnung im G. zu bleiben die Nothwendigkeit empfinden GWBB35,170,11 Schubarth 7.11.21 GWB28,130,9 DuW 12 GWBB27,295,10 Gerning 29.12.16 uö in bildhaft-mythol Darstellung GWB492,51,15 Externsteine~GWB492,236,14 Externsteine Plp c in der Natur α von konkr (auch typolog erfaßten) Gegenständen, Phänomenen, Wirkungen: im Hinblick auf quantitative Verhältnisse, funktionale Bezüge, polare Erscheinungen; im morphol Bereich einmal hinsichtl der ästhet Wirkung Dreieiniges G. des Granits. | Die drei Bestandtheile [Quarz, Feldspat, Glimmer] GWBN10,117,2 Zinnformation beide Knochen [Ulna u Radius] sind getrennt, nach einem gewissen G. gebildet GWBN8,214,13 UlnaRadius Das völlige G. beider [Vertikal- u Spiraltendenz] ist zum vollkommenen Pflanzenwachsthum nöthig GWBN13,99,10 Morph Plp [Abnormes im Pflanzenreich] es kann ja auch ein Zuviel vorhanden sein, oder eine Ausbildung ohne, oder gegen das G. GWBN6,173,17 MetamPfl Nachtr [beim schönen Tier] stehen die Glieder alle in einem solchen Verhältniß .. daß .. durch ein vollkommenes G. derselbigen Nothwendigkeit und Bedürfniß .. vor meinen Augen gänzlich verborgen worden N(GOETHE14/15,144) Schönheit organNaturen GWBB25,207,5 Seebeck 23.2.15 K GWBN8,86,28 Vortr VglAnatomie 3 uö beim Magnetismus: als Ausgleichszustand polarer Kräfte Tendenz [der Pole eines Magneten] sich wieder ins G. zu setzen .. das Vertheilen in die Einheit zu ziehen GWBN13,434,1 Plp öfter bei Farberscheinungen: von Mischungs- u Kombinationsverhältnissen, besonders im Hinblick auf Komplementarität od Harmonie; mehrf unter ästhet Aspekt Wenn beide Mutterfarben [Gelb u Blau] sich in der Mischung genau das G. halten GWBN1,320,20 FlD 802 das höchste, im völligen G. stehende Roth GWBN4,189,18 FlH VI Das Bunte aber entsteht, wenn die Farben in ihrer höchsten Energie ohne harmonisches G. zusammengestellt worden. Findet sich aber dieses G. durch Instinct .. so entsteht eine angenehme Wirkung GWBN1,332,3f FlD 835 Farbengebung .. endliche Bezweckung eines ästhetischen characteristischen G-s GWBN52,195,9 FlD VI Plp GWBN1,277,19 FlD 697~GWBN52,184,21 FlD Plp [für: bilancio] GWBN4,246,21 FlH VI Mengs uö β in allg natwiss od philos Betrachtung, in method Reflexion Die Materie habe ebensoviel Lust zu verharren als sich zu verändern, und auf diesem G. beruhe die Möglichkeit der Welt, indem Gott nur mit Wenigem den Ausschlag zu geben brauche Gespr(He2,434) Riemer 23.3.09 es müsse in dem Geiste eines wahren Naturforschers sich immerfort wechselsweise wie eine sich im G. bewegende Systole und Diastole ereignen GWBN6,360,13 Morph Aphorist GWBN51,109,25 FarbSchatt uö d in Kunst u Literatur: meist als kompositorische od motivische Ausgeglichenheit, Harmonie; einmal ‘das G. im Ungleichen’ In der Mitte ruht Hercules riesenhaft .. und kommt durch diese Lage mit den übrigen stehenden Figuren in’s G. GWB491,133,14 Philostrat Hauptsache .. daß die strenge Symmetrie [auf Zeichnung für Medaille] aufgehoben und durch ein geistreiches G. ersetzt werde GWBB48,113,5 Zelter 4.2.31 [mBez auf ursprüngl geplante Verteilung der Spruchgedichte] Talismane werd’ ich in dem Buch zerstreuen, | Das bewirkt ein G. GWB6,117 Vs 2 DivSprüche GWB492,8,12 MyronsKuh GWB32,304,1 ItR KPhMoritz,Nachahmg dSchönen GWBB13,149,2 Schiller 16.5.98 GWB26,166,16 DuW 3 uö 4 übertr in Wdgn mit spezieller Schattierung a ‘sich das G. halten’, ‘sich mit/gegen etw, jdm/jdn ins G. setzen, stellen’ iSv sich in Rang, Qualität vergleichen können od einem anderen darin gleichkommen Unter den funfzehn Concurrenten [für eine Preisaufgabe] .. halten sich mehrere gewissermaßen das G. GWB48,73,6 6.Kunstausstellg uAufg zur 7. [betr ‘Progr zur Prüfung der Zöglinge der Gewerbschule’] Sorgfalt, womit jener Staat [Preußen] sich gegen die unaufhaltsam fortstrebende Technik unsrer Nachbarn in’s G. zu stellen trachtet GWB492,133,14 Üb:Klöden,Progr Gewerbeschulprüfg GWBB23,173,17 Eskeles [26.11.12] K b ‘sich gegen etw ins G. setzen’, ‘gegen etw im G. bleiben’ iSv gegenüber etw gleichgültig, von etw unbeeindruckt bleiben Wenn man nahe dran war sich selbst [wegen Krankheit] aufzugeben und nun wieder mit Wohlwollen .. überhäuft wird, so erregt dieß ein Gefühl, dem man sich nicht hingeben, gegen das man sich eher in’s G. setzen müßte GWBB37,27,23 Nees 24.4.23 GWBB43,116,7 Rauch 21.10.27 c ‘sich mit etw ins G. setzen’ iSv sich mit etw in ein rechtes Verhältnis setzen od sich damit arrangieren, damit fertigwerden; ‘etw mit einem anderen ins G. setzen’ iSv etw auf eine für andere versöhnl Weise ausüben, praktizieren Unsere ganze .. Weisheit besteht also darin .. im Offenbaren das Verborgene, im Verborgenen das Offenbare wieder zu erkennen, um uns auf solche Weise mit unserm Zeitalter in’s G. zu setzen GWBN51,403,9 Fl Nachtr Geschichtl Dieser Wackere [Prof Weißhuhn in Jena], mit den äußeren Dingen noch weniger als Fichte sich in’s G. zu setzen fähig, erlebte bald .. die unangenehmsten persönlichen Händel GWB35,54,2 TuJ 1795 wie artig er [Kant] seinem Stoizismus .. die Schärfe nahm, ihn zurechtlegte und mit der Welt ins G. setzte Gespr(He5,87) Falk 1832 d ‘etw im G. halten’ iSv ausbalancieren; ‘etw (wieder) ins G. bringen’ iSv ausgleichen, aufs rechte Maß bringen, wiedergutmachen Und so hält die Freude den Schmerz im G., und wiegt ihn zuletzt denn doch auf GWBB24,134,8 Grotthuß 7.2.14 durch Klarheit und Mäßigung den Partheygeist wenigstens in einem kleinen Zirkel zu mindern und ins G. zu bringen GWBB18,70,10 Gagern [vor Okt 95 Korr B50,217] K GWB412,250,14 Zu Aristot,Poetik GWBB21,83,18 Voigt 26.9.09 GWB24,153,16 Wj I 9 5 Einheitlichkeit, Homogenität dabei [Neuanschaffungen für naturkundl Slgn] mit Sorgfalt einiges G. zu erhalten suchen GWBA(53,300,7) Bericht [Ende Okt 17] GWBB40,146,7 Schweitzer [Ende Nov 25?] K GWB24,258,21 Wj II 2 B Gegengewicht, nur übertr für Ausgleich, Kompensation (bes gegenüber negativen Umständen, widrigem Schicksal); mehrf ‘einem anderen, einer Sache das G. halten’, einmal ‘sein G. finden’; vereinzelt ‘G. gegen’ wenn die Grosen und Reichen dieser Welt Güter und Rangzeichen austheilen, so hat das Schicksal dem Elenden zum G-e den Segen gegeben GWBB3,258,21 Krafft 23.11.78 Gegen alles was mir wahrscheinlich begegnen kann, hab ich ein G. in mir selbst, gegen das einzige [Verlust der Geliebten] nicht GWBB5,303,4 ChStein 9.4.82 [Frau des ital Kaufmanns zum Prokurator:] Sie haben mich fühlen lassen, daß außer der Neigung noch etwas in uns ist, das ihr das G. halten kann GWB18,187,3 Unterhaltungen Eduard sehnte sich nach äußerer Gefahr, um der innerlichen das G. zu halten GWB20,195,17 Wv I 18 GWB29,67,27 DuW 17 uö in farbästhet Betrachtung Die stärkste Farbe findet ihr G., aber nur wieder in einer starken Farbe GWB45,313,26 Diderot,Malerei Syn zu A2b GWBContenance GWBFassung GWBGefaßtheit GWBGleichmut zu A3b u cα u A4 Waage zu A5 GWBGleichförmigkeit GWBHomogenität zu B GWBGegengewichtRobert CharlierR.C.