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Geschick

mnd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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14 in 14 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Geschick

Bd. 2, Sp. 607
Das Geschick, des -es, plur. die -e, von dem Zeitworte schicken, ordnen, fügen. 1. Der Zustand einer Sache, da sie zu einer gewissen Veränderung geschickt, d. i. fähig und tüchtig ist; ohne Plural. 1) Überhaupt, in welchem Verstande im Bergbaue, die zur Erzeugung der Erze tüchtige Beschaffenheit der Erd- und Steinarten ihr Geschick genannt wird. 2) Besonders, das Verhältniß der Theile einer Sache, so wie es der jedesmahligen Absicht gemäß ist, im gemeinen Leben und der vertrauten Sprechart. Es hat weder Art noch Geschick. Belise putzt sich den ganzen Tag, und doch hat ihr Anzug nicht das geringste Geschick. Eine Sache in das Geschick bringen. Die Rede hat weder Geschick noch Gelenk. 2. Die natürliche Fähigkeit lebendiger Geschöpfe, nach welcher sie zu gewissen Veränderungen geschickt, d. i. fähig und tüchtig sind; ohne Plural. In engerer Bedeutung, das Vermögen, eine Sache mit Leichtigkeit zu vollbringen. Ein Mensch, der vieles Geschick hat. Er hat viel Geschick zur Musik, zur Dichtkunst u. s. f. Bav hat zu keiner Sache Geschick. Ein andrer hat zwar viel Geschicke, Doch weil die Miene nichts verspricht, u. s. f. Gell. S. Geschicklichkeit. 3. Die Anordnung der menschlichen Begebenheiten in der Welt, so fern sie von einem höhern Wesen herrühren, und nicht in unserm freyen Willen gegründet sind, das Schicksal, die Schickung; auch ohne Plural. Es ist ein Geschick Gottes. Mein Geschick will es so. Er kam, ich weiß nicht durch was für ein Geschick, gerade zu rechter Zeit. Ein Mensch hat ein außerordentliches Geschick, wenn ihm außerordentliche Begebenheiten zustoßen, besonders wenn er selbst nicht der nächste Grund derselben ist. 4. Eine geschickte, d. i. zu einer gewissen Absicht fähige und tüchtige Sache selbst; in welchem Verstande es doch nur im Bergbaue üblich ist, wo alle zur Erzeugung der Erze tüchtige Erd- und Steinarten, Gänge, edle Klüfte u. s. f. Geschicke genannt werden. Im Niedersächs. nur Schick. Im Schwed. ist Skik so wohl Ordnung, Anordnung, als auch guter Anstand im äußern Betragen, angenehme Sitten. S. Schicken und Schicklich.
2101 Zeichen · 47 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    geschickN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    geschick , N. Vw.: s. geschicke

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geschick

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Geschick , des -es, plur. die -e, von dem Zeitworte schicken, ordnen, fügen. 1. Der Zustand einer Sache, da sie zu e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geschick

    Goethe-Wörterbuch

    Geschick auch -ik, Nom u Akk Sg mehrf G-e, vor allem in Jugendschr u (fast durchgängig) in Pkt C; rd 450 Belege, davon e…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geschick

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Geschick , s. Schicksal .

  5. modern
    Dialekt
    Geschickn.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Ge-schick [g’šìg Hom. Rom. Ri. ; gəšek D. Si. ] n. Geschick. Rdaa. : er hat e G. wie e Katz zum Hauroppe, wie e Hund im …

  6. Sprichwörter
    Geschick

    Wander (Sprichwörter)

    Geschick 1. Dem Geschick folgt Glück. Das Glück folgt dem Geschickten, sagen die Russen. ( Altmann VI, 421. ) 2. Dem göt…

  7. Spezial
    Geschick

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|schick n. (-[e]s,-e) 1 (Schicksal) destin (-s) m. 2 (Geschicktheit) abilité (-s) f. , talënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geschick

44 Bildungen · 35 Erstglied · 4 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von geschick

ge- + schick

geschick leitet sich vom Lemma schick ab mit Präfix ge-.

geschick‑ als Erstglied (30 von 35)

geschickechêⁱt

MNWB

geschickechêⁱt (-ichê[i]t) , f. , Bereitschaft, Tauglichkeit.

geschickechēt

KöblerMnd

geschickechēt , F. Vw.: s. geschickichhēt*

geschickede

Lexer

ge-schickede stf. BMZ gestalt, beschaffenheit, bes. schöne gestalt Wolfr. ( Parz. 170,21. Wh. 241,30 );

geschickelîche

MWB

geschickelîche Adv. ‘von ungefähr’ (vgl. Neumann, Teichn. S. 166): lieger, trieger, neyder spot, / das geschikchleich vallet in Teichn 611,4…

geschickelīche

KöblerMhd

geschickelīche , Adv. nhd. „geschicklich“, zufällig, von ungefähr Q.: Teichn1 (1350-1365) (FB geschickelīche) E.: s. geschicke, līche W.: nh…

geschickelīchēt

KöblerMnd

geschickelīchēt , F. nhd. Beschaffenheit, Tauglichkeit, Geschicklichkeit, Benehmen, Fügung Hw.: vgl. mhd. geschicklichheit E.: s. geschickel…

geschickelīk

KöblerMnd

geschickelīk , Adj. nhd. der Ordnung gemäß, passend, tauglich Vw.: s. un- Hw.: vgl. mhd. *geschickelich? E.: s. geschicken, līk (3) W.: s. n…

geschicken

DWB

geschicken , verstärktes schicken, s. d. 1 1) bilden, gestalten: mochte ich in ( den todten gemahl ) wol geschiken zû menslîcher munste ( li…

geschicken

FWB

1. ›sich vorbereiten, sich in geeignete Bereitschaft bringen‹.; 2. ›etw. bewerkstelligen, verrichten, ausführen; etw. schaffen, einrichten, …

geschickerlich

DWB

geschick·erlich

geschickerlich , wie schickerlich ( Schedel cron. 106 b ) und geschicklich, wie es sich geziemt, passend, in der rechten art, geschickt: da …

geschicket

Lexer

ge-schicket part. adj. BMZ gestaltet Parz. Wig. Krone , Jer. starc geschickte man Ernst 2568. wie menlîch er geschicket wære unde gestalt Lo…

geschicketheit

KöblerMhd

geschicket·heit

geschicketheit , st. F. nhd. Vorbereitung, inneres Verhalten Vw.: s. un- Hw.: vgl. mnl. geschictheit Q.: Tauler (vor 1350), Schürebr (FB ges…

geschickichhēt

KöblerMnd

geschickichhēt , F. nhd. „Geschicklichkeit“, Passlichkeit, Bereitschaft, Tauglichkeit, Ordnung E.: s. geschickich, hēt (1) L.: MndHwb 1/2, 8…

geschickichēt

KöblerMnd

geschickichēt , F. Vw.: s. geschickichhēt*

geschicklein

DWB

geschick·lein

geschicklein , n. 1 1) dimin. zu geschick, insbesondere bergmännisch zu geschick II, 6, c, erzader: die kleinen äderlein in den bergen, so s…

geschicklich

DWB

geschick·lich

geschicklich , adj. und adv. , gleich dem einfachen schicklich ( s. d. ), wie es sich schickt oder gebührt: geschicklich, appositus, commodu…

geschicklichheit

KöblerMhd

geschicklich·heit

geschicklichheit , st. F. nhd. Geschicklichkeit ÜG.: lat. habitus Gnadenl Hw.: vgl. mnd. geschickelīchēt* Q.: Gnadenl (1390?) (FB geschickli…

geschicklichkeit

DWB

geschicklich·keit

geschicklichkeit , f. , subst. zum vorigen; nebenform geschicktlichait Keisersberg schiff d. pen. 119 b , wie geschicktlich neben geschickli…

geschicklichmachunge

KöblerMhd

geschicklich·machunge

geschicklichmachunge , st. F. nhd. „Geschicktmachung“ Q.: Gnadenl (1390?) (FB geschicklichmachunge) E.: s. geschicke, lich, machen, machunge…

geschicknis

DWB

geschick·nis

geschicknis , f. n. 1 1) schickung: mnd. overmits ( vermittels, durch ) der geschickenisse godes. Schiller-Lübben 2, 77 a ; nach geschicknus…

geschicknisse

MWB

geschick·nisse

geschicknisse stF. 1 ‘Fügung, Vorsehung’ 2 ‘Beschaffenheit, Verhältnis’    1 ‘Fügung, Vorsehung’ got synen kocher uf ken job / tet do er dem…

geschicksam

DWB

geschick·sam

geschicksam , subst. : gelücken usz geschicksam vorgebens, contingere Hüpfuff vocab. 1515 H 3 b , aus geschichtsam voc. inc. teut. h 7 a .

geschicksel

DWB

geschick·sel

geschicksal , geschicksel , n. wie schicksal, schickung: allein ich weisz nicht, aus was vor ein geschicksel der zuvor in jüngern jahren woh…

geschick als Zweitglied (4 von 4)

Missgeschick

RDWB1

Missgeschick n неудача, невезение, неприятность, беда, горести разг. , злоключения книж.

Misgeschick

Wander

mis·geschick

Misgeschick 1. An überwundenes Misgeschick denkt man gern zurück. Lat. : Jucunda est memoria praeteritorum malorum. ( Cicero. ) ( Binder II,…

Mißgeschick

Pfeifer_etym

miss·geschick

Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. gesc…

ungeschick

DWB

ung·e·schick

ungeschick (ungeschicke [ s. geschick, geschicke] heute veraltet u. mundartlich ), n., früher auch m. ( s. geschick; vereinzelt manchen ungs…

Ableitungen von geschick (5 von 5)

Geschicke

Adelung

Das Geschicke , des -s, plur. car. ein anhaltendes oder wiederhohltes Schicken, im gemeinen Leben; von schicken, mittere.

Mißgeschick

Pfeifer_etym

Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. gesc…

ungeschick

DWB

ungeschick (ungeschicke [ s. geschick, geschicke] heute veraltet u. mundartlich ), n., früher auch m. ( s. geschick; vereinzelt manchen ungs…

ungeschicke

KöblerMnd

ungeschicke , N. nhd. „Ungeschick“, Zufall Hw.: vgl. unschick*; mhd. ungeschic E.: s. un... (1), geschick W.: s. nhd. Ungeschick, N., M., Un…

ungeschicklich

DWB

ungeschicklich , adj. adv. , gth. von geschicklich. mnd. ungeschiklich ( inordinatus, 15. jh. ). Staub-Tobler 8, 527 . Hentrich 60 . in ä. z…

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Cotta, M. (2026). „geschick". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geschick/adelung?formid=G01599
MLA
Cotta, Marcel. „geschick". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geschick/adelung?formid=G01599. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geschick". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geschick/adelung?formid=G01599.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  urldate      = {2026-05-08},
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