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Geruch

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
19 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Geruch Der

Bd. 2, Sp. 322a
Der Geruch, des — es, Mz. die Gerüche. 1) Das Vermögen zu riechen, derjenige Sinn, durch welchen Menschen und Thiere gewisse Ausdünstungen der Körper vermittelst der Nerven, die sich in der Nase endigen, empfinden. Geruch haben. Die Hunde haben einen sehr feinen oder scharfen Geruch. Der Sinn des Geruches. Die Werkzeuge des Geruches. 2) Diejenigen Ausdünstungen der Körper, welche durch die Nerven, die sich in der Nase endigen, empfunden werden. Geruch haben, verbreiten, aushauchen. Geruch von sich geben. Ein angenehmer, süßer, lieblicher, unangenehmer, übler, häßlicher, fauler  Geruch. »Hier kühl' ich meine Flügel im Ro= senthau und sammle liebliche Gerüche.« Geßner. S. Wohlgeruch. Ein sehr übler Geruch heißt ein Gestank. Uneigentlich, der Ruf, das Gerücht. Er hat hier, wo er sich eine Zeitlang aufhielt, keinen guten Geruch zurückgelassen. I Geruch der Heiligkeit stehen, sterben. »Ir habt unsern guten Geruch stinkend gemacht.« 2 Mos. 5, 21. So auch Philipp. 4, 18. Die hochbetagte Frau stand mächtig im Geruch Des Reichthums. — — — Bürde. I der Stelle 2 Cor. 2, 15. 16. wird es auch von einer starken Empfindung gebraucht. Zuweilen kömmt auch das einfachere Ruch dafür vor. »Der Bär von Wandsbeck roch den Ruch.« Claudius. S. Ruch.
1257 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    geruchstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    ge-ruch stm. geruch Elis. 1076. 9426. Hpt. 2, 152 ; bildl. ruf, der von eelichem stamme, êrbern wesen und gutem geruche …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gerúch

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Gerúch , des -es, plur. die Gerǘche, von dem Zeitworte riechen. 1. Subjective, das sinnliche Vermögen zu riechen, un…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geruch

    Goethe-Wörterbuch

    Geruch 1 als Wahrnehmungsfähigkeit, Vermögen a Geruchssinn daß dergleichen [ gefüllte ] Blumen sowohl für’s Auge an Schö…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geruch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Geruch (olfactus) . Der Sitz des G.sinns ist die Schleimhaut der Nase, in welcher sich der im Gehirn entspringende Riech…

  5. modern
    Dialekt
    Geruchm.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Geruch Ruch m. Geruch; beim Betreten des Kruges sagt man: ick will ierst eenen nähmen, dat wi eenschen Geruch krigen Ha …

  6. Sprichwörter
    Geruch

    Wander (Sprichwörter)

    Geruch 1. Am geruch erkennt man die blumen. – Lehmann, 917, 16. 2. Am Geruch erkennt man Kräuter, am Geschwätze Bärenhäu…

  7. Spezial
    Geruch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|ruch m. (-[e]s, Gerüche) 1 (mit dem Geruchsorgan wahrnehmbare Ausdünstung) tof (tofs) m. 2 (Duft) parföm (-s) m. , od…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geruch

41 Bildungen · 36 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geruch

ge- + ruch

geruch leitet sich vom Lemma ruch ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von geruch 2 Komponenten

ger+uch

geruch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geruch‑ als Erstglied (30 von 36)

geruchartig

DWB

geruch·artig

geruchartig , adj. auf dem geruchssinn beruhend, von ihm herstammend: bei manchen ( thier- )gattungen gehen die stirnhöhlen weit herauf, um …

gerûchet

Lexer

ge-rûchet part. s. riuhen.

gerucheze

KöblerMhd

gerucheze , st. F. nhd. Gerücht ÜG.: lat. fama Gl Q.: Gl (15. Jh.?) E.: s. gerucht W.: DW- L.: LexerHW 1, 888 (geruchze)

geruchfläschchen

DWB

geruch·flaeschchen

geruchfläschchen , n. wie riechfläschchen, schraubenfläschchen von gold, silber, krystall, porzellan oder geschliffenem glase mit spirituöse…

geruchküszlein

DWB

geruchküszlein , n. kleines kissen mit wolgeruch erfüllt. ebenda.

geruchlebig

DWB

geruch·lebig

geruchlebig , adj. vom geruch lebend: geruchlebige leilachoren, geile Satyri und geiszmänlin. Garg. 18 a (19 Sch. ).

geruchlos

DWB

geruch·los

geruchlos , adj. 1 1) inodorus dict. Genf 1695 138 a : geruchlose dinge. Ludwig 748 ; geruchlose blüte. Klopstock bei Campe; die samen ( der…

geruchquaste

DWB

geruch·quaste

geruchquaste , f. kleines büschel von wolriechenden kräutern: der kleine spahn, den der kleine bruder zugeschnitzt und den er der schwester …

geruchseife

DWB

geruch·seife

geruchseife , f. wolriechende seife: vilerlai wolschmeckende ( wolriechende ) wasser, desgleichen ambron, bisamknöpf, geruchsaifen. Fischart…

Geruchsinn

GWB

geruch·sinn

Geruchsinn N13,229,17 Ausz aus d’Alton,SkelNagetiere Syn Geruch Caroline Vollmann C. V.

geruchsmangel

DWB

geruch·s·mangel

geruchsmangel , m. mangel an geruchsvermögen Falke thierarzneikunde 1, 334 b ; geruchmangel, geruchlosigkeit Campe.

Gerúchsnêrve

Adelung

geruch·s·nerve

Der Gerúchsnêrve , des -n, plur. die -n, Nerven, welche aus dem Gehirne durch die Löcher des siebförmigen Beines gehen und sich in den Häute…

Geruchsorgan

GWB

geruch·s·organ

Geruchsorgan Ossa nasi .. Ossa frontis .. erzeugen [ wir ] den oberen Rand der Augenhöhlen, die Räume für die G-e N8,26,17 VglAnatomie VI Ca…

geruchstheilchen

DWB

geruch·s·theilchen

geruchstheilchen , n. theilchen des ausströmenden duftes: nichts ist mehr zu bewundern, als die ganz unglaubliche feinheit der geruchstheilc…

geruchswerkzeug

DWB

geruch·s·werkzeug

geruchswerkzeug , n. , gewöhnlich im plur. geruchswerkzeuge, die organe des körpers, welche zur empfindung des geruchs notwendig sind Campe.

geruch als Zweitglied (5 von 5)

Wohlgeruch

RDWB1

Wohlgeruch m (Lakune) (приятный) аромат

Gttergeruch

Adelung

Der G—ttergeruch , des -es, plur. inus. eben daselbst, eine Pflanze, welche in dem südlichen Afrika angetroffen wird, und einen überaus ange…

wohlgeruch

DWB

wohl·geruch

wohlgeruch , m. , angenehmer geruch, duft: meinen sie, ich sey so verstopfter nase, dasz ich stank und wohlgeruch nicht von einander scheide…

Wollgeruch

MeckWBN

woll·geruch

Wossidia Wollgeruch m. halbhd. Wohlgeruch Müll. Reut. 167 a . Vgl. Rök, Geruch.

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Cotta, M. (2026). „geruch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geruch/campe
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Cotta, Marcel. „geruch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geruch/campe. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „geruch". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geruch/campe.
BibTeX
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