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geniessen

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Wander
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Geniessen

Bd. 1, Sp. 1551
Geniessen 1. Besser geniessen, was man erworben, als es verlieren und in Hunger gestorben. n.: Bedre at giøre sig til gode af det man fortiener, end svælge med skade. (Prov. dan., 52.) 2. Besser geniessen, was man verdient, als für lachende Erben darben (hungern, entbehren). 3. Der nicht hat mit genossen, der darff auch nicht mit zahlen. – Henisch, 1495, 33. 4. Dess ich nicht genossen hab, das entgelt ich billich auch nicht. – Henisch, 1495, 36; Petri, II, 118. 5. Dess man nicht geniessen kan, dem will man kein gnad thun. – Henisch, 1671, 35; Petri, II, 118. 6. Geniessen den Maien ist besser als sich aus Eitelkeit kasteien. In dieser Welt soll man geniessen und geniessen lassen, sagt der Mailänder, und der Venetier: Geniessen wir, denn die Güter werden da sein und wir nicht mehr. (Reinsberg II, 148.) 7. Man muss einen geniessen lassen, dass er gut gewesst ist. – Henisch, 1495, 48. 8. Mit dem geniessen zur Höll, mit dem gewissen zum Himmel. – Henisch, 1495, 52. 9. Soll ich's nicht geniessen, so will ich's auch nicht wissen. 10. Was einer nicht hat genossen, das hat er auch nicht zu entgelten. – Lehmann, 180, 17. 11. Wer geniesst der Fröhlichkeit, halte sich zum Kreuz bereit. 12. Wer will (mit) geniessen, muss auch (mit) schiessen. – Henisch, 1495, 63; Petri, II, 780; Lehmann, II, 853, 363; Körte, 2018; Simrock, 3398; Graf, 511, 195. 13. Wer will geniessen, muss Schweiss vergiessen. 14. Wer's will mit geniessen, der muss auch sein Geld zuschiessen. – Lehmann, 561, 54. 15. Wess man geniessen kan, dem heuchlet man vnd ist ein lieber Mann. – Henisch, 1495, 67. 16. Willst du mit geniessen, so musst du auch mit begiessen. 17. Geniess ist gut mitte. – Herberger, Ib, 273. 18. Wess man fromlich mag geneissen, dess laiss man sich nicht verdreissen. – Weinsberg, 4. 19. Wä welld geneste, dä muss och verdreste. (Bedburg.) 20. Wo der geniess wendet, da höret die güldene religion auff. – Mathesius, Sarepta, CIIa.
1943 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Genießen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Genießen , verb. irreg. act. ich genieße, du genießest, im Oberd. geneußest, er genießet oder genießt, im Oberd. geneußt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    genießen

    Goethe-Wörterbuch

    genießen bes in der frühen Zeit (eigenh) statt -ß- häufig -ss- od -s-, statt -ss- (Prät) gelegentl -ß-; geneußt GWB 14,3…

  3. modern
    Dialekt
    geniessen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    geniesse n [knìasə Ruf. Dü. ; kənîsə Str. Betschd. Wörth ; kənìasə K. ; kənìèsə Z. Han. ; kənésə Wh. ] geniessen, essen …

  4. Sprichwörter
    Geniessen

    Wander (Sprichwörter)

    Geniessen 1. Besser geniessen, was man erworben, als es verlieren und in Hunger gestorben. Dän. : Bedre at giøre sig til…

  5. Spezial
    genießen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|nie|ßen (genoss, genossen) vb.tr. 1 (mit Genuss essen oder trinken) se lascé savëi bun 2 (auskosten) se gode 3 (erhal…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geniessen

10 Bildungen · 0 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geniessen

ge- + niessen

geniessen leitet sich vom Lemma niessen ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von geniessen 2 Komponenten

genies+sen

geniessen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geniessen als Zweitglied (10 von 10)

Ausgenießen

Campe

aus·geniessen

Ausgenießen , v. trs. unregelm. (s. Genießen), ganz oder bis zu Ende genießen. »Wollen Sie das Glück des Lebens nun nicht ausgenießen, weil …

Dúrchgenießen

Campe

durch·geniessen

○ Dúrchgenießen , v. trs. unregelm. ( s. Genießen), ich genieße durch, durchgenossen, durchzugenießen, nach der Reihe genießen, von Anfange …

Fortgenießen

Campe

fort·geniessen

Fortgenießen , v. intrs . u. trs . unregelm. ( s. Campe Genießen ), fortwährend genießen, fortfahren zu genießen. Das Fortgenießen .

Mitgenießen

Campe

mit·geniessen

○ Mitgenießen , v. trs . unregelm. ( s. Genießen), s. Mit , zu Ende. D. Mitgenießen .

Nachgenießen

Campe

nach·geniessen

Nachgenießen , v. trs . unregelm. ( s. Genießen ) nach Anderem, hinten nach, später genießen. Etwas nachgenießen . Er hat sein Leben noch na…

Vorausgenießen

Campe

voraus·geniessen

Vorausgenießen , v. trs . unregelm. ( s. Genießen ), in voraus genießen, entweder vor Andern, früher als sie, oder ehe noch die bestimmte Ze…

Vorgenießen

Campe

vor·geniessen

Vorgenießen , v. trs . unregelm. ( s. Genießen ), in voraus genießen, vor der eigentlichen Zeit genießen. »Mit der Miene vorgenießender Freu…

Zugenießen

Campe

zug·e·niessen

Zugenießen , v . unregelm. ( s. Campe Genießen ). I) trs . zu etwas Anderem zugleich mit Anderem genießen. Brot zugenießen , zum Fleische  …