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Gefühl

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gefühl

Bd. 3, Sp. 1230
Gefühlvon knapp 1700 Belegen wie bei ‘Empfindung’ (900 Belege) die Hälfte in Punkt 3 b, doch ein Fünftel (gegen ein Zehntel dort) in 4; erhebl stärker belegt als dort u differenzierter sind insbes die Punkte 6 (Empfindungsvermögen), 4 c (Verständnis für jdn) sowie 4 d (sach- u problemorientierte Empfindungen), vor allem aber der bei ‘Empfindung’ nicht nennenswerte Rückbezug auf Selbstgefühl u -erfahrung (3 c) sowie auf den subjektiven Überzeugungs- u Gewißheitscharakter (4 d γ), beides in deutl Entsprechung zu den Verhältnissen bei ‘fühlen’ iUz ‘empfinden’ (vgl die Vorbem zu ‘fühlen’); ansonsten ein ähnl Gebrauchsprofil, wobei auch der Akt des Empfindens u Wahrnehmens weithin gegenüber dem empfundenen Inhalt dominiert (oft freilich nicht davon zu trennen ist). Bemerkenswert beim jungen G lebhafte genieästhet Bekundungen, in denen schöpferisches Kraft- u Selbstgefühl im Wechsel steht mit sympathet Hingabe- u Abhängigkeitsempfindungen (3 c) od relig Enthusiasmus (4 b); nach seiner Kritik an der modisch verflachten ‘Empfindsamkeit’ (7 b) u auch etwa an Jacobis ‘Gefühlslehre’ (sd) eine immer stärkere Beachtung der geregelten (kontrollierten) emotionalen Durchdringung u Aneignung der Wirklichkeit (4), auch des (ästhetisch) Regelrechten (5) od Typischen u Standardisierten best (kollektiver) Empfindungs- u Denkweisen (7): All dies sind weitere u noch wenig beachtete Aspekte des “Gefühl[s] als Mittel und Möglichkeit der Realitätserkenntnis”1), das für G in der Frühzeit noch primär durch die künstlerisch-produktive Phantasie gesteuert war  1 sinnl, körperl Wahrnehmung bzw ein entspr Empfindungseindruck   a (beim) Verspüren od Unterscheiden best Sinnesreize, insbes durch den Tastsinn; vereinzelt als (physiol) täuschender Eindruck, einmal als eine durch Assoziation vermittelte Geschmacksempfindung  jedermann .. empfindet völlig wie das Thermometer .. nur der Unterrichtete wünscht zur Bestätigung seines G-s, das Mehr oder Weniger, durch künstliche Vorrichtung zu erfahren GWBN12,66,20 BaromSchwankungen  Farbenfühlen .. Eine Demoiselle .. glaubte .. die Farben zu unterscheiden, an einem stärkern oder schwächern Wirbeln das sie [bei der Berührung] an den Fingerspitzen empfand .. Beym Schwarzen empfand sie .. aber eine Art Wärme. Das Weiß gab ihr das geringste .. G. GWBN52,38,13 Fl Plp  Diese viere [Handwerker] .. horchten dem Gesang [zweier Wanderer] und fielen .. entschieden .. mit ein, so daß eine vollständige Wandergesellschaft über Berg und Thal dem G. dahin zu schreiten schien GWB251,67,11 Wj III 1 [für: sensation] GWBN2,209,12 FlP 456 GWBN1,54,6 FlD 129 GWBB31,186,28 Mellish [16.6.19] K spezieller iSv Betasten, Abtasten  [Arzt üb die Gräfin:] sie läßt sich nicht ausreden, es sei eine Verhärtung [auf der Brust] da, und wenn man ihr durch das G. den Wahn benehmen will, so behauptet sie, nur in diesem Augenblick sei nichts zu fühlen GWB22,244,15 Lj V 16   b (beim) Gewahrwerden der eigenen körperl-seel Verfassung, best (schmerzl empfundener, organischer) Beeinträchtigungen, vitaler Anregungen uä, auch als Bewegungs-, Lage- od Orientierungsgefühl; öfter mit GenObj u Poss-Pron  [während der Erkrankung in Lpz] wurde mir durch das Wohlwollen .. freundlicher Menschen das G. meines Zustandes auf das zarteste gelindert GWB27,190,8 DuW 8  Um die Stellung des Vaters .. zu erklären .. [sei] das augenblickliche G. der Wunde [beim Biß der Schlange in die Weichteile] als die Hauptursache .. anzugeben GWB47,108,11 ÜbLaokoon  Lebhaftere Tänze wechseln .. klüglich mit major und minor ab. Hier bringt Diastole und Systole im Menschen das angenehme G. des Athemholens hervor GWBB25,311,1 ChHSchlosser 19.2.15 K Beilage zum 5.5.15 K  [Wilh:] Und so bedrängte mich [beim Blick durchs Fernrohr] .. ein seltsam G. zwischen Näh und Ferne zu schwanken und .. beydes zu verwechseln GWB252,130 Wj Plp GWBB27,306,5 Gfin Henckel 2.1.17 K GWBT1,103,2u7 v 11.11.79 als (instinktiv geregelte) Empfindung bei Tieren  [Wolfsmilchraupe vor dem Verpuppen] Das G. der sonderbaren bevorstehenden Entwicklung mag dem G. nach der Empfängniß ähnlich sein; doch droht hier die ganze Existenz umgeboren zu werden GWBN6,423,1f MetamIns GWBN6,445,21 EntomologStudien   2 seel-bewußte Wahrnehmung u (Re-)Aktion, Vergegenwärtigung od (charakterist, typische) Impression in der Seele, in der Imagination; als pauschale Bezeichnung für Bewußtheit öfter iUz Außenwelt, zum Faktischen u prakt Tun, negiert für Teilnahmslosigkeit u seel Abgestorbenheit; mehrf hinsichtl der ‘sinnlich-sittlichen’ Wirkung der Farben (auch in Berührung mit 1 a)  Menschen, die .. auf alles was vorkam biblische Sprüche anzuwenden [vermochten] .. Gleicherweise bedient man sich classischer Worte, wodurch wir G. und Ereigniß als ewig wiederkehrend bezeichnen GWB7,130,2 DivNot  [zur Verlobung Schlossers wenige Monate nach Cornelias Tod] Sagen kann ich .. gar nichts. Mein Herz und Sinn ist zeither so gewohnt dass das Schicksaal Ball mit ihm spielt dass es für’s neue .. fast gar kein G. mehr hat GWBB3,186,18 CEGoethe [16.]11.77  Das Blaue gibt uns ein G. von Kälte, so wie es uns auch an Schatten erinnert GWBN1,315,12 FlD 782 GWB44,411 CellAnh Plp GWB4,191 Elysium 63 als Empfindungsurteil des Gesichtssinns (in Berührung mit 1 a)  Der kältste Sinn ist das Sehen, Erkänntniss ist sein G.2) GWB37,62,4 Arianne an Wetty   3 Emotion, Gemüt(sbewegung), Stimmung, auch für einen seel erhöhten Zustand u eine (geistig inspirierte) Bestrebung   a für die (menschl) Emotionalität, das Gefühlsleben od auch Gemüt; häufig sg iUz anderen (komplementären) seel-geistigen Kräften u Äußerungen wie ‘Geist, Gedanke, Urteil’, einmal iGz bewußter Erinnerung; mehrf hinsichtl der Kultivierungsfähigkeit  die [erot] Neigung beschränkt das G., wenn die Religion hingegen es erweitert GWB48,136,18 NeueUnterhaltgn übGegenstände bildKunst  [Merkur:] Wenn das G. sich herzlich oft in Dämmrung freut, | So g’nüget heitre Sonnenklarheit nur dem Geist GWB131,71,13 Was wir bringen [1802]  Der Mysticismus ist die Scholastik des Herzens, die Dialektik des G-s GWB422,161,4 MuR(360)  Wann und was ich Ihnen zuletzt geschrieben, weiß ich .. nicht mehr .. Im G. bleibt mir alles und das sagt mir, daß ich Ihnen mancherley schuldig bin GWBB21,147,1 Zelter 21.12.09 GWB51,50,24 ThS I 15   b für eine bestimmte, meist einfache (stereotype), gelegentl nur verhüllend angesprochene emotionale Regung, Leidenschaft, Gemütslage od einen Affekt; bes in Br häufig in Wdgn wie ‘jdm ein (un)angenehmes, schmerzliches, verdrießliches, trauriges G. erregen, geben, machen’, ‘von einem best G. ergriffen, durchdrungen sein’, in der Dichtung vereinzelt ‘gewissen G-en nachhängen’, ‘jdn zu best G-en stimmen, erheben’ od ‘best G-en in seinem Busen Raum geben’  [bei Friederike in Sesenheim] ich empfand .. ein recht peinliches neidisches G. gegen alle, welche das Glück gehabt hatten, sie bisher zu umgeben GWB27,355,28 DuW 10  der Unmuth [ist] stets egoistisch, er .. erfreut niemand, selbst diejenigen kaum die von gleichem G. ergriffen sind GWB7,139,6 DivNot  da ich jede Controvers .. zu vermeiden mich bestimmt hatte .. so wollte ich doch als Mensch dem menschlichen G. nicht widerstreben, welches uns bei .. unartiger Erwiderung einer .. Gabe natürlich zu überfallen pflegt GWB422,54,15 ÜbInkommunicabilParalip [1822]  [Doktor zu Scapin:] dieses schöne Kind [Scapine], | Das jedes widrige G. | In meinem Busen lindert GWB12,148 ScherzLR 643 GWB23,9,7 Lj VII 1 GWB22,307,11 Lj VI Empfindung der Zuneigung u Zugehörigkeit, Liebe u Zärtlichkeit, auch für (körperl-)sinnl Erregung u Lust; mehrf ‘zärtliche(s), süße(s) G.(-e)’; vereinzelt im Bild (der Entflammung)  Ich dancke für das schöne Angebinde .. Behalte mir deines lieben Herzens G-e für den Rest meines Lebens GWBB6,189,1 ChStein 28.8.83  [Dorn zu Förster:] Eduard und Leonore lieben sich, und ich nährte gern diese keimenden G-e GWB9,150,20 Wette 1  [Stella:] wenn ihre [der Männer] stürmende Leidenschaft sich jedem unserer Nerven mittheilt .. Bis in’s innerste Mark fachte er [Fernando] mir die Flammen, die ihn durchwühlten. Und so ward das Mädchen vom Kopf bis zu den Sohlen ganz Herz, ganz G. GWB11,148,26 Stella II [für: tendresse] GWB9,327 Mahomet 1151 GWB18,181,7 Unterhaltungen in Beteuerung od Feststellung der Verbundenheit, Verehrung u Hochachtung od in (konventioneller, floskelhafter) Bekundung von Ergebenheit, pflichtbewußter Treue u dgl  ich .. wünsche daß Sie empfinden mögen mit welch wahrem G. meine Seele an Ihnen hängt GWBB2,162,23 Klopstock 28.5.74  [Tragödie, bei Anwesenheit der Zarin:] Wie Geist und Liebe diesen Saal durchwehen, | Dem Fühlenden G. begegnet, | Wie jeder sich im Ganzen segnet GWB16,257 Maskenzug 1818 Prol 175  [im Namen der ‘Oberaufsicht’] Die wir im G. der .. tiefsten Ehrfurcht mit unwandelbarer Treue beharren GWBB42,391,4 CarlAug 15.7.27 K GWBB39,80,19 Metternich 11.1.25 unter Aspekten wie ‘Verwirrung’, Spaltung, Konkurrenz u Mischung von Emotionen, auch ihrem Wiederaufleben u -erwecken durch (unwillkürl) Erinnerung uä; einmal als mystisch empfundenes ‘G. ohne G.’  Der antike Sinn in Behandlung des Amphitryons ging auf Verwirrung der Sinne, auf den Zwiespalt der Sinne mit der Überzeugung .. Kleist .. geht bey den Hauptpersonen auf die Verwirrung des G-s hinaus3) GWBT3,239,24 v 13.7.07  [Frau des Brahmanen am Ganges] Plötzlich überraschend spiegelt | .. Allerlieblichste Gestalt | Hehren Jünglings .. | Solchen schauend fühlt ergriffen | Von verwirrenden G-en | Sie das innere tiefste Leben GWB3,11 PariaLegende 26  [Herzog zum König:] nicht zum erstenmal empfand ich heute, | Wie Stolz und Sorge, Vaterglück und Angst, | Zu übermenschlichem G. sich mischen GWBNatT 134 GWBB4,67,3 ChStein 28.9.79 GWBHermDor V 62 GWB>4 98]">B36,209,27 Marianne 18.11.22 GWBB3,94,7 ChStein 8.8.76 (zugl) in Erörterung der oft problemat Ausdrucksmöglichkeit, sowohl hinsichtl der sprachl Verlautbarung als auch der mimischen u körperl Erscheinungsweise  [betr ein Begrüßungsschreiben für das Erbprinzenpaar nach dem Tode von CarlAug] Ich glaubte sonst immer daß mir Worte zur rechten Zeit nicht fehlen könnten, dießmal aber find ich daß gerade das tiefste G. solcher äußern Hülfsmittel ermangelt GWBB44,196,6 Soret 14.7.28  Hier liegt er nun [der erschlagene Antilochus] .. das G. [χαρὰ] seinen Vater gerettet zu haben umschwebt noch heiter die Gesichtszüge GWB491,78,10 Philostrat GWBNatT 963 Gespr KanzlMüller 30.8.27 GWBFaust I 3060 ~ GWBUrfaust 912   c als Selbst- od Lebensgefühl, meist als seel erhebendes Gewahrwerden, Erleben eigener Kräfte u Fähigkeiten od für dazugehörige (konstitutive, begleitende) Empfindung, Regung, insbes vom schöpferischen Menschen; mehrf ‘(inneres, stilles) G. seiner selbst’, einmal ‘selbständiges G.’; überwiegend in Vbdgn wie ‘das/im G. seiner, eigener Kraft, Unabhängigkeit, Würde, Meisterschaft’  daß wir mit all unserm Schlendern .. es weiter bringen als andre mit ihren Segeln und Rudern — und — das ist doch ein wahres G. seiner selbst, wenn man andern .. vorlauft AA72,13 Werth1 II ~ Werth2  wenn ich ihm [Lavater] nur einige Tropfen Selbstständigen G-s einflösen kann .. Die beste Seele wird von dem Menschenschicksaal so innig gepeinigt .. der besten Freude, des Wohnens in sich selbst beraubt GWBB2,174,13 Schönborn 8.6.[74]  [Faust beim Nahen des Erdgeistes:] Schon fühl’ ich meine Kräfte höher, | .. Ha! wie’s in meinem Herzen reißt! | Zu neuen G-en | All’ meine Sinnen sich erwühlen GWBFaust I 478 ~ GWBUrfaust 126  Baco [vVerulam] war ein Mann von außerordentlichem Naturell und Talent. | Der sich sehr vorfühlte. | Selbstvertrauen | G. von Originalität GWBN52,262,9 Fl Plp GWB38,370,25 u 371,42 FGA Gesch dSelbstgefühls [G?] GWB22,349,3 Lj VI Schöne Seele GWB44,331,8 CellAnh IX 2 als stärker der Außen- u Mitwelt sich zuwendende, ihrer bedürftige sympathet Empfindung od (Lebens-)Haltung, als darin Erfüllung, Glück findendes (pantheist, auch quietist) Daseinsgefühl insbes des jungen G; in Werth auch idWdgn ‘ein best, kein G. an der Natur (haben)’  das Ausdehnen seiner eignen Existenz, das beständige Ausfließen und Zurückfließen des wärmsten G-s, das wechselweis Glücklichwerden und Glücklichmachen GWB38,371,66 FGA Gesch dSelbstgefühls [G?]  Ich .. freue mich so meines Lebens, in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist .. Ich bin so glücklich .. so ganz in dem G. [G-e Werth2] von ruhigem Daseyn versunken, daß meine Kunst darunter leidet AA5,12 Werth1 I  Das volle warme G. meines Herzens an der lebendigen Natur, das mich mit so viel Wonne überströmte .. wird mir jezt .. zu einem quälenden Geiste AA59,5 Werth1 I ~ Werth2 AA30,30 u 61,31 Werth1 I ~ Werth2 als meist situativ gebundene Selbst- u Lebenserfahrung, mehrf bei einem existentiell, lebensgeschichtl bedeutsamen Ereignis, überwiegend mBez auf eine best (soziale, landschaftl) Umgebung od Lokalität  [Apotheker üb die Vorbeiziehenden:] Konnten [wir] einzeln erfahren, wie bitter die .. Flucht sei, | Und wie froh das G. des eilig geretteten Lebens GWBHermDor I 112  [auf der Wartburg] Tiefes G. des Alleynseyns .. Mich störte Knebels Ankunft .. in meinem G. gänzlicher Abgeschnittenheit GWBTgb 4.10.77  [zu Besuch in Heidelbg] die eine Tochter ähnelte Friederiken. Es war gerade die Zeit der Weinlese .. und alle die elsassischen G-e lebten in dem schönen Rhein- und Neckar-Thale in mir wieder auf GWB29,187,12 DuW 20 GWBTgb 31.8.78 GWB341,49,17 Rochusf GWB412,143,26 SerbLieder   d Empfindung des moralisch od gesellschaftl Gebotenen, (Un-)Gehörigen, auch als Bestrebung; als Gewahrwerden von Normen u Pflichten in Vbdgn wie ‘G. des Guten, von Menschenwürde’ od ‘ein edles G.’, ‘sittliche G-e’, als Verspüren eigenen (schuldhaften) Verhaltens, Trachtens in Vbdgn wie ‘das/im G. der Reue, meines (Un-)Rechts’ od ‘ein reines, reuiges G. (haben)’; mehrf (zugl) iSv Gewissen  [Randbem G-s in sein Exemplar von Kants KdU, 1790] G. von Menschenwürde objectivirt = Gott4) GWBN11,382 Plp  [betr die den kranken G in Lpz betreuenden Freunde] es war keiner darunter, dem ich nicht, durch widerliche Launen, beschwerlich gewesen wäre, keiner .. den ich nicht, im G. meines eignen Unrechts, eine Zeit lang .. gemieden hätte GWB27,187,16 DuW 8  ein siedend heißes G., welches den Menschen durchdringt, wenn ein gerechter Vorwurf ihn, mitten in dem Dünkel .. unerwartet betrifft GWB7,74,13 DivNot  nur ein .. ungeheures Wunder kann diesem grundbarbarischen Helden [Marko] .. ein dauernd reuiges G. abtrutzen GWBB38,211,23 Jakob 2.8.24 K GWBHermDor IV 109 GWB23,270,12 Lj VIII 9 Gespr(He2,584) Falk 10.11.10   e (Regung von) Mitgefühl, Mitleid od Besorgnis  Ein alter Faun hat sich [zu Cephalus u seiner toten Gemahlin] herangedrängt .. mit schmerzlichen Gesichtszügen .. Zwei Frauen, schon mäßiger theilnehmend .. drücken ihre G-e [< Theilnahme] schon zarter aus GWB491,143,9 PhilostratNachtr  [der von Elm verlassene Erw zu Bernardo:] Mensch ohne G.! der du dieß Heiligthum meines Schmerzens [die Einsiedelei] mit .. Spott entweihst; hier, wo .. reine Trauer umherschwebt GWB38,96,25 ErwElm1  [Sopir üb Seide:] Er geht verzweifelt .. Ihm folgt mein Herz mit sorgenvollem Zug. | .. Welch ein G. [pitié] für ihn durchzittert mich? GWB9,329 Mahomet 1194 GWBB44,22,12 Rauch 11.3.28   f überwältigender, mehrf ambivalent empfundener Erfahrungs-, Erlebniseindruck des Erhabenen, Ungeheuren, Grenzenlosen insbes der (göttl) Natur, vereinzelt einer genialen Hervorbringung; öfter mit entspr GenObj  die Herrlichkeit einer Vollmondnacht .. am Meeresufer .. Es übernimmt einen wirklich das G. von Unendlichkeit des Raums. So zu träumen ist .. der Mühe werth GWB31,26,21 ItR  ist .. der gedrängte Vortrag dieses weitausgreifenden Wanderers [Marco Polo] höchst geschickt das G. des Unendlichen, Ungeheuren in uns aufzuregen GWB7,185,10 DivNot  zum Erhabenen .. das .. uns mit einer Größe umgeben muß, der wir nicht gewachsen sind .. umsonst versuchte ich, wenn ich [aus der Waldeinsamkeit] heraus an die Welt trat .. ein solches G. bei mir wieder zu erregen GWB27,15,16 DuW 6 GWBB40,257,9 Zelter 21.1.26 GWB422,129,9 MuR(181) GWBFaust II 6273   g für ein (tiefgefühltes) Verlangen, Bedürfnis, als anhaltender (sehnsuchtsvoller) Wunsch, Vorsatz u (seel-geistige) Bestrebung od als jähe, impulsive Begierde  mein Wunsch Berlin zu besuchen [ist] .. sehnlichst gewachsen .. seit Meyers Rückkunft ist dieses G. zu einer Art Ungeduld geworden GWBB34,22,2 Schultz 19.11.20  [Eduard üb seine Beteiligung am Feldzug:] Ich gehe hin und suche den Tod .. Ich will Wunder thun, mit dem Wunsche verschont zu bleiben, im Sinne Ottilien zu gewinnen .. Diese G-e haben mich geleitet .. mir durch alle Gefahren beigestanden GWB20,345,11 Wv II 12  [Beaum:] wie aus der .. stumpfen Unentschlossenheit mich das herrliche G., die Begier nach seinem [Clavigos] Blute herausreißt .. Rache! Wie mir’s wohl ist! GWB11,114,17 Clav IV GWBFaust I 1093 GWBB4,175,21 Fritsch [13.2.80 Korr B30,255] GWB412,384,2 Haydn,Schöpfg [Zelter/G]   4 als geistige (intentionale) Wahrnehmung: emotional differenzierte, sensible, nuancierte Vergegenwärtigung od Durchdringung komplexer Bezüge u Sachverhalte   a Ahnung, Anmutung, (noch undeutl) Vorstellung u Erwartung; gelegentl ‘ein dunkles, unklares, gewisses G.’  α als überwiegend intuitive od vage Empfindung u Vermutung, oft im Verspüren eines best Fluidums od im Herausspüren best Eigentümlichkeiten einer Person, Lebensordnung uä; vereinzelt (metonym) für die Atmosphäre selbst  in der Frage [an die Natur] liegt die Antwort, das G., daß sich über einen solchen Punct etwas denken, etwas ahnden lasse GWBN6,301,17 PhysiolPfl  die Handschrift des Menschen .. daß man daran wenigstens eine Ahndung von seiner Art zu seyn .. empfinden könne .. Jedoch möchte .. hiebey mehr das G. als ein klares Bewußtseyn statt finden GWBB32,224,13 Preusker 3.4.20 K  [Faust in Gretchens Zimmer:] Wie athmet rings G. der Stille, | Der Ordnung, der Zufriedenheit! GWBFaust I 2691 ~ GWBUrfaust 543 GWBB26,136,21 Schuckmann 4.11.15 GWBN3,194,15 FlH IV  β (Vor-)Ahnung, Gespür, sowohl als Miterleben, Affiziertwerden von etw (Verborgenem) als auch als (unabweisbares) Vorgefühl  Indem er [Eduard an Ottilie] schrieb, ergriff ihn das G., sein Höchstersehntes nahe sich, es werde nun gleich gegenwärtig sein .. Ottilie trat herein GWB20,387,13 Wv II 16  Der astrologische Aberglaube beruht auf dem dunkeln G. eines ungeheuren Weltganzen GWBB13,331,4 Schiller 8.12.98  [Lotte:] Niemals geh ich im Mondenlichte spazieren .. daß mir nicht der Gedanke an meine Verstorbenen begegnete, daß nicht das G. von Tod, von Zukunft über mich käme AA66,34 Werth1 I ~ Werth2  [Charlotte zu Eduard:] So laß mich .. gestehen .. daß diesem Vorhaben [dem Zusammenleben mit dem Hauptmann] mein G. widerspricht, daß eine Ahnung mir nichts Gutes weissagt GWB20,12,3 Wv I 1 GWB53,435,12 Aus Notizb   b gläubige, relig Empfindung, als Befindlichkeit, Haltung der Verehrung, Andacht od als Verspüren, Erlebnis(eindruck) der Begeisterung, Erweckung uä, vereinzelt iSv Glauben(sgewißheit); mehrf in (genieästhet) Bekenntnissen des jungen G, öfter mit Attr wie ‘religios, heilig, selig, schaudernd’  Gebet .. Vor dir .. wird in der Seele reg was auch Schöpfungskraft in ihr ist. In Dichtung stammelt sie über, in .. Strichen wühlt sie auf dem Papier Anbetung dem Schaffenden .. umfassendes unauslöschliches G. deß, das da ist und da war und da sein wird GWB37,323,23 WallfahrtErwinsGrab 1775  [Elm zum angebl Eremiten:] Ich überlasse dich der Einsamkeit, | Ich störe nicht dein heiliges G. | Durch meine Gegenwart GWB11, 325 ErwElm2 804  Wirft .. der ewige Geist .. einen Funken seiner Liebe einem Erwählten zu, der trete auf, und lalle sein G.5) GWB37,190,22 Zwo biblFragen [1773]  [Gretchen:] wie hast du’s mit der Religion? [Faust:] Laß das .. ich bin dir gut; | .. Will niemand sein G. und seine Kirche rauben GWBFaust I 3420 ~ GWBUrfaust 1112 GWB422,211,9 MuR(808) GWB28,296,9 DuW 14 als absolute beseligende Empfindung (in Berührung mit anderen Bedeutungen)  [Faust zu Gretchen:] Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott! | Ich habe keinen Namen | Dafür! G. ist alles; | Name ist Schall und Rauch6) GWBFaust I 3456 ~ GWBUrfaust 1148   c einfühlsame Regung od Haltung, Verständnis für jds Lage, Verhalten, Bedürfnisse u Empfindungen; öfter im Appell an jds Nachsicht  Allgemein menschliches Wohlwollen, nachsichtiges hülfreiches G. verbindet den Himmel mit der Erde .. Dagegen ist der Unmuth stets egoistisch GWB7,138,24 DivNot  Mögte doch das G. wie nötig du mir bist recht lebendig in dir werden und dich bald zu mir führen GWBB7,104,10 ChStein 1.10.[85]  [Dank für das preuß ‘Privileg’ für die Ausg.l.H.] Wie schwer .. es mir fallen müsse mich .. geeignet auszudrücken, darf ich wohl einem allgemeinen G. anheim geben GWBB40,323,14 Bernstorff 15.3.26 K GWB7,302 DivNot Plp   d meist sachbezogene, problemorientierte Einsicht od Vorstellung; oft mit nachfolgender ‘daß’-Konstruktion  α mBez auf gesellschaftl, prakt Erfordernisse, Verhaltensweisen, Belange u Zusammenhänge, oft als Wertschätzung, Würdigung best Sachverhalte, persönl Leistungen  Je mehr von Jugend auf das G. bei mir wuchs, daß man schweigen solle, wenn man nichts zu sagen hat .. GWB422,49,2 Nichts anders als  Genug, in diesem G. seiner bisherigen Verschwendung wollte mein Vater jene [verschmutzte] Kupferstiche .. wieder hergestellt wissen GWB26,193,22 DuW 4  Die Liebe zu Zahlen .. ging ihm [Wilh] ab, Aufmerksamkeit auf kleine Vortheile, G. von dem hohen Werth des Geldes GWB51,41,24 ThS I 12 GWB422,76,30 Augusts Rede bei Niederlegung dSchillerschSchädels  β in theoret, insbes natphilos u -wiss Erkenntnis, sowohl als (affektbetontes) Gewahrwerden u Entdecken als auch als Verspüren bes (method) Unzulänglichkeiten u Erfordernisse  [auf einem Granitgipfel] ein Gleichniß .. So einsam .. wird es dem Menschen zu Muthe, der nur den ältsten, ersten, tiefsten G-n der Wahrheit seine Seele eröffnen will .. Ich fühle die ersten festesten Anfänge unsers Daseins; ich überschaue die Welt GWBN9,174,18 ÜbGranit [1784]  [betr G-s ‘Beiträge zur Optik’] Niemand faßt das Apercu auf. Hochmuth der [Newtonischen] Schule. G. der Notwendigkeit sich im Ganzen mehr auszubilden. Fortgesetztes Studium der Geschichte GWBN4,486,4 FlH Plp GWBB46,111,7 Zelter 19.10.29 uö(selten)  γ (stärker) als meist fundierte, auf Überlegung beruhende Überzeugung u Gewißheit, begründete Ansicht od auch Urteil; oft ‘nach jds (eigenem) G.’, auch iSv Gutdünken  Ermuthigt durch diese Gespräche [mit Montan] im G. [> überzeugt daß ..] durch sein bisheriges Thun und Denken den Forderungen seines Freundes sich gleichzustellen, gab er [Wilh] nunmehr Rechenschaft GWB252,125 Wj II 9 Var  [betr Streit um das Verbot der Zs ‘Isis’] daß ich unsern .. Fürsten bedaure dem diese Angelegenheit manche trübe Stunde gemacht hat und der in die freie Welt gehen mußte, um sie nach seinem G. entscheiden zu können GWBB28,143,13 Voigt 23.6.17  Deine Phisiognomik .. Ich .. rede mit allerley Leuten drüber, Wieland hat mir seine G-e gegeben und so wird alles gut werden GWBB3,5,14 Lavater [22.]12[75] GWB47,180,5 Samml 6   5 ästhetisch qualifizierte Empfindung u Vorstellung; öfter in Berührung mit 6   a als schöpferische, insbes konzeptionelle u auf das (harmonische) Werkganze gerichtete Auffassung, Durchdringung u Gestaltung(skraft)  [betr Ratschläge für Lustspiele nach Plautus] Was ihm [Lenz] .. an meiner Vorstellungsart beliebt, daß er’s in sein G. übertragen kann, und ob er nach einem neu bearbeiteten G. wieder den Muth hat, hier und da umzuarbeiten, das muß der Ausgang lehren GWBB2,68,17f Salzmann 6.3.73  Es [das Zeichnen] fängt an besser zu gehen, und ich komme mehr in die Bestimmtheit und in das lebhaftere G. des Bildes. Das Detail wird sich nach und nach heraus machen GWBTgb 26.2.80  Gelnhausen. Die Burg .. Würde und Enge. Lust zu zieren ohne G. der Verhältnisse [vgl Zierlust ohne Begriff von Verhältnissen GWBB25,2,15 Christiane [28.]7.14] GWBTgb 27.7.14 GWB27,188,19 DuW 8 als Eingebung, Intuition, Einfühlung des Schauspielers, Musikers od Übersetzers bei der angemessenen, ausdrucksgerechten Wiedergabe; öfter mBez auf die (problemat) Identifizierung mit Emotion u Charakter einer Theaterrolle  [Aurelie:] Ich spielte .. nicht mehr nach meinem G., nach meiner Überzeugung, sondern wie er [Serlo] mich anwies GWB22,100,14 Lj IV 16 ~ GWB52,259,3 ThS VI 11  [betr Vertonung von ScherzLR] Bey der Stelle: Viel Böses zu erzählen pp hatten Sie ganz recht die Gewalt auf: Böses zu legen. Folgen Sie nur ungescheut Ihrem G-e GWBB7,112,26 Kayser 28.10.85  [Faust:] Mich drängt’s den Grundtext [des NT] aufzuschlagen, | Mit redlichem G. einmal | Das heilige Original | In mein geliebtes Deutsch zu übertragen GWBFaust I 1221 [für: conceit] GWB22,172,5 Lj V 6 GWB40,64,23 Üb: Piccolom   b im Kunstwerk wirkendes, es beherrschendes, belebendes emotionales Moment, Stimmungslage, auch als stilist Haltung, Note; öfter im Lob der Beseeltheit u Gefühlstiefe  Bürgers Lenore da ist ein erstaunend G. und Dicktion drinne GWBB51,46 Boie 16.10.73  [Lieder] Wassersnoth. (77.) Anschauung, G., Darstellung, überall das Rechte .. Der verlorne Schwimmer. (236.) Anmuthig und voll G. GWB40,341,9 u 347,28 Üb: Wunderhorn  [Magdeb Dom] Otto und Editha .. noch aus den Zeiten der Nichtform, doch mit einem bequemeren G. von Naivetät GWB48,244,5 Bem zu Meinecke,MagdebKunstsachen GWBB3,108,6 ChStein 16.9.76 GWB492,38,23 Igeler Monument   c in ästhetischer Rezeption: (kunstverständiger) Gefühls-, Erlebniseindruck od Phantasievorstellung, sowohl mBez auf Reiz u Schönheit einzelner Stellen als auch als Gesamteindruck; mehrf in (allg) Aussagen üb den bes Scheincharakter, die ästhetische Illusion; öfter ‘G. (in jdm) erregen, jdm mitteilen’  Diese .. Oper [Grétrys ‘La Belle et la Bête’] näherte sich .. dem edlen Stil, und war geeignet, die zartesten G-e zu erregen GWB29,43,14 DuW 17  [das] Septizonium des Severus .. [das] vertikal in die Höhe stieg und also dem Auge das G. einer geforderten Solidität nicht eindrücken konnte GWB492,192,2 Pentazonium Vimariense [G/Meyer]  das höchste Ziel der Kunst ist Schönheit und ihre letzte Wirkung G. der Anmuth GWB47,163,8 Samml 5  Den Donner in Musik nachzuahmen ist keine Kunst, aber der Musiker, der das G. in mir erregt als wenn ich donnern hörte würde sehr schätzbar seyn GWBB29,54,2 Schöpke 16.2.18 K [für: sentiment] GWB45,205,23 RamNeffeAnm GWBB22,347,5 CGKörner 23.4.12 GWB27,272,26 DuW 9 allg als ästhetisches Wohlgefallen, insbes als Empfindung natürl Schönheit u Anmut  Ich habe öfters bemerkt, daß es Menschen gibt, welche eine Landschaft ohne G. ansehen können GWB46,375,17 HackertNachtr [Hackert/G]  Zeichnungen in Sepia [von ChGSchütz] .. Die Darstellung der Ufer .. und des Stroms selbst ist so treu als anmuthig, und das G., das den Rheinfahrenden ergreift, wird uns .. mitgetheilt oder wieder erweckt GWB341,116,9 KuARheinMain HA13,23,5 Schönheit organNaturen   6 Empfindungsvermögen, Fähigkeit od Kraft der Wahrnehmung, Vorstellung, Beurteilung (uä); in c und d öfter ‘(ein) G. für, von etw (haben)’   a sinnl Wahrnehmungsvermögen, insbes Tastsinn; einmal mBez auf Lustempfindungen, im bildl Vergl zugl für jds geistiges Sensorium  [elektr u galvan Phänomene] Wirkung: auf G., Gesicht, Gehör, Geschmack, Geruch. Ein Allgemeines das zu jedem Sinne spricht GWBN11,206,11 Galvanism  [Bernardo:] was man .. zu sagen pflegt: daß Verliebte so ein feines G. haben, wie die Schnecken an den Hörnern, um zu spüren, ob man ihnen wohl will, oder nicht GWB38,96,11 ErwElm1 GWBFaust I 1444 GWBT9,68,18 v 30.6.23 uö(selten)   b emotionale Kraft, seel Energie, auch iSv Temperament; vereinzelt mit Attr wie ‘feurig’, ‘lebhaft’; bes beim jungen G  Mit einem Mädgen hier zu Lande, | Ist’s .. ein langweilig Spiel, | Zur Freundschafft fehlt’s ihr am Verstande, | Zur Liebe fehlt’s ihr am G. GWBB1,174,14 Friederike Oeser 6.11.68 ~ GWB51,59 An Mlle Oeser zu Leipz 113  Dem Mädgen ward nebst andern Gaben | Viel feuriges G. geschenkt, | Da meynt’s, es denke gleich erhaben, | Da es doch nichts als feurig denkt GWB37,22,2 Annette Kunst Spröden zu fangen I [für: sentiment] GWB45,78,23 RamNeffe uö(selten)   c moral Empfindungsvermögen, auch: Taktgefühl, Gespür für das Schickliche, Angemessene od Rechte; öfter ‘nach G. (und Gewissen)’, ‘aus eigenem G. (handeln)’  [Wilh üb den jungen Belsazar:] Er will das Gute, hat ein G. für Rechtschaffenheit und Tugend GWB51,142,8 ThS II 4  [Saalausstattung zum Empfang Marie Antoinettes in Straßb] Bilder .. [mit der] Geschichte von Jason, Medea und Kreusa, und also ein Beispiel der unglücklichsten Heirath .. ich forderte .. meine Gefährten zu Zeugen auf eines solchen Verbrechens gegen Geschmack und G. GWB27,240,20 DuW 9  Bist undankbar, so hast nicht Recht, | Bist du dankbar, so geht dir’s schlecht: | Den rechten Weg wirst nie vermissen, | Handle nur nach G. und Gewissen GWB51,104 ZXenNachl VII 300 GWB26,72,4 DuW 2 GWB18,192,7 Unterhaltungen   d Urteilsvermögen, (Zart-)Sinn, insbes theoret od (überwiegend) kunstkrit Gespür, Sensibilität, Geschmack  betrachtet man diese Kniffe [Newtons] mit redlichem Sinn, hat man ein lebendiges G. für’s Wahre, so kann man .. sagen, der Autor benimmt sich schändlich GWBN2,283,12 FlP 652  [Jarno empfiehlt Wilh die Lektüre von Shakespeare:] Nur Eins bedinge ich mir aus, daß Sie sich an die Form nicht stoßen; das Übrige kann ich Ihrem richtigen G-e überlassen GWB21,290,18 Lj III 8 ~ GWB52,147,12 ThS V 7  abgesonderte [Garten- u Park-] Anlagen .. welche mit G. allmählich durch Pflanzungen und Wege verbunden, eine allerliebste .. charakteristische Scenenfolge dem Durchwandelnden darstellten GWB24,139,26 Wj I 8 [für: tact] GWB45,126,27 RamNeffe GWBB12,362,7 Schiller 25.11.97 uö(häufig)   7 individuell od kollektiv ausgeprägte, charakterist Gefühlsregung od -kultur, Erlebnis- od Denkweise; öfter in Berührung mit anderen Bedeutungspunkten   a allg als Gemütsverfassung, seel Eigenart od Mentalität, überwiegend gruppen-, alters- u geschlechtsspezifisch in Vbdgn wie ‘G.(-e) der Jugend’, ‘kindliche(s), elterliche(s), mütterliches, patriotische G.(-e)’  Der englische Gruß [Lied] .. Die anmuthige, bloß katholische Art, christliche Mysterien an’s menschliche, besonders deutsche G. herüber zu führen GWB40,343,23 Üb:Wunderhorn  daß der orientalische Flug und Schwung, jene .. übermäßig lobende Dichtart, dem G. des Westländers vielleicht nicht zusagen möchte GWB7,133,13 DivNot  Frau Bätty [EJacobi] hat .. gegen alle Lebensart gehandelt, gegen alles mütterliche G., daß Sie Ihnen mit einer solchen Klatscherey [üb G] nur einen Augenblick verderben konnte GWBB6,221,24 CEGoethe 7.12.83 Gespr(He32,471) Odyniec 25.8.29 GWB27,14,23 DuW 6 GWB38,373,7 FGA Engl schwKunst [G/Merck?] (selbst)kritisch als Ausdruck einer übertriebenen od gefühlsseligen (larmoyanten, allzu mitleidsvollen) Seelenhaltung od emotionalen Überzeugung, auch iS einer Überempfindlichkeit; fast nur iVbdg mit Attr wie ‘weichlich’, ‘überzart’, ‘grenzenlos’  [Eugenie:] Ich will nicht mehr in Zweifel, zwischen Furcht | Und Liebe schweben, will nicht weibisch mehr, | Indem ich untergehe, noch des Herzens | Und seiner weichlichen G-e schonen GWBNatT 2576  meine Gedichte mir [in Pempelfort] .. nur selten über die Lippen kamen. Denn mich hinderten leicht gewisse .. Personen, denen mein überzartes G. vielleicht Unrecht thun mochte; ich ward .. mitten im Recitiren irre und konnte mich nicht wieder zurecht finden GWB28,287,7 DuW 14 [für: sensibilité] GWB9,337 Mahomet 1361 GWB29,95,3 DuW 18 uö(selten)   b als Regung od seel-geistige Haltung speziell der ‘Empfindsamkeit’, insbes als enthusiastisch mit jdm geteilte u als seelenverwandt erlebte Empfindung (vgl ‘empfinden’ 6 b)  [Prinz:] Dich ehr’ ich, heiliges [Mond-] Licht, | Reiner hoher G-e Freund! GWB17,30,18 TriumphEmpfindsamk III  Ich habe Ihren Brief geküsst und an mein Herz gedruckt. Es sind meine ein — innige G-e. Ja liebe Mama GWBB2,164,5 Sophie LaRoche [etwa 10./13.5.74 Korr GJb 90,264]  deine [nicht erhaltene] Epistel an die Akademisten .. noch einmal ..: daß zwar herrlich ist selbstständig Gefühl, daß aber antwortend G. würckender macht .. und so danck .. unsern Geistern daß sie sich gleichen GWBB2,188,27 Jacobi 21.8.[74]  Dancke für die Silhouetten Auslegung hier ist wieder eine. Du thust mir eine Wohlthat .. Ich hab ohne bestimmtheit unendlich ähnlich G. zu deinem GWBB4,319,22 Lavater 13.10.80 GWB28,57,13 DuW 11 GWBB2,183,4 Jacobi 14.[8.74] ‘etw zum G. entwickeln’: mBez auf eine ideale, literarisch noch zu erarbeitende menschlich-brüderl Nähe (in Berührung mit 5 a)  Jetzo studir’ ich Leben und Todt eines andern Helden [Sokrates], und dialogisir’s in meinem Gehirn. Noch ist’s nur dunckle Ahndung .. den philosophischen Heldengeist .. Ich brauche Zeit, das zum G. zu entwickeln .. statt des Heiligen ein großer Mensch .. den ich .. an meine Brust drücke, und rufe .. mein Bruder! GWBB2,11,26 Herder [Anf 72 Korr DjG32,70,31]   GWBAngstgefühl GWBBrautgefühl GWBDämmerungsgefühl GWBDankgefühl GWBDichtergefühl GWBDuldungsgefühl GWBEhrgefühl GWBEinheitsgefühl GWBErdgefühl GWBFamiliengefühl GWBFeuchtgefühl GWBFluchtgefühl GWBFlüchtlingsgefühl GWBFrauengefühl GWBFreiheitsgefühl GWBFreundschaftsgefühl GWBFrohgefühl GWBFrühgefühl GWBGegengefühl GWBGemeingefühl GWBGeschmacksgefühl GWBGildegefühl GWBGlaubensgefühl GWBGleichheitsgefühl GWBGrabgefühl GWBHausgefühl GWBHerbstgefühl GWBHochgefühl GWBHoffnungsgefühl GWBJugendgefühl GWBKriegsgefühl GWBKunstgefühl GWBLebensgefühl GWBLeidgefühl GWBLiebe(s)Gefühl GWBMannesgefühl GWBMenschen- GWBMiß- GWBMit- GWBMittel- GWBMorgen- GWBMut- GWBMutter- GWBNach- GWBNatur- Neben- Nicht- GWBNichtigkeits- GWBOden- GWBOhnmachts- GWBPflicht- GWBPrivilegien- GWBRach- GWBReligions- GWBRück- GWBScheide- GWBSchmerz- GWBSchönheits- GWBSchonungs- GWBSelbst- GWBSicherheits- GWBSitten- GWBSommer- GWBTief- GWBToten- GWBTrost- GWBTrotz- GWBÜber- GWBUn- GWBUnabhängigkeits- GWBUr- GWBVaterlands- GWBVoll- GWBVor- GWBWahrheits- GWBWohn- GWBWonne- GWBZart-Syn GWBEmpfindung zu 1,2, 4 u 5 GWBEindruck GWBWahrnehmung zu 1 a GWBApperzeption GWBSensation GWBSinneswahrnehmung zu 2 GWBBewußtsein zu 3 a GWBHerz GWBGemüt GWBSeele zu 3 b GWBAffekt GWBGemütsbewegung GWBGemütslage GWBLeidenschaft GWBNeigung GWBRegung GWBStimmung zu 3 c GWBSelbstbewußtsein -gefühl zu 3 d GWBGewissensskrupel GWBGewissen zu 3 e GWBMitempfindung GWBMitgefühl Mitleid zu 3 g GWBBedürfnis GWBBegierde GWBBestrebung GWBRegung GWBVerlangen GWBVorsatz GWBWunsch zu 4 GWBh2nAhn(d)ung GWBBegriff GWBBewußtsein GWBEinsicht GWBVorstellung zu 4 a GWBAnmutung GWBErwartung GWBVermutung zu 4 a β GWBVorahnung zu 4 b GWBGlaube zu 4 c GWBAnteil GWBTeilnahme zu 4 d GWBAperçu GWBErkenntnis zu 4 d γ GWBÜberzeugung GWBUrteil zu 5 a GWBAuffassung GWBSinn zu 5 a und b GWBKunstgefühl GWBKunstsinn zu 5 b und c GWBStimmung zu 5 c GWBEmpfindungszustand GWBIllusion zu 6 a GWBTastsinn zu 6 b GWBEnergie GWBTemperament zu 6 c und d GWBSinn zu 6 d GWBBeurteilungskraft GWBBewußtsein GWBEmpfindlichkeit GWBEmpfindungsvermögen GWBGeschmacksinn GWBGeschmack GWBSensibilität GWBZartgefühl zu 7 a und b GWBEmpfindungsweise zu 7 a GWBDenkweise GWBGemütsart GWBGemüt GWBSinn(esart) 1) HMayer, G-s Begriff der Realität. In: GOETHE 18, 1956,26—43 (Zit S 30); vgl ferner ebd 44—88 WSchadewaldt, G-s Begriff der Realität, insbes 86ff zu der für G “mit dem Gefühl des höchsten Glücks, der ‘Lust’ und .. ‘Freude’” verbundenen, Subjekt u Objekt “überbrükkenden” Selbstverwirklichung 2) zur mögl Zit-Übernahme aus Herders Abhandlung ‘Üb den Ursprung der Sprache’ vgl DjG32,287f u MA12,768f 3) vgl dazu JMüller, ‘Verwirrung des Gefühls’. Der Begriff des ‘Pathologischen’ im Drama G-s u Kleists, 1974 sowie KMommsen, Kleists Kampf mit G, 1974, insbes 24—34 4) für GvMolnár, G-s Kant-Studien, 1994, eine “ganz im Geiste Kants” geschriebene Bemerkung; vgl aaO 10u155u357 5) zu Einflüssen des “radikalpietist Inspirationsglaubens” vgl das Kap ‘der trete auf, und lalle sein Gefühl ..’. In: UMSchneider, Propheten der Goethezeit, 1995,155—189, insbes 178f 6) Eine ähnl Umschreibung des ‘Gottesgefühls’ findet sich in Lavaters ‘Physiognom Fragmenten’, vgl HArens, Komm zu G-s Faust I, 1982,332.Horst Fleig H. F.
35226 Zeichen · 554 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Gefühl

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Das Gefühl , des -es, plur. inus. oder die Gefühle, sing. inus. ein nur bey den Jägern übliches Wort, als ein Collect…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gefühl

    Goethe-Wörterbuch

    Gefühl von knapp 1700 Belegen wie bei ‘Empfindung’ (900 Belege) die Hälfte in Punkt 3 b, doch ein Fünftel (gegen ein Zeh…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gefühl

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gefühl , im abstrakten Sinne die Eigenschaft des Subjekts, durch den Inhalt seiner Wahrnehmungen und Vorstellungen irgen…

  4. modern
    Dialekt
    Gefühl

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    G e fü h l [Kfíl Su. K. Z. ] n. 1. Tastempfindung. Ich hab ke i n G. me hr in de n Finger n Hf. 2. Mitgefühl. Er het ke …

  5. Sprichwörter
    Gefühl

    Wander (Sprichwörter)

    Gefühl 1. Dem Gefaüle noa 1 hiäd de Man rächt, sach de Awekoate, as iäm bai 2 en Goldstücke in de Hand stoppede. ( Hemer…

  6. Spezial
    Gefühl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|fühl n. (-[e]s,-e) 1 (seelische Regung) sentimënt (-nc) m. 2 (Ahnung, Empfindung) sensaziun (-s) f. , impresciun (-s)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gefuehl

84 Bildungen · 69 Erstglied · 12 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von gefuehl

ge- + fuhl

gefuehl leitet sich vom Lemma fuhl ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

gefuehl‑ als Erstglied (30 von 69)

Gefühlarm

Campe

gefuehl·arm

○ Gefühlarm , adj . u. adv . arm an Gefühl. »— des beleidigten, getäuschten, gefühlarmen Herzens.« Meyer.

gefühlart

DWB

gefuehl·art

gefühlart , f. empfindungsweise, nach denkart gebildet: die mannichfaltigsten denkweisen und gefühlarten. Göthe 46, 187 , s. denken und fühl…

Gefühlchen

GWB

gefuehl·chen

Gefühlchen (winzige) Gefühlsnuance; in Parodie empfindsam schmachtender (ästhetizist) Sprechweise [ Papagei: ] meine Nachtigall .. die sanft…

Gefühldurst

Campe

gefuehl·durst

○ Der Gefühldurst , des — es , o. Mz . der Durst, das Verlangen nach angenehmen sinnlichen Gefühlen. »Ach! so viele sich langsam verblutende…

gefühlelei

DWB

gefuehl·e·lei

gefühlelei , f. wie empfindelei ( vgl. sp. 2185): erkünstelte gefühlelei und empfindelei. Klinger 12, 35 .

gefühlen

DWB

gefühlen , verstärktes fühlen, wie im ältern md. gevûlen neben vûlen, gevûlunge f., alts. gifôlian, noch im 16. jh. nrh. gevoelen sentire Cö…

gefühlerfüllt

DWB

gefühlerfüllt , mit gefühl erfüllt: gefühlerfülltes und scharfbeobachtetes kleinleben ( bei J. Paul ). Keller grün. Heinr. 2, 174 .

Gefühlerregende

GWB

Gefühlerregende umschreibend für das seel-emotional u sinnl Erregende von Liebesbeziehungen B40,132,9 Elsholtz 16.11.25 Horst Fleig H. F.

gefühlgierig

DWB

gefuehl·gierig

gefühlgierig : er musz einem so gefühlgierigen volke, als die Italiener sind, mehr überdrusz als vergnügen machen. Wieland 26, 334 .

gefühlig

DWB

gefühlig , adj. zu gefühl, da es aber älter ist als das subst., musz es urspr. vielmehr von gefühlen gleich fühlen gebildet sein; vergl. füh…

gefühligkeit

DWB

gefuehlig·keit

gefühligkeit , f. sensibilitas, nrh. gevoelicheit Dief. 527 a ( s. das vorige ): die gefühligkeit seines wesens, die ihn sorglich im augenbl…

gefühlkreis

DWB

gefuehl·kreis

gefühlkreis , m. Schiller X , 362 (24. ästh. br. ), unterschieden von erkenntniskreis, bereich.

Gefühllehre

Campe

gefuehl·lehre

◎ Die Gefühllehre , o. Mz . die Lehre von den sinnlichen Gefühlen oder der Sinnlichkeit überhaupt (Aesthetik ). C. S. Geschmackslehre, Darst…

gefühllos

DWB

gefuehl·los

gefühllos , ohne gefühl, unempfindlich ( vgl. fühllos): das gefühl ist zwar eigentlich in der hand am empfindlichsten. gleichwohl ist die ga…

gefühllosigkeit

DWB

gefuehl·losigkeit

gefühllosigkeit , f. unempfindlichkeit, hartherzigkeit u. ä.: die starre, stumme und taube gefühllosigkeit ( stupidité ). Bode Montaigne 1, …

Gefühlreich

Campe

gefuehl·reich

○ Gefühlreich , adj . u. adv . reich an Gefühlen, innig, fein fühlend. »Die gefühlreichen — Griechen, die was todt war, gern beseelten.« Kos…

gefühlsart

DWB

gefuehl·sart

gefühlsart , f. wie gefühlart, aber mit genitivischer bildung: menschen, deren gefühlsart mit der unsrigen sympathisirt. Gotter 2, x.

gefühlsbetont

RDWB1

gefuehl·s·betont

gefühlsbetont ein ~er Mensch - импульсивный, эмоциональный человек ~ handeln - действовать по зову сердца

gefühlsbetonung

DWB

gefuehl·s·betonung

gefühlsbetonung , f. betonung zum ausdruck des gefühls: als ich mit gefühlsbetonung sie bei hof hab declamiert. Brentano 5, 132 .

Gefühlsbezeigung

GWB

gefuehl·s·bezeigung

Gefühlsbezeigung ‘öffentliche Gefühls- und Freuden-Bezeigungen’ für die feierl Veranstaltungen zum Regierungsjub von CarlAug B40,25,19 Beust…

gefühlsduselei

DWB

gefuehl·s·duselei

gefühlsduselei , f. , von politischer gefühlsduselei war in der Augsb. allg. zeitung 1878 842 a die rede ( vgl. gefühlspolitik); einer gewis…

gefühlsfaser

DWB

gefuehl·s·faser

gefühlsfaser , f. fühlende nervenfaser: das aufreiben all meiner gefühlsfasern. Klinger theater 4, 154 .

Gefühlsinn

Campe

gefuehl·sinn

Der Gefühlsinn , des — es , d. Mz . ungew. der Sinn des Gefühls, derjenige Sinn, der durch unmittelbare Eindrücke von außen berührt, der See…

gefühlskritik

DWB

gefuehl·s·kritik

gefühlskritik , f. tadelnd gebraucht von philologischer kritik die sich auch mit durchs gefühl leiten läszt ( vergl. sp. 2180 ff. ): obwohl …

gefühlsleben

DWB

gefuehl·s·leben

gefühlsleben , n. das eigene leben welches das gefühl in uns oder wir in ihm führen, z. b. ein sehr entwickeltes gefühlsleben, die geheimnis…

gefuehl als Zweitglied (12 von 12)

Bauchgefühl

RDWB1

Bauchgefühl n (kein Bezug zu "живот") интуиция, инстинкт ich habe da so ein komisches Bauchgefühl ... - что-то мне подсказывает ...; я нутро…

Feingefühl

RDWB1

Feingefühl n такт, деликатность mit wenig Feingefühl - без должного такта, без подобающего такта, без приличествующей случаю деликатности

Fingerspitzengefühl

RDWB1

Fingerspitzengefühl n (особое) чутьё, интуиция, такт eine Sache mit Fingerspitzengefühl angehen - подойти к делу со всем тактом

Hochgefühl

RDWB1

Hochgefühl n приподнятое настроение, эйфория

Mitgefühl

RDWB1

Mitgefühl n (nicht immer "сочувствие") Ich versichere Sie / Ihnen meines ~s. - Я разделяю Ваши чувства.; Я разделяю Ваше горе.

Selbstgefühl

RDWB1

Selbstgefühl n самоуважение, уверенность в себе (а не "самоощущение")

Vorgefühl

RDWB1

Vorgefühl n предчувствие im ~ des Unheils - в предчувствии беды преддверие im ~ meiner Vaterschaft - в преддверии моего отцовства

Wohlgefühl

RDWB1

Wohlgefühl n (Lakune) приятное чувство

ehrgefühl

DWB

ehr·gefuehl

ehrgefühl , pudor: reges, lebendiges, feines ehrgefühl; ein mensch ohne ehrgefühl; freilich, das kommt daher, wenn ehrgefühl nicht im busen …

gegengefühl

DWB

gegen·gefuehl

gegengefühl , n. 1 1) entgegengesetztes gefühl: die gelassenheit lehret uns dem gefühle des miszvergnügens ein gröszeres gegengefühl der bes…

selbstgefühl

DWB

selbst·gefuehl

selbstgefühl , n. , wie selbstbewusztsein in doppeltem sinne, vgl. Adelung und Campe, gefühl seiner selbst, seines zustandes: glauben sie wo…

vorgefühl

DWB

vor·gefuehl

vorgefühl , n. , eine bildung der neueren sprache wie gefühl selbst th. 4, 1, 2, sp. 2167, zuerst von Adelung verzeichnet, s. zeitschr. f. d…

Ableitungen von gefuehl (3 von 3)

Mißgefühl

Campe

○ Das Mißgefühl , — es, Mz. — e , ein unangenehmes, widriges Gefühl, wie auch, unrichtiges Gefühl und Mangel des Gefühls. »Wehe dem, den die…

ungefühl

DWB

ungefühl , n. , mangel an gefühl. als neubildung bei Campe. schwächer als gefühllosigkeit: meine tochter hat recht, dasz ein groszer theil d…

urgefühl

DWB

urgefühl , n. , ursprüngliches, wahrstes, echtestes gefühl (gefühl 6). vgl. urempfindung, grundgefühl. als neubildung bei Campe : was ich ih…