Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fiber f.
fiber , f. fibra, unser faser ( sp. 1339): trübe stunden gehn vorüber schnell, wie eine frühlingsnacht, und des lebens stumpfe fiber wird durch sie nur scharf gemacht. Burmann ged. 45 ; bald, um des herzens fibern alle zur freud heranzuziehen, rauscht Christinens finger durch die saiten der harfe. Gökingk 1, 75 ; mein busen bebte mir in jeder fiber, als nun um mich dein blick in thränen schmolz. A. W. Schlegel im musenalm. 1796 s. 112 ; oh der hölle macht ist grosz und an éiner fiber bebung hangt die wonne wie der graus. Müllner die schuld 131 ; herz, das ohne die fiber der leidenschaft schlug…