Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
druos
gans):
‚Drüse, Geschwulst, Eichel, glandula,〈Pa drosi, K dhroasi (Gl. 1, 14, 7. 15, 7)
glans‘
sind als Nom. Pl. des fem. i-Stammes und nicht
als Nom. Sg. eines ī(n)-Stammes zu bestim-
men; vgl. Gl. 4, 68, 55 ff. druosi
‚glandulas‘〉. –
Mhd. druos st.f., vom 13. Jh. an drüese sw. f.
‚Drüse, Beule‘, (14. Jh.)
‚Pestbeule‘(vgl.
16. Jh. Sterbedrüse
‚Pestbeule‘; in Flüchen und
Verwünschungsformeln wie 15. Jh. habt euch
die drues!, 16. Jh. poz peul poz drüß!), (16. Jh.
auch)
‚Teufel‘, nhd. Drüse. Das nhd. Wort
stammt von der Pluralform ahd. druosi (s. o.)
her, die sich in spätmhd. drüese als Sg. verselb-
ständigt hat; daneben nhd. Druse f. fach-
sprachliche Bezeichnung einer Pferdekrank-
heit (19. Jh.
‚eitriger Nasenkatarrh mit Ent-, 18. Jh. noch mit
zündung der Lymphdrüsen‘
Umlaut), in der Bergmannssprache (16. Jh.)
‚Hohlraum im Gestein‘, (18. Jh.)
‚in zusam-.
menhängenden Kristallen ausgebildete Mine-
ralien‘